Suppengespenst schrieb:Ganz allein ohne Aufsicht würde ich ein Kind in dem Alter nicht lassen für ca. 15 Min.
Wobei das ja keine fest eingeplant Zeit gewesen sein muss.
Ich denke das wird sich aus den Handlungsabläufen, die es zwischenzeitlich gab, so ergeben haben.
So lapidar könnte es formuliert werden.
Nur, PV war nicht durch einen Dritten abgelenkt oder durch ein schwieriges Telefonat oder hatte Durchfall (sorry für das Beispiel), sondern PV lenkte sich selbst von der Aufsicht ab, durch "andere Tätigkeiten". Trotz Erfahrung mit Kleinkindern, durch zehn eigene, das Jüngste erst im Alter von 6 oder 7, trotz Kenntnis von der Neugier und Naturell des Kleinen.
Dieses Hinterfragen der Schilderung, dieses Abklopfen auf Plausibilität, fand sicher auch bei der mise en situation statt und seitens der Kindseltern.
Suppengespenst schrieb:Aber war denn jemals ganz gezielt die Rede, wie er bereits fertig angeschnallt drin saß?
Es ist im Artikel von Paris Match von "Émile est déjà installé" die Rede, das lässt Spielraum für Interpretation (siehe unten), ein Kindersitz wird wörtlich nicht erwähnt. Obwohl, das würde PV doch etwas entlasten, wenn der Kleine schon im Kindersitz fixiert gewesen wäre (bei offenen Autotüren).
CorvusCorax schrieb:Émile est déjà installé sur la banquette arrière quand le grand-père s’aperçoit que la hache et le marteau manquent.
Meine Übersetzung wäre: Émile wurde bereits auf die Rückbank gesetzt (oder alternativ: angebracht oder quartiert), als sein Großvater bemerkt, dass die Axt und der Hammer fehlen.
Einfach nochmal die Frage aufgeführt, ob es überhaupt geplant war, so ganz allgemein, Émile im Auto der Großeltern während der Ferien zu transportieren, ob sein Kindersitz dort vorinstalliert war, zum Beispiel von Colomban, weil jeder Kindersitz ja manchmal seine nervigen Tücken hat.
Das Auto dürfte doch bereits mit den acht (oder sieben) eigenen Kindern gut gefüllt sein. Und die Kindseltern kamen am nächsten Wochenende vielleicht wieder ins Sommerhaus, dann hätte man für Ausflüge den Kleinen sicher wieder oder eh im Auto der Kindseltern mitgenommen.
Inwiefern äußerten sich die Kindseltern bei der mise en situation dazu, zum Thema Kindersitz.
Und auf der Koppel dann: Wie war die Planung? Der ältere Sohn (17) geht PV zur Hand beim Setzen der Pfähle, der jüngere Sohn (14) betreut Émile? Wie lange hätte das Einzäunen gedauert, eine Stunde? Auch auf der Koppel wäre es doch keine sichere Situation gewesen, wenn Axt und Hammer zum Einsatz kommen müssen. - Für mich wäre das keine kleinkindgerechte Erfahrungswiese, dazu die Pferde. Außer, man hätte mit Émile einen Spaziergang gemacht, Neues zu entdecken gab es ja überall, war ja sein erster "bewusst" wahrgenommer Sommer.