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Émile (2) in Haut-Vernet (F) tot aufgefunden

6.853 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Vermisst, Kind, Frankreich ▪ Abonnieren: Feed E-Mail
Zu diesem Thema gibt es eine von Diskussionsteilnehmern erstellte Zusammenfassung im Themen-Wiki.
Themen-Wiki: Émile (2) in Haut-Vernet (F) tot aufgefunden

Émile (2) in Haut-Vernet (F) tot aufgefunden

24.03.2025 um 01:04
Das dachte ich schon als es um die abgebrannten Häuser in dem benachbarten Weiler ging. Es hieß, früher hatten einige Freunde (darunter Emilies Urgroßvater mütterlicherseits) fast den ganzen Weiler gekauft und die Häuser saniert. Sie waren alle Medizinstudenten aus Marseille. Was es damals mit der Flagge Patagoniens dort auf sich hatte, wurde mir nicht ganz klar, ob das wirklich ein Ausdruck von Überlegenheit war (die Franzosen, die das nicht anerkannte Königreich Patagonien ausgerufen hatten, wollten die Kultur der Ureinwohner dort in Südamerika schützen, dachte ich). Da es sich dort um Brandstiftung gehandelt hatte, erweckt das den Eindruck von einer Tat von hasserfüllter Ablehnung gegenüber den gebildeten Immigranten aus der Stadt.
Da würd's mir jetzt aber auch mal reichen. Wahrscheinlich gut, dass Emile wenigstens nicht dort begraben wurde.


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Émile (2) in Haut-Vernet (F) tot aufgefunden

24.03.2025 um 01:13
P.S. Ich hätte gerne die Auseinandersetzung an jenem Tag von Emiles Verschwinden wegen der beschädigten Hausmauer gesehen. - Wo es doch auch noch heißt, der Großvater konnte sehr wütend werden.


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Émile (2) in Haut-Vernet (F) tot aufgefunden

24.03.2025 um 02:01
Korrktur am Rande: "Immigranten" ist natürlich nicht das richtige Wort. Die Urgroßeltern Emiles sind Franzosen, und die Urgroßeltern hatten in der Gegend anscheinend auch nur ihren Zweitwohnsitz.
Ob allen drei Häusern damals der Bandanschlag gegolten hatte, dürfte nicht ganz klar geworden sein (und ob es nicht gar Zwistigkeiten dort innerhalb jender Gemeinschaft gegeben hat?).


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Émile (2) in Haut-Vernet (F) tot aufgefunden

24.03.2025 um 02:06
Der Schlüssel zur Kapelle ist vielleicht auch der Schlüssel zur Lösung des Falles.

Wenn die Leiche von Émile kurzzeitig in der Kapelle versteckt wurde, musste die Person oder mussten die Personen Zugang zu dem Schlüssel haben. Wer hatte also am Tag des Verschwindens des kleinen Jungen und danach Zugang zu dem Schlüssel? Wurde das irgendwo mal erwähnt?


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Émile (2) in Haut-Vernet (F) tot aufgefunden

24.03.2025 um 02:12
Zitat von GigiNazionaleGigiNazionale schrieb:Wer hatte also am Tag des Verschwindens des kleinen Jungen und danach Zugang zu dem Schlüssel?
Es hieß nur, dass am Vormittag ein Putztrupp in der kleinen Kirche war.
Es dürften die Großeltern einen Schlüssel gehabt haben, wenn sie im Ort waren und die Kirche gerne täglich benutzten, und das Rathaus hatte einen.
Aber es ist ja noch keine Rede davon, dass in der Kirche irgendwelche Spuren gefunden wuden. Der Pflanzcontainer stand anscheinend am Straßenrand.


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Émile (2) in Haut-Vernet (F) tot aufgefunden

24.03.2025 um 02:31
Zitat von Silberstreif.Silberstreif. schrieb:Es hieß nur, dass am Vormittag ein Putztrupp in der kleinen Kirche war.
Es dürften die Großeltern einen Schlüssel gehabt haben, wenn sie im Ort waren und die Kirche gerne täglich benutzten, und das Rathaus hatte einen.
Aber es ist ja noch keine Rede davon, dass in der Kirche irgendwelche Spuren gefunden wuden. Der Pflanzcontainer stand anscheinend am Straßenrand.
Danke für die Information. Natürlich ist das alles rein hypothetisch, aber offenbar haben die Ermittler auch in der Kirche nach Spuren gesucht. Aus Sicht eines Täters könnte es durchaus Sinn machen, die Leiche kurzzeitig in der verschlossenen Kirche zu lagern.

Ich hoffe, dass die Spurensicherung fündig wurde und der Fall vielleicht doch noch gelöst werden kann.


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Émile (2) in Haut-Vernet (F) tot aufgefunden

24.03.2025 um 07:55
Das mag man sich aber gar nicht vorstellen, dass in dem Ort ein Kind verschwindet und sicher jeder Heuballen und Bretterschlag abgesucht wird, der unmittelbar in der Nähe ist und niemand auf die kleine Kirche käme bzw. die Ermittler sich damals damit abspeisen ließen, dass sinngemäß jemand gesagt hätte "die Kirche ist immer verschlossen, da kann er nicht sein". Dann hätte man sich aber wirklich zu mehr als 100% auf die Hunde verlassen, dass man nicht mal die paar Meter weiter Richtung Kirche oder Friedhof gegangen wäre bei all den Suchtrupps die dort vor Ort waren.
Zitat von Silberstreif.Silberstreif. schrieb:Es hieß nur, dass am Vormittag ein Putztrupp in der kleinen Kirche war.
@Silberstreif.
Von welchem Vormittag sprechen wir hier? Vom Vormittag des Verschwindens oder nachdem die Ermittler dort den Blumenkübel entleert haben? Kannst du das bitte kurz erläutern und eventuell den Link mal nachreichen? Ich habe das nirgendwo gelesen bis jetzt.


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Émile (2) in Haut-Vernet (F) tot aufgefunden

24.03.2025 um 12:31
Zitat von LillyLegoLillyLego schrieb:Von welchem Vormittag sprechen wir hier? Vom Vormittag des Verschwindens oder nachdem die Ermittler dort den Blumenkübel entleert haben?
Das wurde in dem langen YouTube Video gesagt, und es ging um den Vormittag, bevor Emile verschwand.


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Émile (2) in Haut-Vernet (F) tot aufgefunden

24.03.2025 um 12:34
Zitat von antheanthe schrieb:Ich habe mal bis Minute 21 (ab dann kommt die Buchautorin aus Le Vernet zu Wort) reingehört und versucht das Wichtigste zusammenzufassen, jeweils mit Zeitstempel.
Aufrichtigen Dank an dich @anthe.
Gut zu lesen, dass wir ein größerer Pool an Französischverstehenden sind.

Das Video zeigt auch wieder den Weiler Le Haut-Vernet inside, besonders eine Kamerafahrt des Weges vom Haus der Großeltern durch das Dörfchen, rechts eine braune und eine grüne Bank passierend, bis zur Kapelle, zeigt neue Einblicke, bei min 3:30.
Zitat von LillyLegoLillyLego schrieb:Auf die Frage, was da jemand bei der Kirche gewollt haben könnte, fiel mir ein, dass ich auf irgendeinem Foto ein Haus mit einer grünen Bank davor sah. Vielleicht hat ein Autofahrer Halt gemacht, um sich bei den Brunnentrögen Wasser zu holen und auf dieser Bank eine kurze Rast zu machen und dann den spielenden Emile entdeckt, der weit und breit von keinem Erwachsenen umgeben war und den Jungen entführt. Oder es passierte dort eben ein Unfall beim Rangieren.



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Émile (2) in Haut-Vernet (F) tot aufgefunden

24.03.2025 um 13:07
@LillyLego

https://www.bfmtv.com/bfm-dici/mort-d-emile-pourquoi-l-eglise-du-haut-vernet-est-desormais-au-c-ur-de-l-enquete_AN-202503200520.html
Zitat von CharliesEngelCharliesEngel schrieb:Die Familie Vedovini verbrachte übrigens einige Zeit am betreffenden Morgen des Verschwindens von Émile zusammen, um die Kirche zu reinigen. Es war auch dort, wo die Angehörigen des Kindes und einige Freunde sich wiederfanden, vier Tage später, am Mittwoch, den 12. Juli 2023, für einen Moment der Gemeinschaft und der Gebete, da die Hoffnung, den Kleinen lebend zu finden, schwand.

Trotz der starken Verbindung ist die Kirche Saint-Martin nicht jene der Eheleute und Kinder Vedovini. Weit gefehlt. "Es existieren zwei Schlüssel. Einer im Rathaus und der andere beim ersten Assistenten, einem Einwohner von Le Haut-Vernet. "Wenn jemand verlässliches den Schlüssel anfordert, um in die Saint-Martin zu gehen, leihen wir ihm ihn gerne aus, bis er nicht mehr zurück gegeben werden sollte", bestätigt ein Vernetois, ein Einwohner aus Le Vernet.
Es ist nicht klar, ob das heißt Emiles Familie musste sich gegebenenfalls jeden Tag den Schlüssel von jemandem holen.


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Émile (2) in Haut-Vernet (F) tot aufgefunden

24.03.2025 um 14:02
Zitat von Silberstreif.Silberstreif. schrieb:Es ist nicht klar, ob das heißt Emiles Familie musste sich gegebenenfalls jeden Tag den Schlüssel von jemandem holen.
Ich verstehe es so, dass die Familie Vedovini keinen eigenen Schlüssel hatte. Eigentlich ist daran nichts mißverständlich. Es wird ja noch mal extra betont, dass es nicht deren Kirche ist (da schimmert schon etwas Mißgunst durch, so als sähe die Familie die Kirche als die ihre an), und zum anderen wird ganz klar gesagt, es gäbe zwei Schlüssel, einen im Rathaus und einen beim Assistenten. Bedeutet, die Familie hatte keinen. Der Ton, in dem das berichtet wird, hört sich schon nach Konfliktsituation an, finde ich.


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Émile (2) in Haut-Vernet (F) tot aufgefunden

24.03.2025 um 14:24
Zitat von Silberstreif.Silberstreif. schrieb:Es ist nicht klar, ob das heißt Emiles Familie musste sich gegebenenfalls jeden Tag den Schlüssel von jemandem holen.
Wie das übliche Prozedere war, ist m.W. nicht bekannt. Allerdings besuchten Émiles Großeltern während ihrer Aufenthalte in Le Haut-Vernet täglich mindestens einmal die Kirche, wie es in dem Bericht von BFMTV heißt:
"L’église Saint-Martin, eux et leurs enfants la connaissent par cœur. Fervents catholiques, Anne et Philippe aiment y prier et s’y recueillir en musique. "Chaque été, ils y vont le matin et parfois le soir. [...]", explique un habitué du Haut-Vernet."
https://www.bfmtv.com/bfm-dici/mort-d-emile-pourquoi-l-eglise-du-haut-vernet-est-desormais-au-c-ur-de-l-enquete_AN-202503200520.html

Übersetzung (nach Deepl.com):
„Die Kirche Saint-Martin kennen sie und ihre Kinder in- und auswendig. Als eifrige Katholiken lieben Anne und Philippe es, dort zu beten und bei Musik zu meditieren. „Jeden Sommer gehen sie morgens und manchmal auch abends dorthin. […]““

Anscheinend übernahm die Familie während ihrer Ferien in Le Haut-Vernet auch regelmäßig die Reinigung der Kirche und tat das gesichert auch am Vormittag von Émiles Verschwinden. Das heißt, zumindest an diesem Vormittag müsste die Familie einen Schlüssel zur Kirche gehabt haben. Ob sie den Schlüssel auch noch später, als Émile vermisst wurde (gegen 17:15 Uhr), in Verwahrung hatte oder wo er sich zu diesem Zeitpunkt befand, sollte den Ermittlern bekannt sein.

Wenn die Familie aber bekanntermaßen sehr religiös war und sich täglich in der Kirche aufhielt, wäre es m.E. auch denkbar, dass den Großeltern ein Schlüssel auch für längere Zeit, evtl. für die gesamte Zeit ihres Ferienaufenthalts in Le Haut-Vernet, überlassen wurde, damit sie ihn nicht ständig holen und wieder wegbringen mussten. Dazu wurde offiziell wohl nichts gesagt. Aber die Familie galt sicher als „verlässlich“, wie der oben zitierte Einwohner von Le Haut-Vernet sagt (Beitrag von Silberstreif. (Seite 263)).
Zitat von TritonusTritonus schrieb:Bedeutet, die Familie hatte keinen. Der Ton, in dem das berichtet wird, hört sich schon nach Konfliktsituation an, finde ich.
Zumindest hatte die Familie offiziell wohl keinen Schlüssel. Vielleicht war die informelle Überlassung des Schlüssels aber eine Art ungeschriebenes Privileg der Familie, und das gefiel möglicherweise nicht allen Einheimischen?


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Émile (2) in Haut-Vernet (F) tot aufgefunden

24.03.2025 um 15:02
Von mir auch noch mal vielen Dank an alle, die sich die Mühe machen, die ganzen Videos zu übersetzen!

Mir tun die Dorfbewohner auch nicht leid. Es sollte doch selbstverständlich sein, dass alles (auch von der Polizei aus) getan wird, um den Tod eines zweijährigen Kindes aufzuklären!
Wurde wirklich "Denunziant" gesagt? Das heißt, der Briefeschreiber (falls er aus dem Dorf sein sollte) wird als Verräter angesehen?

Übrigens kann ich mir nicht vorstellen, dass man eine Leiche in einem Pflanzenkübel versteckt. Die Gefahr, dass man dabei auffällt, wäre doch viel zu groß. Und wenn nur eine Erdprobe mitgenommen wurde, um nach Insekten zu suchen, wäre es möglich, ausgerechnet eine Probe zu erwischen, wo nichts drin ist. Aber wenn tatsächlich der gesamte Kübelinhalt gesiebt worden sein sollte, könnten natürlich alle möglichen Puppen aufgefangen worden sein.


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Émile (2) in Haut-Vernet (F) tot aufgefunden

24.03.2025 um 15:21
Zitat von AlteTanteAlteTante schrieb:Wurde wirklich "Denunziant" gesagt?
Das französische Wort war Corbeau (Rabe), was hier ja wenig Sinn ergibt. Ich habe also nachgeschlagen, und die Übersetzung wurde in diesem Kontext mit Denunziant/Verräter angegeben.


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Émile (2) in Haut-Vernet (F) tot aufgefunden

24.03.2025 um 15:24
@anthe
Zitat von antheanthe schrieb:Das französische Wort war Corbeau (Rabe), was hier ja wenig Sinn ergibt. Ich habe also nachgeschlagen, und die Übersetzung wurde in diesem Kontext mit Denunziant/Verräter angegeben.
Es bedeutet auch einfach:

"anonymer Briefeschreiber".

https://de.pons.com/%C3%BCbersetzung/franz%C3%B6sisch-deutsch/corbeau


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Émile (2) in Haut-Vernet (F) tot aufgefunden

24.03.2025 um 15:25
Zitat von rattichrattich schrieb:Vielleicht war die informelle Überlassung des Schlüssels aber eine Art ungeschriebenes Privileg der Familie, und das gefiel möglicherweise nicht allen Einheimischen?
Dem widerspricht die Darstellung aus BFMTV:

Beitrag von Silberstreif. (Seite 263)

Den Schlüssel hätte sich also jeder und jederzeit holen können zum Beten oder auch zum Putzen.
Zitat von AlteTanteAlteTante schrieb:Wurde wirklich "Denunziant" gesagt? Das heißt, der Briefeschreiber (falls er aus dem Dorf sein sollte) wird als Verräter angesehen?
Das würde kein gutes Licht auf die Einwohner werfen.


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Émile (2) in Haut-Vernet (F) tot aufgefunden

24.03.2025 um 15:59
Zitat von soomasooma schrieb:Es bedeutet auch einfach:

"anonymer Briefeschreiber".
Mich erinnert der Ausdruck "corbeau" an den Fall Gregory Villemin.

Hier gab es auch einen anonymen (toxischenl Briefeschreiber..

Ich setze mal einen Link zur Interpretation des Ausdrucks hier ein aus dem diesbezüglichen Thread ..

Der Fall Gregory Villemin (Seite 2) (Beitrag von Aggie)


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Émile (2) in Haut-Vernet (F) tot aufgefunden

24.03.2025 um 16:06
Meine Vermutung ist, dass das Wort Corbeau (Rabe/Krähe in Anlehnung an den Fall Gregory benutzt wurde.
Zitat von antheanthe schrieb:Das französische Wort war Corbeau (Rabe), was hier ja wenig Sinn ergibt. Ich habe also nachgeschlagen, und die Übersetzung wurde in diesem Kontext mit Denunziant/Verräter angegeben.
Habe gerade gelesen, dass die Antwort sich überschnitten hat.


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Émile (2) in Haut-Vernet (F) tot aufgefunden

24.03.2025 um 16:09
Zitat von jeandArcjeandArc schrieb:Meine Vermutung ist, dass das Wort Corbeau (Rabe/Krähe in Anlehnung an den Fall Gregory benutzt wurde.
Ja, intuitiv war mein Gedanke auch sofort bei jenem Fall.
Einer der Raben (es waren wohl mehrere) war leider eine Trugspur, soweit ich mich erinnere. Die Schreiberin, aus Paris, hatte schlussendlich nichts mit dem Fall zu tun..
Ich müsste es kompliziert heraussuchen, sorry. Netflix dokumentierte den Fall recht ausführlich..


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Émile (2) in Haut-Vernet (F) tot aufgefunden

24.03.2025 um 16:10
Zitat von AlteTanteAlteTante schrieb:Wurde wirklich "Denunziant" gesagt? Das heißt, der Briefeschreiber (falls er aus dem Dorf sein sollte) wird als Verräter angesehen?
Die Verärgerung der Dorfbewohner rührt sicher nicht daher, dass sie keine Aufklärung über die Umstände von Émiles Verschwinden möchten, im Gegenteil. Die Dorfbewohner hatten sich doch bei der Suche sehr engagiert.

Wütend sind sie anscheinend über Briefeschreiber, die jetzt, bald zwei Jahre nach dem Verschwinden, aus der Anonymität heraus andere (Dorfbewohner) beschuldigen, direkt oder indirekt, obwohl jeder von Anfang an die Möglichkeit gehabt hätte, bei der Polizei eine Aussage zu machen und zur Aufklärung des Falles beizutragen – wenn er tatsächlich etwas Relevantes weiß. Genau solche anonymen Beschuldigungen tragen doch zu dem vergifteten Klima im Dorf bei.

Auch ist nicht gesagt, dass die anonymen Briefschreiber überhaupt aus Haut-Vernet kommen. Wer weiß, was sie bewegt, sich in dieser Form zu äußern. Indem sie sich in der Anonymität verstecken, entziehen sie sich ja jeder Verantwortung.
Zitat von JamesRockfordJamesRockford schrieb:Dem widerspricht die Darstellung aus BFMTV:

Beitrag von Silberstreif. (Seite 263)
Nein, im Gegenteil, wenn man im BFMTV-Bericht etwas zwischen den Zeilen liest, bestätigt er doch gerade die Möglichkeit, dass die Familie inoffiziell eben doch einen Schlüssel gehabt haben könnte:
Zitat von CharliesEngelCharliesEngel schrieb:"Wenn jemand verlässliches den Schlüssel anfordert, um in die Saint-Martin zu gehen, leihen wir ihm ihn gerne aus, bis er nicht mehr zurück gegeben werden sollte", bestätigt ein Vernetois, ein Einwohner aus Le Vernet.
Émiles religiöse Familie zählte doch sicher zu diesen „Verlässlichen“, denen man ohne Weiteres den Kirchenschlüssel überlassen würde. Vielleicht wollte man es der Familie nicht zumuten, tagtäglich den Schlüssel zu holen und wieder abzugeben, manchmal sogar mehrmals? Oder man wollte auch selbst nicht immer präsent sein müssen, wenn die Familie den Schlüssel holen oder bringen wollte? Allein aus solchen praktischen Erwägungen heraus wäre eine Dauer-Schlüsselüberlassung für die Ferienzeit doch durchaus naheliegend. Vielleicht hätte man das nicht offiziell so gehandhabt, weil man wohl davon ausging, dass diese Überlassung an „Ortsfremde“ zu Unmut bei den Einheimischen führen würde, aber gerade das könnte den Ärger der Bewohner verstärkt haben.


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