Optimist
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Mit Ländern, die die Menschenrechte mit Füßen treten. Merkels toller Deal mit der Türkei - und die ist im Vergleich zu Libyen noch "humantär" - hat den Effekt, dass die Türkei selbst über die Flüchtlinge bestimmt und unbotmäßige nach Willkür zurück ins Kriegsgebiet Syrien schickt.Kc schrieb:Ich stelle mir gegenwärtig vor, dass man Abkommen mit den jeweiligen Ländern trifft, in welchen sie einen gewissen Bereich an der Küste oder in der Nähe davon an die EU oder ein einzelnes EU-Land verpachten. Gegen Bezahlung, logisch.
Nicht evakuieren, aber Flüchtlinge aus Afghanistan endlich anerkennen und nicht wieder dorthin abschieben.Kc schrieb:Würde man deine Logik entsprechend weiterführen, müssten wir auch ganz Afghanistan und diverse andere Staaten evakuieren, weil es dort nicht sicher ist
Ursachenbekämpfung dauert viel zu lange und bis dahin können wir nun mal nicht unbegrenzt aufnehmen, vor allem nicht zusätzlich alle Wirtschaftsmigranten welche das wollen -> Dein "weiter so" oder Kontingente erhöhen läuft aber darauf hinaus.Was wäre z.B. daran auszusetzen?:
KC:Realo:
Ich stelle mir gegenwärtig vor, dass man Abkommen mit den jeweiligen Ländern trifft, in welchen sie einen gewissen Bereich an der Küste oder in der Nähe davon an die EU oder ein einzelnes EU-Land verpachten. Gegen Bezahlung, logisch.
Dort baut man entsprechende Einrichtungen auf samt Sicherheitspersonal. Sinnvoll ist es wohl, gleich Soldaten zu nehmen aufgrund der Zustände.
Ich stelle mir gegenwärtig vor, dass man Abkommen mit den jeweiligen Ländern trifft, in welchen sie einen gewissen Bereich an der Küste oder in der Nähe davon an die EU oder ein einzelnes EU-Land verpachten. Gegen Bezahlung, logisch.Das dürfte dann eben nicht genauso laufen wie mit der Türkei.
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Mit Ländern, die die menschenrechte mit Füßen treten. Merkels toller Deal mit der Türkei - und die ist im vergleich zu Libyen noch "humantär" - hat den Effekt, dass die Türkei selbst über die Flüchtlinge bestimmt und unbomäßige nach Willkür zurück ins Kriegsgebiet Syrien schickt.
Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg.genau.
Mir gefällt die Einstellung nicht, von vornherein zu sagen:,,Nee, geht nicht, bringt eh nichts...".
Was wäre z.B. daran auszusetzen?:
KC:
Ich stelle mir gegenwärtig vor, dass man Abkommen mit den jeweiligen Ländern trifft, in welchen sie einen gewissen Bereich an der Küste oder in der Nähe davon an die EU oder ein einzelnes EU-Land verpachten. Gegen Bezahlung, logisch.
Dort baut man entsprechende Einrichtungen auf samt Sicherheitspersonal. Sinnvoll ist es wohl, gleich Soldaten zu nehmen aufgrund der Zustände.
ich habe doch auf derartige Vorschläge schon zig mal geantwortet.das was KC jetzt brachte, wurde SO noch nicht angesprochen.
Schon allein die Idee, ein Flüchtlingslager da zu bauen, wo es dann von Soldaten bewacht werden muss, aufgrund der Zustände, sagt doch schon eigentlich alles.Dieses Argument z.B. kann nicht ziehen, denn die hiesigen Flüchtlingslager müssen ja auch beschützt werden - vor dem rechten Mob.
Hinzu kommt, die Zeit, die sie dort verbringen müssen etc etc.....alles schon gesagt worden.alles wie bei uns auch. Und man könnte für Beschäftigung sorgen.
Ich habe darauf am Ende der letzten Seite in einem längeren Beitrag geantwortet - scheint offenbar hier untergegangen zu sein, weil die Nachfolge-Beiträge zu schnell kamen.Optimist schrieb:das was KC jetzt brachte, wurde SO noch nicht angesprochen.
Das heißt solche Überlegungen bewegen sich bereits jenseits der Verfassungsmäßigkeit, weil nicht wir es zu entscheiden haben, wie viele Flüchtlinge wir aufnehmen, sondern die Fakten darüber bestimmen, wie wir damit umgehen und natürlich die Frage aufwerfen, was wir tun sollen, wenn zu viele kommen.Ja, und was sollen wir tun, wenn zu Viele kommen?
Dieses letzte Problem haben wir aber nun mal nicht, weil die "Vielen" außerhalb Europas in elenden Flüchtlingslagern vergammeln.Das könnten wir aber bekommen, denn lange geht das in Intalien sicherlich nicht mehr gut, wenn es nicht unterstützt wird. Was also dann?
Ziel der ganzen Sache ist die Erlangung von Kontrolle über die Migrationsströme.Zuvor hattest du noch geschrieben, dass es hier NUR um Verfolgte gehen sollte und nicht um wirtschaftlich Notleidende. Aber nun kommst du selbst damit?
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Die wirst du nie erlangen. Im Gegenteil: Je länger die Verelendung in Afrika andauert, umso mehr Flüchtlingsströme werden sich auf den Weg machen, und das werden nicht nur wie heute 60-80 Millioenen Binnenwanderer bleiben, sondern die werden dann irgednwann mal anfangen sich auf den Weg nach Norden zu machen.
welche hiesigen Flüchtlingslager?Im Moment vielleicht nicht, weil keine nennenswerte Zahl an Flüchtlingen z.Z. kommt.
je länger die Verelendung in Afrika andauert, umso mehr Flüchtlingsströme werden sich auf den Weg machen, und das werden nicht nur wie heute 60-80 Millioenen Binnenwanderer bleiben, sondern die werden dann irgednwann mal anfangen sich auf den Weg nach Norden zu machen.Vor dieser Möglichkeit sollte man nicht die Augen verschließen, finde ich .
Das können wir nicht außen vorlassen. Viele, die behaupten, Flüchtlinge zu sein und die Asyl beantragen, sind in Wahrheit Migranten.Realo schrieb:Wir sollten das mit der generellen Einwanderung mal außen vorlassen, weil es HIER alleinig um Flüchtlinge für ein Asylverfahren geht (Flucht vor Krieg und politischer Verfolgung).
Differenzieren wir doch bitte in der Terminologie, anstatt nur ganz pauschal von ,,Flüchtlingen" zu sprechen.Realo schrieb:Flüchtlinge kommen aber nicht nach Libyen, um in ihre Länder zurücklgebracht zu werden, sondern um in einem Rechtsstaat Asyl bzw. subsidiäre Hilfe zu erhalten. Sie sind schließlich, auch wenn du das vielleicht anders siehst, keine Verhandlungsmasse unter Dritten.
Das können wir nicht außen vorlassen. Viele, die behaupten, Flüchtlinge zu sein und die Asyl beantragen, sind in Wahrheit Migranten.Realo schrieb:Wir sollten das mit der generellen Einwanderung mal außen vorlassen, weil es HIER alleinig um Flüchtlinge für ein Asylverfahren geht (Flucht vor Krieg und politischer Verfolgung).
Differenzieren wir doch bitte in der Terminologie, anstatt nur ganz pauschal von ,,Flüchtlingen" zu sprechen.Realo schrieb:Flüchtlinge kommen aber nicht nach Libyen, um in ihre Länder zurücklgebracht zu werden, sondern um in einem Rechtsstaat Asyl bzw. subsidiäre Hilfe zu erhalten. Sie sind schließlich, auch wenn du das vielleicht anders siehst, keine Verhandlungsmasse unter Dritten.
Worauf basiert deine Behauptung, dass Europa eine ,,schwindelerregend hohe Zahl Menschen aufnehmen" kann, ,,ohne zu zerbrechen"?Realo schrieb:Europa ist aber kein Fass mit 100l Fassungsvermögen. Deutschland nahm nach dem 2. WK 12 Millionen Flüchtlinge auf - heute ist die gesamte EU nicht "in der Lage" auch nur 1/10 davon aufzunehmen. Solche Bilder mit Boot, das nur eine bestimmte Menge Leute aufnehmen kann, kommen aus einer ganz bestimmten Ecke. "Das Boot ist voll" wusste die NPD schon vor 25 Jahren. Europa kann theoretisch eine Schwindel erregend hohe Zahl Menschen aufnehmen, ohne daran zu zebrechen. Aber in einer spätkapitalistischen Gesellschaft heißt es ja "economy first".
Löse bitte folgende Aufgabe für mich:Realo schrieb:Wenn du die letzten 3 Punkte für Aufnahmekriterien hältst, kannst du jegliche Aufnahme mit eben dieser Begründung verweigern. Komisch dass bei solchen "rationalen" Erwägungen die Menschenrechte, die Grundrechte und die verfassungsmäßig garantierten Rechte immer hinten runter kippen. Das heißt solche Überlegungen bewegen sich bereits jenseits der Verfassungsmäßigkeit, weil nicht wir es zu entscheiden haben, wie viele Flüchtlinge wir aufnehmen, sondern die Fakten darüber bestimmen, wie wir damit umgehen und natürlich die Frage aufwerfen, was wir tun sollen, wenn zu viele kommen. Dieses letzte Problem haben wir aber nun mal nicht, weil die "Vielen" außerhalb Europas in elenden Flüchtlingslagern vergammeln. Seit Jahren schon. 2015 war ein "Betriebsunfall".
Das ist doch Unsinn.Realo schrieb:Mit welcher humanitären und juristischen Begründung bitte? Dein ganzes Konzept, ebenso wie das einiger anderer hier, dreht sich alllein um die Frage: Wie kann man den Zustrom von Flüchtlingen optimal eindämmen, anstatt: Wie kann man bestens helfen? Da scheiden sich die Geister, und hierüber kann und wird es auch keinen "Konsens" geben. Entweder man hilft oder man verwaltet das Elend.
Meine Güte...ist das so schwer zu begreifen?Tussinelda schrieb:eben nicht, weil ich mein Problem, dass ich womöglich mit "ungebetenen" Gästen habe, einfach eine Ecke weiter verlagere, ich somit nicht mehr betroffen bin und dann Rosinenpickerei betreiben kann, so schön aus der Ferne
das ist die Realität!Kc schrieb:Und die 900 stehen dann da und müssen den Weg entweder zurück oder weiterziehen.
Dann sollte beim Asylprüfungsverfahren vielleicht mal nicht ausschließlich auf das Herkunftsland gestarrt werden, sondern auf den Fluchtgrund. In vielen, besonders afrikanischen Staaten, gibt es aber Fluchtgründe aus beiden Bereichen gleichzeitig: politische / religiöse Verfolgung, Krieg /Bürgerkrieg UND Armut. Wer aus so einem Land kommt, kann sich jedenfalls auf Krieg oder Verfolgung berufen und da kann man dann nicht den Hunger als nichtberechtigten Fluchtgrund zum Anlass für eine Abschiebung machen.Kc schrieb:Das können wir nicht außen vorlassen. Viele, die behaupten, Flüchtlinge zu sein und die Asyl beantragen, sind in Wahrheit Migranten.
Sie gehen die gleichen Wege, wie die echten Flüchtlinge. Beide Ströme sind verwoben und bilden einen Strom.
Das Asylgesetz wird gegenwärtig als Einwanderungsgesetz ausgenutzt, was seinem Sinn widerspricht.
Selbst wenn man mal ausblendet, dass Libyen ein Folterstaat (Unrechtsstaat) ist: Wie willst du das bewerkstelligen? Und wollten wir nicht gerade zu einer europäischen als zu einer nationalen Lösung zu kommen versuchen? Es ist absurd zu glauben, man könnte deutsche Gerichte, die Klageverfahren bearbeiten, einfach in eine "deutsche Enklave" nach Libyen schicken. Bitte etwas Realismus!Kc schrieb:Dieses Asylverfahren kann genauso in einem Erstaufnahmezentrum unter anderem in Lybien stattfinden, wenn dort, als Beispiel, deutsches Recht angewandt wird. Das deutsche Recht wirkt in dieser Angelegenheit durch Übereinkunft und Anerkennung, nicht durch Örtlichkeiten.
Wenn es Deutschland gelang, nach dem Krieg 12 Millionen Menschen aufzunehmen, kann die EU theoretisch 50-60 Mio. Menschen aufnehmen, das entspricht gerade mal 10% der Bevölkerung. Infrastruktur und Wirtschaft sind ja sowieso auf höhere Bevölkerungen ausgelegt, besonders was die Überproduktion angeht. Theoretisch, wie gesagt, denn in der Praxis wird das nie passieren.Kc schrieb:Worauf basiert deine Behauptung, dass Europa eine ,,schwindelerregend hohe Zahl Menschen aufnehmen" kann, ,,ohne zu zerbrechen"?
Ganz konkret bitte.
Der Wohnraum ist tatsächlich das größte praktische Problem. Wer es schon zu normalen Zeiten nicht schafft, einen Zusatzbedarf von1 Mio. Sozialwohnungen zu begriedigen, der kriegt bei einem Flüchtlingsansturm ein echtes Problem. Es ist aber kein grundsätzliches, sondern eines verfehlter politischer Planungen, denn die Sozialwohnungen hätten auch schon vor 10 Jahren gebaut werden können oder müssen, denn auch damals schon war der Bedarf vorhanden.Kc schrieb:Hast du in deine Überlegungen mit einbezogen, wieviel Platz zur Verfügung steht? Wieviel Wohnraum?
Integration ist eine bilaterale Forderung. Unsere "Kultur" muss stark und stabil genug sein, um auch eine andere Kultur zu ertragen. Wir haben rund 10% Muslime in der BRD, ohne selbst "islamisiert" zu sein, tun uns aber extrem schwer damit, die muslimische Lebensweise (vom Kopftuch bis zur Burka) zu akzeptieren. Das ist ein viel größeres Problem als das mit den fehlenden Sozialbauten. Sozialwohnungen lassen sich bauen, wenn man nur will. Der Antiislamismus in den Köpfen vieler lässt sich aber nicht aus den Köpfen herausbringen. Es wird mit jedem weiteren Flüchtling mehr Widerstand in der Bevölkerung geben - schließlich sind sie anders als die 12 Millionen Nachkriegsflüchtlinge nicht "unsere Leute". Das ist auch der Hauptgrund, weshalb sie außen vor bleiben sollen und ihre Asylanträge außerhalb Europas oder auf dem Mond gestellt und bearbeitet werden sollen. Man wird schon immer Mittel und Wege finden, sie von den Fleischtöpfen Europas möglichst weit fern zu halten. Denn es müssten ja nicht nur deutsche Gerichte in diese Enklaven in fremden Ländern ziehen, um Klageverfahren durchzuführen, sondern die Flüchtlinge müssten auch entsprechend Anwälte finden - und zwar keine libyschen, sondern deutsche, französische, belgische, spanische... jeder weiß, dass das nicht geht, und findet die Idee mit den nach außen verlagerten Asylantragsstellen daher brillant. Da kommt dann auch hier der Beifall immer aus der zu erwartenden Richtung.Kc schrieb:Hast du kulturelle und religiöse Differenzen berücksichtigt? Hast du Fragen zu Vor- und Weiterbildung berücksichtigt? Unterschiedliche ethische Wertvorstellungen?
Analogien, mit denen manche User hier immer gern ankommen, haben die beiden Nachteile, dass sie nicht übertragbar sind und dass sie einen Diskurs schnell zu ersticken versuchen, weil sie vom besprochenen Thema ablenken, da die Fortsetzung des Diskurses an dieser Stelle zu problematisch wird. Wir müssen aber da durch, beim Thema bleiben, ohne uns mit dämlichen Analogien herauszumogeln zu versuchen.Kc schrieb:Löse bitte folgende Aufgabe für mich:
Jetzt kommen die Strohmänner. "Theorie" ist also, wenn ich auf die Grundrechte verweise, "Realität" ist, dass du mir anhand praktischer Analogien zu erklären versuchst, warum sie nicht mehr zeitgemäß und adäquat sind. Mein Job ist es, die dahinter stehende Ideologie zu entschleiern. Das ist etwas abseits von Theorie/Praxis und eher Diskurslogik. dazu zählt auch, die diskursiven Schlupflöcher Analogien und Whataboutisms zu schließen; solche Auswege lasse ich dir nicht.Kc schrieb:Was du nicht zu begreifen scheinst, ist der Unterschied zwischen Theorie und Realität.
Nein, das ist Ideologie. Um Flüchtlingen zu helfen, musst du ihnen eine faire Chance geben, ihre Anträge gewissenhaft und voll rechtsumfänglich zu bearbeiten. Und das heißt für mich auch, dass nicht willkürlich Länder zu sicheren Staaten erklärt werden können, nur um sie dorthin leichter wieder abschieben zu können, um damit die Gesamtzahl zu drücken. Krassestes Beispiel: Afghanistan. Jetzt kannst du natürlich behaupten, dadurch könntest du denjenigen, die nicht abgeschoben werden, besser helfen. Auf wessen Kosten? Das mit den "Kosten" ist das Unrecht, das ich nicht akzeptieren kann. Wer Asylanträge mit dem Abschiebungshintergedanken bearbeitet, dem traue ich auch ein faires Verfahren insgesamt nicht zu. Das liegt auch daran, dass die Bamf keine neutrale Institution ist, sondern Vorgaben aus dem Innenministerium hat, dessen vornehmstes Ziel eine Reduktion der Flüchtlingszahlen ist. Leider bleibt jede Forderung nach einem Flüchtlingsministerium so ernstzunehmen wie ein Aprilscherz.Kc schrieb:UM Flüchtlingen zu helfen muss der Zustrom sinnvoll kontrolliert und auch eingedämmt werden!
Ich habe überhaupt keine Lösung angeboten, sondern nur unzulängliche Lösungsansätze anderer kritisiert.Kc schrieb:Aus meiner Perspektive bietest du keine praktikable Lösung an.
Der angegebene Fluchtgrund wird grundsätzlich berücksichtigt. Er ist ein entscheidendes Kriterium für die Erteilung von Asyl oder subsidiärem Schutz.Realo schrieb:Dann sollte beim Asylprüfungsverfahren vielleicht mal nicht ausschließlich auf das Herkunftsland gestarrt werden, sondern auf den Fluchtgrund. In vielen, besonders afrikanischen Staaten, gibt es aber Fluchtgründe aus beiden Bereichen gleichzeitig: politische / religiöse Verfolgung, Krieg /Bürgerkrieg UND Armut. Wer aus so einem Land kommt, kann sich jedenfalls auf Krieg oder Verfolgung berufen und da kann man dann nicht den Hunger als nichtberechtigten Fluchtgrund zum Anlass für eine Abschiebung machen.
Das habe ich bereits beschrieben.Realo schrieb:Selbst wenn man mal ausblendet, dass Libyen ein Folterstaat (Unrechtsstaat) ist: Wie willst du das bewerkstelligen? Und wollten wir nicht gerade zu einer europäischen als zu einer nationalen Lösung zu kommen versuchen? Es ist absurd zu glauben, man könnte deutsche Gerichte, die Klageverfahren bearbeiten, einfach in eine "deutsche Enklave" nach Libyen schicken. Bitte etwas Realismus!
Also nur mal über den Daumen gepeilt und gesagt:,,Müsste hinhauen!".Realo schrieb:Wenn es Deutschland gelang, nach dem Krieg 12 Millionen Menschen aufzunehmen, kann die EU theoretisch 50-60 Mio. Menschen aufnehmen, das entspricht gerade mal 10% der Bevölkerung. Infrastruktur und Wirtschaft sind ja sowieso auf höhere Bevölkerungen ausgelegt, besonders was die Überproduktion angeht. Theoretisch, wie gesagt, denn in der Praxis wird das nie passieren.
Aha, ein schöner Punkt.Realo schrieb:Der Wohnraum ist tatsächlich das größte praktische Problem. Wer es schon zu normalen Zeiten nicht schafft, einen Zusatzbedarf von1 Mio. Sozialwohnungen zu begriedigen, der kriegt bei einem Flüchtlingsansturm ein echtes Problem. Es ist aber kein grundsätzliches, sondern eines verfehlter politischer Planungen, denn die Sozialwohnungen hätten auch schon vor 10 Jahren gebaut werden können oder müssen, denn auch damals schon war der Bedarf vorhanden.
Das ist doch jetzt wieder billig :DRealo schrieb:Integration ist eine bilaterale Forderung. Unsere "Kultur" muss stark und stabil genug sein, um auch eine andere Kultur zu ertragen. Wir haben rund 10% Muslime in der BRD, ohne selbst "islamisiert" zu sein, tun uns aber extrem schwer damit, die muslimische Lebensweise (vom Kopftuch bis zur Burka) zu akzeptieren. Das ist ein viel größeres Problem als das mit den fehlenden Sozialbauten. Sozialwohnungen lassen sich bauen, wenn man nur will. Der Antiislamismus in den Köpfen vieler lässt sich aber nicht aus den Köpfen herausbringen. Es wird mit jedem weiteren Flüchtling mehr Widerstand in der Bevölkerung geben - schließlich sind sie anders als die 12 Millionen Nachkriegsflüchtlinge nicht "unsere Leute". Das ist auch der Hauptgrund, weshalb sie außen vor bleiben sollen und ihre Asylanträge außerhalb Europas oder auf dem Mond gestellt und bearbeitet werden sollen. Man wird schon immer Mittel und Wege finden, sie von den Fleischtöpfen Europas möglichst weit fern zu halten. Denn es müssten ja nicht nur deutsche Gerichte in diese Enklaven in fremden Ländern ziehen, um Klageverfahren durchzuführen, sondern die Flüchtlinge müssten auch entsprechend Anwälte finden - und zwar keine libyschen, sondern deutsche, französische, belgische, spanische... jeder weiß, dass das nicht geht, und findet die Idee mit den nach außen verlagerten Asylantragsstellen daher brillant. Da kommt dann auch hier der Beifall immer aus der zu erwartenden Richtung.
Analogien...so wie die Analogie:,,Wenn Deutschland 12 Millionen Nachkriegsflüchtlinge aufnehmen kann, kann die EU locker 50-60 Millionen Leute aufnehmen."Realo schrieb:Analogien, mit denen manche User hier immer gern ankommen, haben die beiden Nachteile, dass sie nicht übertragbar sind und dass sie einen Diskurs schnell zu ersticken versuchen, weil sie vom besprochenen Thema ablenken, da die Fortsetzung des Diskurses an dieser Stelle zu problematisch wird. Wir müssen aber da durch, beim Thema bleiben, ohne uns mit dämlichen Analogien herauszumogeln zu versuchen.
Nee. Es geht nicht um Strohmänner.Realo schrieb:Jetzt kommen die Strohmänner.
Ja, dem stimme ich hundertprozentig zu.Realo schrieb:Nein, das ist Ideologie. Um Flüchtlingen zu helfen, musst du ihnen eine faire Chance geben, ihre Anträge gewissenhaft und voll rechtsumfänglich zu bearbeiten.
Es gibt Politiker, die in der Hinsicht dumme Sprüche machen.Realo schrieb:Wer Asylanträge mit dem Abschiebungshintergedanken bearbeitet, dem traue ich auch ein faires Verfahren insgesamt nicht zu
Offensichtlich.Realo schrieb:Ich habe überhaupt keine Lösung angeboten, sondern nur unzulängliche Lösungsansätze anderer kritisiert.