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Hanna W. tot aus der Prien geborgen

12.193 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Club, Getötet, Rosenheim ▪ Abonnieren: Feed E-Mail
Zu diesem Thema gibt es eine von Diskussionsteilnehmern erstellte Zusammenfassung im Themen-Wiki.
Themen-Wiki: Hanna W. tot aus der Prien geborgen

Hanna W. tot aus der Prien geborgen

gestern um 23:50
Zitat von TiergartenTiergarten schrieb:Das gilt nicht zuletzt für die Frage, wann und wo der Notruf von Hanna abgesetzt wurde.
Du könntest spekulieren - hat doch bisher im Verfahren ganz gut geklappt.
Warum glaubst du, dass das schriftliche Urteil sich so eklatant von den ganzen Berichten hier und in den Medien unterscheidet?
Zitat von emzemz schrieb:Das Problem ist aber, dass wir das Urteil nicht kennen.
Nein, das Problem ist, dass wir es nicht zitieren können.


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Hanna W. tot aus der Prien geborgen

gestern um 23:59
Zitat von TiergartenTiergarten schrieb:Vielleicht hat er das ja auch versucht, indem er Hanna mit einem Stein attackierte. Hanna könnte jedoch wieder zu Bewusstsein gekommen sein und es geschafft haben, den Notruf an ihre Eltern abzusetzen.
Da das jetzt zum wiederholten mal so vorgetragen wird: Wenn man attackiert wird, dass man um sein Leben fürchten muss, reagieren Menschen meist nach Mustern.

Da wäre es entweder die unmittelbare Gefahr versuchen von sich abzuwehren, (Fight) Oder ins "Freeze" zu fallen, in der Hoffnung, der Täter lässt einen nach der Vergewaltigung zumindest am Leben.
Oder man versucht irgendwie aus der Situation zu fliehen.
Das sind Überlebensinstinkte die tief in uns verankert sind.

Aber ganz sicher doch nicht, würde man nach seinem Handy greifen und irgendeinen Notruf wählen, der einem in dieser Extremsituation doch überhaupt nichts nützt.

Mal ganz abgesehen davon, dass ich mir nicht vorstellen kann, wie man stark betrunken, während man auf dem Boden liegt und mit einem Stein attackiert wurde und jemand gerade versucht einen zu vergewaltigen noch sein Handy entsperren, und einen Notruf wählen sollte.
Das ist doch weltfremd, und passiert höchstens ins schlechten Horrorfilmen, aber doch nicht in der Realität.

Wenn S. der Täter sein sollte, dann hat sie den Notruf doch eher gewählt, als sie sich "nur" von ihm verfolgt/ belästigt/ unwohl gefühlt hat.
Aber dann scheint das ja mit der Timeline nicht mehr zu passen, weshalb man das irgendwie inmitten des Angriff hinein konstruieren muss.


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Hanna W. tot aus der Prien geborgen

um 01:15
Zitat von XluXXluX schrieb:Ach so, eine Frage hätte ich doch:
Wie genau springt man jemandem in den Nacken?
Niemand ist irgendjemandem in den Nacken gesprungen.
Die Frage kann dir somit nicht beantwortet werden.


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Hanna W. tot aus der Prien geborgen

um 07:20
Zitat von XluXXluX schrieb:ST schlägt H bewusstlos, sie kommt wieder zu sich, sucht ihr Handy (in der Hand kann sie es ja nicht mehr haben), wählt die Nummer - und ST zieht ihr in der Zwischenzeit in aller Seelenruhe Jacke und Hose aus.
Und danach verliert sie wieder das Bewusstsein, damit er sie in den Bach zerren (pardon - werfen) kann.
Und ich hatte immer gedacht, so ein Todesfall sei eine ernste, bittere Angelegenheit…


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Hanna W. tot aus der Prien geborgen

um 09:28
Zitat von karajanakarajana schrieb:Da das jetzt zum wiederholten mal so vorgetragen wird: Wenn man attackiert wird, dass man um sein Leben fürchten muss, reagieren Menschen meist nach Mustern.
Ja meist. Aber meist heißt eben auch, dass es manchmal anders ist.
Zitat von karajanakarajana schrieb:Aber ganz sicher doch nicht, würde man nach seinem Handy greifen und irgendeinen Notruf wählen, der einem in dieser Extremsituation doch überhaupt nichts nützt.
Aber wenn man betrunken in einen Hochwasser führenden Bach fällt, nützt es Deiner Meinung nach etwas, bei den Eltern anzurufen?
Zitat von karajanakarajana schrieb:Mal ganz abgesehen davon, dass ich mir nicht vorstellen kann, wie man stark betrunken, während man auf dem Boden liegt und mit einem Stein attackiert wurde und jemand gerade versucht einen zu vergewaltigen noch sein Handy entsperren, und einen Notruf wählen sollte.
Das ist doch weltfremd, und passiert höchstens ins schlechten Horrorfilmen, aber doch nicht in der Realität.
Wie kommst Du denn auf dieses Szenario. Das ist nicht da, wovon das Gericht ausgeht.
Mir geht es genauso: Ich kann mir beim besten willen nicht vorstellen, wie man stark betrunken, während man mit einer Hose, sie einem noch vom Pinkeln um die Füße hängt und diese quasi fesselt, im Bach liegend, der gerade droht einen um - und mitzureißen, noch sein Handy entsperren, und einen Notruf wählen sollte.


Meiner Meinung nach hat Hanna den Anruf gewählt, als sie merkte dass ST hinter ihr herkommt und ihr die Situation nicht geheuer vor kam. Hab ich selber schon öfter so gemacht, das letzte Mal ist gerade 2 Wochen her. Man ruft irgendjemanden an und quatscht mit dem am Telefon, bis man an der besagten Person vorbei oder zuhause angekommen ist. Das gibt einem Sicherheit und hält höffentlich einen potentiellen Angreifer von einem Überfall ab, weil er weiß, dass am anderen Ende jemand mithört.
Gibt es sogar als kostenloses Angebot durch einen gemeinnützigen Verein, wenn man niemanden hat, den man spontan anrufen kann:

Wikipedia: Heimwegtelefon

Und der Fitzek hat sogar ein Buch darüber geschrieben.

ST sie dann niedergerissen, hat sich von oben mit seinen Knien auf ihren Rücken fallen lassen, um sie zu fixieren, hat ihr das Handy weggerissen, als er es sah und im hohen Bogen in den Bach geworfen. Dann hat er ihr mit einem Stein mehrmals auf den Kopf gehauen, versucht der bewusstlosen Hanna die Hose auszuziehen, dann aber das Interesse an der Vergewaltigung verloren und sie in den Bach gerollt.
Dann nach Hause gerannt und erst mal eine Runde StarWars gezockt.


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Hanna W. tot aus der Prien geborgen

um 11:19
Zitat von GrillageGrillage schrieb:Aber wenn man betrunken in einen Hochwasser führenden Bach fällt, nützt es Deiner Meinung nach etwas, bei den Eltern anzurufen?
Wenn es ein Unfall gewesen sein sollte, gehe ich davon aus, dass sie dem Notruf nicht bewusst getätigt hat. Genau deshalb habe ich diese Notruffunktion deaktiviert, da es mir nämlich auch schon passiert ist, dass da plötzlich jemand angerufen wird, ohne dass ich es wollte. Durch Reibung in er Lederjacke, durchs Wühlen in der Handtasche etc.
Zitat von GrillageGrillage schrieb:Wie kommst Du denn auf dieses Szenario. Das ist nicht da, wovon das Gericht ausgeht.
Das war das Szenario in dem Beitrag, den ich zitiert hatte


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Hanna W. tot aus der Prien geborgen

um 11:28
Zitat von GrillageGrillage schrieb:Meiner Meinung nach hat Hanna den Anruf gewählt, als sie merkte dass ST hinter ihr herkommt und ihr die Situation nicht geheuer vor kam. Hab ich selber schon öfter so gemacht, das letzte Mal ist gerade 2 Wochen her. Man ruft irgendjemanden an und quatscht mit dem am Telefon, bis man an der besagten Person vorbei oder zuhause angekommen ist.
Das Szenario halte jetzt wiederum ich für abwegig. Sie hat ja bei ihren Eltern auf dem Festnetztelefon angerufen (um 2:30 Uhr nachts).
Das naheliegendste wäre doch gewesen, den Nachbarn anzurufen, der sie eh begleiten wollte.
Abgesehen davon hatte sie ja anscheinend kein Guthaben mehr, konnte also gar nicht telefonieren.

Das ist für mich eh ein Punkt, den ich nicht verstehe: Warum ist sie nach 5 min allein gegangen? So wie sie beschrieben wird, passt es nicht zu ihr, dass sie gegegangen ist, weil sie vielleicht genervt war wegen ein paar Minuten.
Zitat von GrillageGrillage schrieb:ST sie dann niedergerissen, hat sich von oben mit seinen Knien auf ihren Rücken fallen lassen, um sie zu fixieren
Ich hatte ja in einem Beitrag kürzlich geschrieben, dass das mit den Knien aus meiner Sicht so nicht plausibel ist. Leider wurde der Beitrag wegen einer nicht funktionierenden Quelle gemeldet und anschließend gelöscht, ich stelle ihn aber gerne nochmal ein mit anderer Quelle.
Zitat von GrillageGrillage schrieb:hat ihr das Handy weggerissen, als er es sah und im hohen Bogen in den Bach geworfen. Dann hat er ihr mit einem Stein mehrmals auf den Kopf gehauen, versucht der bewusstlosen Hanna die Hose auszuziehen, dann aber das Interesse an der Vergewaltigung verloren und sie in den Bach gerollt.
Dann nach Hause gerannt und erst mal eine Runde StarWars gezockt.
So wie du es beschreibst, klingt es für mich fast noch unglaubwürdiger als von Tiergarten.
Er hat ihr das Handy nicht einfach nur weggenommen oder weggeschlagen (was man normalerweise tun würde), sondern es sofort in den einige Meter entfernten Bach geworfen (ohne Handschuhe, soweit ich weiß) - und anschließend den Stein, der auf dem Gehweg lag, aufgehoben und ihr draufgeschlagen. Und dann den blutigen Stein wohin genau gelegt, um ihr die Hose (und Jacke!) auszuziehen?


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Hanna W. tot aus der Prien geborgen

um 11:36
Zitat von XluXXluX schrieb:Das ist für mich eh ein Punkt, den ich nicht verstehe: Warum ist sie nach 5 min allein gegangen? So wie sie beschrieben wird, passt es nicht zu ihr, dass sie gegegangen ist, weil sie vielleicht genervt war wegen ein paar Minuten.
Sie war betrunken, konnte sich wahrscheinlich schwerlich auf den Beinen halten, es hat geregnet, die Blase hat evtl gedrückt. Sie wollte wahrscheinlich einfach heim ins Bett.

Ich kann verstehen, dass man da keine Lust hat noch länger alleine vor einem Club herumzustehen und zu warten.


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Hanna W. tot aus der Prien geborgen

um 11:43
Zitat von karajanakarajana schrieb:Sie war betrunken, konnte sich wahrscheinlich schwerlich auf den Beinen halten, es hat geregnet, die Blase hat evtl gedrückt. Sie wollte wahrscheinlich einfach heim ins Bett.
Ja, das wäre die eine Möglichkeit.
Die andere wäre, so wie es hier schon mal geschrieben wurde, dass die Blase gedrückt hat und sie sich schnell einen uneinsehbaren Platz suchen wollte.
Zitat von TiergartenTiergarten schrieb:Und ich hatte immer gedacht, so ein Todesfall sei eine ernste, bittere Angelegenheit…
Es war auch nicht lustig gemeint, sondern zynisch.


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Hanna W. tot aus der Prien geborgen

um 11:46
Zitat von iustitia33iustitia33 schrieb:Auch Gutachter sind Menschen, denen Fehler unterlaufen können, genauso wie Richter, Ärzte, Rechtsmediziner, Forensiker. Es ist nur traurig, wenn deshalb jemandem ein Tötungsdelikt angehängt wird. In dubio pro reo. Und es sind doch mehr als Zweifel an diesem angenommenen Tathergang und insgesamt der Täter-Theorie anzumerken.
Das ist allerdings wahr. Jüngstes Beispiel für ein fehlerhaftes Gutachten, ist ja der nun aufgeklärte "YOG'TZE Fall.
Nur dass da glücklicherweise niemand verurteilt wurde, da man erst gar keinen Verdächtigen ausmachen konnte.


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Hanna W. tot aus der Prien geborgen

um 12:01
Zitat von XluXXluX schrieb:Das ist für mich eh ein Punkt, den ich nicht verstehe: Warum ist sie nach 5 min allein gegangen? So wie sie beschrieben wird, passt es nicht zu ihr, dass sie gegegangen ist, weil sie vielleicht genervt war wegen ein paar Minuten.
Ich weiß nicht, wie sie beschrieben wurde. Als eher unsicher, so dass sie lieber noch gewartet hätte, statt alleine den Heimweg anzutreten?
Zitat von XluXXluX schrieb:Er hat ihr das Handy nicht einfach nur weggenommen oder weggeschlagen (was man normalerweise tun würde), sondern es sofort in den einige Meter entfernten Bach geworfen (ohne Handschuhe, soweit ich weiß) - und anschließend den Stein, der auf dem Gehweg lag, aufgehoben und ihr draufgeschlagen. Und dann den blutigen Stein wohin genau gelegt, um ihr die Hose (und Jacke!) auszuziehen?
Gibt es da Erfahrungswerte, wie man jemandem normalerweise das Handy wegnimmt?
Wohin genau er den Stein legte, vielleicht findet sich dazu im Urteil eine Beschreibung.
Zitat von XluXXluX schrieb:Die andere wäre, so wie es hier schon mal geschrieben wurde, dass die Blase gedrückt hat und sie sich schnell einen uneinsehbaren Platz suchen wollte.
Wäre es da nicht naheliegender, sich dazu auf die Toilette zu begeben?


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Hanna W. tot aus der Prien geborgen

um 12:16
Zitat von emzemz schrieb:Wäre es da nicht naheliegender, sich dazu auf die Toilette zu begeben?
Um 2 Uhr nachts auf einer Clubtoilette steht man eigentlich immer längere Zeit an.
Abgesehen davon, dass diese im Laufe des Abends auch echt eklig werden.
Ich hätte da auch den Heimweg für ein kurzes Austreten vorgezogen, wenn man ja nun eh schon draussen ist.


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Hanna W. tot aus der Prien geborgen

um 12:20
Zitat von emzemz schrieb:Ich weiß nicht, wie sie beschrieben wurde. Als eher unsicher, so dass sie lieber noch gewartet hätte, statt alleine den Heimweg anzutreten?
Hanna studierte Medizin in Rumänien, war allein gereist, ich glaube in Asien, Australien (kann ich nicht mehr belegen). Sie maß 1,86 m. Hinweise für mich, die auf keine generelle Unsicherheit schließen lassen, zumindest.
Und manchmal entscheidet man sich eben spontan anders, aus der Situation heraus.


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Hanna W. tot aus der Prien geborgen

um 12:35
Zitat von emzemz schrieb:Ich weiß nicht, wie sie beschrieben wurde. Als eher unsicher, so dass sie lieber noch gewartet hätte, statt alleine den Heimweg anzutreten?
Nein, als sehr nett und nicht streitbar. Da hätte es eher gepasst, dass sie auf jeden Fall Bescheid sagt, wenn sie wirklich heimgeht (weil der Nachbar ja sonst zu suchen anfängt, sich Sorgen macht o.ä.).
Zitat von emzemz schrieb:Wäre es da nicht naheliegender, sich dazu auf die Toilette zu begeben?
Frauentoiletten und Warteschlangen? Vielleicht wusste sie, dass das dauern würde ...

Für mich auffällig ist, dass anscheinend zwei der vier Hunde gleich zum Kampenwandparkplatz abgebogen, sprich gar nicht am vermuteten Tatort vorbeigelaufen sind.

Der zweite der drei Hunde, die zuerst vor Ort waren:
Der zweite Spürhund verfolgte die Fährte von der Schloßbergstraße: Es ging erneut kurz nach Süden in die Kampenwandstraße, wo der Hund aber dann nach links in „Am Hofbichl“ abbog. Dort sei der Hund weitergelaufen und die Beamten seien plötzlich im Garten eines Wohnhauses gelandet, wo der Hund aber umkehrte. Der Mantrailer sei dann weiter Richtung Feuerwehrhaus und von dort aus querfeldein Richtung Fluss Prien gelaufen.
Und der Personensuchhund (Alf):
„Wir sind dann von der Schloßbergstraße rechts in die Kampenwandstraße abgebogen“, so der Zeuge. „Dann ging es links Richtung Eingang Kampenwandparkplatz/Kampenwandbahn.“ Der Hund sei an mehreren Stellen gekreist, was bedeute, dass der Mantrailer die Spur verloren habe.
Quelle: https://www.chiemgau24.de/chiemgau/traunstein/traunstein-ort29586/hanna-prozess-konnten-die-suchhunde-faehrten-blut-oder-tatort-aufspueren-92788627.html


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Hanna W. tot aus der Prien geborgen

um 12:58
Zitat von XluXXluX schrieb:Nein, als sehr nett und nicht streitbar. Da hätte es eher gepasst, dass sie auf jeden Fall Bescheid sagt, wenn sie wirklich heimgeht (weil der Nachbar ja sonst zu suchen anfängt, sich Sorgen macht o.ä.).
Wie sagt man jemandem Bescheid, der nicht da ist? Im Eiskeller gab es keinen Handyempfang.
Zitat von XluXXluX schrieb:Frauentoiletten und Warteschlangen? Vielleicht wusste sie, dass das dauern würde ...
Ohne die Toiletten aufgesucht zu haben, wusste sie das woher?
Hätte es denn gedauert, wie du meinst?


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Hanna W. tot aus der Prien geborgen

um 12:59
Zitat von XluXXluX schrieb:Es war auch nicht lustig gemeint, sondern zynisch.
Das passt dann ja bestens zum Zynismus und zur Verhöhnung des Opfers, wie das die Verteidigung bei der Beschreibung ihrer Unfallthese praktiziert hat.

Demnach ist Hanna (beim Austreten oder Erbrechen?) in den Bärbach gestürzt. Sie war aber noch handlungsfähig, hat den Notruf abgesetzt, sich die Jacke ausgezogen und dann noch ein bis zwei Minuten Schwimmbewegungen ausgeführt.

Dies alles maximal 1,15 Meter vom Ufer entfernt (der Bärbach war nur insgesamt 2.30 Meter breit). Und die Wassertiefe betrug 1,40 Meter; Hanna aber war stattliche 1,86 Meter groß.

Diese Version der Verteidigung ist schlichtweg absurd. Es ist die mit Abstand unwahrscheinlichste Variante, was vor dem Tod von Hanna passiert sein könnte.
Zitat von XluXXluX schrieb:Sie hat ja bei ihren Eltern auf dem Festnetztelefon angerufen (um 2:30 Uhr nachts).
Das naheliegendste wäre doch gewesen, den Nachbarn anzurufen, der sie eh begleiten wollte.
Abgesehen davon hatte sie ja anscheinend kein Guthaben mehr, konnte also gar nicht telefonieren.
Wenn ich das richtig in Erinnerung habe, war dem ebenfalls stark alkoholisierten Nachbarn, mit dem Hanna nach Hause gehen wollte, übel geworden.

Ihn hätte sie auch wohl deshalb nicht anrufen können, weil ihr Handyguthaben erschöpft war. Ihr einzige Chance war es offensichtlich, die Notruftaste zu drücken und so ihre Eltern zu alarmieren.

Wenn ich das richtig sehe, lässt sich diese Funktion auch bei „leerem“ Handy aktivieren. Aber das mögen besser Experten erklären.


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Hanna W. tot aus der Prien geborgen

um 13:01
Zitat von XluXXluX schrieb:So wie du es beschreibst, klingt es für mich fast noch unglaubwürdiger als von Tiergarten.
Er hat ihr das Handy nicht einfach nur weggenommen oder weggeschlagen (was man normalerweise tun würde), sondern es sofort in den einige Meter entfernten Bach geworfen (ohne Handschuhe, soweit ich weiß) - und anschließend den Stein, der auf dem Gehweg lag, aufgehoben und ihr draufgeschlagen. Und dann den blutigen Stein wohin genau gelegt, um ihr die Hose (und Jacke!) auszuziehen?
Zudem: Im mündlichen Urteil ist der Stein als Tatmittel nicht in Stein gemeißelt: "mit einem Stein oder einem ähnlichen Gegenstand".

An der Kleidung (wohl inkl. Schuhe) von ST wurde keine DNA, kein Blut von Hanna gefunden, von Faserspuren von Hanna bei ST oder von ST bei Hanna, konnte ich hier im Thread zumindest nichts lesen.
Zitat von fassbinder1925fassbinder1925 schrieb am 20.03.2024:Nun verkündet die Vorsitzende den Tenor:

„Der Angeklagte ist schuldig der gefährlichen Körperverletzung in Tatmehrheit mit Mord. Er wird deshalb zu einer Jugendstrafe von 9 Jahren verurteilt. Er trägt die Kosten des Verfahrens, sowie die Auslagen der Nebenkläger.“
(...)
Sie rekonstruiert den Tatabend.
(...)
Der Angeklagte hat die Geschädigte überwältigt und sie fixiert, daher stammen auch die Einblutungen. Aufgrund des leuchteten Displays sah er nun das H. einen Notruf absetzten wollte. Er bemächtigte sich ihres Handys und warf es ins Wasser. Wann? Das wisse man leider nicht ganz genau. „Mit einem Stein oder einem ähnlichen Gegenstand“ schlug er ihr auf dem Kopf.



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Hanna W. tot aus der Prien geborgen

um 13:05
Zitat von CharliesEngelCharliesEngel schrieb:An der Kleidung (wohl inkl. Schuhe) von ST wurde keine DNA, kein Blut von Hanna gefunden, von Faserspuren von Hanna bei ST oder von ST bei Hanna, konnte ich hier im Thread zumindest nichts lesen.
Man weiß ja bis heute nicht, ob eines der Kleidungsstücke das gefunden und untersucht wurde überhaupt bei der Tat getragen wurde.
Er hatte theoretisch mehrere Woche Zeit diese zu entsorgen. Die Tatsache, dass an Hanna keine Fremdspuren gefunden wurden ist aufgrund des Wassers wohl eher keine Überraschung.


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Hanna W. tot aus der Prien geborgen

um 13:06
Zitat von TiergartenTiergarten schrieb:Demnach ist Hanna (beim Austreten oder Erbrechen?) in den Bärbach gestürzt. Sie war aber noch handlungsfähig, hat den Notruf abgesetzt, sich die Jacke ausgezogen und dann noch ein bis zwei Minuten Schwimmbewegungen ausgeführt.
Dafür dass das Gutachten nie veröffentlicht wurde, kennst Du es wirklich gut. Wenn hier jemand versehentlich Infos aus dem schriftlichen Urteil verwendet, wird aufgeschrien - aber aus einem gar nicht erst zugänglichen Gutachten darf man beliebig zum Ablauf spekulieren? So genau wurde das Gutachten ja im Verfahren nicht behandelt, dass wir wüssten, was Herr Püschel angenommen hat.
Zitat von TiergartenTiergarten schrieb:Ihn hätte sie auch wohl deshalb nicht anrufen können, weil ihr Handyguthaben erschöpft war. Ihr einzige Chance war es offensichtlich, die Notruftaste zu drücken und so ihre Eltern zu alarmieren.
Es war keine Notruftaste, sondern es waren die Notfallkontakte. Dafür braucht man Guthaben.


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Hanna W. tot aus der Prien geborgen

um 13:11
Zitat von TiergartenTiergarten schrieb:Das passt dann ja bestens zum Zynismus und zur Verhöhnung des Opfers, wie das die Verteidigung bei der Beschreibung ihrer Unfallthese praktiziert hat.
Angenommen, ST ist unschuldig (was für manche vielleicht völlig abwegig ist - aber wenn man mal ehrlich ist, könnte es mit minimaler Wahrscheinlichkeit sein). Dann wurden ST und Frau Rick durch die Vorsitzende mindestens genauso verhöhnt - und zwar nicht durch die Beschreibung eines Unfallhergangs, sondern sehr direkt.


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