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Entwickelt sich Deutschland negativ als Wirtschaftsstandort?

3.414 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Politik, Wirtschaft, Stadtentwicklung ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Entwickelt sich Deutschland negativ als Wirtschaftsstandort?

03.04.2025 um 16:03
Zitat von dr.whodr.who schrieb:Man darf halt nicht vergessen, dass unsere marode Infrastruktur in anderen Ländern noch top wäre und Jahrzehnte weiterliefe.
Welche Länder wären das?
Sudan?

Ich kann versichern, das es im asiatischen Raum, weniger Funklöcher gibt als auf der A31 oder A43.
Die Deutsche Bahn in einer Stunde mehr Verspätungen hinbekommt als China in einem Jahr.
In Japan gibt es Lohnabzug und andere Strafen für verspätete Züge ab 1 Sek.
Bei uns ist ein Zug mit 6Min. Verpätung noch pünktlich!
Dann Straßen, Brücken, Schulen, Bundeswehr???


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Entwickelt sich Deutschland negativ als Wirtschaftsstandort?

03.04.2025 um 16:47
Zitat von GildonusGildonus schrieb:Bei der Frage wo die Gelder, die eigendlich vorhanden gewesen waren, hingeflossen sind, bin ich zu einem einfachen Schluß gekommen.

Die politischen Eliten in Deutschland haben den Ehrgeiz entwickelt das Deutschland der Vorreiter bei der Energiewende zu werden hat und auch das Ziel der Klimaneutralität wollte man vor allen anderen ereichen. Für jeden Sch...., wie Balkonkraftwerke oder E - Auto Ladestationen war Geld vorhanden, nur nicht für die Kernaufgaben.

Der Ehrgeiz unserer Politiker die "grünen Pläne zu erfüllen" sichert die Eine oder andere Politikerkarriere ab, ist aber insgesammt betrachtet nicht mehr Wert als "das Fleißkärtchen" für den Klassenstreber in der Schule und gefährdet aber den Wirtschaftsstandort Deutschland.
Vielleicht in Gildoniusland. Wenn Du wissen willst, wie Geld in Deutschland ausgegeben wird, musst Du Dir eben den Bundeshaushalt anschauen. Der ist kein Geheimnis, auch für Dich nicht.

Screenshot 2025-04-03 164700
Q:https://crp-infotec.de/deutschland-bundeshaushalt-2024/


Screenshot 2025-04-03 164223
Q:https://crp-infotec.de/deutschland-bundeshaushalt-2023/
Anmerkungen zum Bundeshaushalt

1. Neuverschuldung

Die Schwarze Null soll in Zukunft auch wieder stehen - dann nach Corona-Jahren mit Höchstverschuldungen. Im Jahr 2014 kam der Bundeshaushalt erstmals seit 1969 ohne Neuverschuldung aus. Doch die Corona-Krise machte einen gewaltigen Strich durch die Rechnung. In den Krisenjahren entstand eine Nettokreditaufnahme von über 500 Milliarden Euro. Diese Neuverschuldungen setzen sich zusammen aus Maßnahmen zur Bekämpfung der Auswirkungen des Corona-Virus und prognostizierten Steuermindereinahmen.

Die Bundesregierung hat bereits angekündigt, im Laufe der nun beginnenden Haushaltsberatungen einen Ergänzungshaushalt vorzulegen. Der Ergänzungshaushalt soll die finanziellen Folgen des russischen Angriffs auf die Ukraine abbilden. Der vorliegende Haushaltsentwurf basiert unter anderem auf den Projektion des Jahreswirtschaftsberichts der Bundesregierung, der vor den Entwicklungen in der Ukraine vorgelegt worden war.

2. Bundesschuld

Hinter dem Einzelposten "Bundesschuld" verbergen sich in erster Linie die Zinsausgaben des Bundes. Diese Aufwendungen konnten in den letzten Jahren aufgrund niedriger Zinsen deutlich gesenkt werden. Dennoch muss der Bund mittelfristig vermutlich etwa jeden zehnten Euro für den Zinsdienst aufwenden - also Geld aufbringen, dass durch den Schornstein raucht, ohne dass damit auch nur ein einziger Euro des Schuldenberges abgebaut würde.

3. Allgemeine Finanzverwaltung

Der Etat "Allgemeine Finanzverwaltung", hinter dem sich in erster Linie Ausgaben für Pensionen etc. verbergen, hat sich in den vergangenen Jahren deutlich erhöht und dürfte auch langfristig angesichts der in den vergangenen Jahrzehnten mangelnden Vorsorge noch deutlicher zunehmen. Als Folge der Corona-Krise musste dieser Einzelposten um mehr als 100 Milliarden Euro im Rahmen der Nettokreditaufnahme des Bundes erhöht werden!

4. Arbeit und Soziales

Der Einzeletat des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales ist und bleibt nach wie vor der weitaus größte Einzelposten des Bundeshaushalts und verschlingt inzwischen rund 40 Prozent der Ausgaben - trotz des erfreulichen Abbaus der Arbeitslosigkeit. Die Zahlen werden sich aufgrund der Corona-Krise deutlich verändern...
Quelle s.o.


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03.04.2025 um 22:17
@JosephConrad

Ich finde so spannend, dass unsere Schulden jetzt schon mehr verschlingen als Gesundheit, Bildung und Familienpolitik und trotz laut nach neuen Schulden geschrien wird. Ich glaube kaum, dass die Mehrkosten durch Reformen bei Arbeit und Soziales gedeckt werden können.

Also leidet wieder die Investition in die Köpfe von morgen. Kein Wunder, dass es hier läuft, wie es eben läuft.


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Entwickelt sich Deutschland negativ als Wirtschaftsstandort?

gestern um 07:08
Zitat von AtroxAtrox schrieb:Also leidet wieder die Investition in die Köpfe von morgen
die wollen doch bei der Bildung aufstocken? (hoffe ich zuminndest).
Also sieht die Grafik doch dann anders aus, vielleicht dann nicht mehr so? :
Zitat von AtroxAtrox schrieb:...dass unsere Schulden jetzt schon mehr verschlingen als Gesundheit, Bildung und Familienpolitik



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gestern um 08:29
Zitat von AtroxAtrox schrieb:Ich finde so spannend, dass unsere Schulden jetzt schon mehr verschlingen als Gesundheit, Bildung und Familienpolitik und trotz laut nach neuen Schulden geschrien wird. Ich glaube kaum, dass die Mehrkosten durch Reformen bei Arbeit und Soziales gedeckt werden können.
Es bringt leider nichts, hier nur auf den Bundeshaushalt zu schauen - bekanntlich hat Deutschland ein im Wesentlichen dreiteiliges öffentliches Ausgabensystem (Bund, Länder, Kommunen) in dem für die Bildung unterhalb der Berufs- und Hochschulbildung fast ausschließlich die Länder zuständige sind, teilweise auch die Kommunen.

Um sinnvoll bewerten zu können, wo der Schwerpunkt der Finanzierung liegt, muss man sich die Gesamtausgaben über alle drei Haushalte anschauen (und eigentlich auch noch die vierte Gruppe, die sog. "Parafisken", also öffentliche Körperschaften mit staatsartigen Aufgaben wie Kranken- oder Rentenversicherungen, da deren Mittel ja zunehmend zweckentfremdet für sachfremde Aufgaben herangezogen werden).

In der Gesamtschau betragen die Ausgaben für Bildung ca. 183 Mrd. €, davon machen die 21 Mrd. € vom Bund (aufgabengemäß) einen eher kleineren Teil aus: https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2024/12/PD24_470_21711.html

Um die Aussage insgesamt zu prüfen müsste man nun genauer auf die Schuldenlast von Ländern und Kommunen eingehen (was nicht ganz so einfach ist, weil die subsidiären Ebenen oft bei den nächsthöheren Ebenen verschuldet sind, d.h. eine Kommune hat z.B. Schulden bei einem Land oder beim Bund, was bei denen natürlich wieder eine Forderungsposition ("Guthaben") darstellt), dafür fehlen mir aber Zeit und Lust. Größenordnungsmäßig kann man sagen dass die Schulden der Länder beim nicht-öffentlichen Bereich sich auf ca. 33% der Schulden des Bundes belaufen, die Schulden der Kommunen sind nochmal ca. 33% so hoch wie die der Länder; das bringt einem aber nicht sehr viel da hier weniger die absolute Höhe interessant ist als die Höhe des notwendigen Schuldendienstes, d.h. man kommt ohne Betrachtung von Laufzeiten und weiteren Konditionen nicht zu einem befriedigenden Ergebnis: https://www.destatis.de/DE/Themen/Staat/Oeffentliche-Finanzen/Schulden-Finanzvermoegen/_inhalt.html

Die zitierten Links erlauben es, quasi in jeder beliebigen Tiefe in dieses trockene Thema einzutauchen, wer will kann sich das gerne geben, ich will es nicht :D


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gestern um 08:44
Zitat von telemanteleman schrieb:Ich kann versichern, das es im asiatischen Raum, weniger Funklöcher gibt als auf der A31 oder A43.
In einigen Teilen mag das sein. Für den asiatischen Raum gesammt gilt dies nicht. Da haben wir selbst in Deutschland Teile mit einer besseren Abdeckung als in so manchen Gebieten dort. Und wenn es um schnelles Internet geht sieht es in Teilen des asiatischen Raums noch sehr viel düsterer aus. Selbst in China, wenn man mal die Karten mit Netzabdeckung vergleicht.
Zitat von telemanteleman schrieb:Die Deutsche Bahn in einer Stunde mehr Verspätungen hinbekommt als China in einem Jahr.
Völlig übertrieben. Auch wenn der HGV Verkehr in China besser funktioniert, so sind die dort nicht frei von Verspätungen. In einem Jahr sammelt auch China eine beträchtliche Anzahl Verspätungsstunden. Allein schon wegen der schieren Größe des Netzes.
Ansonsten sind die Bahnsysteme überhaupt nicht vergleichbar. Ähnlich wie in Japan sind die Netze völlig anders entwickelt als in Europa.
Zitat von telemanteleman schrieb:In Japan gibt es Lohnabzug und andere Strafen für verspätete Züge ab 1 Sek.
Es gab einen Fall mit einer Verspätung von einer Minute. Der betreffende Lokführer hat dagegen geklagt und vor Gericht gewonnen. JR East wurde verurteilt ihm 56 Yen(0,35€) zu zahlen. Was in etwa dem entsprach, was ihm abgezogen wurde.
Also auch hier wieder völlig übertrieben was du schreibst.
Zitat von telemanteleman schrieb:Bei uns ist ein Zug mit 6Min. Verpätung noch pünktlich!
Nein, mit weniger als 6 Min. gelten als pünktlich.(schlimm genug)
Aber Bahn und Politik haben ja zum Glück erkannt, dass es so nicht weiter gehen kann und es wird endlich mehr ins Netz und Knoten investiert.
Aber auch hier, dass liegt nicht unbedingt am so vermeintlich maroden Zustand, der ist nur ein Problem im Netz.
Das Problem liegt an der Überlastung vieler Strecken und das sich alle vom Güterzug, über Regionalbahnen bis zum ICE die selben Gleise teilen müssen.

Ansonsten mal wieder extrem viel Übertreibung und schlechtgerede.
Ja es gibt große Probleme in diesem Land und für deren Beseitigung bedarf es noch viel Zeit und vorallem Geld. Aber es ist mal wieder lange nicht alles so beschissen, wie du es den Leuten verkaufen willst.


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gestern um 08:52
Kommunen haben kaum noch Handlungsspielraum.
Bei den Einnahmen können die nur bei der Gewerbesteuer und der Grundsteuer (etwas) Einfluß nehmen.
Wird jetzt keinen überraschen wie sich diese Steuern die letzten Jahren entwickelt hat.

Für die Ausgaben gibt es Vorgaben vom Land und überwiegend vom Bund.

Das ist eine Punkt der mir sehr negativ auffält. Bundespolitiker denken nur an den Bundeshaushalt.
Macht an sich ziehen und die Kosten und Verantwortung auf Land und Kommunen abwälzen.

Beispiel:
Die Diskusion die Körperschaftssteuer zu senken ist eine die nachher die Länder zu 50% zu zahlen haben.

Wir sind doch eine Volkswirtschaft.

Polizei und Bildung sind nach dem Grundgesetz Aufgaben der Länder.
Frage mich sowiso warum es ein Bundesbildungsministerium gibt?


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Entwickelt sich Deutschland negativ als Wirtschaftsstandort?

gestern um 09:05
Egal wie die Verhandlungen in Berlin gerade laufen.

Mit kleineren Korrekturen werden die Probleme im Land nicht gelöst.

Nur hat keiner den Mut in Berlin das Kind beim Namen zu nennen und überlässt so einer extremistischen Partei das Feld.
(AfD bei 24%.)
Unsere zu dicken Kinder heißen Soziales und Migranten.

Wer genau hinschaut erkennt wie die Kredite schon ungeniert verplant werden für Soziales und Migranten.
Was machen wir denn in ein paar Jahren wenn die (eventuelle) Minimalsteuersenkung nicht zu einem Aufschwung
geführt hat? Noch mal 500,- Milliarden aufnehmen?

Die Einschnitte werden kommen. Ist doch nur die Frage wann.


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Entwickelt sich Deutschland negativ als Wirtschaftsstandort?

gestern um 09:15
Zitat von telemanteleman schrieb:Unsere zu dicken Kinder heißen Soziales und Migranten.
Bei knapp 25 mio. Menschen mit Migrationshintergrund und einer Quote von ca. 70% in Arbeit(ausländische Staatsbürger 65%), halte ich es für übertrieben pauschal "Migraten" als Problemursache zu benennen. Ohne Migranten wäre dieses Land schon längst am Ende.


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Entwickelt sich Deutschland negativ als Wirtschaftsstandort?

gestern um 09:20
Zitat von telemanteleman schrieb:Kommunen haben kaum noch Handlungsspielraum.
Schade das Du nur oberflächliche Allgemeinplätze raushaust, wie am Stammtisch.

Den Kommunen ging es ab 2012 bis vorletztes Jahr richtig gut, verglichen mit den 22 Jahren zuvor. Dann kam der Ukrainekrieg mit vielen Flüchtlingen und die Steuereinnahmen brachen ein. Die Kosten explodierten in dieser Zeit und die Soialregelsätze mussten angepasst werden.


Screenshot 2025-04-04 090026

Q: https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2025/04/PD25_126_71137.html
Zitat von telemanteleman schrieb:Unsere zu dicken Kinder heißen Soziales und Migranten.
Auch wieder so eine hohle Aussage, bei den Sozialausgaben ist Deutschland recht moderat.
Die Mär vom aufgeblähten Sozialstaat

Ausgabe 04/2024
...
Deutschland im Mittelfeld

Aktuell liegt Deutschland beim Anteil der staatlichen Sozialausgaben am Bruttoinlandsprodukt (BIP) mit 26,7 Prozent auf Rang sieben von 18 reichen OECD-Ländern in Westeuropa und Nordamerika. In der Schweiz, den Niederlanden und den USA fallen die Quoten mit 17 bis gut 18 Prozent zwar deutlich niedriger aus. Diese Zahlen sind aber irreführend: In den drei Ländern ist eine private Krankenversicherung weitgehend verpflichtend. Ob man verpflichtend gesetzlich oder verpflichtend privat versichert ist, macht gesamtwirtschaftlich und auch für die einzelnen Versicherten keinen Unterschied, schlägt sich aber in der Statistik nieder. Nimmt man öffentliche, vom Staat vorgeschriebene und freiwillige Ausgaben für Soziales zusammen, so liegen die USA und die Niederlande mit Gesamtquoten von je 30,7 Prozent des BIP sogar geringfügig vor Deutschland mit 30,4 Prozent, während die Schweiz auf 28,6 Prozent kommt. Insgesamt belegt die Bundesrepublik auch in dieser Betrachtungsweise Platz sieben im internationalen Vergleich.

Die Staatsquote, die dem Verhältnis zwischen den gesamten staatlichen Ausgaben einschließlich der Sozialausgaben und dem BIP entspricht, ist hierzulande mit 48,2 Prozent sogar geringfügig niedriger als der EU-Durchschnitt von 48,9 Prozent. Auch die Entwicklung im Zeitverlauf gibt keinen Anlass zur Sorge: Seit Mitte der 1990er-Jahre liegt der Wert an oder leicht unter dem Durchschnitt des Euroraums. Dass das Niveau 2023 leicht erhöht war, liege an den Ausgaben für Hilfspakete während der Energiepreiskrise und für die Unterstützung der Ukraine und von Geflüchteten, so die Forschenden.
...


Screenshot 2025-04-04 091642
Q:https://www.boeckler.de/de/boeckler-impuls-die-mar-vom-aufgeblahten-sozialstaat-57956.htm


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Entwickelt sich Deutschland negativ als Wirtschaftsstandort?

gestern um 09:37
Zitat von JosephConradJosephConrad schrieb:Auch wieder so eine hohle Aussage, bei den Sozialausgaben ist Deutschland recht moderat.
Du musst unbedingt neben den Ausgaben auch die wirtschaftliche Entwicklung betrachten.

Polen kann sich eine Verdoppelung der Sozialausgaben leisen weil sich die Wirtschaftsleistung verdreifacht hat.
Einfach gerechnet.
Deutschand kann sich die 26% nicht leisten weil sich die Wirtschaft nicht entsprechend entwickelt hat.

Dazu die Vernachlässigung der Kernaufgaben die anstelle aus dem laufenden Haushalt aus Schulden
getätigt werden sollen. So die Kommunikation der Politik mit uns.
Ohne struktuelle Veränderungen wird das Geld unwirksam verpuffen.

Harts IV hat doch mal funktioniert. Warum nicht noch mal zurück nach 2003?


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gestern um 09:41
Die Welt hat sich seit 2003 doch stark verändert. Wir brauchen Lösungen für die Zukunft und die finden wir wohl kaum in der Vergangenheit.


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gestern um 09:48
Zitat von telemanteleman schrieb:Harts IV hat doch mal funktioniert. Warum nicht noch mal zurück nach 2003?
Warum wieder zwei Halbsätze? Verstehe doch erst einmal was das Bürgeld ist, wie die Ausgaben gegenüber dem BIP sind, warum es stieg und wer es bezieht.

2010 gab Deutschland für alle Sozialleistungen eine Summe in Höhe von 30 Prozent des nominalen BIP aus, 2020 erreichte die Sozialleistungsquote, während der Coronapandemie, 32,8 Prozent und sank bis 2023 wieder auf 30,3 Prozent.
Sophie Crocoll
14.01.2025 - 10:40 Uhr
...
Etwa 5,5 Millionen Menschen bezogen zuletzt, Stand September 2024, Bürgergeld, fast vier Millionen von ihnen werden in der Statistik der Arbeitsagentur als erwerbsfähig geführt. Ende 2022 waren es gut 3,8 Millionen sogenannte erwerbsfähige Leistungsberechtigte.
Mit Blick auf die vergangenen 20 Jahre liegen beide Zahlen heute jedoch niedriger als Mitte der 2000er-Jahre. In den 2010er-Jahren stagnierten sie eine Weile, in den Jahren davor und danach nahmen sie jeweils ab. Und ja, seit dem Tiefststand 2022 hat die Zahl der Leistungsempfänger wieder etwas zugenommen.

Allerdings sind seit Februar 2022, seit Russland die Ukraine angegriffen hat, etwa 1,2 Millionen Ukrainerinnen und dann auch Ukrainer nach Deutschland geflohen. Seit Mai 2022 erhalten sie in Deutschland von Anfang an Bürgergeld.
...
Stand August waren gut 221.000 Menschen aus der Ukraine in Deutschland sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Insgesamt ist die Zahl der ukrainischen Geflüchteten mit Job auf gut 272.000 gewachsen – Plus 71.000 im Vergleich zum Juli 2023.
...
Um 53 Euro stieg das Bürgergeld für alleinstehende Erwachsene im Januar 2023, auf 502 Euro monatlich. Anfang 2024 erhöhte es sich noch einmal um 61 auf 563 Euro im Monat – das zweite Jahr in Folge ein Plus von etwa zwölf Prozent.

Nominal gesehen liegen die Ausgaben des Bundes für das Bürgergeld heute mehr als zehn Milliarden Euro höher, bei fast 38 Milliarden Euro 2024 im Vergleich zu knapp 24 Milliarden Euro im Jahr 2014. Gestiegen sind die Ausgaben für die eigentlichen Leistungen, besonders stark aber auch die Beteiligung an den Kosten für Unterkunft und Heizung, die der Staat übernimmt. Insgesamt liegen die Kosten noch höher, da auch die Kommunen einen Teil übernehmen.
...
Der Anteil der Ausgaben für das Bürgergeld gemessen am Bruttoinlandsprodukt (BIP) hat dagegen nicht zugenommen: Betrugen die Kosten des Bürgergelds 2010 noch 1,8 Prozent des BIP, lagen sie zwischen 2020 und 2023 bei 1,2 bis 1,3 Prozent des BIP. Ähnliches gilt im Übrigen für die Sozialleistungsquote insgesamt: 2010 gab Deutschland für alle Sozialleistungen eine Summe in Höhe von 30 Prozent des nominalen BIP aus, 2020 erreichte die Sozialleistungsquote, während der Coronapandemie, 32,8 Prozent und sank bis 2023 wieder auf 30,3 Prozent. So steht es im Sozialbudget des BMAS.
...
Quelle:https://www.wiwo.de/politik/deutschland/buergergeld-wie-schaedlich-ist-das-buergergeld-der-grosse-faktencheck/30162008.html


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gestern um 09:54
Zitat von telemanteleman schrieb:Du musst unbedingt neben den Ausgaben auch die wirtschaftliche Entwicklung betrachten.
Ach ja die Wirtschaft. Gerade da ist die Entwicklung zyklisch. Die 50er und 60er Jahre sind vorbei und 2003 sah es ähnlich aus wie heute.

Screenshot 2025-04-04 095208

Q:https://www.destatis.de/DE/Themen/Wirtschaft/Volkswirtschaftliche-Gesamtrechnungen-Inlandsprodukt/BIP-Langfristig.html

Und wie waren eingentich die Sozialausgaben 2003?

Ach ja, 32,6% des BIP
Die Quote erreichte nach jüngsten Berechnungen der Bundesregierung 32,6 Prozent im Jahr 2003.
Quelle: https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/wirtschaftspolitik/sozialpolitik-8416-euro-fuer-jeden-buerger-1209964.html


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gestern um 10:14
Weisst Du was ich glaube? Deutschland ist stark von einer exportabhängigen Wirtschaft geprägt, die früher höhere Presie durch höhere Qualität rechtfertigen konnte. Jetzt sind andere globale Länder auch in der Lage hochwertige Güter, deren Qulität teils noch besser ist als die der Deutschen, herzustellen und den PÖreis zu unterbieten. Die deutsche Autoindustrie ist ein Beispiel dafür wie man sich mit dickem Hintern ausruhen kann, während andere längst an der Zukunft basteln. Anfangs belächelst, jetzt beneidet. Der Ukrainekrieg mit Energiekrise und Trump kommen hinzu. Also: die Wirtschaft muss viel mehr in Richtung Dienstleitungen umgebaut werden. Die anderen müssen mal aufwachen und innovativ werden. Die Schulden können der Wirtschaft über Krisenzeiten helfen, diesen Prozess zu vollziehen.
Das B. I.P. muss höher werden. Schläfer R.I.P. Denn, wie Du gesehen hast war und ist der Anteil der Sozialausgaben, gemessen am BIP, in etwa immer gleich groß.


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gestern um 11:12
Manchmal muß auch etwas Druck herschen.

Vor ein paar Jahren wurden Milionen in die Entwicklung einer Drohne gesteckt die nicht bewaffnet werden durfte.
Und als sie dann fertig war leider auch nicht fliegen durfte. Wegen fehlender Eignung zur Zulassung.
Na ja....
Jetzt heute werden einige Generationen der Entwicklung hastig übersprungen und KI-Angriffsdrohnen angeschafft.

Im Mai kommt die Steuerschätzung für 2025.
Jetzt muß ich nicht mutig spekulieren wenn ich vorraussage das sich das Haushaltsloch vergrößern wird.

Was ist dann der Koalitionsvertrag noch wert? Das dürfte der kurzlebigste Koalitionsvertrag in unserer Geschichte werden.

Migration.
Wir haben hier im Betrieb zeitweilig einen Anteil von Leuten mit Migrationshintergrund von 100%.
(Mich rausgerechnet) Ich schätze den Anteil der rechten Wähler bei 50% bis 100%.
Garantiert nicht unter 50%.

Es müsste doch mitlerweile jeder verstanden haben das wir die Flüchtlinge nicht Massenhaft abschieben können.
Das ist in erster Linie unmenschlich und auch extrem teuer.
Wir gehen nur einfach falsch mit Flüchtlingen um. Integration kann keine Sozialarbeiterin leisen sondern ein Arbeitsplatz.
Hat in den 60ern doch auch funktioniert.
Zitat von Bone02943Bone02943 schrieb:Ohne Migranten wäre dieses Land schon längst am Ende.
Stimme ist zu. Ich sehe da auch mehr eine Changse die nicht richtig genutzt wird.
Mirgationshintergrund bedeutet auch das diese Menschen das Leben hier mehr zu schätzen wissen und auch bereit sind dafür was zu leisten.
Gerade jagd Trump seine Wissenschaftler. So einen Wissenschaftler auszubilden kostet mal so ca. eine Million.
Aber die Hoffnung das wir Changsenverwerter sind habe ich nicht.


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Entwickelt sich Deutschland negativ als Wirtschaftsstandort?

gestern um 11:26
Zitat von telemanteleman schrieb:Es müsste doch mitlerweile jeder verstanden haben das wir die Flüchtlinge nicht Massenhaft abschieben können.
Das ist in erster Linie unmenschlich und auch extrem teuer.
Vor 1,5 Jahren habe ich nen Glasfaseranschluss daheim bekommen. Der Bautrupp der die Leerrohre vergraben hat, der hat 6 Tage die Woche durchgezogen. Und das teilweise 12-14h am Tag. Aber: der einzige der dort Deutsch sprach, das war der Bauleiter.

Wir brauchen diese Leute. Und das müssen auch keine Fachkräfte sein, für viele Tätigkeiten reichen Muskeln völlig aus. Ein deutscher Bautrupp, sofern man irgendwo einen gefunden hätte, hätte wahrscheinlich ne 40h Woche gehabt von denen er effektiv 20h gearbeitet hätte. Und dann hätten die hier für die Strasse nicht ne Woche, sondern 2 Monate gebraucht.
Zitat von telemanteleman schrieb:Wir gehen nur einfach falsch mit Flüchtlingen um. Integration kann keine Sozialarbeiterin leisen sondern ein Arbeitsplatz.
Hat in den 60ern doch auch funktioniert.
Kann klappen, muss aber nicht. Bei dem oben erwähnten Bautrupp würde es nicht klappen, weil die deutschen Mitarbeiter fehlen. Da kann sich nix integrieren. Bei uns in der Firma klappt das auch nicht immer. Weil man sich mit dem ausländischen Kollegen nur dienstlich unterhält, ihn nicht mal Abends auf Bier mitnimmt und so. Schade eigentlich.


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gestern um 14:41
Zitat von telemanteleman schrieb:Was ist dann der Koalitionsvertrag noch wert? Das dürfte der kurzlebigste Koalitionsvertrag in unserer Geschichte werden.
Ich denke, der Koalitionsvertrag ist überbewertet.
Wie toll war doch die Stimmung anfangs der Ampelkoalition, und dann?
Wer von uns liest sich so einen Vertrag durch oder ein Parteiprogramm?
Da wird oft nächtelang an einem Satz oder Wort gefeilt das kurz danach in der Praxis anders interpretiert wird oder nicht mehr gilt, weil sich angeblich irgendwelche Bedingungen geändert werden.
Wenn die Partner der Meinung sind das sie miteinander auskommen und arbeiten können, dann sollen die einfach mal prakt. Loslegen, alles andere ist pillepalle.
Das einzige, worauf man sich verlassen kann ist das die wertvolle Zeit ungenutzt weg läuft.


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gestern um 14:56
Hallo @JosephConrad , hallo @alle !


Um auf deinen an mich gerichteten Beitrag zu antworten.
( Klarstellung, weil es sonst zu Verwechselungen kommen könnte. )

Es ist eigendlich egal in welchen Topf man die Kosten für die Energiewende und den Klimaschutz packt, sie sind so oder so betrachtet immens und stehen in direkter Konkurrenz zu Ausgaben, die eigendlich Vorrang (!) haben. Ich persönlich würde die Ausgaben in den "Schuldentopf" packen, dann tauchen im Bundeshaushalt nur die "Zinszahlungen" dafür auf. ^^

Die Schuldenorgie, die H. Merz hier startet, ist eine Verbesserung gegenüber den Plänen der Regierung Scholz, die damit weiter damit die "grüne Transformation" finanziern wollte. Wenn man aber Schulden macht, um die Infrastruktur zu sanieren oder die Schulen, ist das ein Indikator für den laufenden (!) Niedergang der Wirtschaft.

Vergleiche hinken immer, aber man stelle sich vor die Familie XY würde Schulden machen um die Miete zahlen zu können oder die Schulbucher der Kinder, weil man zuvor geglaubt hatte sich einen ÖKO - Porsche leisten zu konnen.

Da wir bei Staatsschulden sind. Laut Dr. Google hat die Bundesrepublik derzeit 2,7 Billionen Euro Staatsschulden. Die Zinslast ist erträglich, weil die EZB permanent damit beschäftigt ist den Euro zu retten und die Zinsen extrem niedrig hält. Setzt man einen Zinssatz an, der vor der Eurorettung lange Zeit für langlaufende Stattsanleihen üblich war, kommt man grob beschätzt auf 7 %.

Sollte die Eurorettung jemals gelingen und sich die Zinslage normalisieren, hätte man ein Problem. Die Zinszahlungen wären der größte Einzelposten im Bundeshaushalt. Die Politik scheint das Risiko nicht sehen zu wollen oder hofft auf die Inflation, die sie selbst kräftig anheizt.


Gruß, Gildonus


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gestern um 17:58
Zitat von telemanteleman schrieb:Ich sehe da auch mehr eine Changse die nicht richtig genutzt wird.
...
Aber die Hoffnung das wir Changsenverwerter sind habe ich nicht.
Und du willst ein Unternehmer sein, der den ganzen Tag nichts besseres zu tun hat als Deutschland, in einem Forum, in den Dreck zu ziehen.

wow . . .


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