XluX schrieb am 23.03.2025:Keine Blutspuren, keine Tatwaffe, kein Tatort. Statt letzterem ein „vermuteter Tatortbereich“, nämlich: Ecke Burgweg/K.Straße 94 a bzw. gegenüberliegender Gehsteigbereich.
Also anscheinend nicht auf der Brücke, von der hier so oft die Rede war. Einfach der Gehsteig. Direkt an der Straße. Dort soll ST sie dann niedergerissen haben
Kannst Du bitte mal darstellen, woher die Formulierung „vermuteter Tatortbereich“ stammt? Die finde ich sonst nirgendwo hier in diesem Thread. Steht die vielleicht in der schriftlichen Urteilsbegründung?
Offensichtlich willst Du ja andeuten, dass in diesem Fall kein Tatort bestimmt werden kann, sondern mehr oder weniger willkürlich ein diffuser „vermuteter Tatortbereich“ festgelegt wurde.
Tatsächlich gibt es aber sehr wohl objektive Anhaltspunkte für den Ort, wo Hanna in den Bärbach gelangte und ums Leben kam.
Da sind zum einen Mobilfunkdaten. Hohenaschau teilt sich in zwei Funkzellen: eine umfasst den Bereich nördlich des Burgbergs mit dem Eiskeller, die andere liegt südlich des Burgbergs (u.a. mit Hannas Wohnort Brückl).
Laut Vermessungstechnikern des Landeskriminalamtes Bayern verläuft die Trennungslinie zwischen beiden Funkzellen dort, wo die Strasse „Am Hofbichl“ in die Kampenwandstrasse mündet.
Diesen Punkt hatte Hanna in der Tatnacht bereits passiert, als sie -vom Eiskeller kommend- nach Hause ging und überfallen wurde. Sie muss sich also in Höhe des Brückerls kurz hinter der Einmündung Burgweg (Burghotel) befunden haben.
Belegen lässt sich das dadurch, dass Hannas Handy in der südlichen Funkzelle eingeloggt war, als sie um 2.31 Uhr den Notruf an ihre Eltern absetzte.
Wenige Minuten später ging dann noch eine SMS auf dem Handy ein - in der nördlichen Funkzelle. Das heißt, das Mobiltelefon und wohl auch Hanna waren zu diesem Zeitpunkt bereits vom reißenden Bärbach abgetrieben worden - zurück in den Bereich der nördlichen Funkzelle und von dort über die Prien zum späteren Fundort.
Dafür, dass Hannah auf dem Brückerl oder in unmittelbarer Nähe zu Tode kam, spricht auch der markerschütternde Schrei, den eine Besucherin des Burghotels just zum Zeitpunkt von Hannas Notruf vernahm.
Mit größter Wahrscheinlichkeit hat es sich dabei um einen Hilfeschrei des Opfers gehandelt. Auch diese Wahrnehmung bestärkt die Annahme, dass der Tatort quasi „um die Ecke“ am Brückerl gelegen hat.