AfD
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06.10.2018 um 21:42Atrox schrieb:Und wie hat die AfD mit ihrem weiß Gott nicht begnadeten Personal dafür gesorgt, dass dies so sein soll?na dadurch, dass die AfD dem Nazisprech und dem Rechten Gedankengut den Weg in den Mainstream gebahnt hat. Du fragst das doch wohl doch nicht ernsthaft, hast Du die letzten Jahre irgendwie verpasst? Schliesslich darf der besorgte Bürger doch noch wohl sagen, was er so denkt, es muss ja ausgesprochen werden. Die AfD verändert die Gesellschaft durch Sprache, das sollte doch bei jedem angekommen sein.
Atrox schrieb:Wie schon gesagt, mir geht es nicht darum den Wählern ein Etikett aufzukleben.aber irgendwie unterscheiden sich doch die Wähler von AfD und anderen Parteien, oder?
Atrox schrieb:Diese Stimmen gab es schon lange vor der AfD.ja, aber DURCH die AfD ist es alles wieder gesellschaftlich akzeptierter.
AfD
06.10.2018 um 21:56Tussinelda schrieb:na dadurch, dass die AfD dem Nazisprech und dem Rechten Gedankengut den Weg in den Mainstream gebahnt hat.Ist das so? Ich habe nicht das Empfinden, dass Nazisprech „mainstream“ geworden ist.
Tussinelda schrieb:Schliesslich darf der besorgte Bürger doch noch wohl sagen, was er so denkt, es muss ja ausgesprochen werden.Kritik ist häufig auch ohne Nazisprech ein Grund jemanden in eine Ecke zu stellen.
Tussinelda schrieb:aber irgendwie unterscheiden sich doch die Wähler von AfD und anderen Parteien, oder?Sicherlich. Aber wie bei allen anderen Parteien lassen sich die Wähler nicht unter einem Begriff zusammenfassen.
Tussinelda schrieb:ja, aber DURCH die AfD ist es alles wieder gesellschaftlich akzeptierterDafür müsste die AfD aber gesellschaftlich akzeptiert sein. Und das war sie vor 2015 als „knapp um die 5%“-Partei ja nun nicht wirklich.
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06.10.2018 um 21:58@Atrox
wer spricht denn von 2015? Und bitte betrachte mal was seither geschieht. Ich verstehe wirklich nicht, dass man das alles entweder nicht bemerkt, nicht wahrhaben will oder ignoriert?
wer spricht denn von 2015? Und bitte betrachte mal was seither geschieht. Ich verstehe wirklich nicht, dass man das alles entweder nicht bemerkt, nicht wahrhaben will oder ignoriert?
AfD
06.10.2018 um 22:07Tussinelda schrieb:wer spricht denn von 2015?Ich tue das. Weil die AfD vorher kaum eine Rolle spielte.
Tussinelda schrieb:Und bitte betrachte mal was seither geschieht. Ich verstehe wirklich nicht, dass man das alles entweder nicht bemerkt, nicht wahrhaben will oder ignoriert?Ja, was ist denn geschehen, was nicht vor der AfD auch schon geschehen ist?
AfD
06.10.2018 um 22:12Atrox schrieb:Ja, was ist denn geschehen, was nicht vor der AfD auch schon geschehen ist?Wenn sich durch die AfD nichts verändert hat und die AfD ja überhaupt kein Problem ist, warum dann diese Aussage von dir
Atrox schrieb:Ich würde am liebsten jeden AfD-Wähler fragen, ob er das Ding zwischen den Ohren auch mal benutzt.?
AfD
06.10.2018 um 22:13Atrox schrieb:Ja, was ist denn geschehen, was nicht vor der AfD auch schon geschehen ist?Eigentlich ist nur das Internet und die (a)sozialen Medien hinzugekommen. Nichts weiter!
Vergangenheit:
http://www.diss-duisburg.de/Institut/MitarbeiterInnen/jaeger-s-arbeiten.htm
Tussinelda
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AfD
06.10.2018 um 22:14@Atrox
also meinst Du, die Stimmung und der politische Diskurs hat sich nicht durch die AfD verändert? Willst Du mir das mitteilen? Na dann.......kann ich zwar nicht nachvollziehen, aber offenbar denkst Du das und das kann ich wohl nicht ändern. Ich muss nur mal kurz die letzten 3 Jahre Revue passieren lassen und komme zu einem anderen Schluss als Du. Sogar ehemalige AfD Mitglieder sehen es so.
also meinst Du, die Stimmung und der politische Diskurs hat sich nicht durch die AfD verändert? Willst Du mir das mitteilen? Na dann.......kann ich zwar nicht nachvollziehen, aber offenbar denkst Du das und das kann ich wohl nicht ändern. Ich muss nur mal kurz die letzten 3 Jahre Revue passieren lassen und komme zu einem anderen Schluss als Du. Sogar ehemalige AfD Mitglieder sehen es so.
AfD
06.10.2018 um 22:18@Groucho
@eckhart
Ich habe nicht behauptet, dass sich nichts geändert hat. Ich wollte lediglich wissen, welche Änderungen @Tussinelda meint.
Natürlich hat sich der politische Diskurs geändert. Er wird schärfer geführt. Ich suche allerdings noch den „Nazisprech im Mainstream“. Und warum die AfD diesen etablieren konnte, die NPD allerdings nicht.
@eckhart
Ich habe nicht behauptet, dass sich nichts geändert hat. Ich wollte lediglich wissen, welche Änderungen @Tussinelda meint.
Natürlich hat sich der politische Diskurs geändert. Er wird schärfer geführt. Ich suche allerdings noch den „Nazisprech im Mainstream“. Und warum die AfD diesen etablieren konnte, die NPD allerdings nicht.
AfD
06.10.2018 um 22:21Atrox schrieb:Und warum die AfD diesen etablieren konnte, die NPD allerdings nicht.Weil die NPD kein wirkllches eigenes und dazu noch relevantes Thema hatte, die AfD aber schon: MORTSSGNILTHCÜLF
AfD
06.10.2018 um 22:21Atrox schrieb:Ich suche allerdings noch den „Nazisprech im Mainstream“Ich habe ihn bereits lange vor dem "sozialverträglichen Frühableben" und vor "wer nicht arbeitet soll auch nicht essen" gefunden!
AfD
06.10.2018 um 22:28Aber zurück zur AfD:
Unterschied zur NPD
Unterschied zur NPD
Die parlamentarische Sacharbeit diene jedoch in erster Linie der Inszenierung – die AfD nutze das Parlament als Bühne, um Stichworte für ihre Kampagnen auf Straße zu liefern.https://www.mdr.de/kultur/empfehlungen/butterwege-hentges-wiegel-rechtspopulisten-im-parlament-100.html (Archiv-Version vom 05.10.2018)
Immer wieder steht die AfD im Fokus medialer Aufmerksamkeit.
Immer wieder zeige sie die Verachtung des Parlamentarismus.
So wird in dem Buch beschrieben,
wie der thüringische Bundestagsabgeordnete Stephan Brandner, ein Vertrauter des Landesvorsitzenden Björn Höcke, anlässlich der Wiederwahl von Angela Merkel zur Bundeskanzlerin seinen auf zwei Toilettenpapierrollen drapierten Stimmzettel in einem WC des Reichstagsgebäudes fotografierte, "womit er sein Verhältnis zum Parlamentarismus offenbarte.
Die AfD-Fraktion verschickte das Foto über Twitter-Accounts."
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AfD
06.10.2018 um 22:51@Atrox
ich verlinke Dir mal was:
https://www.zeit.de/politik/deutschland/2017-07/afd-rechtsextremismus-vize-steffi-broenner-ruecktritt-bjoern-hoeckehttps://causa.tagesspiegel.de/politik/nach-dem-parteitag-wie-gefaehrlich-ist-die-afd/die-macht-der-afd.htmlhttps://www.swp.de/politik/inland/chemnitz_-afd-sound-macht-neonazis-wieder-salonfaehig-27442248.html
ich verlinke Dir mal was:
https://www.zeit.de/politik/deutschland/2017-07/afd-rechtsextremismus-vize-steffi-broenner-ruecktritt-bjoern-hoecke
Die Stellvertreterin des Thüringer AfD-Chefs Björn Höcke, Steffi Brönner, tritt zurück. Als Grund nannte sie rechtsextremistische Tendenzen in der Partei. Die AfD besetze in Thüringen "zentrale Funktionen mit Personen, die in ihrer Vergangenheit tief im rechtsextremistischen Bereich tätig" gewesen seien, sagte Brönner der Thüringer Allgemeinen. Die Partei mache rechtsextremes Gedankengut "salonfähig". Sie werde ihren Posten daher niederlegen.
Durch ihre Strategie der geplanten Provokationen gibt die AfD den Ton vor im politischen Diskurs. Damit dominiert die Partei selbst die Debatten, in denen sie gar nicht anwesend ist - und erreicht damit ihr wichtigstes Ziel.https://www.dw.com/de/bka-pr%C3%A4sident-afd-macht-fremdenfeindlichkeit-salonf%C3%A4hig/a-19525005
BKA-Präsident: AfD macht Fremdenfeindlichkeit salonfähig
Die rechtspopulistische AfD fördert mit ihrem Auftreten nach Ansicht von BKA-Präsident Holger Münch rechtsextreme und rassistische Strömungen. Er warnt vor einer neuen Art politisch motivierter Straftäter.
Chemnitz: AfD-Sound macht Neonazis wieder salonfähighttps://www.zdf.de/nachrichten/heute/rassismus-im-alltag-deutschland-migration-metwo-100.html (Archiv-Version vom 06.09.2018)
"Der Diskurs über ethnische, religiöse und kulturelle Vielfalt wird erheblich rauer", sagt Politikwissenschaftler Claus Leggewie von der Uni Gießen. "Extreme Positionen, die in den Rassismus hineinragen und die immer vorhanden, aber lange tabu waren, sind durch die Pegida-AfD-Allianz und durch das unentschiedene Regierungshandeln gesellschaftsfähig geworden." Viele Liberale knicken aus Leggewies Sicht ein und springen über das Stöckchen, das ihnen von Rechtsaußen hingehalten wird.da kannste ja mal ein bisschen was dazu lesen, was ich versuchte, Dir zu vermitteln
AfD
06.10.2018 um 23:05Realo schrieb:Versuchs mal von rechts nach links :DSpitzfindig. Gefällt mir.
@Tussinelda
Ich werde mich morgen damit beschäftigen.
AfD
07.10.2018 um 08:56@Tussinelda
Ich habe mich nun durchgelesen. Also zunächst einmal ist klar, dass die AfD zum Teil rechtsradikal besetzt ist. Da braucht man nicht drüber diskutieren. Ich bezog mich durch die Bank auf deren Wähler.
Die Provokationen der AfD sind auch nicht neu. Diese kann man auch ganz wertneutral als geschickt bezeichnen. Zum Beispiel der Abgang von der Weidel. Natürlich ist Linus-Magnus, der an der Uni im Schwulenreferat sitzt dafür nicht zugänglich. Beim 65-jährigen Horscht regt sich da vielleicht doch ein leichter Beschützerinstinkt, wenn er den Gesamtkontext nicht sieht. Ein sachlicher Umgang hätte den Mitdiskutanten an diesem Abend eben auch gut getan.
Ein weiterer angesprochener Punkt ist Alltagsrassismus. Hier muss ich doch widersprechen. Ich denke wir haben in diesem Punkt eher Fortschritte als Rückschritte erlebt. Ich bin in einem recht multikulturellen Milleu aufgewachsen. Tür an Tür mit Briten, Deutschen, Türken und Osteuropäern. Es ist noch keine 20 Jahre her, da haben sich diese Gruppen zu Massenschlägereien verabredet, einfach weil man ja gegeneinander sein muss. Heute diskutieren wir darüber, ob Indianerkostüme nicht doch etwas zu rassistisch sind. Das sind grundlegend andere Qualitäten auf denen Rassismus diskutiert wird. Wenn es dann immernoch heißt, dass man ein Rassist sei, stellt sich die Trotzreaktion ein.
Wo ich gerade dabei bin, analysiere ich mal weiter vor mich hin. Musst du nur lesen, wenn du willst.
Das Thema Multikulti begleitet uns schon sehr lange. Mal funktioniert es, mal nicht. Je nachdem wer gerade welches politische Amt anstrebt (vgl. die Aussagen von Angela Merkel dazu über die Jahre). Ich persönlich sehe die Integrations- sowie Asylpolitik eher kritisch (lt. einem der Artikel ein Euphemismus dafür, dass ich Ausländer nicht mag). Ich sehe eine gelungene Integration und Multikulti nicht darin, dass man einfach möglichst viele Nationalitäten zusammenwirft. Eine Freundin von mir ist Erzieherin in einem Kindergarten, der sich Multikulti auf die Fahne schreibt. 90% der Kinder kommen aus dem Süden. Die Hälfte spricht kein Deutsch. Ständig gibt es Prügeleien und als Erzieher versuche man einfach nur den Tag durchzustehen. Das komplette Personal ist für diese Situation nicht ausgebildet, weil zu teuer. Hier muss man doch ansetzen, auch wenn es Aufwand bedeutet, der seitens der Politik nicht erbracht werden möchte. Da helfen keine Parolen. Die besagte Freundin zog in Betracht Blau zu wählen. Sie weiß sich sonst nicht zu helfen.
Anderes Beispiel. Ich suche im Moment auch einen Kindergarten. Ich schaute mir einen an, der sich ebenfalls ein multikulturelles Miteinander auf die Fahne schrieb. Ich habe meinen Sohn dort von der Liste streichen lassen. 90% deutsche Kinder und nicht ein türkisches Kind hat für mich auch wenig mit multikultureller Integration zu tun.
Meine Äußerungen zu einer balancierten und vernunftgetriebenen Politik hat hier schon das ein oder andere Mal zum Vorwurf geführt, ich wäre ein Rechtspopulist. Ich kann das ab. Ich fühle mich in meiner Einstellung so klar, dass ich mich da nicht verrückt mache. Aber zeigen wir mal etwas Empathie und stellen uns vor ich sei Horscht (65) und werde für die Äußerung, dass Multikulti auch ein bisschen Arbeit bedeutet und deutsch lernen nicht Zuviel verlangt ist, als Nazi bezeichnet. Da geht man dann schon mit Wut im Bauch zur Wahlurne. Mit einer rationalen Entscheidung lässt sich die Wahl auch nicht wirklich erklären. Gut, außer mit der Prämisse, dass es schon ganz ganz lange viele Rassisten gab, die jetzt aber nicht mehr links, grün und SPD wählen wollen. Die Wählerwanderung von der CDU zur AfD könnte man allerdings durchaus damit erklären, dass die CDU nicht mehr konservativ genug ist.
Ich habe mich nun durchgelesen. Also zunächst einmal ist klar, dass die AfD zum Teil rechtsradikal besetzt ist. Da braucht man nicht drüber diskutieren. Ich bezog mich durch die Bank auf deren Wähler.
Ein anschauliches Beispiel ist der rassistische Begriff vom „Bio-Deutschen“, den AfD-Vertreter gerne verwendenAus dem Tagesspiegel-Link. Das ist ein Begriff, den ich hier auch schon oft kritisiert habe. Da stimme ich dir zu, der Begriff hat irgendwie Einzug in den allgemeinen Sprachgebrauch gefunden und wird nicht nur von rechts inflationär genutzt.
Die Provokationen der AfD sind auch nicht neu. Diese kann man auch ganz wertneutral als geschickt bezeichnen. Zum Beispiel der Abgang von der Weidel. Natürlich ist Linus-Magnus, der an der Uni im Schwulenreferat sitzt dafür nicht zugänglich. Beim 65-jährigen Horscht regt sich da vielleicht doch ein leichter Beschützerinstinkt, wenn er den Gesamtkontext nicht sieht. Ein sachlicher Umgang hätte den Mitdiskutanten an diesem Abend eben auch gut getan.
Ein weiterer angesprochener Punkt ist Alltagsrassismus. Hier muss ich doch widersprechen. Ich denke wir haben in diesem Punkt eher Fortschritte als Rückschritte erlebt. Ich bin in einem recht multikulturellen Milleu aufgewachsen. Tür an Tür mit Briten, Deutschen, Türken und Osteuropäern. Es ist noch keine 20 Jahre her, da haben sich diese Gruppen zu Massenschlägereien verabredet, einfach weil man ja gegeneinander sein muss. Heute diskutieren wir darüber, ob Indianerkostüme nicht doch etwas zu rassistisch sind. Das sind grundlegend andere Qualitäten auf denen Rassismus diskutiert wird. Wenn es dann immernoch heißt, dass man ein Rassist sei, stellt sich die Trotzreaktion ein.
Wo ich gerade dabei bin, analysiere ich mal weiter vor mich hin. Musst du nur lesen, wenn du willst.
Das Thema Multikulti begleitet uns schon sehr lange. Mal funktioniert es, mal nicht. Je nachdem wer gerade welches politische Amt anstrebt (vgl. die Aussagen von Angela Merkel dazu über die Jahre). Ich persönlich sehe die Integrations- sowie Asylpolitik eher kritisch (lt. einem der Artikel ein Euphemismus dafür, dass ich Ausländer nicht mag). Ich sehe eine gelungene Integration und Multikulti nicht darin, dass man einfach möglichst viele Nationalitäten zusammenwirft. Eine Freundin von mir ist Erzieherin in einem Kindergarten, der sich Multikulti auf die Fahne schreibt. 90% der Kinder kommen aus dem Süden. Die Hälfte spricht kein Deutsch. Ständig gibt es Prügeleien und als Erzieher versuche man einfach nur den Tag durchzustehen. Das komplette Personal ist für diese Situation nicht ausgebildet, weil zu teuer. Hier muss man doch ansetzen, auch wenn es Aufwand bedeutet, der seitens der Politik nicht erbracht werden möchte. Da helfen keine Parolen. Die besagte Freundin zog in Betracht Blau zu wählen. Sie weiß sich sonst nicht zu helfen.
Anderes Beispiel. Ich suche im Moment auch einen Kindergarten. Ich schaute mir einen an, der sich ebenfalls ein multikulturelles Miteinander auf die Fahne schrieb. Ich habe meinen Sohn dort von der Liste streichen lassen. 90% deutsche Kinder und nicht ein türkisches Kind hat für mich auch wenig mit multikultureller Integration zu tun.
Meine Äußerungen zu einer balancierten und vernunftgetriebenen Politik hat hier schon das ein oder andere Mal zum Vorwurf geführt, ich wäre ein Rechtspopulist. Ich kann das ab. Ich fühle mich in meiner Einstellung so klar, dass ich mich da nicht verrückt mache. Aber zeigen wir mal etwas Empathie und stellen uns vor ich sei Horscht (65) und werde für die Äußerung, dass Multikulti auch ein bisschen Arbeit bedeutet und deutsch lernen nicht Zuviel verlangt ist, als Nazi bezeichnet. Da geht man dann schon mit Wut im Bauch zur Wahlurne. Mit einer rationalen Entscheidung lässt sich die Wahl auch nicht wirklich erklären. Gut, außer mit der Prämisse, dass es schon ganz ganz lange viele Rassisten gab, die jetzt aber nicht mehr links, grün und SPD wählen wollen. Die Wählerwanderung von der CDU zur AfD könnte man allerdings durchaus damit erklären, dass die CDU nicht mehr konservativ genug ist.
AfD
07.10.2018 um 10:11Atrox schrieb:Meine Äußerungen zu einer balancierten und vernunftgetriebenen Politik hat hier schon das ein oder andere Mal zum Vorwurf geführt, ich wäre ein Rechtspopulist. Ich kann das ab. Ich fühle mich in meiner Einstellung so klar, dass ich mich da nicht verrückt mache. Aber zeigen wir mal etwas Empathie und stellen uns vor ich sei Horscht (65) und werde für die Äußerung, dass Multikulti auch ein bisschen Arbeit bedeutet und deutsch lernen nicht Zuviel verlangt ist, als Nazi bezeichnet. Da geht man dann schon mit Wut im Bauch zur Wahlurne.Ich interpretiere das so, dass deiner Meinung nach die meisten AfD-Wähler wohl Wut- und Trotzwähler sind, weil sie sich nicht gern "in die rechte Ecke stellen" lassen.
Das Problem ist nur, dass die Reaktion auf schwierige Sachfragen in der Praxis beim Umgang mit Zuwanderern nicht ein resignativer und am Ende dann reaktionärer Rechtspopulismus sein kann, der sich in etwa so zusammenfassen lässt: Wenn wir schon überfordert sind, dann sollten wir versuchen den Zuzug von Zuwanderern
Atrox schrieb:aus dem Südenam besten ganz zu stoppen. Anstatt endlich mal die Aufgabe anzugehen, etwa bei nicht deutschsprachigen Migrantenkids das Erlernen der deutschen Sprache eben im Kindergarten zum Programm zu erheben, denn du weißt sicherlich auch: Je jünger man ist, umso besser (und mit dem wenigsten Zusatzaufwand) erlernt man eine neue Sprache. Stattdessen werden solche Integrationsaufgaben, die die "Gastgeber" leisten müssen, für zu aufwendig gehalten und man flüchtet sich in eine rechtsextreme Kontrapartei.
Mein Fazit daraus ist: Viele Deutsche haben die Bilateralität der Integrationsaufgabe nicht erkannt und weigern sich die damit verbundene eigene Bringschuld zu begleichen und beschränken sich aufs Fordern an die politische Seite. Als ob die Politik die Aufgabe von Sozialpädagogen übernehmen könnte!
AfD
07.10.2018 um 10:19Atrox schrieb:Aber zeigen wir mal etwas Empathie und stellen uns vor ich sei Horscht (65) und werde für die Äußerung, dass Multikulti auch ein bisschen Arbeit bedeutet und deutsch lernen nicht Zuviel verlangt ist, als Nazi bezeichnet.Um als Nazi bezeichnet zu werden, muss wohl der Horscht mit dem Alexander seiner Konservativen Revolution sympathisiert haben?
Horscht+Alexander beide bloß CSU und keine Nazis!Wird so gesagt.
AfD
07.10.2018 um 10:27Atrox schrieb:Hälfte spricht kein Deutsch. Ständig gibt es Prügeleien und als Erzieher versuche man einfach nur den Tag durchzustehen. Das komplette Personal ist für diese Situation nicht ausgebildet, weil zu teuer. Hier muss man doch ansetzen, auch wenn es Aufwand bedeutet, der seitens der Politik nicht erbracht werden möchte. Da helfen keine Parolen. Die besagte Freundin zog in Betracht Blau zu wählen. Sie weiß sich sonst nicht zu helfenHaben sie auch einen männlichen Erzieher dort? Wenn nein, wäre es ein Versuch wert. Eine männliche Bezugsperson wirkt da schon anders auf die Kinder, insbesondere auf die Jungs.
Realo schrieb:Wenn wir schon überfordert sind, dann sollten wir versuchen den Zuzug von ZuwanderernNa, wenns nur das wäre, dann wäre die AfD nur halb so schlimm...
Atrox schrieb:
(aus dem Süden)
am besten ganz zu stoppen.