@Manatee Einen Mitwisser, der zu viel preisgegeben hat (z.B. durch die Ablage von Schädel und Kleidung am Fundort) umzubringen, wie es in Krimis häufig geschieht, wäre vielleicht nachvollziehbar, aber unklug. Denn dann hat der Täter eine weitere Leiche. Die Polizei hätte einen weiteren Vermissten- oder Todesfall und würde sicher schnell auf die Idee kommen, dass es da einen Zusammenhang gibt. So viele Kriminalfälle gibt es in einem so kleinen Dorf ja nicht.
Die Frage für die Behörden wäre dann, wer alles näheren Kontakt nicht nur zu Emile, sondern auch zum zweiten Fall, also dem Mitwisser, hatte. Das würde die Fahndung sehr eingrenzen.
Was den Zustand der Leiche und der Kleidung betrifft, wundere ich mich, warum der Kleine (ob nun vor oder nach dem Tod) ausgezogen war. Geschah es doch innerhalb der Familie beim Umziehen? War es ein pädophiler Fremder? Sollte Letzteres vorgetäuscht werden? Hat der Täter/Leichenverbringer die Kleidung als Andenken behalten wollen, fürchtete aber irgendwann, dass jemand sie sehen und die richtigen Schlüsse ziehen könnte? Wollte der Täter, dass aufgrund ähnlicher Aspekte der unbekannte Mörder der Jungen Jahrzehnte vorher für Emiles Mörder gehalten wird?