Ich habe etwas Probleme hinterherzukommen und mache das mal alles in einem Post.
wu schrieb:wenn ich mit einer Cam gen Himmel fotografiere, während Regen-Tropfen fallen habe ich in kürzester Zeit einen /mehrere Wasserfleck/en auf der Linse, auffällig gross und nach aussen verschwimmend. Keines der Fotos weist dies auf. Bei allen scheinen die Tropfen nur in der Luft zu sein, mal weiter weg, mal näher.
Habe ich mehrfach probiert. Ja die Linse wird schnell nass. Dann und nur dann sieht man die typischen Lensflares (wenn zusätzlich irgendetwas nahe der Kamera, aber u.U. knapp außerhalb des Bildausschnitts, den Blitz ins Objektiv reflektiert). Ansonsten sehen die Bilder schon so aus wie die originalen Nachtfotos (bis auf Größen- und Helligkeitsverteilung der Tropfen). Dass die Linse nass ist würde man bei normalen, gut ausgeleuchteten Fotos sicher deutlich sehen, unter den Bedingungen der Nachtfotos aber nicht. Wie gesagt, ich halte die vielen Lens-Flares nahezu für einen Beweis, dass die Linse nass war.
wu schrieb:Für einen zufälligen Schnappschuss sind die einzelnen Haare zu klar, so filigran, das Bild zu perfect.
Wenn die Kamera scharf gestellt hat (das dauert einen Moment, sie macht dafür eine grünes Hilfslicht an), wenn die Entfernung sich dann nicht zu stark ändert, ist das Bild scharf (Bewegungsinschärfe gibt es ja bei Aufnahmen, wo die einzige Lichtquelle ein (echter Xenon-)Blitz ist nicht).
Donidoni2 schrieb:Ich finde die Schnipsel könnten gut ein s Formen. Aber sicher ist das natürlich nicht. Sie wirken auf jeden Fall angeordnet und nicht hingeworfen. Für mich ein sos eine wahrscheinliche moeglichkeit
Offshore7 schrieb:Das sehe ich auch so. Die Chipsdose und die Boquete-Karte wurden zerkleinert. Papierschnipsel wurden im Hintergrund in S-Form drapiert und mit Gegenständen / Steinen beschwert.
Ich gehe davon aus, dass das mit den Papieren aus dem Rucksack gelegt wurde. Und ja es kann sehr gut ein SOS sein - nur erkennen kann man es halt überhaupt nicht. Aber das war nicht mein Punkt. Die Frage ist, ob es K&L waren, oder jmd. anders. Für mich macht das Zerpflücken eines A2-Prospekts in wenige Zentimeter kleine Schnipselchen, keinen Sinn, zumal bei allnachmittäglichen Regenfällen.
PhiloSolver schrieb:Also ist es doch gut möglich, dass es in dieser Nacht zumindest Zeitweise freie Sicht in den Himmel gab.
Nochmal: Es hat erkennbar die ganze Zeit der Nachtfotos geregnet (nur in etwas wechselnden Intensitäten). Das spricht mE nicht für nennenswerten Wolkenlücken. Warum das nicht zu den genannten Wetterdaten passt ist eine gute Frage, auf die es, wie gesagt, mehrere mögliche Antworten gibt.
Offshore7 schrieb:Ähnliches "Ausquetschen" der Akkus zeigt sich ggfs. am 10. und 11. April auch bei beiden Handys. Das Samsung war beim letzten Einschaltvorgang am 10. April rappelleer. War auch das iPhone am 11. April nur deswegen 1 Stunde sinnlos in Betrieb, um den Akku zu leeren
Interessanter Gedanke, auch wenn ich da keinen wirklich plausiblen Grund erkenne.
Offshore7 schrieb:Für K+L machte ein plötzliche Umschwenken von Akkusparen auf Akkuverquasen dagegen keinen Sinn. Ein Flugzeug ist in 5 Minuten vom Himmel verschwunden und bei Geräuschen eines angenommenen Rettungstrupps würde man in alle Richtungen blitzen und zusätzlich das Handy einschalten, um von irgendwelchen mobilen Messungen oder Peilungen erfasst zu werden.
Ah, ja genau, das ist einer der Punkte, die ich vergessen habe: die Nicht-Kombination von Kamerablitzen mit dem aktivieren eines Telefons für eine mögliche Ortung.
Offshore7 schrieb:Jedoch fand das NFI auf der SD-Karte der Kamera (bzw. dem Image) Artefakte von 64 gelöschten Bildern und Videos, von denen 40 wiederhergestellt werden konnten, alles (von einer Software unbemerkt erstellte) Miniaturansichten von Bildern zwischen #476 und #609.
Das ist mir jetzt neu. Solche Thumbail-Dateien erstellen natürlich viele Bildbearbetungs- und -betrachtungsprogrsmme (solche tauchen ja auch in den Exif-Daten vieler geleakter Nachtbilder auf). Interessant aber, dass man die sorgsam gelöscht hat, wenn es die panamaischen Ermittler waren...
Mevsim schrieb:Ich vermute das der Stock, vermutlich eine primitive Äquatoriale Sonnenuhr darstellen könnte, die Schnipsel zur Markierung nicht fixierten werden konnten. Vielleicht wussten sie auch nicht, das die Mittagsonne sich im Norden befindet.
Was will man mit einer Sonnenuhr, wenn man Telefone und eine Kamera hat? Wie eicht man die zu einer Jahreszeit wo die Veränderungen extrem sind? Und nein, die Sonne steht so um den 12/13.4. zum wahren Mittagspunkt (dort ca. 12:30) im Zenit und danach dann ein paar Wochen leicht nördlich. Davor bleibt die Sonne südlich des Zenits.
Mevsim schrieb:Man kann auch das Mondlicht zum ablesen der Richtung nutzen. Nur das die am Äquator nicht immer die gleiche Laufbahn hat.
? Der Mond hat am Äquator nicht immer die gleiche Laufbahn? Sonst schon? Ohne detaillierten Mondkalender kann man doch nie und nirgends die Uhrzeit anhand des Mondes bestimmen.
goldenerReiter schrieb:sie haben doch in alle Richtungen geblitzt zumindest einmal (Papierschnipsel,Hinterkopf.Tütenfoto)
Es sind 100 Fotos. Davon ist ca. die Hälfte geleakt (48 wenn ich jetzt richtig gezählt habe). Davon ist auf 38 Bildern der V/Y-Baum zu erkennen. Die sind also alle mehr oder weniger in dieselbe Richtung gemacht worden. Beim Haarbild kann man die Richtung nicht ermitteln (nichts außer Haaren erkennbar), bei wenigen Blob-Bildern überstrahlt der Blob alles andere und dann gibt es noch genau zwei Bilder die genug Anschluss zu anderen Bildern haben um die rel. Richtung zu bestimmen und die den Baum nicht zeigen: Tüten- und "SOS"-Bild. Das ist halt nicht was ich erwarte, dass man in eine andere Richtung aus der man was wahrgenommen zu haben meint dann jeweils genau nur einmal blitzt. Hier hatte ich mal überall den V/Y-Baum markiert, wo er klar erkennbar ist:
Beitrag von cyclic (Seite 1.030)
Offshore7 schrieb:Ehrlich gesagt bin ich überfragt, ob die Bedienung im Dunklen nicht vllt. sogar weniger fehleranfällig als im Sonnenlicht ist, weil das Display besser ablesbar ist. Zum Löschen müssten lt. IP 4 Tasten in der richtigen Reihenfolge gedrückt werden, inkl. Bestätigen der Löschabfrage. Für ein versehentliches Löschen mE eher zu komplex.
Ja das sehe ich auch so: die 4 Tasten sind: 1. Wechsel in den Bildbetrachtungsmodus, 2. Löschtaste, 3. In der Abfrage von Abbruch auf Löschen wechseln und 4. bestätigen. und das sind vier verschiedene Tasten die man genau in der Reihenfolge drücken muss. Das macht man nicht aus versehen (deswegen ist das ja so gestaltet).
Nicht ganz ausschließen kann man mW eine Fehlfunktion, wobei ich eine solche durch das heftigste Schütteln, das ich mich getraut habe, nicht provozieren könnte. Auch habe ich meine SX270 mehrfach im Regen ordentlich nass gemacht ohne daß es Fehlfunktionen gab. Das ist also eher unwahrscheinlich. Noch mehr, dass es genau einmal und genau zw. den Tag und 100 Nachtbildern passiert sein soll.
Mit den Infos die
@Offshore7 aus den Akten hat, die mir auch neu sind, würde ich ein versehentliches Löschen durch die panamaischen Ermittler auch für sehr unwahrscheinlich halten. Warum sollen sie, wenn sie die Speicherkarte formatiert hätten (wozu), dann den Bildordner (DCIM) anlegen und dann die Bilder einzeln rüberkopieren (dabei genau das eine vergessend), aber die ganzen Thumbnails mit rüberkopieren, um die dann wieder zu löschen. Da hätten sie doch ihre DCIM-Kopie als ganzes rübergezogen, dabei aber nicht ein File vergessen können.
Einzige andere Möglichkeit, die mir jetzt noch einfällt, wäre, dass die Panamaer Bild #509 schon auf ihrem Ermittlungsrechner verbummelt hatten, was ich mir aber kaum vorstellen kann.