Personen, die vor Ort waren, sind deshalb noch keine Experten. Sie haben persönliche Eindrücke gewonnen, die wir nicht haben.
So die deutsche "Deligation". Und wie wir wissen, können sich diese Eindrücke auch von denen unterscheiden, die andere Personen vor Ort gewonnen haben (so die niederländische "Deligation" mit den Eltern). Schließlich auch noch die von Locals, örtlichen Behörden, die Videos des Weges usw.
M.E. unterscheidet sich im Ergebnis die Einschätzung der Situation vor Ort.
Hier vom zentral geheizten heimischen Schreibtisch aus kann ich dabei nur die Schlüssigkeit einer Annahme beurteilen. Und wenn ich mir die Videos vom Trail ansehen, die mir einen eigenen Blick ermöglichen, dann ist mein Eindruck nach Part 1:
- Lange und wiederholt ziemlich klaustrophobisch und überhaupt kein Wander-Vergnügen
- Anstrengend, felsiger unebener Untergrund, gutes Schuhwerk erforderlich
- Es gibt keine "Landmarks", keine Orientierungspunkte, der Weg ist wie ein Tunnel entweder zwischen Felsen oder üppiger Vegitation
- Auf dem Rückweg ist schwer einzuschätzen, ob man schon an einer Stelle war, es sieht alles gleich aus
- Die beiden Frauen waren mit ihren kurzen Höschen und Tops keinesfalls dafür ausgerüstet (schon die Vyerletzungsgefahr mit Schürfwunden). Erst recht ohne GPS und Guide.
- Ohne festes oder bekanntes Ziel wäre ich nach einer Stunde entnervt umgekehrt
- Welches Ziel hatten die Beiden eventuell? Unbekannt.

El Pianista, the path after the Mirador - Part 1
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Dass der Trail nach dem Mirador idiotensicher sei und man kaum von ihm abweichen könne, halte ich für eine recht absolute Wertung, die man dann schon als naiv bezeichnen kann. Denn andererseits heißt es, man solle nach dem Mirador nicht ohne Guide unterwegs sein.
@augustine Ich hatte ein ähnliches Erlebnis im neuseeländischen "Dschungel", der absolut harmlos ist (was Fauna und Flora betrifft). Das Gebiet war nicht groß, 1 qkm. Umgeben von eingezäunten Weiden. Ein Weg führte hinein, verlor sich irgendwo in der Mitte. Fand ihn nicht wieder.
Und als mich (alleine) durchs dichte Gebüsch schlug (das Terrain war noch eben und fest), um wieder zum "Eingang" zurück zu kommen, landete auch ich auf der ganz anderen Seite am Stacheldraht und einer Kuhherde. Ich war kurz davor gewesen, panisch zu werden.