Émile (2) in Haut-Vernet (F) tot aufgefunden
27.03.2025 um 09:23Oha, ja, in der Tat. Hatte ich falsch abgespeichert wegen seines älteren Aussehens. Danke, dann ist das offensichtlich kein Argument.
In keinem Rechtssystem wäre das so... Zudem waren 4 Personen in Gewahrsam und der Großvater ist 59 Jahre alt...RitterTrenk schrieb:Wobei die Freilassung ja auch nicht bedeuten muss, dass es aus den Verhören nichts Belastendes oder gar ein Geständnis gab, oder irre ich mich hier? Es wäre ja auch jedenfalls nach deutschem Verständnis denkbar, dass man infolge der Verhöre Anklage wegen eines Tötungsdelikts (sowie dem Verschwindenlassen der Leiche) erhebt, aber keine Haftbefehle beantragt, weil z.B wegen des hohen Alters des Großvaters keine weiteren Haftgründe erkennbar sind.
Meine Hoffnung: Dass der GeWAHRsam den Franzosen die Wahrheit näher bringt.Klarmann schrieb:Daher glaube ich, dass die Behörden mit diesen Aktionen, wie bei Emiles Familie geschehen, für das Herausfinden von Verbrechen eine sehr gute Strategie fahren bzw. fahren dürfen.
RitterTrenk schrieb:ö
Was genau wäre in keinem Rechtssystem so? Jedenfalls in Deutschland kann man sehr wohl auch bei einer Anklage wegen eines Tötungsdelikts auf freiem Fuß bleiben, zu dem dringenden Tatverdacht müssen für einen Haftbefehl weitere Haftgründe hinzutreten. Dies wird bei Tötungsdelikten meist der Fall sein, ist aber beileibe kein Automatismus.jeangreen schrieb:In keinem Rechtssystem wäre das so... Zudem waren 4 Personen in Gewahrsam und der Großvater ist 59 Jahre alt...
Was wissen wir über diesen Physiotherapeuten und Osteopathen? Mit seiner Frau Anne hatte Philippe Vedovini zehn Kinder. Marie, die Mutter des kleinen Émile, ist die Älteste, und die jüngsten Kinder des Paares waren zum Zeitpunkt seines Verschwindens fast im gleichen Alter wie ihr Neffe. Die Familie, streng praktizierende Katholiken, lebt in La Bouilladisse in Bouches-du-Rhône und hat ein zweites Zuhause in Haut-Vernet inSoviel dazu. In dem Artikel steht noch mehr über den Großvater, was ich hier jetzt aber nicht mehr kommentiere, da es die Spekulationen nur befeuern würde. Der ebenfalls in Gewahrsam genommene Onkel von Emile ist meines Wissens nach 20.
Bei Tötungsdelikten ist das zwar kein Automatismus, aber die Regel, weil angesichts der drohenden schwerwiegenden Haftstrafe eigentlich immer Fluchtgefahr besteht und das ist ein hinreichender Haftgrund.RitterTrenk schrieb:Was genau wäre in keinem Rechtssystem so? Jedenfalls in Deutschland kann man sehr wohl auch bei einer Anklage wegen eines Tötungsdelikts auf freiem Fuß bleiben, zu dem dringenden Tatverdacht müssen für einen Haftbefehl weitere Haftgründe hinzutreten. Dies wird bei Tötungsdelikten meist der Fall sein, ist aber beileibe kein Automatismus.
Der zitierte Beitrag von JamesRockford wurde gelöscht. Begründung: Antwort auf gelöschten BeitragDoch, es wurden immer Originalzitate von ihr in den Berichten genannt. Und Journalisten sind in der regel nicht so unzuverlässig, dass sie sich diese waschiweichen Aussagen rauspicken und vergessen zu erwähnen, dass die außerdem gesagt hat, dass ihr MAndant unschuldig ist und alle Vorwürfe entschieden zurückweist.
Ja, genau das schrieb ich ja auch. Wollte gleichwohl auf die Möglichkeit hinweisen. Womöglich finden sich hier ja doch besondere Gründe, die gegen eine Fluchtgefahr sprechen, z.B. die starke familiäre und religiöse Verwurzelung o.ä.Grillage schrieb:Bei Tötungsdelikten ist das zwar kein Automatismus, aber die Regel, weil angesichts der drohenden schwerwiegenden Haftstrafe eigentlich immer Fluchtgefahr besteht und das ist ein hinreichender Haftgrund.
Das reicht aber nicht. Selbst Unternehmer oder Freiberufler, für die die die längere Inhaftierung bedeutet, dass ihr Unternehmen insolvent geht und die ja auch erst mal einen Grund hätten, nicht zu fliehen, eben weil die Flucht genauso eine Insolvenz bedeuten würde, werden beim dingenden Tatverdacht auf ein Tötungsdelikt in U-Haft genommen.RitterTrenk schrieb:Ja, genau das schrieb ich ja auch. Wollte gleichwohl auf die Möglichkeit hinweisen. Womöglich finden sich hier ja doch besondere Gründe, die gegen eine Fluchtgefahr sprechen, z.B. die starke familiäre und religiöse Verwurzelung o.ä.
Vermute mal, auf bfm direct wird die PK zu verfolgen sein:petitprince schrieb:Pressekonferenz um 10h30 vorverlegt
Danke für den Hinweis. Schade, ich dachte es geht vielleicht auf Youtube. Ich verstehe kein Französisch und bei dem BFMI gibt es keine automatische Übersetzungsfunktion von Videos.CharliesEngel schrieb:Liveticker seit heute früh online.
Aber das ist 60 Jahre her. Der Priester, der Emile taufte, hat also eigentlich (bei Emile ja ausdrücklich nicht, wie er selbst sagte) ein längst überholtes Ritual immer noch vollzogen? Vielleicht nur bei besonders konservativen Familien, die das so wollten? Oder war er, trotz der Abschaffung, selbst davon überzeugt?IlluminatiNWO schrieb:Das Taufsalz ist erst mit dem zweiten Vatikanischen Konsil abgeschafft worden, soweit ich weiß.
Nicht unbedingt. Es könnte auch jemand gewesen sein, der die Leiche mitgenommen hat und dann irgendwann zurückfuhr, um den Schädel und die Kleidung in der Nähe des Dorfes, aber in der Wildnis zu platzieren, um ein Verlaufen oder einen Unfall nahe dem Dorf vorzutäuschen, damit nicht außerhalb (zum Beispiel nach einem Fahrzeug mit ortsfremden Nummernschild) gesucht wird.1899Ost schrieb:Dass der Kopf des Jungen weit nach seinem Tod und der Suchaktion in diesen Wald verbracht wurde, spricht allerdings dafür, dass der Täter/die Täterin im Ort oder in der Nähe wohnt.
Also evtl. ein Schlag auf den Kopf oder Sturz durch einen anderen Schlag. Jedenfalls wohl keine Verletzung, die posthum durch ein Tier verursacht wurde.Blaubeeren schrieb:Zudem haben die Analysen eine Verletzung am Schädel nachgewiesen, die bestätigen könnte, dass ein menschliches Eingreifen stattgefunden hat.