Blaubeeren schrieb:Der ältere Sohn war noch nicht 18, soweit ich mich erinnere. Als alleiniger Fahrer dürfte nur der Großvater die Möglichkeit (und Befugnis) gehabt haben, den Wagen zur Koppel oder sonst wohin zu fahren..
Wie ich gerade ergoogelt habe, darf man in Frankreich seit Anfang letzten Jahres (also ein paar Monate nach Emiles Verschwinden) schon mit 17 allein fahren. Vielleicht wurde das auf abgelegenen Dörfern, wo nicht mit viel Verkehr zu rechnen ist, schon früher lockerer gehandhabt.
Es wurde ja auch mal erzählt, dass eines der älteren Kinder einen kleinen Autounfall mit Blechschaden hatte und die Mutter (also Emiles Großmutter) den Unfallgegner bat, das unter sich zu regeln, anscheinend, damit ihr Mann nichts davon mitbekam. Für mich klang das damals so, als wäre das ein männlicher Fahrer gewesen, also keine von den beiden älteren Schwestern.
BigMäc schrieb:Es ist auch unlogisch, dass ein, von der Hütte zurücklaufender, Onkel Emile an den Brunnen sieht und dann erst in ein Auto steigt um zu diesen zu fahren.
Nicht, wenn er vielleicht bis zur Koppel vorfahren und dabei Emile (vielleicht, weil sich in diesem Auto sein Kindersitz befand) mitnehmen sollte.
Ich verstehe gar nicht, warum man ein so kleines Kind an einem heißen Sommernachmittag für unbestimmte Zeit in einem Auto "zwischenparken" sollte. Es waren ja nun wirklich genug Leute in Haus oder Garten, die auf einen Zweijährigen hätten aufpassen können. Das hätte doch nicht nur der Opa sein müssen. Vielleicht hat er ja zu Emile gesagt, er solle zur Oma ins Haus gehen, und Emile war es dort zu langweilig, so dass er lieber zum Brunnen lief, wo er mit Wasser planschen konnte?
Wie wäre es eigentlich, wenn Emile in den Brunnentrog geklettert oder gefallen, also tropfnass gewesen wäre? Wären dann genug Hautpartikel abgefallen, um es die Hunde riechen zu lassen, wenn ihn dann jemand, vielleicht noch in ein großes Handtuch gewickelt, dort weggetragen hätte?