BigMäc schrieb:Noch ist nicht erwiesen, dass die Grosseltern und oder der Neffe und die Nichte in Émiles Tod und seine Verbringung involviert sind.
Welchen Neffen bzw. welche Nichte meinst Du?
BigMäc schrieb:Ich würde Dir absolut zustimmen, wäre Émile aus der Hauptwohnadresse der Grosseltern verschwunden. So aber glaube ich nicht, dass die Grosseltern zu klein gewordene Kleidung ihrer Kinder im Ferienwohnsitz aufbewahrten, zumal Émile ja mit Kleidung, die ihm sicher und ordentlich passte, gebracht wurde.
Das entspräche, mE. schon nicht dem Wesen einer Familie, die in anderen Bereichen so viel Wert auf Ordnung legte..
Sehe ich nicht so. Das war eine Großfamilie, das Haus gehörte seit Jahren, vielleicht seit Jahrzehnten ihnen und sie haben sich dort regelmäßig für mehrere Wochen aufgehalten. Wieso sollten sie da nicht auch Wechselkleidung für die Kinder haben, vielleicht auch vergessene aus den Vorjahren, die dann eben erst mal nicht mehr richtig passte, aber als Wechselkleidung für den nächstjüngeren notfalls noch zu gebrauchen war, wenn der sich nass oder dreckig gemacht hatte.
JamesRockford schrieb:Wir wissen es nicht, aber wir können schon davon ausgehen, dass bei den eingehenden Zeugenbefragungen solche Punkte abgeklopft wurden. Hätte es Unstimmigkeiten gegeben, würden die Ermittler die Zeugenaussagen nicht als verifiziert ansehen.
Und in dem Moment, als erst mal alle annahmen, dass der Junge wahrscheinlich weggelaufen ist, war es ja extrem wichtig, zu wissen, was er beim "weglaufen" anhatte, damit man die Suchmannschaften briefen konnte. Wenn hunderte Menschen nach einem vermissten Kind Wiesen und Wälder absuchen, ist es halt wichtig, ihnen zu sagen, ob sie nich einem gelben T-Shirt oder einer braunen Jacke ausschau halten sollen. Genauso im weiteren Verlauf, als eine Entführung nicht mehr ausgeschlossen wurde und man landesweit Zeugenaufrufe gemacht hat.
Ich denke auch, dass die Ermittler sich bei der Bekleidung zunächst auf die Aussagen der Großeltern verlassen haben. Emile war ja erst kurz zuvor extra für den Ausflug angezogen wurden.
Aber wenn beide Zeugen unabhängig voneinander andere Kleidung als die Großeltern beschrieben hätten, und kein anderes Kind hätte identifiziert werden können, das zu der Zeit durchs Dorf gelaufen ist, hätte das im weiteren Verlauf der Ermittlungen sicher Fragen aufgeworfen.