CharliesEngel schrieb:Gestern in einem Interview mit einem französischen Ex-Ermittler erklärte dieser, der Tatvorwurf wird strategisch zunächst hoch angesetzt, ihn niedriger festzustellen ist nach der Vernehmung nicht ausgeschlossen. Den umgekehrten Weg zu nehmen, ist schwieriger und für die Wahrheit unvorteilhafter.
Finde ich ein ziemlich krasses Vorgehen. Und ich hätte es genau andersherum vermutet, weil geringere Vorwürfe auch weniger schwerwiegende Beweise und Indizien verlangen.
Und gerade in so einem Fall mit so großem öffentlichen Interesse muss man doch auch berücksichtigen, was für eine Rufschädigung mit so einem Vorwurf verbunden ist, der ja dann eben auch sehr breit in den Medien gestreut wird. Ist schon heftig, einem erst mal "absichtliche Tötung" vorzuwerfen und sich zu sagen: "Runterstufen können wir das ja immer noch!"
Auch was das mit dem Rest der Familie macht, v.a. Emiles Eltern, wenn solche Vorwürfe im Raum stehen, mag man sich doch gar nicht ausmalen.
Deshalb hätte ich es eher umgekehrt vermutet: die Ermittler gegen von einer absichtlichen Tötung aus, die sie aber nicht beweisen können und machen deshalb erst mal den Vorwurf einer fahrlässigen Tötung oder eines Unfalls. Und sehen dann, ob sich dazu jemand in Widersprüche verzettelt.
karajana schrieb:Ein Unfall ist aber ein Unfall und hat keinen Straftatbestand.
Deshalb verstehe ich nicht wieso das immer wieder aufkommt.
Wenn der Unfall grob fahrlässig passierte, schon. Oder wenn die Aufsichtspflicht verletzt wurde.
Und es geht ja auch immer noch auch um den Vorwurf, dass die Leiche versteckt wurde.
jeandArc schrieb:Schlechte Übersetzung. Es waren 38 digitale Untersuchungen
Ah, danke für die Erklärung.