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Buchzitate

218 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Bücher, Zitate ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Buchzitate

07.08.2024 um 03:47
Aber ein Neues ersann die liebliche Tochter Kronions:
Siehe, sie warf in den Wein, wovon sie tranken, ein Mittel
Gegen Kummer und Groll und aller Leiden Gedächtnis.
Kostet einer des Weins, mit dieser Würze gemischet,
Dann benetzet den Tag ihm keine Träne die Wangen,
Wär ihm auch sein Vater und seine Mutter gestorben,
Würde vor ihm sein Bruder und sein geliebtester Sohn auch
Mit dem Schwerte getötet, daß seine Augen es sähen.
Siehe, so heilsam war die künstlich bereitete Würze,
Welche Helenen einst die Gemahlin Thons, Polydamna,
In Aigyptos geschenkt. Dort bringt die fruchtbare Erde
Mancherlei Säfte hervor, zu guter und schädlicher Mischung;
Dort ist jeder ein Arzt und übertrifft an Erfahrung
Alle Menschen; denn wahrlich, sie sind vom Geschlechte Paeions.
- Homer, Odyssee IV, 219


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09.08.2024 um 03:06
Es gibt Menschen, zu edel um sich bändigen zu lassen und zu stolz um sich zu beugen.
Little Woman - Louisa May Alcott


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09.08.2024 um 03:11
Die Religion ist das theologische Gegenstück zu einer Versicherungspolice, deren Prämie wir Jahr für Jahr bezahlen. Und wenn wir dann schließlich die Leistung in Anspruch nehmen müssen, für die wir so lammfromm gelöhnt haben… entdecken wir, dass die Firma die unser Geld genommen hat, in Wahrheit gar nicht existiert.
Stephen King - Revival


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23.08.2024 um 11:01
Wenn man von den Einsamen spricht, setzt man immer zu viel voraus. Man meint, die Leute wüssten, um was es sich handelt. Nein, sie wissen es nicht. Sie haben nie einen Einsamen gesehen, sie haben ihn nur gehasst, ohne ihn zu kennen. Sie sind seine Nachbarn gewesen, die ihn aufbrauchten, und die Stimmen im Nebenzimmer, die ihn versuchten. Sie haben die Dinge aufgereizt gegen ihn, dass sie lärmten und ihn übertönten. Die Kinder verbanden sich wider ihn, da er zart und ein Kind war, und mit jedem Wachsen wuchs er gegen die Erwachsenen an. Sie spürten ihn auf in seinem Versteck wie ein jagdbares Tier, und seine lange Jugend war ohne Schonzeit. Und wenn er sich nicht erschöpfen ließ und davonkam, so schrieen sie über das, was von ihm ausging, und nannten es hässlich und verdächtigten es. Und hörte er nicht darauf, so wurden sie deutlicher und aßen ihm sein Essen weg und atmeten ihm seine Luft aus und spieen in seine Armut, dass sie ihm widerwärtig würde. Sie brachten Verruf über ihn wie über einen Ansteckenden und warfen ihm Steine nach, damit er sich rascher entfernte. Und sie hatten recht in ihrem alten Instinkt: denn er war wirklich ihr Feind. Aber dann, wenn er nicht aufsah, besannen sie sich. Sie ahnten, dass sie ihm mit alledem seinen Willen taten; dass sie ihn in seinem Alleinsein bestärkten und ihm halfen, sich abzuscheiden von ihnen für immer. Und nun schlugen sie um und wandten das Letzte an, das Äußerste, den anderen Widerstand: den Ruhm. Und bei diesem Lärmen blickte fast jeder auf und wurde zerstreut.
- Rainer Maria Rilke, Die Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge


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07.09.2024 um 13:15
Höre, des ägiserschütternden Zeus' unbezwungene Tochter!
Wenn du mir je und dem Vater mit sorgsamer Liebe genahet
Im feindseligen Streit; so liebe mich nun, o Athene!
Lass mich treffen den Mann, und den fliegenden Speer ihn erreichen,
Welcher zuvor mich verwundet, und nun frohlockend sich rühmet,
Nicht mehr schau' ich lange das Licht der strahlenden Sonne!
Also rief er flehend; ihn hörete Pallas Athene.
Leicht ihm schuf sie die Glieder, die Füß', und die Arme von oben;
Nahe nun trat sie hinan, und sprach die geflügelten Worte:
Kehre getrost, Diomedes, zum mutigen Kampf mit den Troern;
Denn dir goss ich ins Herz die Kraft und Stärke des Vaters,
Unverzagt, wie sie trug der geschildete reisige Tydeus.
Auch das Dunkel entnahm ich den Augen dir, welches sie deckte;
Dass du wohl erkennest den Gott und den sterblichen Menschen.
Drum so etwa ein Gott herannaht, dich zu versuchen;
Hüte dich, seligen Göttern im Kampf entgegen zu wandeln,
Allen sonst: doch käme die Tochter Zeus Aphrodite
Her in den Streit, die magst du mit spitzigem Erze verwunden.
Also sprach und enteilte die Herrscherin Pallas Athene.
- Homer, Ilias V, 115


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17.10.2024 um 00:12
Aber Achill setzte sich weinend alsbald,
abseits von den Gefährten, an den Strand
der grauen Salzflut und blickte auf das
grenzlose Meer.
- Homer, Ilias I, 350 (Schadewaldt)


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04.11.2024 um 22:57
Aber nicht Odysseus den Herrlichen fand er zu Hause;
Weinend saß er am Ufer des Meers. Dort saß er gewöhnlich,
Und zerquälte sein Herz mit Weinen und Seufzen und Jammern,
Und durchschaute mit Tränen die große Wüste des Meeres.
- Homer, Odyssee V, 81


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15.11.2024 um 17:27
Jener sprach's; da entbrannte der Peleion, und das Herz ihm
Unter der zottigen Brust ratschlagete wankenden Sinnes,
Ob er, das schneidende Schwert alsbald von der Hüfte sich reißend,
Trennen sie sollt auseinander und niederhaun den Atreiden
Oder stillen den Zorn und die mutige Seele beherrschen.
Als er solches erwog in des Herzens Geist und Empfindung
Und er das große Schwert schon hervorzog, naht' ihm vom Himmel
Pallas Athen, entsandt von der lilienarmigen Here,
Die für beide zugleich in liebender Seele besorgt war.
Hinter ihn trat sie und faßte das bräunliche Haar des Peleiden,
Ihm allein sich enthüllend; der anderen schaute sie keiner.
Staunend zuckte der Held und wandte sich: plötzlich erkannt er
Pallas Athenens Gestalt, und fürchterlich strahlt' ihm ihr Auge.
Und er begann zu jener und sprach die geflügelten Worte:
Warum, o Tochter Zeus', des Ägiserschütterers, kamst du?
Etwa den Frevel zu schaun von Atreus' Sohn Agamemnon?
Aber ich sage dir an, und das wird wahrlich vollendet:
Sein unbändiger Stolz wird einst noch das Leben ihm kosten!
Drauf antwortete Zeus' blauäugige Tochter Athene:
Deinen Zorn zu stillen, gehorchtest du, kam ich vom Himmel;
Denn mich sendete Here, die lilienarmige Göttin,
Die für beide zugleich in liebender Seele besorgt ist.
Aber wohlan, laß fahren den Streit und zücke das Schwert nicht,
Magst du mit Worten ihn doch beleidigen, wie es dir einfällt.
Denn ich sage dir an, und das wird wahrlich vollendet:
Einst wird dir noch dreimal so herrliche Gabe geboten
Wegen der heutigen Schmach. Drum fasse dich nun und gehorch uns.
Ihr antwortete drauf der mutige Renner Achilleus:
Euer Wort, o Göttin, geziemet es wohl zu bewahren,
Welche Wut auch im Herzen sich hebt; denn solches ist besser.
Wer dem Gebot der Götter gehorcht, den hören sie wieder.
Sprach's und hemmte die nervichte Hand an dem silbernen Hefte,
Stieß in die Scheide zurück das große Schwert und verwarf nicht
Athenäens Gebot.
- Homer, Ilias I, 188


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13.12.2024 um 19:52
Mr. Leopold Bloom aß mit Vorliebe die inneren Organe von Vieh und Geflügel. Er liebte dicke Gänsekleinsuppen, leckere Muskelmägen, gespicktes Bratherz, panierte kroß geröstete Leberschnitten, gerösteten Dorschrogen. Am allerliebsten hatte er gegrillte Hammelnieren, die seinem Gaumen einen feinen Beigeschmack schwachduftigen Urins vermittelten.
- James Joyce, Ulysses


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23.02.2025 um 18:40
"Der Geruch von Kindern, wenn der Tag zu Ende ist."

J. Cronin "Der Übergang"

Solche Sätze sind für mich Literatur.


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24.02.2025 um 02:42
Zitat von PolytroposPolytropos schrieb am 15.11.2024:Homer, Ilias I, 188
Wow, das hast du wirklich gelesen? Warum?


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24.02.2025 um 19:35
Zitat von HäresieHäresie schrieb:Wow, das hast du wirklich gelesen?
Die Ilias hab ich zwei- oder dreimal in der Hexamterübertragung von Johann Heinrich Voß und zweimal in der Prosaübersetzung von Schadewaldt gelesen. Die gekürzte Lesung von Rolf Boysen im Residenztheater hab ich vielleicht sechs- oder siebenmal gehört.
Die Odyssee hab ich zweimal in Hexamterübertragung von Voß gelesen und vielleicht an die 30 mal in der vollständigen Version in Hexametern nach Voß gelesen von Manfred Schradi gehört, vielleicht sechs, siebenmal in ungekürzter Prosaübertragung.
Zitat von HäresieHäresie schrieb:Warum?
Mein Vater war ein gebrochener Mann. Homer ist so ziemlich das einzige von Wert, was er mir hinterlassen hat. ;)


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01.03.2025 um 12:19
Zitat von PolytroposPolytropos schrieb am 24.02.2025:Die Odyssee hab ich zweimal in Hexamterübertragung von Voß gelesen und vielleicht an die 30 mal in der vollständigen Version in Hexametern nach Voß gelesen von Manfred Schradi gehört, vielleicht sechs, siebenmal in ungekürzter Prosaübertragung.
Muss man die so oft lesen oder anhören, bis man alles verstanden hat? :D
Ich bin irgendwie beeindruckt. Das was du über deinen Vater schreibst, klingt schmerzhaft, als hättest du dich ihm so annähern wollen.


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01.03.2025 um 13:59
Dumm war er jedenfalls nicht.


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08.03.2025 um 06:32
Den Kalifen packte nun der Überdruss an dieser Fragerei. Er befahl mir, seinem Wesir, den Gelehrten Ibrahim Ibn Saijar Al Nazzam aus dem Saal des Diwan zu weisen. Dann sagte Harun Al Rashid zur Sklavin Tawaddud: "Allah segne dich! Er segne auch den, der deinen Verstand geschärft und der dir Wissen beigebracht hat. Kannst du mir sagen, wer dein Lehrer war, der dich alles gelehrt hat, was die Menschen in unserer Zeit wissen können?" Tawaddud erwiderte: "Mein jetziger Herr, Abu Al Husn - der Vater der Schönheit -, hatte einen Vater, der in vielen Stunden mich gelehrt hat, den Geist zu gebrauchen, die Welt zu verstehen, und vor allem hat er mir beigebracht, auf Allah zu bauen, seinen Anweisungen zu folgen, seine Ordnung der Welt zu verstehen. Der Vater von Abu Al Husn hat seine Tage und Teile der Nächte damit zugebracht, mit mir alle Bücher der Weisen zu studieren. Darüber hat er sein Ladengeschäft in der Stadt Al Barid vernachlässigt, so dass er zuletzt weder Waren noch Geld besaß. Als armer Mann ist er gestorben, doch hatte ihm sein Sohn Al Husn noch ein würdiges Leichenbegängnis gerichtet. Sein Erbe, der Sohn Al Husn, besaß nichts mehr, nur ich gehörte ihm noch, die Sklavin Tawaddud. Ich sprach zu ihm, der mich geerbt hatte: "Führe mich zu Harun Al Rashid, zum Beherrscher der Gläubigen, zum fünften Kalifen aus dem Geschlecht der Abbasiden, und verlange von ihm für mich den Betrag von zehntausend Dinaren. Wenn er für meine Schönheit, für meinen Leib nicht so viele Dinare zahlen will, dann sprich diese Worte: 'Oh Beherrscher der Gläubigen, dieses Mädchen Tawaddud ist noch viel mehr wert. Lasse ihr Wissen prüfen, und ihr Wert wird auch in deinen Augen noch sehr viel höher steigen. Ihresgleichen hat diese Sklavin nicht im gesamten Islamischen Reich. Sie gebührt nur einem Herrn wie dem Kalifen Harun Al Rashid.'
So ist es geschehen. Mein Herr Abu Al Husn hat mich zu dir geführt, oh allmächtiger Beherrscher der Gläubigen. Ich habe alle Prüfungen bestanden. Im Namen meines Herrn verlange ich für mich zehntausend Dinare, die meinem Herrn Abu Al Husn zu übergeben sind. Dann trete ich gerne durch die Türe deines Harems und verbleibe dort, so lange du willst. Erfreue dich an meinem Leib. Ich will dir mit allen Gliedern dienen."
Harun Al Rashid aber entschied, dass es klüger war, dem Besitzer der Sklavin Tawaddud monatlich einen Sold von tausend Dinaren auszubezahlen, als diese Frau, die an Kenntnissen die gelehrtesten Männer des Islamischen Reichs übertraf, in seinen Harem aufzunehmen. Ein Amt im Diwan konnte er ihr nicht übertragen.
Ich dachte bei mir, welche Verschwendung es doch war, eine Frau mit derartigem Wissen auszustatten - eine Frau, die niemals Wesir werden konnte, die niemals, und war sie noch so kundig und gescheit, die Stimme im Saal des Diwan erheben durfte.
Klug aber hatte Harun Al Rashid gehandelt, als er die Sklavin Tawaddud wieder in die Stadt Al Barid zurückschickte. Wieder einmal hatte er sich als freigebig erwiesen. Die Barmherzigkeit Allahs walte über allen, die zum Hause der Abbasiden gehören.
- Gerhard Konzelmann, Der Diwan des Harun Al Rashid


Alles Liebe zum internationalen Frauentag allerseits. :thx:


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10.03.2025 um 10:57
Biophilie

Albert Schweitzer (Kultur und Ethik):
"Gut ist, Leben erhalten und Leben fördern; böse ist, Leben vernichten und Leben hemmen."

Rupert Lay (Weisheit für Unweise):
"Handle und entscheide dich stets so, dass du durch dein Handeln und Entscheiden eigenes und fremdes personales Leben eher mehrst als minderst."

Insektenforscher Edward O. Wilson (Biophilia):
"Biophilia is the innate tendency to focus on life and lifelike processes."
"To the degree that we come to understand other organisms, we will place a greater value on them, and on ourselves."


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16.03.2025 um 16:54
He was an old man who fished alone in a skiff in the Gulf Stream and he had gone eighty-four days now without taking a fish. In the first forty days a boy had been with him. But after forty days without a fish the boy's parents had told him that the old man was now definitely and finally salao, which is the worst form of unlucky, and the boy had gone at their orders in another boat which caught three good fish the first week. It made the boy sad to see the old man come in each day with his skiff empty and he always went down to help him carry either the coiled lines or the gaff and harpoon and the sail that was furled around the mast. The sail was patched with flour sacks and, furled, it looked like the flag of permanent defeat.
- Ernest Hemingway, The Old Man and the Sea


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17.03.2025 um 10:45
Beim Verlassen der Wohnung fiel mir ein, dass ich die Küche
von meiner Putzaktion völlig ausgenommen hatte.
Aber nein, diese Heldentat ginge nun wirklich über meine Kräfte.

(Sergej Lukianenko, "Labyrinth der Spiegel")


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