ErnstHellfritz schrieb:In dem Artikel wird erklärt, wie der Fall nach 40 Jahren gelöst werden konnte und warum die neuen Gutachten glaubwürdig sind.
Die neuen Gutachten sind nicht glaubwürdig. Alleine schon aus dem Grund, dass die Gutachter heute viel weniger Material haben als damals.
Stolls Leiche wurde leider beerdigt, man kann also höchstens Knochen untersuchen (was man auch nicht gemacht hat) und Bilder anschauen (was natürlich nicht so viel bringt als die Verletzungen mit eigenen Augen zu betrachten).
Noch dazu haben die heutigen Ermittler von den Autos, wie sie damals waren und allgemein den Bedingungen dort viel weniger Ahnung als die jener Zeit.
Was die DNA-Spuren betrifft: Es wurde in den 80ern natürlich nicht danach gesucht. Stattdessen haben Rettungskräfte, Polizisten, Gutachter usw eventuell vorhandene Spuren kontaminiert.
Es wurde in dieser Diskussion ja erwähnt, dass eben kein fremdes Blut gefunden wurde.
Dass man sich an mehreren Stellen sehr missverständlich ausgedrückt hat, beweist eigentlich nur die Inkompetenz der Polizei.
Streusel schrieb:Stoll könnte aus Wagen geschleudert worden sein und sich dann auf den Beifahrersitz geschleppt haben.
Nichts hat darauf hingewiesen, ganz im Gegenteil. Die Verletzungen sprechen eine eindeutige Sprache. Stoll wurde eben überrollt, schon gar nicht aus dem Auto geschleudert.
Dies hätte, besonders beim Aufprall gegen einen Baum, schwerste Kopf- und Gesichtsverletzungen ergeben, von denen nicht berichtet wurde. Es wäre ihm kaum möglich gewesen, mit derartigen Verletzungen durch die Botanik zu wandeln und Details über den Tathergang zu schildern. Der fast abgetrennte Arm kann sehr gut dadurch erklärt werden, dass Stoll überrollt wurde und der Arm sich irgendwo unten beim Auto verfangen hat und mitgerissen wurde. Die inneren Verletzungen, an denen Stoll vermutlich verblutet ist, passen auch dazu.
Übrigens ist es auch sehr interessant, dass auf einmal behauptet wird, Stoll wäre in einem Krankenhaus gestorben. Bis jetzt hieß es, er starb auf dem Weg - was auch mehr Sinn ergibt, besonders in der damaligen Zeit. (Da fällt mir ein, gibt es eigentlich Aussagen von Rettungskräften? Damals hat man vermutlich einen NAW oder einen Krankenwagen geschickt, falls tatsächlich ein Notarzt dabei war, wäre auch seine Meinung interessant - gerade ein Notarzt aus der Zeit der fiesen Verkehrsunfälle könnte sicher einiges über den Hergang der Verletzungen erahnen)