sag schrieb:LHO wird in die Geschichte als Einzeltäter eingehen bzw. er wird es bleiben. Ob er in der Lage war das zu tun was er getan haben soll, naja .. ;-)
Ich habe nicht mehr alles aus der vorigen Diskussion mit dir nachgelesen. Aber es scheint damals auch darauf hinausgelaufen zu sein, dass du Oswald die Schüsse nicht zutraust und andere Schützen es in nachgestellten Versuchen nicht geschafft haben. Dass sind nun mal keine wirklich griffigen Argumente.
Hast du entweder plausible andere Standorte für Schützen als TSBD, 6th floor, oder einen anderen Schützen für TSBD, 6th floor?
Wenn du letzteren hättest, dürftest du ihm wohl kaum die Schüsse zutrauen. Oder warum sollte dieser können, was "Meisterschützen" in Nachstellungen nicht konnten?
Du müsstest dann wohl plausible andere Schusspositionen benennen. Und dann geht's mal richtig los: Was ist das für ein sinnloser Schuss Nummer 1, und wo soll der herkommen? Und stand dann doch LHO im TSBD? Hat aber nur einen Fehlschuss abgegeben? Wer hat JFK dann anschließend in den Nacken geschossen? Von vorne kann Schuss 2 wohl nicht gekommen sein. Und Schuss 3? War das dann ein Dritter Attentäter, der sein Glück versucht? Kann es die gleiche Abschussposition gewesen sein wie Schuss 2? Nein, auch nicht. Schuss 3, der tödliche Treffer, woher kann der gekommen sein, wenn nicht aus dem TSBD? Vom Grassy Knoll schon deswegen nicht, weil Jackie in der Schussbahn gesessen hätte und von dem Durchschuss getroffen worden wäre. Außerdem passen die Wunden nicht. Und sonst auch nichts.
Damit, die Fähigkeiten eine Schützen anzuzweifeln, kommst du kein Stück weiter. Du musst ein komplettes Modell aufstellen. So sehr auch einzelne Punkte unwahrscheinlich oder unglaubhaft scheinen mögen und manche Gegenargumente compelling zu sein scheinen, ergibt nichts von dem in der Gesamtbetrachtung Sinn.
Und ich sage nochmals: Selbst wenn es einen "offiziellen" Plot gab: Stell mal ein Szenario auf, wie viele Schützen wo positioniert waren - und lege dar, warum ausgerechnet diese Location als die beste von vielen Optionen hätte ausgewählt werden sollen. Wenn man so will, nicht nur in Dallas, sondern auf überall, wo man JFK hätte umbringen können. Halte dem entgegen, dass LHO da oben arbeitete und die Gelegenheit hatte. Selbst wenn ihn dort hin manipuliert hätte, wäre es nicht vorhersehbar gewesen, dass er, wenn man ihm den Job beschafft etc., er an diesem Tag den Präsidenten auf dem Silbertablett serviert bekommt. Und was ist dann überhaupt damit, dass man ihm das gar nicht hätte zutrauen dürfen, wenn er so ein mittelmäßiger Scharfschütze war. Und ein unberechenbarer, aggressiver Wirrkopf war er noch obendrein. Wie kann man ihn dann, wenn man sicherstellen muss, dass er die Klappe hält, nich nach Hause fahren und einen Revolver holen lassen und ihn dann mehr oder weniger zufällig durch die Polizei finden lassen. Nein, man hätte ihn gleich an Ort und Stelle mit guten Gründen offiziell und inflagranti abknallen können, statt darauf zu vertrauen, dass ein weiterer Knallkopf, Jack Ruby, dann den Job erledigt.
Und so weiter und so weiter. Man kann es und muss es auch in alle Richtungen spinnen.
Man muss auch nicht annehmen, dass jede wissenschaftlich-forensische Studie richtig liegt. Aber die neueste, oben vorgestellt, legt sich sehr klar fest und begründet das auch:
Beitrag von Nemon (Seite 1.610)Demzufolge kommt nur TSBD, 6th floor infrage.
Dann entwickelte gerne mal ein Modell, das u. a. diese Studie ad absurdum führt und gleichzeitig alles andere überzeugend darstellt.