CharliesEngel schrieb:Persönlich ist mir diese Schädel-Positionierung in freier Natur suspekt und risikoreich, wäre ein anderer Ort nicht effektiver, sicherer gewesen? Auf einer Marmorgrabplatte eines Grabes auf dem Friedhof zum Beispiel?
Dann wäre es ja offensichtlich, dass ein Mensch den Schädel abgelegt hat, also wohl für den Tod des kleinen Jungen verantwortlich ist. Außerdem hätte die Gefahr bestanden, beim Ablegen auf der Grabplatte beobachtet zu werden; so ein Friedhof ist schließlich öffentlich.
Bei der Ablage in der Natur, wenn auch auf einem Weg, wo die Wahrscheinlichkeit, dass der Schädel von einem Spaziergänger (wie geschehen) gefunden wird, hoch ist, konnte der Betreffende immer noch hoffen, dass man (also die Polizei) glaubt, dass das Kind in der Wildnis umgekommen ist und der Schädel von einem Tier dorthin geschleppt wurde.
Er wollte vermutlich deutlich machen, dass das Kind tot ist, nicht aber riskieren, als Verursacher erkannt zu werden.
Einen religiösen Bezug kann ich mir nicht vorstellen. Das wäre ja ein seltsames Denken, erst die Leiche über Monate versteckt zu halten, und dann, aus Reue oder gar Frömmigkeit nur einen Teil davon zurückzugeben.
GigiNazionale schrieb:Daher gehe ich davon aus, dass der Zettel nicht vom Täter stammt, sondern jemand anderes sein Gewissen erleichtert hat.
Dann könnte der Hinweis in etwa gewesen sein: "Schaut mal bei der Kirche nach". Und "bei" heißt eben nicht: "in", sondern in der unmittelbaren Umgebung. Zum Beispiel Blutspuren durch Anfahren am Blumenkübel.