Aufgrund längerer Abwesenheit habe ich gleich einige Anmerkungen.
Slaterator schrieb am 12.12.2024:Ferner geht es mir darum, dass ein Mann, der durch die Einwirkung Dritter auf grausame Art und Weise sterben musste, nicht als psychisch kranker Psychotiker erinnert wird, wenn er tatsächlich nicht erkrankt war. Denn dadurch wiürde er im Fall eines Kapitaldeliktes ein zweites Mal zu einem Opfer und seine Kinder wüsste
Das ist auch meine Motivation.
Firlefranz schrieb am 10.12.2024:Ich schließe im Fall Stoll nicht aus, dass eine Gruppe von Typen meinten, es wäre doch lustig, den Stoll mit unlustigen Streichen in den Wahnsinn zu treiben.
Vielleicht war das so. Denkbar ist auch, dass der Herr Stoll jemanden zur Weißglut gebracht hat.
In Erinnerung rufen möchte ich: In dieser Nacht könnte der Herr Stoll auch jemanden verfolgt haben - und (zunächst) gar nicht verfolgt gewesen sein.
AdmiralAal schrieb am 11.12.2024:Und selbst wenn es so wäre, würde das auf keinen Fall ausschließen, dass die Beteiligten dicht halten.
Bei Mord würde ich das auch nicht ausschließen.
Juanito schrieb am 11.12.2024:Dass die / einer der Kneipenschläger die/der Mörder sind, schließe ich tatsächlich aus
Das halte ich auch für extrem unwahrscheinlich. Für möglich halte ich eine Verbindung zwischen einem oder mehreren Gästen und den Mördern. Am eheseten in Form von Informationsübermittlung.
Strongbow schrieb am 12.12.2024:Er hat gesagt, sie wären hinter ihm her. Das ist prinzipiell eine Aussage, die normalerweise zur Folge hat, dass man zur Polizei geht.
Das kann man machen, wenn man weiß, wer hinter einem her ist, und wenn man Beweise dafür hat.
Wenn eines von beidem fehlt - was will man dann sagen?
Irgendjemand ist hinter mir her, hat mich aus einem fahrenden Auto fotografiert. Und irgendjemand hat in meiner Hofeinfahrt geparkt, mir in's Wohnzimmer geschaut. Irgendjemand hat mir dort und dort zugeraunt "Pass bloß auf, Günter, wir wissen, wer Du bist. Du kommst Leuten in die Quere, die werden Dich ausschalten!" Keine Ahnung, wer das war. Sowie weitere Einzelanekdoten. Zwei davon kann meine Frau bestätigen.
Ich vermute, "die" drehen irgend ein krummes Ding / sind von irgendeinem Geheimdienst / Militär / der Mafia...
Da wird aber sofort eine Soko eingerichtet.
Oh, halt, nee, doch nicht.
fravd schrieb am 13.12.2024:wenn das opfer soweit eingeschüchtert ist, dass es selbst der eigenen ehefrau, der eigenen familie gegenüber keine konkreten angaben über die bedrohung macht, ja sogar deren unverständnis für die eigene situation (evtl. eigenes schuldhaftes verhalten?) vorhersieht, dann liegt aus meiner sicht eine "körperliche bestrafung"/folter/"züchtigung" näher, als eine bewusste tötungsh
Konkrete Angaben kann man machen, wenn man konkrete Beweise hat. Sonst bleibt das nebulös, unkonkret, ein Raunen.
fravd schrieb am 13.12.2024:- keine O.K., kein geheimdienst, keine verschwörung... dafür zu wenig professionalität.
Oder genug Professionalität, den Eindruck von völligem Dillerantismus zu erwecken, und dabei eventuelle Spuren zu verwischen.
Und ein warnendes Mahnmal im Straßengraben zu errichten.
Slaterator schrieb am 13.12.2024:Ich spreche über Abdecken und das Aufpressen z.B. eines Kleidungsstückes um die Blutung zu minimieren und Verschmutzung abzuhalten. Also kein Hexenwerk oder Raketenwissenschaft.
1983 titelte der "Spiegel" "HIV - die tödliche Seuche." Behandlung gab es keine.
Einem unbekannten Nackten nachts ohne Handschuhe eine stark blutende Wunde versorgen - ich weiß nicht, wie viele das gemacht hätten.
Slaterator schrieb am 13.12.2024:Das Einzige was die "Retter" aus der Unfalltheorie hätten vorfinden können wäre ein Telefon und ein paar nicht rettungsdienstlich ausgebildeter Mitarbeiter auf Nachtschicht gewesen. Das rechtfertigt aber sicherlich nicht die Anfahrt einer Raststätte. Schon gar nicht, wenn man dafür alle anderen Möglichkeiten die Rettungskette in Gang zu setzen auslässt.
Die Gegend um den Auffindeort ist sehr ländlich. Je nachdem, wo der Ereignisort war, konnte man durchaus rechtfertigen, einen Schwerverletzten zum Telefon mitzunehmen. In den 80er und 90er Jahren las ich mehrfach, dass Rettungskräfte Unfallstellen teils mehrere Stunden suchten, weil diejenigen, die die Rettungskette zu einem Unfallort in Gang setzten, nur unkonkrete oder fehlerhafte Anhaltspunkte zum Unfallort machen konnten. Ein Gemeindeverbindungsweg in Richtung x - dabei waren sie irgendwo abgebogen.
ExilHarzer schrieb am 14.12.2024:petersi schrieb:
Nicht unbedingt. Er war auch sehr oft bei Schuh‘s in Rudersdorf.
Hatten die in der Tatnacht auf? Wenn ja, warum ist GS die doppelte Entfernung nach Wilnsdorf gefahren?
Gute Frage.
Strongbow schrieb am 15.12.2024:Für mich entscheidend ist, einen nackten und noch lebenden Mann SICHTBAR in einem Auto über eine Autobahn zu karren mit dem Risiko, in eine Kontrolle zu geraten bzw. von einem LKW Führerhaus exponiert gesehen zu werden. Der Unfall war da nur das Tüpfelchen auf dem i.
Je nachdem, wo man los- und wie lange man die Autobahn entlangfuhr, eine sehr zutreffende Anmerkung.
Slaterator schrieb am 16.12.2024:Der Sturz führt zum verlassen der Kneipe und Änderung des ursprünglichen Planes von GS.
Wenn es denn ein Sturz war, und kein "Volle Deckung" Manöver.
ayahuaska schrieb am 18.12.2024:Aber die Frage ist, kannte er diese Personen oder war es eher eine "Zufallsbekanntschaft".
An Zufall glaube ich nicht. Vielleicht hat der Herr Stoll in jener Nacht die Person(en) kennengelernt, von denen er sich bedroht sah.
Slaterator schrieb am 18.12.2024:Es ging vielleicht um etwas Illegales (Drogen/Waffen) und um Geld.
Vielleicht auch um Diamanten, oder andere hochpreisige oder schwer zu beschaffende Güter.
Oder um Informationen, vielleicht über diesbezügliche Machenschaften.
Wer an solchen teilnimmt, läuft schließlich nicht mit einem Schild "Straftäter"auf der Stirn rum und erzählt jedem, was er oder sie so treibt. Wo das aus Koordinationsgründen nötig ist, wird er sich sogar Mitstreitern gegenüber nicht offen zu erkennen geben, sondern konspirativ vorgehen. Und wenn er -oder sie- Spuren legt, dann nicht notgedrungen korrekte.
Also eher keine Drogen. Zumindest nicht aus den Niederlanden, sondern aus Deutschland. Oder Belgien. Oder so.
ayahuaska schrieb am 19.12.2024:Aber würde man nicht vorher schon ein Platz aussuchen, welcher für eine Tat geeigneter wäre?
Vielleicht wurde sich der Platz für die erste Tat gar nicht ausgesucht, sondern hat sich so ergeben. Bezüglich der zweiten Tat - der Ort war von vielen Richtungen erreichbar. Theoretisch auch per LKW, Teilstrecken per Bahn. Viele Leute konnten gut hin-, und auch wieder wegkommen. Die Täter hätten aber auch in der Nähe wohnen können.
Viel Arbeit für die Polizei.
Dann der Ort direkt gegenüber, bzw. auf einem Drogenumschlagplatz und Treffpunkt der Schwulenszene.
Noch mehr Arbeit für die Polizei. Und Ablenkung vom Wesentlichen?
Slaterator schrieb am 19.12.2024:Der Unfall am Ende war sicher eine ungeplante "Panne".
Eventuell wollte man den Wagen auf die Wiese hinter der Hecke bugsieren.
Vielleicht hat man ihn da gar nicht hingefahren, sonden quasi die leicht abschüssige Straße runterrollen lassen, und er ist in der Böschung hängen geblieben?
AdmiralAal schrieb am 25.02.2025:Im organisierten Verbrechen ist es üblich, "Verräter" oder andere besonders angefeindete Personen rituell hinzurichten oder zu verletzen, um ihnen einen Denkzettel zu verpassen und/oder ein abschreckendes Beispiel für andere zu bieten.
Siehe weiter oben. Dann vielleicht auch genau so, als Abschreckung.
AdmiralAal schrieb am 26.02.2025:Das war vielleicht in Kaffs am Land so, aber nicht in einer relativ dicht besiedelten und industrialisierten Gegend wie dem Siegerland der 80er Jahre.
Sooo dicht besiedelt ist die Gegend um den Auffindeort nicht. Auf gut Deutsch hängt da der Hund tot überm Zaun.
cyclic schrieb am 26.02.2025:Sowas sollte aber eigentlich nicht frei befahrbar sein, aber das kann man natürlich auf den alten Luftbildern nicht erkennen, ob und wie das damals gesichert/abgesperrt war.
Bei der Brunsbecke erkenne ich auf den Orthofotos eine "schwarze Auffahrt", ich meine nach der Raststätte auch noch eine weitere (mögliche) auf den Orthofotos gesehen zu haben.
Origines schrieb am 01.03.2025:Die Täter hätten ihr Opfer einfach liegen und sterben lassen können.
Dann wüssten wir jetzt, wo der Überrollort war.
Vielleicht wollten die Täter das aber nicht. Vielleicht war das Zufall, dass es anders kam.
So kann die Tat irgendwo zwischen Dillenburg und kurz hinter Hagen geschehen sein. Bis fast nach Bonn. Und entsprechend viele Menschen können sie begangen haben.
Viel Arbeit für die Polizei.
Einen Gedanken habe ich zum Stopp in Haigerseelbach.
Grundsätzlich gibt es zwei Möglichkeiten, warum der Herr Stoll dort erschien.
1) Er kann Seelbach gezielt aufgesucht haben, um dort jemanden zu sprechen
2) Er wollte dort jemanden sprechen, weil er gerade dort oder in unmittelbarer Nähe war, aus einem anderen Grund
a) aufgrund einer gezielten Handlung
b) aufgrund ziellosen Umherirrens
Bezüglich a) wäre von Interesse, wo nachts um 1 Uhr in unmittelbarer Nähe etwas Bedrohliches stattfinden - bzw. erfahren/gesehen werden könnte. Irgendwo hatte der Herr Stoll ja eine Wandlung durchgemacht, von "Ich habe das Gefühl, [unsicher], man will mich [irgendwann, zeitlich unkonkret] umbringen [sehr konkret]" zu "Heute Nacht [zeitlich konkret] wird etwas [ unkonkretes] Schreckliches passieren" "Doch, wirklich! [ganz sicher]"
Auch dort hängt ja schon tagsüber der Hund tot überm Zaun. Und bei Neumond sieht man dort auch nicht an vielen Orten was. Nachts zwischen zwölf und eins.
Nachts um 1 war vielleicht sogar die Straßenbeleuchtung schon aus.
Wo hätte er nachts um diese Zeit bei Neumond noch jemanden / etwas sehen können? In mehr oder weniger unmittelbarer Nähe von Seelbach? Ohne selbst von vielen gesehen zu werden?
Warum sonst kommt man nachts um 1 zielgerichtet handelnd von Wilnsdorf in die unmittelbare Nähe von Seelbach?