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Émile (2) in Haut-Vernet (F) tot aufgefunden

6.780 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Vermisst, Kind, Frankreich ▪ Abonnieren: Feed E-Mail
Zu diesem Thema gibt es eine von Diskussionsteilnehmern erstellte Zusammenfassung im Themen-Wiki.
Themen-Wiki: Émile (2) in Haut-Vernet (F) tot aufgefunden

Émile (2) in Haut-Vernet (F) tot aufgefunden

21.03.2025 um 00:01
Zitat von TritonusTritonus schrieb:Ausführende waren dann die Soldaten, so habe ich das jedenfalls verstanden. Die Senioren haben damit doch gar nichts zu tun.
Die Angehörigen der Gendarmerie in Frankreich sind Soldaten und führen deshalb auch militärische Dienstgrade.


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Émile (2) in Haut-Vernet (F) tot aufgefunden

21.03.2025 um 00:29
Zitat von mailamaila schrieb:Oder einfach eine (aus Erfahrung) naheliegende, wenn man das Kind nicht finden kann aber von einem Verbrechen ausgeht.
Wir wissen ja, dass die Bevölkerung da überschaubar und der Altersdurchschnitt da nicht gerade gering ist, insofern hat mich das auch gewundert.
Die Senioren kamen nach einem Unfall ja eher weniger auf solche Ideen, allein schon der Kraft geschuldet.
Klingt schon, als hätte man jemand Jüngeren auf dem Schirm.
Ich glaube auch, dass man von Anfang an verschiedenste Möglichkeiten durchgespielt und entsprechend verfolgt hat, anstatt die möglichen Szenarien der Reihe nach abzuarbeiten. Dass die Bevölkerung eher betagt ist, ist zu vermuten, allerdings werden die Häuser ja fast hälftig von Städtern als Ferienhäuser genutzt. Das Alter dieser Zweitwohnungsinhaber würde ich auf durchschnittlich einschätzen.

Dass im Fall eines Unfalls ein Senior für mich auch nicht in Frage kommt, hat aber nichts mit fehlender Kraft zu tun. Ein Mensch mit mehr Lebenserfahrung würde eher abwägen und ggf. einfach Gas geben und wegfahren.


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Émile (2) in Haut-Vernet (F) tot aufgefunden

21.03.2025 um 07:41
Guten Morgen,
ich frage mich, ob auch mögliche Amazon -, Hermes- usw. Fahrer welche zur Zeit in der Gegend waren überprüft wurden?
Die arbeiten ja unter ständigem Zeitdruck.
Ich habe es selbst mal erlebt, als bei uns im Dorf die Durchfahrtstrasse gesperrt war, daß ein Amazonfahrer völlig aufgelöst und den Tränen nahe war, weil er nicht wusste wie er seine Tour zu Ende bringen soll.
Da könnte ich mir evtl. schon eine Kurzschlusshandlung vorstellen. Angefahrenes Kind schnell ins Auto verbracht und weiter...

Vielleicht gibt es ja in Tours ein Auslieferzentrum?
Oder ist das zu weit um die Ecke gedacht?

Beste Grüße


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Émile (2) in Haut-Vernet (F) tot aufgefunden

21.03.2025 um 07:44
@JamesRockford
Vielen Dank für die ganze Reihe neuer Infos, die du uns hier nach Anhören des BFMTV-Videos wiedergegeben hast.

Wirklich einen Reim kann man sich darauf jetzt aber nicht machen. Dass Befragungungen im Umkreis der Bekanntschaft der Großeltern stattfanden, kann ich ja irgendwie noch nachvollziehen, aber generell fällt auf, dass hier große Distanzen zwischen den erwähnten Orten bestehen, sofern ich das richtig über Google Maps recherchiert habe.

Beaujeu, Boulard und Orleans....da sind doch Stunden dazwischen, oder? Irgendwie müssen die Ermittler ja irgendwas Handfestes vorliegen haben, z.B. Kfz-Kennzeichen, Fotos von verdächtigen Personen, vielleicht auch Maut-Aufnahmen? Sie können ja nicht einfach loslaufen und z.B. Personen in Orleans fragen, ob Ihnen heute oder damals schon was aufgefallen ist? Das geht doch nur anhand eines wie auch immer vorliegenden Verdachtmoments, der irgendwie konkret sein muss? Das zumindest lässt hoffen, dass man konkreten Hinweisen nachgeht.


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Émile (2) in Haut-Vernet (F) tot aufgefunden

21.03.2025 um 08:34
maxnewsworldsix185097-67927353d8b1098554Original anzeigen (2,5 MB)

Hier ein Bild des Friedhofs von Le Haut Vernet.

Das Haus der Großeltern ist das mit dem roten Dach, oder?


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Émile (2) in Haut-Vernet (F) tot aufgefunden

21.03.2025 um 09:27
@Maia
Vielen Dank für das Foto. Das abgeschnittene Gebäude rechts müsste die Kirche sein. Das Haus mit dem roten Dach ist das Haus der Großeltern.

Das Foto hilft mir sehr weiter, denn mir stellte sich die Frage, wie stark der Friedhof frequentiert wird. Ein Urnengrab in einer Wand hat einen minimalen bis gar keinen Pflegeaufwand, während Erdgräber je nach Gestaltung pflegeintensiv sein können.

Das Foto wurde offenbar im Spätherbst oder beginnendem Frühling aufgenommen, denn die Laubbäume sind kahl, es liegt aber kein Schnee. Viele der Gräber haben Blumenschmuck. Das ist für mich ein Indiz dafür, dass sie regelmäßig gepflegt werden müssen. Als Émile verschwand war es sehr heiß. Wer ein gepflegtes Grab betreut, wird gerade in einer heißen Zeit fast täglich abends gießen müssen.
Zitat von LillyLegoLillyLego schrieb:Sie können ja nicht einfach loslaufen und z.B. Personen in Orleans fragen, ob Ihnen heute oder damals schon was aufgefallen ist? Das geht doch nur anhand eines wie auch immer vorliegenden Verdachtmoments, der irgendwie konkret sein muss? Das zumindest lässt hoffen, dass man konkreten Hinweisen nachgeht.
Offenbar war der Brief doch sehr "informativ".


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Émile (2) in Haut-Vernet (F) tot aufgefunden

21.03.2025 um 10:07
Zitat von JamesRockfordJamesRockford schrieb:Keine Ahnung, ob die (Urnen)Gräber in Wände eingelassen sind, wie in Frankreich nicht unüblich, oder ob die Gräber Erdgräber mit Grabsteinen/Kreuzen sind. Sicherlich gibt es für beide Varianten Fachbegriffe. Diese sind mir aber nicht bekannt. Ich hoffe, man versteht das auch so. Ich könnte mir vorstellen, dass die Wandgräber einfacher zu öffnen sind.
Möglicherweise gibt es beides. Das ist auch auf unserem Friedhof so. Ein Wandgrab, in dem eine Urne platziert werden soll, dürfte aber nicht genug Platz haben, um dort eine Leiche, und sei es die eines Kleinkindes, zu verstecken, selbst wenn man die Urne herausnimmt. Außerdem müsste man das ja aufmachen können. Ich weiß nicht, ob das jedem möglich ist oder ob man dazu einen Schlüssel braucht. Ein Erdgrab würde sich also eher eignen.

@Martha-Minerva
Ein Paketlieferant, über den sich niemand wundert, der aber nur selten ins Dorf kommt, und der unter einem enormen Zeitdruck steht? Das könnte ich mir auch gut vorstellen. Außerdem hätte der es noch leichter, eine Leiche ins Auto zu verfrachten.


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Émile (2) in Haut-Vernet (F) tot aufgefunden

21.03.2025 um 10:11
Zitat von JamesRockfordJamesRockford schrieb:Über die Vorgehensweise, bei einer geplanten Durchsuchung den Assistenten des Bürgermeisters zu involvieren, nicht aber den Bürgermeister selbst, muss ich nachdenken.
Mich erstaunte auch, dass der Bürgermeister nicht auf dem Plan ist. Vielleicht war er im Urlaub, nochmal Kraft tanken vor dem 24. März 2025, dem Gedenken der Germanwings-Katastrophe vor zehn Jahren.

Den Bischof ließen die Ermittler ja auch uninformiert.



Das muss jetzt einfach mal gefragt werden, auch wenn nebensächlich, baut sich dieses BlueStar wieder ab? Viele Straßen in Le Haut-Vernet wurden im Juli 2023 und jetzt der Vorplatz der Kirche Saint-Martin damit besprüht? Tritt man das nicht ins eigene Haus dann? - Die Einwohner des Weilers mussten wirklich viel einfach so hinnehmen, die Sperrungen über Monate, die Befragungen, die Verdächtigungen, die Durchsuchungen, die häufige Polizeipräsenz, und nun noch diese Chemikalie BlueStar überall.

Die Alternative Laserlampe funktioniert nicht oder nur im Tatort in der ARD?

Zitat von JamesRockfordJamesRockford schrieb:Die Befragungen im Raum Orléans und Paris waren für mich neu. Wurde hier möglicherweise aus einem gehörten "au tours de Paris" ein "à Tours et Paris"?
Im ersten Artikel von bfmtv, der hier auch im Thread als Erstquelle verlinkt wurde, stand definitiv "in der Region von Tours und bei Paris".
Puis, durant la première semaine du mois de mars, des gendarmes se sont déplacés dans la région de Tours et autour de Paris a appris BFM DICI de sources concordantes.
Quelle: https://www.bfmtv.com/bfm-dici/une-intervention-humaine-dans-la-mort-d-emile-lettres-auditions-comment-les-enqueteurs-poursuivent-les-investigations_AN-202503130709.html


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21.03.2025 um 10:58
Zitat von AlteTanteAlteTante schrieb:Ein Paketlieferant, über den sich niemand wundert, der aber nur selten ins Dorf kommt, und der unter einem enormen Zeitdruck steht? Das könnte ich mir auch gut vorstellen.
Ein Paket Lieferdienst fällt auf wie ein bunter Hund. Ausserdem werden die Fahrten geloggt. Wäre so jemand zur relevanten Zeit im Dorf herumgekurvt wäre das längst bekannt und überprüft worden. Die Bewohner scheinen ja auch höchst interessiert daran, den Verdacht auf Auswärtige zu lenken.
Ein privater Kurier mit unauffälligem Fahrzeug wäre allenfalls möglich. Ich glaube aber eher, dass die Lösung im Ort zu suchen ist.


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21.03.2025 um 11:26
Zitat von CharliesEngelCharliesEngel schrieb:Die Alternative Laserlampe funktioniert nicht oder nur im Tatort in der ARD?
Bluestar Forensic ist aktuell das effektivste Blutreagenz am Markt. Es ermöglicht den Nachweis von Blutspuren mit blossem Auge bis zu einer Verdünnung von 1:100000.


Quelle:
Https://www bluestar-forensic.com


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21.03.2025 um 11:27
Was mir auffällt sind die religiösen Zusammenhänge.Der Schädel wird um die Osterfeiertage gefunden und jetzt der Blumenkübel vor der Kirche.
Mich würde interessieren ob die Kirche tagsüber zum stillen Gebet offensteht, und es jemanden gibt der öfters um die Zeit des Verschwindens von Èmile aufgefallen ist Nachmittags die Kirche zu besuchen, bzw sein Ritual hatte um diese Uhrzeit einen Angehörigen auf den Freidhof zu besuchen.
Mit den Ablegen des Schädels um die Ostertage , jetzt besterkt durch den Zusammenhang mit der Kirche, könnte ich mir Vorstellen dass es ein Unfall durch eine Person war und der Täter ne Art Raue empfindet, irgendwelche anonymen Briefe schreibt aber sich doch nicht überwinden kann zu gestehen und die Klärung des Falls sozusagen in Gottes Hände lägt, durch die Ermittler die es selbst herausfinden sollen.
Ich weis ist etwas weit hergeholt aber, vielleicht habe ich zu viele Thriller gelesen, aber man weiß ja nicht wie manche Menschen ticken.

Könnte auch jemand sein, der nicht im Dorf lebt, der irgendein Bezug von Früher aber zum Dorf hat und während seinen Aufenthalt in der Nähe eventuell die Kirche den Friedhof hin und wieder besucht.


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Émile (2) in Haut-Vernet (F) tot aufgefunden

21.03.2025 um 12:04
Zitat von LadyWhiteRoseLadyWhiteRose schrieb:Mit den Ablegen des Schädels um die Ostertage , jetzt besterkt durch den Zusammenhang mit der Kirche, könnte ich mir Vorstellen dass es ein Unfall durch eine Person war und der Täter ne Art Raue empfindet, irgendwelche anonymen Briefe schreibt aber sich doch nicht überwinden kann zu gestehen und die Klärung des Falls sozusagen in Gottes Hände lägt, durch die Ermittler die es selbst herausfinden sollen.
Der Kontext drängt sich auf.

Fund des Schädels am Ostersamstag 2024, katholisch formuliert am Karsamstag. Die Ablage könnte dann in der Karwoche gewesen sein. Klage, Trauer und Auferstehung, so nah beieinander.

Wikipedia: Karwoche

Der anonyme Brief, bereits im Februar 2025 analysiert von der Polizei, dann aber wohl noch vor der Fastenzeit abgeschickt. Dieses Jahr begann die Fastenzeit Anfang März, Aschermittwoch war der 5. März 2025.

Persönlich ist mir diese Schädel-Positionierung in freier Natur suspekt und risikoreich, wäre ein anderer Ort nicht effektiver, sicherer gewesen? Auf einer Marmorgrabplatte eines Grabes auf dem Friedhof zum Beispiel?

Welches Interesse sollte der/die Ablegende des Schädels haben, dass im Anschluss noch weitere Knochen, die Kleidung und Schuhe gefunden werden?


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Émile (2) in Haut-Vernet (F) tot aufgefunden

21.03.2025 um 12:20
Zitat von ManateeManatee schrieb:Bluestar Forensic ist aktuell das effektivste Blutreagenz am Markt. Es ermöglicht den Nachweis von Blutspuren mit blossem Auge bis zu einer Verdünnung von 1:100000.
Beeindruckend.
Hauptmerkmale

Inkl. 500ml Reagenzlösung (Luminol-basierend, hermetisch versiegelt)
Inkl. 3 Stk. Bluestar®Forensic Katalysator Tabletten
Inkl. Feinzerstäuber-Sprühkopf
Bluestar®Forensic ist extrem sensitiv und es können bis zu eine Verhältnis von 1:10.000 verdünnte Blutspuren mit dem bloßen Auge erkannt werden
Lang anhaltende, starke Lumineszenz. Keine vollständige Dunkelheit notwendig
Mit etwas Übung ist eine klare Unterscheidung von Blut zu falsch-positiven Ergebnissen möglich, da die jeweilige Lumineszenz sich in Farbe, Intensität und Dauer unterscheidet.
Keine Veränderung oder Zerstörung der DNA
Anwendbar bei frischen, sehr alten oder manipulierten Blutspuren (unverdünnt oder verdünnt)
Nach dem Herstellen der Lösung kann die Lösung mehrere Tage aufbewahrt werden
Quelle: https://www.optoteam.at/produkte/kriminaltechnik/bluestar-forensicrnachweis-von-blutspuren/bluestarrforensic-kit/

Auch bei manipulierten Blutspuren funktionsfähig, Stichwort: Blumenkübel, genutzt als Katzenklo.


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Émile (2) in Haut-Vernet (F) tot aufgefunden

21.03.2025 um 12:25
Zitat von ManateeManatee schrieb:Ein Paket Lieferdienst fällt auf wie ein bunter Hund. Ausserdem werden die Fahrten geloggt. Wäre so jemand zur relevanten Zeit im Dorf herumgekurvt wäre das längst bekannt und überprüft worden. Die Bewohner scheinen ja auch höchst interessiert daran, den Verdacht auf Auswärtige zu lenken.
Ein privater Kurier mit unauffälligem Fahrzeug wäre allenfalls möglich. Ich glaube aber eher, dass die Lösung im Ort zu suchen ist.
Welche Personen des kleinen Dorfes hatten zum Zeitpunkt von Émiles Verschwinden direkten Zugang zu einem Auto, waren mit einem Auto unterwegs oder wollten eine Tour unternehmen?

Gibt es ein Unfallszenario, das kaum Spuren hinterlässt, aber dennoch für ein zweijähriges Kind tödlich sein kann? Bedeuten die Blutspuren am Blumenkasten zwingend, dass sich ein möglicher Unfall hier ereignet haben muss?

Warum wurde das Innere der Kirche durchsucht und war es das erste Mal, dass die Ermittler direkt in der Kirche nach Spuren suchten? Ich fände es fahrlässig, wenn damals alles im Dorf durchsucht worden wäre, nur nicht die Kirche ...


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21.03.2025 um 12:28
Zitat von CharliesEngelCharliesEngel schrieb:Welches Interesse sollte der/die Ablegende des Schädels haben, dass im Anschluss noch weitere Knochen, die Kleidung und Schuhe gefunden werden?
Oder eben, dass sie nicht alle gefunden werden, sollten zb die Rippen Spuren durch einen Unfall aufweisen.
Vielleicht war der Reummütige Täter damals nicht so weit, alle Knochen abzulegen wodurch man ein Fremdverschulden an eventuellen Verletzungen erkennen würde, und es ging ihm mehr, dass die Familie Gewissheit erhält dass Èmilie tot ist.
Vielleicht plagt ihn dass Gewissen jetzt mehr und dadurch kam der anonyme Brief.


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21.03.2025 um 12:31
Zitat von CharliesEngelCharliesEngel schrieb:Persönlich ist mir diese Schädel-Positionierung in freier Natur suspekt und risikoreich, wäre ein anderer Ort nicht effektiver, sicherer gewesen? Auf einer Marmorgrabplatte eines Grabes auf dem Friedhof zum Beispiel?
M.E. eher nicht:
- Ablage in der Natur lässt Tod nach Verlaufen als Möglichkeit zu und macht es unklar inwieweit Menschen involviert sind (rein theoretisch auch bei Ablage auf z.B. dem Friedhof: es könnte immer noch sich das Kind verlaufen haben, jemand findet den Schädel und legt ihn auf dem Friedhof ab - nur ab dann ist klar, Mensch involviert)
- Sollte eine Person kurz vor oder kurz nach der Ablage gesehen werden (ohne dass bereits eine Ablage bekannt ist) wäre das unauffälliger, vgl.: Jemand bückt sich mit einer Tüte, einer Tasche über einer Grabplatte eines fremden Grabes vs. tut selbiges im Wald. Selbst fände ich letzters, auch gerade als jemand vom Land, viel unauffälliger, viel üblicher im Alltag.


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Émile (2) in Haut-Vernet (F) tot aufgefunden

21.03.2025 um 12:42
Zitat von RaspelbeereRaspelbeere schrieb:Ablage in der Natur lässt Tod nach Verlaufen als Möglichkeit zu und macht es unklar inwieweit Menschen involviert sind (rein theoretisch auch bei Ablage auf z.B. dem Friedhof: es könnte immer noch sich das Kind verlaufen haben, jemand findet den Schädel und legt ihn auf dem Friedhof ab - nur ab dann ist klar, Mensch involviert)
So sehe ich das auch. Daher gehe ich davon aus, dass der Zettel nicht vom Täter stammt, sondern jemand anderes sein Gewissen erleichtert hat. Das könnte nun natürlich spannend werden.

Im Dorf dürfte jedenfalls eine gewisse Unruhe herrschen, glaubte man doch, der Fall wäre mit der Beerdigung weitestgehend abgeschlossen. Die Übertragung der Beisetzung und die damit einhergehenden emotionalen Gefühle könnte die anonyme Mitteilung ausgelöst haben.


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Émile (2) in Haut-Vernet (F) tot aufgefunden

21.03.2025 um 12:53
Zitat von CharliesEngelCharliesEngel schrieb:Persönlich ist mir diese Schädel-Positionierung in freier Natur suspekt und risikoreich, wäre ein anderer Ort nicht effektiver, sicherer gewesen? Auf einer Marmorgrabplatte eines Grabes auf dem Friedhof zum Beispiel?
Dann wäre es ja offensichtlich, dass ein Mensch den Schädel abgelegt hat, also wohl für den Tod des kleinen Jungen verantwortlich ist. Außerdem hätte die Gefahr bestanden, beim Ablegen auf der Grabplatte beobachtet zu werden; so ein Friedhof ist schließlich öffentlich.

Bei der Ablage in der Natur, wenn auch auf einem Weg, wo die Wahrscheinlichkeit, dass der Schädel von einem Spaziergänger (wie geschehen) gefunden wird, hoch ist, konnte der Betreffende immer noch hoffen, dass man (also die Polizei) glaubt, dass das Kind in der Wildnis umgekommen ist und der Schädel von einem Tier dorthin geschleppt wurde.

Er wollte vermutlich deutlich machen, dass das Kind tot ist, nicht aber riskieren, als Verursacher erkannt zu werden.

Einen religiösen Bezug kann ich mir nicht vorstellen. Das wäre ja ein seltsames Denken, erst die Leiche über Monate versteckt zu halten, und dann, aus Reue oder gar Frömmigkeit nur einen Teil davon zurückzugeben.
Zitat von GigiNazionaleGigiNazionale schrieb:Daher gehe ich davon aus, dass der Zettel nicht vom Täter stammt, sondern jemand anderes sein Gewissen erleichtert hat.
Dann könnte der Hinweis in etwa gewesen sein: "Schaut mal bei der Kirche nach". Und "bei" heißt eben nicht: "in", sondern in der unmittelbaren Umgebung. Zum Beispiel Blutspuren durch Anfahren am Blumenkübel.


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Émile (2) in Haut-Vernet (F) tot aufgefunden

21.03.2025 um 13:42
Zitat von AlteTanteAlteTante schrieb:Dann könnte der Hinweis in etwa gewesen sein: "Schaut mal bei der Kirche nach". Und "bei" heißt eben nicht: "in", sondern in der unmittelbaren Umgebung. Zum Beispiel Blutspuren durch Anfahren am Blumenkübel.
So könnte es gewesen sein. Bleibt die Frage, warum die Ermittler dort nicht schon vorher mal nachgeschaut haben. Und ja, dass ist ein kleiner Vorwurf, weil gerade die Gegend um das "grüne Dreieck" durchaus für ein Verbrechen/Unfall infrage kam. Da darf man erwarten, dass dort jeder Stein umgedreht wird und natürlich hätte man auch den Blumenkübel mit Bluestar besprühen und untersuchen müssen und nicht nur die Straßen.


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Émile (2) in Haut-Vernet (F) tot aufgefunden

21.03.2025 um 13:43
Zitat von JamesRockfordJamesRockford schrieb:Viele der Gräber haben Blumenschmuck. Das ist für mich ein Indiz dafür, dass sie regelmäßig gepflegt werden müssen.
Ich gehe eher von Kunstblumen aus, wie man sie so häufig auf französischen Friedhöfen sieht.


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