Man könnte mal überlegen, wer davon profitieren würde, wenn KEH nicht gestorben wäre. Abgesehen natürlich von KEH, dem sehr zu wünschen wäre, dass er nicht in den Schweizer Alpen verunfallt ist.
Der Staat schon mal nicht, denn dann wäre jede Menge Erbschaftssteuer rückabzuwickeln.
Bekannt ist:
Im Oktober 2020 beantragten seine Brüder zusammen mit der Warenhandelsgesellschaft Tengelmann beim Amtsgericht Köln, Karl-Erivan Haub für tot zu erklären.[18] Dadurch wurde ein Zerwürfnis zwischen den Brüdern und Haubs Ehefrau öffentlich bekannt, da Letztere eine Todeserklärung vermeiden wollte, um nicht mit ihren Kindern aus dem Gesellschafterkreis des Familienunternehmens ausscheiden zu müssen.[3][19] Am 18. Januar 2021 wurde bekannt, dass Georg Haub seinen Antrag auf Todeserklärung beim Amtsgericht Köln zurückgezogen habe, während die Anträge seitens Christian Haub und der Unternehmensgruppe Tengelmann aufrechterhalten blieben.[20]
Quelle:
Wikipedia: Karl-Erivan HaubAlso: Haubs Ehefrau war eher nicht an der Todeserklärung interessiert, damit sie mit ihren Kindern im Gesellschafterkreis verbleiben kann und Georg Haub hatte seinen Antrag zurückgezogen. Christian Haub und die Unternehmensgruppe hielten ihre Anträge aufrecht.
Dazu passt sein Verhalten, die Fotos aus Russland nicht zum Anlass zu nehmen, den Antrag zurückzuziehen bzw. diese als Beweis dafür vorzulegen, dass er womöglich noch lebt. Vielleicht war er aber auch schlicht davon überzeugt, dass die Bilder nicht seinen Bruder zeigen.
Zumindest wegen einer eidesstattlichen Versicherung (ich nehme an, dass es die ist, die der Artikel erwähnt) von Christian Haub gibt es deshalb Ermittlungen:
Im April 2024 wurde verlautbart, dass von der Staatsanwaltschaft aufgrund einer Strafanzeige gegen Christian Haub wegen falscher Versicherung an Eides statt im Zusammenhang mit der Todeserklärung seines Bruders ermittelt wird.[32]
Quelle: ebenda.
Ob die Fotos echt sind? Auf den Fotos: Dicke Mütze und eine Jacke mit Kunstfellbesatz, die viele Charakteristika wie Kopfform, Haare und Ohren verdecken.
Jedenfalls: Die Staatsanwaltschaft hat erklärt, dass sie auch nach Sichtung der Bilder
weiterhin "aktuell nach wie vor kein Anlass sieht", für Karl-Erivan Haub "die Aufhebung der Todeserklärung nach den Vorschriften des Verschollenheitsgesetz zu beantragen".
Quelle:
https://www.focus.de/panorama/fotos-sollen-verschollenen-tengelmann-chef-lebend-zeigen-bruder-muss-bangen_b3b95de3-943b-42a8-bcb2-777c0fad7ad9.htmlDafür wird sie wohl ihre Gründe haben. Womöglich hat sie ja sogar selbst ein Rechtsgutachten beauftragt, was zu anderen Ergebnissen gelangt ist als die "University of British Columbia".