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Tierquälerei und Mitgefühl

2.830 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Tiere, Tier, Tierquälerei ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Tierquälerei und Mitgefühl

gestern um 17:16
Zitat von teardrop.teardrop. schrieb:Und genau deshalb wird sich halt nie etwas ändern - wo ist das Problem, wenn man dann eben Fleisch aus ökologischer Haltung kauft, oder den Salat?
Ich gehe mal davon aus, dass ich nicht so das Problem bin. Ich kaufe mein Rindfleisch (ca. 2-3x/Jahr) beim Bauern gegenüber, das Wild kommt vom Jäger, allein das Hühnerfleisch kommt vom Metzger bzw. von der Fleischtheke im Supermarkt. Da bin ich tatsächlich noch nicht investigativ tätig geworden und habe mir schriftlich die Lieferkette dokumentieren lassen. Mea culpa.
Zitat von teardrop.teardrop. schrieb:Verstehe außerdem nicht, wie du darauf kommst, dass für deinen Salat irgendwelche Insekten sterben müssen ... hast du Salat schon mal selbst angebaut?
Macht meine Frau und die beschwert sich eigentlich nur über Schnecken. Ich ging aber tatsächlich bisher davon aus, dass Salat auf den Feldern auch in großen Mengen angebaut wird und diese Landwirtschaft nicht ganz ohne Pestizide, Fungizide und Herbizide auskommt.
Wenn Salat grundsätzlich ohne solche Mittelchen herangezogen wird, dann gestehe ich hiermit eine katastrophale Bildungslücke ein.
Ich bin ein fehlerbehafteter Mensch und schau immer voll Bewunderung auf all die, die besser sind als ich.


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Tierquälerei und Mitgefühl

gestern um 18:03
Zitat von Donna_LittchenDonna_Littchen schrieb:Macht meine Frau und die beschwert sich eigentlich nur über Schnecken. Ich ging aber tatsächlich bisher davon aus, dass Salat auf den Feldern auch in großen Mengen angebaut wird und diese Landwirtschaft nicht ganz ohne Pestizide, Fungizide und Herbizide auskommt.
Wenn Salat grundsätzlich ohne solche Mittelchen herangezogen wird, dann gestehe ich hiermit eine katastrophale Bildungslücke ein.
Ich bin ein fehlerbehafteter Mensch und schau immer voll Bewunderung auf all die, die besser sind als ich.
Ganz realistisch sterben auch für Salat Insekten.
Salat (so wie sämtliches in Deutschland anbaubare Gemüse) kenne ich sehr gut aus dem Selbstanbau, da meine Eltern einen sehr großen Garten bewirtschaften. Auch ohne Pestizide - nutzen sie nicht - sind realistischerweise im Salat ab und zu ein paar Blattläuse (kann man nicht umsetzen, werden entweder beim Salatwaschen getötet oder landen versteckt doch im Magen), vielleicht wird beim Abreißen von Pflücksalat eine Raupe zerdrückt etc.

Mittlerweile muss ich längst alles Gemüse kaufen. Im Salat gestern waren Blattläuse, die ich verständlicherweise nicht retten kann.

All das weiß ich und ist mir bewusst. Hundertprozentig ohne jemals ein Tier zu schädigen zu leben ist unmöglich, da Nahrung ohne jegliche Lebewesen nicht funktioniert, kleine Lebewesen schon ungesehen zerdrückt, eingeatmet etc. werden können.
Daraus schließe ich für mich aber nicht dass es nun "eh schon egal" sei. Genauso wie ich daraus, versehentlich jemandem auf den Fuß gestiegen zu sein oder versehentlich den besseren Regenschirm von jemandem statt meinem genommen zu haben, schließe, ich hätte jetzt freie Bahn bzgl. Körperverletzung und Diebstahl.
Mein Prinzip ist schlichtweg: Umsichtig sein.


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Tierquälerei und Mitgefühl

gestern um 18:38
Zitat von RaspelbeereRaspelbeere schrieb:Mein Prinzip ist schlichtweg: Umsichtig sein.
Mach das.
Zitat von RaspelbeereRaspelbeere schrieb:Hundertprozentig ohne jemals ein Tier zu schädigen zu leben ist unmöglich, da Nahrung ohne jegliche Lebewesen nicht funktioniert, kleine Lebewesen schon ungesehen zerdrückt, eingeatmet etc. werden können.
Darum geht es mir gar nicht. Auch die ökologische Landwirtschaft nutzt Pestizide.
Die ökologische Landwirtschaft unterscheidet sich in einigen Aspekten klar vom konventionellen Landbau. Ein wesentlicher Unterschied: Biobauern dürfen keine chemisch-synthetischen Pflanzenschutzmittel nutzen, um ihre Ernte vor Insekten, Pilzen oder Unkraut zu schützen. Das ist in der EU-Ökoverordnung gesetzlich geregelt, um negative Effekte wie den Verlust von Biodiversität zu minimieren.
Ganz ohne Pflanzenschutzmittel geht es aber auch im Ökolandbau nicht: Biobauern nutzen Mittel, die pflanzlichen, tierischen, mikrobiellen oder mineralischen Ursprungs sind – dazu gehören etwa Kupfer, Schwefel, Bienenwachs oder Pflanzenöle. Sie zersetzen sich oft schneller in der Natur (z.B. durch die Einwirkung von Sonnenlicht), als Mittel chemischen Ursprungs. Das gilt aber nicht immer: Der Wirkstoff Kupfer etwa liegt in elementarer Form vor und kann daher nicht wie andere organische Verbindungen abgebaut werden. Stattdessen geht es in Böden oder Gewässern eine reihe von Verbindungen ein.

Bio-Pestizide unterscheiden sich auch in ihrer Wirkungsweise:

Kontaktmittel wie Kupfer wirken bei Kontakt auf den Schädling, dringen aber nicht in die Pflanze ein.
Fraßgifte wie das Niembaum-Extrakt entfalten erst im Darm von Insekten ihre Wirkung,
inerte Gase wie Kohlenstoffdioxid blockieren die Atemwege von Schädlingen.
https://www.quarks.de/umwelt/landwirtschaft/darum-nutzen-auch-biobauern-pestizide/
Deshalb konnte ich das hier
Zitat von teardrop.teardrop. schrieb:Verstehe außerdem nicht, wie du darauf kommst, dass für deinen Salat irgendwelche Insekten sterben müssen .
nicht ganz nachvollziehen. Auch wenn ich weiß, aus welcher Ecke es kommt, verwundert hat es mich schon. Die wenigsten werden wohl völlig autark leben, im Sinne von "sie ziehen alles selbst", daher muss man, bei ein wenig Einsatz von Hirnschmalz, doch darauf kommen können, dass bei der Produktion von Gemüse und Salat auch Insekten/Schädlinge bekämpft werden und dabei sterben.
Zitat von RaspelbeereRaspelbeere schrieb:Daraus schließe ich für mich aber nicht dass es nun "eh schon egal" sei
Wer macht das denn?
Zitat von RaspelbeereRaspelbeere schrieb:Mein Prinzip ist schlichtweg: Umsichtig sein.
Ist für mich OK.


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Tierquälerei und Mitgefühl

gestern um 19:45
Zitat von Donna_LittchenDonna_Littchen schrieb:nicht ganz nachvollziehen. Auch wenn ich weiß, aus welcher Ecke es kommt, verwundert hat es mich schon. Die wenigsten werden wohl völlig autark leben, im Sinne von "sie ziehen alles selbst", daher muss man, bei ein wenig Einsatz von Hirnschmalz, doch darauf kommen können, dass bei der Produktion von Gemüse und Salat auch Insekten/Schädlinge bekämpft werden und dabei sterben.
Erstens das, und auch ohne - selbst ziehen, wirklich keine Pestizide nutzen - wird man realistischerweise nicht Läuse einzeln umsetzen können. Selbst versucht man es, wird man sie verletzen und töten.
(Mir ist das auch bewusst.)
Zitat von Donna_LittchenDonna_Littchen schrieb:Wer macht das denn?
Es gibt durchaus Menschen (online, bei Treffen mit Menschen die zu treffen man sich nicht ausgesucht hat oder gerade erst evl. kennenlernen würde), die selbst so argumentieren, für den Konsum von tierischen Produkten:
- "Da du nicht jedes Tier retten kannst, ist es heuchlerisch, vegan oder vegetarisch zu konsumieren."
- "Viele Tiere sind omnivor oder carnivor. Da ich für Gerechtigkeit bin und mich nicht über andere Spezies stellen will, esse ich halt auch Fleisch."
- "Ich finde Insekten und Kleinnager total niedlich. Da ich deshalb nicht größere Säugetiere über diese oft vergessenen kleinen niedlichen Tiere stellen will, esse ich aus Gerechtigkeitsgründen auch Fleisch."
Also, nach dem Motto: "Ich finde alle Tiere gleich schützenswert, und weil ich eine Schädigung von Insekten nicht ausschließen kann, esse ich sie halt alle!"
Meine Meinung dazu: Es wirkt vorgeschoben. Mir ist es dann lieber, jemand gibt ehrlich zu, dass einem z.B. Fleisch schmeckt oder man nicht auffallen will. Ist traurig, aber ist ehrlich.
Selbst wenn es ernst gemeint ist: Keinem Tier ist geholfen damit, zusätzlich geschädigt zu werden "aus Gerechtigkeitsgründen".

Was es dann auch noch gibt:
Menschen, die einem versuchen vorzurechnen wie inkonsequent man sei. Da wird einem dann versucht kleinweise nachzuweisen man sei aber doch voll heuchlerisch da [setze etwas ein das das Gegenüber genauso macht oder machen würde, z.B. laufen, oder ein lebensrettendes Medikament nehmen]. Bitte was soll das? Rechnet man das auch jedem Menschen vor, der z.B. (uner Menschen) hilfsbereit ist oder Mitgefühl zeigt oder bei ewas Negativem (Mobbing z.B.) nicht mitmacht?

Obwohl ich z.B. nicht dogmatisch auftrete, nicht fies bin, nicht anderen bei Tisch das Essen madig mache. Saß gerade beim Mittagessen, mit Kollegen und Studenten, zwei Personen mit veganer Mahlzeit, die restlichen omnivor ("normal" stand auf den vorbestellten Kantinentickets). Kein Problem. Sitze auch mit meinen Schwiegereltern am Tisch, sie den Kaninchenbraten, ich etwas anderes auf dem Teller, sie schlachten selbst - ein "schlechter Mensch" sind sie dafür für mich nicht.
Bin einfach nur umsichtig und entscheide für mich selbst (was ich konsumiere und was nicht) und versuche anderweitig ohne Gehässigkeit und freundlich (Einladung zu Hause, Essen mitbringen... ist bei mir halt vegan, aber schön zubereitet, niemandem wird etwas untergejubelt, nichts aufgezwungen, Rücksichtname auf sämtliches Nichtmögen und Nichtvertragen) und auch mal bestimmt aber hilfsbereit (z.B. letztens in einem Haustierforum: jemand hatte, leider nach Rat aus dem Zoogeschäft, sehr unpassende Ausrüstung besorgt die fürs Tier nachgewiesen gesundheitsgefährlich ist) zum Umdenken zu bewegen.


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Tierquälerei und Mitgefühl

gestern um 19:52
Wenn es Menschen gibt, die nicht Mal Mitgefühl mit Menschen haben, wie kann man von diesen erwarten, dass sie welches mit Tieren haben.
Einfach traurig.


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Tierquälerei und Mitgefühl

um 16:43
Zitat von YariYari schrieb:Wenn es Menschen gibt, die nicht Mal Mitgefühl mit Menschen haben, wie kann man von diesen erwarten, dass sie welches mit Tieren haben.
Einfach traurig.
richtig, umgekehrt auch. Leider haben nicht alle Respekt vor Leben, einigen ist es gleichgültig, andere geilen sich am Leid sogar auf.
Einfach schlimm und entsetzlich sowas, ich habe selbst einen kleinen Hund und liebe ihn über alles, Tierquäler gehören viel härter bestraft, Tiere vor Gericht als "Sache" zu sehen ist auch schlimm, das impliziert dass es kein Leben ist, Gesetze müssten sich ändern-


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Tierquälerei und Mitgefühl

um 17:29
Zitat von rainloverainlove schrieb:Tiere vor Gericht als "Sache" zu sehen ist
in der heutigen Zeit für mich unbegreiflich!
Eine Sache kann keine Gefühle haben, aber Tiere haben Gefühle.


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Tierquälerei und Mitgefühl

um 17:35
Zitat von rainloverainlove schrieb:Tiere vor Gericht als "Sache" zu sehen ist auch schlimm
Zitat von YariYari schrieb:in der heutigen Zeit für mich unbegreiflich!
Naja mit einem kleinen bisschen Intelligenz lässt sich das schon nachvollziehen und begreifen. Andernfalls wäre ja jeder Metzger ein Mörder. Diese Bewertung macht durchaus Sinn, wenn Tiere gegessen werden 🤷


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Tierquälerei und Mitgefühl

um 17:41
@JSugar
Das könnte man alles gesetzlich festlegen. Ich wüsste nicht, dass unsere Haustiere beim Metzger landen.
Zitat von JSugarJSugar schrieb:Naja mit einem kleinen bisschen Intelligenz lässt sich das schon nachvollziehen und begreifen.
Man könnte damit anfangen, dass Haustiere nicht als Sache definiert werden. Sachen haben doch keinen Herzschlag!


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Tierquälerei und Mitgefühl

um 17:42
Zitat von JSugarJSugar schrieb:Naja mit einem kleinen bisschen Intelligenz lässt sich das schon nachvollziehen und begreifen. Andernfalls wäre ja jeder Metzger ein Mörder. Diese Bewertung macht durchaus Sinn, wenn Tiere gegessen werden 🤷
Tiere sind rechtich keine Sache.
Zitat von YariYari schrieb:in der heutigen Zeit für mich unbegreiflich!
Eine Sache kann keine Gefühle haben, aber Tiere haben Gefühle.
Tiere werden in Deutschland vor Gericht glücklicherweise nicht mehr als Sache gesehen (siehe u.a. hier: https://www.juraforum.de/news/s-90a-bgb-sind-tiere-im-rechtlichen-sinne-nur-sachen_247068 ; anders als früher ist es somit nicht mehr "Sachbeschädigung", ein Tier zu schädigen, es sind auch schon Menschen aufgrund von Tierquälerei im Gefängnis gelandet mit teils mehrjährigen Haftstrafen), auch in vielen anderen Ländern sind Tiere keine Sache (befinde mich z.B. in Chile: Tiere keine Sache), aber dennoch sollte sich da m.E. noch einiges tun.


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