Da wundere ich mich ja schon, wie ein Katholik der die Begräbnismesse besuchte, erläutern möchte, warum Emile wohl nicht in die Hölle kam - wie wenn Emile Suizid begangen hätte, oder was hat er denn eigentlich angestellt?
„Wenn wir ein Kind beerdigen, das vor Erreichen des Vernunftalters stirbt, sprechen wir nicht von einem Requiem. Wir sind sicher, dass dieses Kind durch seine Taufe gerettet wurde“, sagt ein Katholik, der am Samstag dabei sein wird, dem französischen Sender BFMTV. Kinder befinden sich demnach im „Vernunftalter”, wenn sie lesen, rechnen und schreiben können. Die Christen sind überzeugt, dass der Verstorbene dank der Taufe Gnade erhält und nicht in die Hölle kommt: „Wir sind sicher, dass er bereits beim lieben Herrn im Himmel ist. Es ist fast eine Dankmesse“, sagt er.
Quelle:
https://www.rtl.de/news/frankreich-kleiner-emile-2-wird-beerdigt-eltern-tragen-sarg-selbst-in-die-kirche-id2074600.htmlSeltsame Ansichten sind das in Zeiten wo viele aus der Kirche ausgetreten sind. Warum brauchte Emile Gnade um nicht in die Hölle zu kommen? War das denn so ein schwieriges Kind? - autistische Züge oder ADHS, oder was hat er denn eigentlich angestellt?
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Thira schrieb:sympathisch wirkt die Familie mit ihrem (religiösen und z. T. politischen) Extremismus auf mich aber nicht.
Es ist schwierig einzuschätzen wenn man die Menschen nicht wenigstens in Aktion erlebt hat (wenn man sie schon nicht persönlich kennt), sondern nur über sie liest oder hört. (Betreff der politischen Einstellung blicke ich mich wie gesagt gar nicht durch, ob sie wirklich ungut rechtsextrem sind wie mancherorts geschrieben wurde.)