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Der Yogtze-Fall

15.205 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Mord, Auto, Ungelöst ▪ Abonnieren: Feed E-Mail
Zu diesem Thema gibt es eine von Diskussionsteilnehmern erstellte Zusammenfassung im Themen-Wiki.
Themen-Wiki: Der Yogtze-Fall

Der Yogtze-Fall

02.03.2025 um 12:57
Zitat von AdmiralAalAdmiralAal schrieb:Stoll hatte Angstzustände - aber alle seine Ängste sind eingetroffen.
Ja, und? Es sterben auch Leute an Krebs, die immer Angst davor haben und zu jeder Vorsorgeuntersuchung gegangen sind. Die bekommen aber keinen Krebs, weil sie immer Angst davor hatten und peinlich jede Untersuchung wahrgenommen haben, die es gibt.


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02.03.2025 um 17:25
Zitat von Pilot2GunnerPilot2Gunner schrieb:Muss ich mir eigentlich alle Beiträge vorher durchlesen um mich beteiligen zu dürfen?
Nein, aber es gibt oben eine Funktion "Suchen". Damit kannst Du alle Beiträge nach bestimmten Wörtern durchsuchen und schauen, ob dazu schon was geschrieben wurde.

Es ist nämlich ziemlich anstrengend, bestimmte "Basics" immer wieder aufs neue erklären zu müssen, weil User die neu dazu kommen, das (verständlicherweise) nicht wissen. Mit der Suchfunktion kann man sich da leicht informieren, denn alle Beiträge zu lesen ist natürlich nicht möglich.


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03.03.2025 um 00:11
Hat es einen Grund, warum auf einmal hier mehrere neu Users im Faden sind?
Gibt es was neues?


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03.03.2025 um 15:28
Zitat von ayahuaskaayahuaska schrieb:Hat es einen Grund, warum auf einmal hier mehrere neu Users im Faden sind?
Gibt es was neues?
Das fällt mir aktuell in jedem Thread auf. Neue User, die Altes aufwerfen, sehr alte aber bisher unbeteiligte User…
Hm.

Aber es wäre ja durchaus toll, würde sich in diesem Fall hier etwas tun, bzw. noch schöner wäre es, würde man die Geschehnisse klären können. Der Fall ist seit über 40 Jahren offen; er ist nur wenig jünger als ich.
Bis auf Mord ist doch eh alles schon verjährt.
Unterlassene Hilfeleistung oder Körperverletzung mit Todesfolge doch sowieso etc.
Beteiligte an Günther Stolls Versterben werden ihn sicher/hoffentlich nicht vergessen/verdrängt haben, unabhängig ob Absicht, Fahrlässigkeit oder Unfall dahintersteht.


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04.03.2025 um 05:04
Zitat von CaiaLiaCaiaLia schrieb:Todesfolge doch sowieso etc.
Beteiligte an Günther Stolls Versterben werden ihn sicher/hoffentlich nicht vergessen/verdrängt haben, unabhängig ob Absicht, Fahrlässigkeit oder Unfall dahintersteht.
Wenn sie noch unter uns weilen. +40 Jahre sind nicht wenig. Je nachdem wie alt die Beteiligten waren (wenn sie 40 waren dann wären sie heute schon 80) oder wie viel Pech sie im Leben hatten (Unfall, tödliche Krankheiten usw.) wird es von Jahr zu Jahr kritischer ob die Beteiligten überhaupt noch leben.

Was die am Geschehen selbst Beteiligten angeht habe ich keine Hoffnung, dass sie von sich selbst aus reinen Tisch machen. Wer 40 Jahre lang schwieg wird in der Regel auch weiter schweigen. Meine letzte Hoffnung liegt eher bei Kommissar Zufall.

Hier bei uns in der Gegend ist beim Tatort wo Markus Marker ermordet wurde eine riesige Hinweistaffel seit längerem. Der Fall liegt ähnlich lange zurück. Getan hat sich leider nichts. Ob so eine Hinweistaffel an der Autobahn was bringen würde ist anzuzweifeln zumal fraglich ist ob so etwas zulässig ist.


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05.03.2025 um 16:14
Zitat von dreizehnerdreizehner schrieb:Wenn sie noch unter uns weilen. +40 Jahre sind nicht wenig. Je nachdem wie alt die Beteiligten waren (wenn sie 40 waren dann wären sie heute schon 80) oder wie viel Pech sie im Leben hatten (Unfall, tödliche Krankheiten usw.) wird es von Jahr zu Jahr kritischer ob die Beteiligten überhaupt noch leben.
Ich muss gestehen, ich habe immer ein Problem damit, wenn das angebracht wird. Auch ein junger Mensch kann sehr schnell versterben.
Und ich habe immer irgendwie den Eindruck, als würde das Argument des Alters Beteiligter oder Täter gerne dafür verwendet werden, um die „Sinnlosigkeit“ weiterer Ermittlungen darzustellen, nach dem Motto „Warum ermittelt ihr noch? Der Täter oder Zeugen sind doch eh schon tot! Bringt doch nichts!“

Natürlich öffnen sie schon verstorben sein. Aber ein Fall sollte abgeschlossen werden können.
Immerhin versucht man ja auch gerade sämtliche Altfälle verschwundener Frauen Kurt-Werner Wichmann anzuh…äh…mit ihm in Verbindung zu bringen, obwohl gegen Tote nicht ermittelt wird.


Dann erwarte ich, dass das bei Stoll auch so geschieht; bzw. generell auch bei länger zurückliegenden Verbrechen und dem scheint man ja auch von Ermittlersicht zuzustimmen, sonst würde es keine Cold Case Einheiten geben.

Es ist natürlich hier fraglich, inwieweit es im Fall Stoll den Anschein macht, dass er noch lösbar wäre. Aber wenn Stoll von, wieviel? Vier Personen? Wenn er von mehreren Personen sprach, dann stehen die Chancen zur Lösung fast höher als bei jedem aktuellen Cold Case mit Einzeltäter.


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06.03.2025 um 13:40
Zitat von CaiaLiaCaiaLia schrieb:Vier Personen?
Wie schwer sollte diese Aussage des schwerstverletzten und bewusstseinsgetrübten Stoll zu einem der ersthelfenden LKW-Fahrer wiegen? Noch vier weitere Personen seien es gewesen, die abgehauen seien?

Ich würde diese Worte nicht auf die Goldwaage legen. Gesehen wurde zudem nur eine (wohl verletzte) Person, die flüchtete. Der Golf I. wäre mit vier Personen plus Stoll rappelvoll gewesen. Auf den Rücksitzbänken schnallte sich damals noch niemand an.

Also: Meiner Ansicht nach eher 1 denn 4 Täter/Beteiligte.


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06.03.2025 um 15:05
Es müssen mindestens 2 Täter gewesen sein, vermutlich sogar mehr.
Wie ich schon mal erläutert habe, ist es viel schwerer als viele denken, eine schwerstverletzte Person zu transportieren.

Besonders wenn das Opfer blutverschmiert ist, möglicherweise bewusstlos ist oder sich dagegen wehrt, wird man es kaum alleine vom Boden aufheben und auf den Beifahrersitz setzen.
Das ist auch zu zweit schon schwierig genug, wie dir jeder Sanitäter bestätigen kann.

Des weiteren werden die Täter ja nicht alle im Golf gesessen sein - sie hatten vermutlich ein eigenes Fahrzeug, mit dem sie dem Golf nachgefahren sind und das sie dann als die LKW-Fahrer sie gesehen haben als Fluchtauto genutzt haben.
Das ist auch die einzige Möglichkeit, ich glaube nicht, dass sie mitten im Nirgendwo einfach so von der Autobahn - noch dazu in der Nacht - verschwunden wären.


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06.03.2025 um 16:03
Zitat von AdmiralAalAdmiralAal schrieb:Wie ich schon mal erläutert habe, ist es viel schwerer als viele denken, eine schwerstverletzte Person zu transportieren.
Nun ja, das Problem gibt es häufiger: Mit Leichen.

Z.B. im Fall Maria Baumer. Da wurde auch bezweifelt, dass der Täter alleine in der Lage gewesen wäre, seine 90kg schwere tote oder bewusstlose Verlobte von der Wohnung ins Auto und dann in den Wald zu schleppen. Man hat es dann mit einer gleich schweren Feuerwehrpuppe nachgestellt.

Maria Baumer (Seite 450) (Beitrag von Aggie)

Natürlich transportieren Sanitäter zu Zweit, weil sie nicht mit 40 Frühinvalide sein wollen. Aber Feuerwehrleute retten auch alleine (mit Atemschutzausrüstung!) Personen aus verrauchten Wohnungen.

Es nicht ausgeschlossen, dass es zwei Fahrzeuge und mehrere Personen waren. Nur gibt es dafür keine Anhaltspunkte. Die Zeugen, die LKW-Fahrer, haben eben nur eine Person gesehen. Kein weiteres haltendes (und dann flüchtendes Fahrzeug) am Seitenstreifen. Sie dürften im Folgenden dann mit dem Notruf und der Versorgung des Schwerstverletzten beschäftigt gewesen sein.

Das ist kein Argument gegen mehrere Fahrzeuge und Täter. Aber auch keines dafür. Vom Unfallort Nähe Hagen dürfte man sich auch zu Fuß vom Acker machen können.

Jedenfalls sind die LKW-Fahrer auch nur Zeugen vom Hörensagen, so wie auch der berühmte YOTZGE-Zettel, über den nur eine Zeugin berichtet hat. Insofern würde ich weder "YOTZGE" noch die Angabe von "es waren Vier" all zu hoch hängen. Bzw. kriminalistisch nicht zum zentralen Anknüpfungspunkt bei der Lösung des Falles machen.


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06.03.2025 um 18:41
Zitat von OriginesOrigines schrieb:Nun ja, das Problem gibt es häufiger: Mit Leichen.

Z.B. im Fall Maria Baumer. Da wurde auch bezweifelt, dass der Täter alleine in der Lage gewesen wäre, seine 90kg schwere tote oder bewusstlose Verlobte von der Wohnung ins Auto und dann in den Wald zu schleppen. Man hat es dann mit einer gleich schweren Feuerwehrpuppe nachgestellt.
Ich stelle es mir aber noch mal schwieriger vor einen Schwerverletzten bei dem "Der Arm nur noch dranhängt" alleine ins Auto zu heben. Mag sein, das nur einer im Golf saß und fuhr, aber die Möglichkeit, dass Stoll von mehreren in den Wagen gehievt wurde ist nicht auszuschließen. Vermutlich kam die Verschmutzung/"Verletzung" bei der Person am Fahrzeug durch Stolls Blut.


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06.03.2025 um 20:19
Zitat von ExilHarzerExilHarzer schrieb:Vermutlich
Ja, vermuten lässt sich hier viel. Was nicht ausgeschlossen werden kann. Es könnten 4 Ex-Arbeitskollegen oder 4 Saufkumpane gewesen sein. Oder 4 Nazis. Wer weiß? Die Indizien, die über Vermutungen hinausgehen, die sind jedoch ziemlich beschränkt.

Ob eine schwerverletzte Person leichter oder schwerer als eine Leiche zu transportieren ist, kann ich schlicht nicht beurteilen. Zu den Leichen habe ich Argumente geliefert.

Ob es mehr als eine Person gewesen sein muss, obliegt den Obduktionsergebnissen, der Spurensicherung und der kriminalistischen Erfahrung. Nicht alles wird an die Öffentlichkeit weiter gegeben. Meines Wissens suchte die Polizei jetzt auch nicht dezidiert 4 Personen.


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06.03.2025 um 21:12
Es geht auch nicht darum, ob es unmöglich war, sondern ob es einen Grund gibt, wieso man sich diese Mühe macht.

Wenn die Täter vorhatten, Herrn Stoll möglichst anonym zu helfen, wären sie weitaus unkomplizierter vorgegangen, in dem sie mittels Notrufsäule oder Telefonzelle die Rettung alarmiert und dann Fahrerflucht begangen hätten.
Dann hätten sie sich die Hände nicht schmutzig gemacht, viel weniger Aufsehen erregt, Zeit gespart und wären nicht entdeckt worden.

Wenn sie aber vorhatten, Herrn Stoll verschwinden zu lassen oder einen Todesfall (egal ob nach einem Unfall mit Fahrerflucht, einem Mord oder vielleicht einem missglückten "Denkzettel") als Unfall oder Selbstmord zu tarnen, hätte das natürlich Sinn ergeben.

Und ihre Verschleierungstaktik war auch durchaus erfolgreich, wie man sehen kann. Es wurde ja bis heute nicht mal ein Verdächtiger gefunden.


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07.03.2025 um 23:18
Zitat von CaiaLiaCaiaLia schrieb:Ich muss gestehen, ich habe immer ein Problem damit, wenn das angebracht wird. Auch ein junger Mensch kann sehr schnell versterben.
Und ich habe immer irgendwie den Eindruck, als würde das Argument des Alters Beteiligter oder Täter gerne dafür verwendet werden, um die „Sinnlosigkeit“ weiterer Ermittlungen darzustellen, nach dem Motto „Warum ermittelt ihr noch? Der Täter oder Zeugen sind doch eh schon tot! Bringt doch nichts!“
Ganz im Gegenteil. Ich nutze dies als Argument um zu sagen, dass man noch mal Gas geben sollte um noch rechtzeitig den oder die Täter zu stellen. Coldcase Unit, Beitrag bei XY usw. Zur Zeit scheint es so als sei es um den Fall sehr ruhig geworden. Wobei man natürlich nicht weiß was im Hintergrund vielleicht an Ermittlungen läuft.


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08.03.2025 um 00:56
Aufgrund längerer Abwesenheit habe ich gleich einige Anmerkungen.
Zitat von SlateratorSlaterator schrieb am 12.12.2024:Ferner geht es mir darum, dass ein Mann, der durch die Einwirkung Dritter auf grausame Art und Weise sterben musste, nicht als psychisch kranker Psychotiker erinnert wird, wenn er tatsächlich nicht erkrankt war. Denn dadurch wiürde er im Fall eines Kapitaldeliktes ein zweites Mal zu einem Opfer und seine Kinder wüsste
Das ist auch meine Motivation.
Zitat von FirlefranzFirlefranz schrieb am 10.12.2024:Ich schließe im Fall Stoll nicht aus, dass eine Gruppe von Typen meinten, es wäre doch lustig, den Stoll mit unlustigen Streichen in den Wahnsinn zu treiben.
Vielleicht war das so. Denkbar ist auch, dass der Herr Stoll jemanden zur Weißglut gebracht hat.
In Erinnerung rufen möchte ich: In dieser Nacht könnte der Herr Stoll auch jemanden verfolgt haben - und (zunächst) gar nicht verfolgt gewesen sein.
Zitat von AdmiralAalAdmiralAal schrieb am 11.12.2024:Und selbst wenn es so wäre, würde das auf keinen Fall ausschließen, dass die Beteiligten dicht halten.
Bei Mord würde ich das auch nicht ausschließen.
Zitat von JuanitoJuanito schrieb am 11.12.2024:Dass die / einer der Kneipenschläger die/der Mörder sind, schließe ich tatsächlich aus
Das halte ich auch für extrem unwahrscheinlich. Für möglich halte ich eine Verbindung zwischen einem oder mehreren Gästen und den Mördern. Am eheseten in Form von Informationsübermittlung.
Zitat von StrongbowStrongbow schrieb am 12.12.2024:Er hat gesagt, sie wären hinter ihm her. Das ist prinzipiell eine Aussage, die normalerweise zur Folge hat, dass man zur Polizei geht.
Das kann man machen, wenn man weiß, wer hinter einem her ist, und wenn man Beweise dafür hat.
Wenn eines von beidem fehlt - was will man dann sagen?

Irgendjemand ist hinter mir her, hat mich aus einem fahrenden Auto fotografiert. Und irgendjemand hat in meiner Hofeinfahrt geparkt, mir in's Wohnzimmer geschaut. Irgendjemand hat mir dort und dort zugeraunt "Pass bloß auf, Günter, wir wissen, wer Du bist. Du kommst Leuten in die Quere, die werden Dich ausschalten!" Keine Ahnung, wer das war. Sowie weitere Einzelanekdoten. Zwei davon kann meine Frau bestätigen.
Ich vermute, "die" drehen irgend ein krummes Ding / sind von irgendeinem Geheimdienst / Militär / der Mafia...

Da wird aber sofort eine Soko eingerichtet.

Oh, halt, nee, doch nicht.
Zitat von fravdfravd schrieb am 13.12.2024:wenn das opfer soweit eingeschüchtert ist, dass es selbst der eigenen ehefrau, der eigenen familie gegenüber keine konkreten angaben über die bedrohung macht, ja sogar deren unverständnis für die eigene situation (evtl. eigenes schuldhaftes verhalten?) vorhersieht, dann liegt aus meiner sicht eine "körperliche bestrafung"/folter/"züchtigung" näher, als eine bewusste tötungsh
Konkrete Angaben kann man machen, wenn man konkrete Beweise hat. Sonst bleibt das nebulös, unkonkret, ein Raunen.
Zitat von fravdfravd schrieb am 13.12.2024:- keine O.K., kein geheimdienst, keine verschwörung... dafür zu wenig professionalität.
Oder genug Professionalität, den Eindruck von völligem Dillerantismus zu erwecken, und dabei eventuelle Spuren zu verwischen.
Und ein warnendes Mahnmal im Straßengraben zu errichten.
Zitat von SlateratorSlaterator schrieb am 13.12.2024:Ich spreche über Abdecken und das Aufpressen z.B. eines Kleidungsstückes um die Blutung zu minimieren und Verschmutzung abzuhalten. Also kein Hexenwerk oder Raketenwissenschaft.
1983 titelte der "Spiegel" "HIV - die tödliche Seuche." Behandlung gab es keine.
Einem unbekannten Nackten nachts ohne Handschuhe eine stark blutende Wunde versorgen - ich weiß nicht, wie viele das gemacht hätten.
Zitat von SlateratorSlaterator schrieb am 13.12.2024:Das Einzige was die "Retter" aus der Unfalltheorie hätten vorfinden können wäre ein Telefon und ein paar nicht rettungsdienstlich ausgebildeter Mitarbeiter auf Nachtschicht gewesen. Das rechtfertigt aber sicherlich nicht die Anfahrt einer Raststätte. Schon gar nicht, wenn man dafür alle anderen Möglichkeiten die Rettungskette in Gang zu setzen auslässt.
Die Gegend um den Auffindeort ist sehr ländlich. Je nachdem, wo der Ereignisort war, konnte man durchaus rechtfertigen, einen Schwerverletzten zum Telefon mitzunehmen. In den 80er und 90er Jahren las ich mehrfach, dass Rettungskräfte Unfallstellen teils mehrere Stunden suchten, weil diejenigen, die die Rettungskette zu einem Unfallort in Gang setzten, nur unkonkrete oder fehlerhafte Anhaltspunkte zum Unfallort machen konnten. Ein Gemeindeverbindungsweg in Richtung x - dabei waren sie irgendwo abgebogen.
Zitat von ExilHarzerExilHarzer schrieb am 14.12.2024:petersi schrieb:
Nicht unbedingt. Er war auch sehr oft bei Schuh‘s in Rudersdorf.

Hatten die in der Tatnacht auf? Wenn ja, warum ist GS die doppelte Entfernung nach Wilnsdorf gefahren?
Gute Frage.
Zitat von StrongbowStrongbow schrieb am 15.12.2024:Für mich entscheidend ist, einen nackten und noch lebenden Mann SICHTBAR in einem Auto über eine Autobahn zu karren mit dem Risiko, in eine Kontrolle zu geraten bzw. von einem LKW Führerhaus exponiert gesehen zu werden. Der Unfall war da nur das Tüpfelchen auf dem i.
Je nachdem, wo man los- und wie lange man die Autobahn entlangfuhr, eine sehr zutreffende Anmerkung.
Zitat von SlateratorSlaterator schrieb am 16.12.2024:Der Sturz führt zum verlassen der Kneipe und Änderung des ursprünglichen Planes von GS.
Wenn es denn ein Sturz war, und kein "Volle Deckung" Manöver.
Zitat von ayahuaskaayahuaska schrieb am 18.12.2024:Aber die Frage ist, kannte er diese Personen oder war es eher eine "Zufallsbekanntschaft".
An Zufall glaube ich nicht. Vielleicht hat der Herr Stoll in jener Nacht die Person(en) kennengelernt, von denen er sich bedroht sah.
Zitat von SlateratorSlaterator schrieb am 18.12.2024:Es ging vielleicht um etwas Illegales (Drogen/Waffen) und um Geld.
Vielleicht auch um Diamanten, oder andere hochpreisige oder schwer zu beschaffende Güter.
Oder um Informationen, vielleicht über diesbezügliche Machenschaften.
Wer an solchen teilnimmt, läuft schließlich nicht mit einem Schild "Straftäter"auf der Stirn rum und erzählt jedem, was er oder sie so treibt. Wo das aus Koordinationsgründen nötig ist, wird er sich sogar Mitstreitern gegenüber nicht offen zu erkennen geben, sondern konspirativ vorgehen. Und wenn er -oder sie- Spuren legt, dann nicht notgedrungen korrekte.
Also eher keine Drogen. Zumindest nicht aus den Niederlanden, sondern aus Deutschland. Oder Belgien. Oder so.
Zitat von ayahuaskaayahuaska schrieb am 19.12.2024:Aber würde man nicht vorher schon ein Platz aussuchen, welcher für eine Tat geeigneter wäre?
Vielleicht wurde sich der Platz für die erste Tat gar nicht ausgesucht, sondern hat sich so ergeben. Bezüglich der zweiten Tat - der Ort war von vielen Richtungen erreichbar. Theoretisch auch per LKW, Teilstrecken per Bahn. Viele Leute konnten gut hin-, und auch wieder wegkommen. Die Täter hätten aber auch in der Nähe wohnen können.

Viel Arbeit für die Polizei.

Dann der Ort direkt gegenüber, bzw. auf einem Drogenumschlagplatz und Treffpunkt der Schwulenszene.
Noch mehr Arbeit für die Polizei. Und Ablenkung vom Wesentlichen?
Zitat von SlateratorSlaterator schrieb am 19.12.2024:Der Unfall am Ende war sicher eine ungeplante "Panne".
Eventuell wollte man den Wagen auf die Wiese hinter der Hecke bugsieren.
Vielleicht hat man ihn da gar nicht hingefahren, sonden quasi die leicht abschüssige Straße runterrollen lassen, und er ist in der Böschung hängen geblieben?
Zitat von AdmiralAalAdmiralAal schrieb am 25.02.2025:Im organisierten Verbrechen ist es üblich, "Verräter" oder andere besonders angefeindete Personen rituell hinzurichten oder zu verletzen, um ihnen einen Denkzettel zu verpassen und/oder ein abschreckendes Beispiel für andere zu bieten.
Siehe weiter oben. Dann vielleicht auch genau so, als Abschreckung.
Zitat von AdmiralAalAdmiralAal schrieb am 26.02.2025:Das war vielleicht in Kaffs am Land so, aber nicht in einer relativ dicht besiedelten und industrialisierten Gegend wie dem Siegerland der 80er Jahre.
Sooo dicht besiedelt ist die Gegend um den Auffindeort nicht. Auf gut Deutsch hängt da der Hund tot überm Zaun.
Zitat von cycliccyclic schrieb am 26.02.2025:Sowas sollte aber eigentlich nicht frei befahrbar sein, aber das kann man natürlich auf den alten Luftbildern nicht erkennen, ob und wie das damals gesichert/abgesperrt war.
Bei der Brunsbecke erkenne ich auf den Orthofotos eine "schwarze Auffahrt", ich meine nach der Raststätte auch noch eine weitere (mögliche) auf den Orthofotos gesehen zu haben.
Zitat von OriginesOrigines schrieb am 01.03.2025:Die Täter hätten ihr Opfer einfach liegen und sterben lassen können.
Dann wüssten wir jetzt, wo der Überrollort war.
Vielleicht wollten die Täter das aber nicht. Vielleicht war das Zufall, dass es anders kam.
So kann die Tat irgendwo zwischen Dillenburg und kurz hinter Hagen geschehen sein. Bis fast nach Bonn. Und entsprechend viele Menschen können sie begangen haben.

Viel Arbeit für die Polizei.


Einen Gedanken habe ich zum Stopp in Haigerseelbach.
Grundsätzlich gibt es zwei Möglichkeiten, warum der Herr Stoll dort erschien.
1) Er kann Seelbach gezielt aufgesucht haben, um dort jemanden zu sprechen
2) Er wollte dort jemanden sprechen, weil er gerade dort oder in unmittelbarer Nähe war, aus einem anderen Grund
a) aufgrund einer gezielten Handlung
b) aufgrund ziellosen Umherirrens

Bezüglich a) wäre von Interesse, wo nachts um 1 Uhr in unmittelbarer Nähe etwas Bedrohliches stattfinden - bzw. erfahren/gesehen werden könnte. Irgendwo hatte der Herr Stoll ja eine Wandlung durchgemacht, von "Ich habe das Gefühl, [unsicher], man will mich [irgendwann, zeitlich unkonkret] umbringen [sehr konkret]" zu "Heute Nacht [zeitlich konkret] wird etwas [ unkonkretes] Schreckliches passieren" "Doch, wirklich! [ganz sicher]"

Auch dort hängt ja schon tagsüber der Hund tot überm Zaun. Und bei Neumond sieht man dort auch nicht an vielen Orten was. Nachts zwischen zwölf und eins.
Nachts um 1 war vielleicht sogar die Straßenbeleuchtung schon aus.
Wo hätte er nachts um diese Zeit bei Neumond noch jemanden / etwas sehen können? In mehr oder weniger unmittelbarer Nähe von Seelbach? Ohne selbst von vielen gesehen zu werden?
Warum sonst kommt man nachts um 1 zielgerichtet handelnd von Wilnsdorf in die unmittelbare Nähe von Seelbach?


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Der Yogtze-Fall

08.03.2025 um 01:55
Ich gebe dir teilweise Recht. Allerdings muss angemerkt werden, dass sich das Siegerland der 80er Jahre in einem Prozess der Deindustrialisierung befand. Damals war die Schwerindustrie in der Region am Ende, die meisten Werke gab es schon nicht mehr oder wurden in dieser Zeit geschlossen.
Städtische Strukturen waren also genügend vorhanden, auf den Autobahnen gab es auch damals flächendeckend Notrufsäulen. Dienststellen der Rettung oder der freiwilligen Feuerwehr gab es auch damals schon in jedem Kaff, besonders auf der Autobahn waren die auch ziemlich schnell.

Was mir aber in den Sinn gekommen ist, die Stimmung in dieser Region muss damals generell am Tiefpunkt sein. Ich habe das damals nicht erlebt und konnte leider keine Sozialstudien dort betreiben, allerdings gehe ich davon aus, dass die Kriminalität in dieser Zeit dort durchaus wucherte, auf Grund von Arbeits- und Perspektivlosigkeit (wie sie ja auch Herrn Stoll betraf!).
Dieser Aspekt wurde hier leider noch nie wirklich berücksichtigt.
Zitat von Loewe78Loewe78 schrieb:1983 titelte der "Spiegel" "HIV - die tödliche Seuche." Behandlung gab es keine.
Einem unbekannten Nackten nachts ohne Handschuhe eine stark blutende Wunde versorgen - ich weiß nicht, wie viele das gemacht hätten.

Zitat von SlateratorSlaterator schrieb am 13.12.2024:
Meines Wissens nach war auch damals in jedem Autoverbandskasten ein Paar Handschuhe enthalten.
Allerdings hatten die Täter vermutlich kein Problem mit Blut, ansonsten hätten sie ihn nicht ins Auto gezerrt.
Je tiefer man darüber nachdenkt, umso unwahrscheinlicher wirkt die Helferthese.


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Der Yogtze-Fall

08.03.2025 um 06:59
Zitat von AdmiralAalAdmiralAal schrieb:Je tiefer man darüber nachdenkt, umso unwahrscheinlicher wirkt die Helferthese.
Lustigerweise ist es bei mir genau umgekehrt.

Gehen wir von einem Täter aus und nehmen wir an, der Unfall auf der BAB war ein "echter" Unfall, z.B. aufgrund von Fahruntüchtigkeit, dann wäre folgendes Szenario denkbar:

Fahruntüchtiger Täter (Alkohol/Drogen/jenseits von Gut und Böse) überrollt ohne Absicht Stoll, der sich im Wahn seiner Kleidung entledigt hat und nackt in der Nähe seines Golf irgendwo auf einer dunklen Landstraße herumläuft.

Das eigene Täterfahrzeug ist beschädigt, vielleicht nicht mehr fahrbereit, vielleicht will er es auch nicht mit Blut verunreinigen. Deshalb lädt er den Schwerstverletzten in dessen Golf und fährt los, vielleicht in dem honorigen Impuls, ihn irgendwo hin zu fahren, wo es Hilfe gibt. Warum setzt er unterwegs keinen Notruf ab? Nun ja, der Täter ist selbst verwirrt, betrunken, zugedröhnt oder er hat schlicht Angst und handelt deshalb nicht rational. Vielleicht will er nur "ins Krankenhaus", nach Hagen.

Wir dürfen dabei nicht danach fragen, was objektiv "vernünftig" gewesen wäre (Täter sind meist nicht vernünftig) oder was Du oder ich gemacht hätten (wir sind nicht der Täter), sondern ob es ähnliche Fälle gibt/gegeben hat.

Der Unfall auf der BAB kurz vor Hagen passiert dann evtl. wegen seiner Fahruntüchtigkeit, ist nicht fingiert (was ja auch möglich wäre). Der Täter flüchtet.

Eine reine Mutmaßung, sicher hier schon mehrfach durchgespielt. Es fehlen wichtige Informationen, z.B. die Obduktionsergebnisse, mit welcher Geschwindigkeit Stoll überrollt wurde und mehr Informationen zum Unfall an der BAB.

Prinzipiell fehlen viel zu viele Informationen (insb. zum 1. Unfallort, dem Ort des Überrollens). Zum Opfer, zum Zeitpunkt, zum Täter sowieso. Deshalb nur eine denkbare These neben vielen anderen. Für mich jedenfalls lebensnäher als die (sorry!) holländische Diamantmafia.


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08.03.2025 um 12:39
Zitat von AdmiralAalAdmiralAal schrieb:Meines Wissens nach war auch damals in jedem Autoverbandskasten ein Paar Handschuhe enthalten.
Seit 1988. Ich erinnere Diskussionen, dass man trotzdem helfen würde, weil das Risiko ja wohl sehr gering ist. Sogar bei Mitgliedern von Risikogruppen. Das sah aber beides nicht jeder so.
Bis heute muss übrigens keiner eine stark blutende Wunde versorgen, der sich das nicht zutraut. Ich würds halt versuchen, nach bestem Wissen und gewissen. Traut sich aber nicht jeder.
Hilfe holen, das muss man.

https://taz.de/Aids-Handschuhe-im-Verbandskasten/!1836760/

Die Auffinderegion ist im Siegerland, unweit des Aussichtspunktes Hoch über Westfalen des Nimmertals und Lahmen Hasen. Nomen est omen: Dort ist nix los. Es gibt dort Gemeindeverbindungswege, die auch zwischen den Gemeinden keine Nummern, sondern echte Straßennamen haben, wie "Stollen", "Kattenohler Straße", "Sürenhagen", "In der Asmecke", "Beuken", "Lehrkind", "Rumscheider Weg", "Deipenbrink", "Rölvede", "Rehweg", "Brenscheid" usw. Dann gibt es noch Feld- und Wanderwege.

Sollte man den Herrn Stoll dort in der Nähe finden, wäre der mögliche Täterkreis vielleicht sehr eingeschränkt. Je nachdem, ob man ihn z.B. in Winkeln, auf der Brenscheider Mühle, einem freistehenden Bauernhof, oder einem selten begangenen Feldweg findet, vielleicht sogar sehr.

Sollte er in dieser Gegend (eher) unbeabsichtigt zu Schaden gekommen sein, z.B. im Rahmen einer eskalierten Abreibung, dann wäre rechtfertigenbar, ihn mit zum Telefon zu nehmen. Besonders, wenn man sich dort nicht gut auskennt: Einmal falsch abgebogen, und man findet den Platz nicht wieder.
Das halte ich für wenig wahrscheinlich, aber denkbar.


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08.03.2025 um 12:46
Zitat von AdmiralAalAdmiralAal schrieb:Das ist auch zu zweit schon schwierig genug, wie dir jeder Sanitäter bestätigen kann.
Nicht ganz korrekt. Wenn wir einen Einsatz fahren sind wir darauf aus jemandem zu helfen, nicht weiter zu verletzen oder zu schaden. Wenn man jemanden „nur“ bewegen will ohne Rücksicht auf Verluste ist es nicht zwangsläufig so das 2-X Personen dazu benötigt werden.
Das sind echt zwei verschiedene Paar Schuhe.


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09.03.2025 um 21:22
Zitat von Loewe78Loewe78 schrieb:Denkbar ist auch, dass der Herr Stoll jemanden zur Weißglut gebracht hat.
Angenommen, er war ein komischer Kauz (aus welchen Gründen auch immer, bewiesen ist ja nunmal nichts dergleichen), dann ist der Gedanke, er könnte bei manch einem für Unmut gesorgt haben, nicht abwegig.

Wenn ich den Faden nun etwas weiterspinne, dann könnte aus dem anfänglichen Unmut durchaus der Gedanke gereift sein, dem Stoll eine Lektion erteilen zu wollen. Und da man bei Menschen gerne mal die “herd mentality” beobachten kann, wird sich da der ein oder andere dazugesellt haben. Vielleicht jemand, der noch eine Rechnung mit Stoll offen hatte (kann ja eine Banalität gewesen sein).

Und dann bekam Stoll Wind von der Sache oder zumindest ahnte er, dass die “Nicht-Freunde” da eine unliebsame Überraschung planen. Die Vermutung alleine wollte er nicht melden/anzeigen, vor allem, wenn er ohnehin als komischer Kauz bekannt war. Wär hätte da schon einem Stoll geglaubt?
Zitat von Loewe78Loewe78 schrieb:In dieser Nacht könnte der Herr Stoll auch jemanden verfolgt haben - und (zunächst) gar nicht verfolgt gewesen sein.
Kann gut sein, dass er diese “Nicht-Freunde” dann ertappen oder ebenso überraschen wollte. Die Sache eskaliert komplett … das traurige Ende kennen wir.
Die weiteren Akteure leider nicht


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09.03.2025 um 21:52
Zitat von FirlefranzFirlefranz schrieb:Und da man bei Menschen gerne mal die “herd mentality” beobachten kann, wird sich da der ein oder andere dazugesellt haben.
Genau so wird es gewesen sein... und weil keiner was damit zu tun haben will ist er halt "vom Hocker gefallen".


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