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Mordfall Claudia Wilbert

2.097 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Mord, Auto, Wald ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Mordfall Claudia Wilbert

22.02.2025 um 22:01
Zitat von TiergartenTiergarten schrieb:Sein Kernanliegen bestand vielmehr darin -wenn er denn zugleich Täter und Briefautor war-, Informationen über den Ermittlungsstand im Mordfall Wilbert loszueisen.
Abgesehen von den Risiko mal endlich ermittelt zu werden, mit Beispielen wie einige User und ich hier genannt haben, was hätte der Briefschreiber sollte der Täter sein, sich den Erhoft?
Bestimmt werden die EB ja nicht alles offenlegen an ihren Ermittlungen nur eventuell irgendwelche Versprochene Details zum Täter zu kriegen, sollte der Schreiber so Gütig sein diese zu liefern.
Und das zu wissen, dass die EB nicht einfach preisgeben was sie wissen, das zu erkennen da braucht man nicht mal überdurchschnittlich Intiligent sein, obwohl der Schreiber ja etwas an Bildung haben scheint.


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Mordfall Claudia Wilbert

22.02.2025 um 22:13
Zitat von KieliusKielius schrieb:Dass dem Mörder von CW die Kenntnis des aktuellen Ermittlungsstandes nichts nützen würde und er mit einer aktiven Kontaktaufnahme zu den Behörden (und sei sie auch "anonym") nur unnötige Risiken auf sich nehmen würde, scheint dich ja immer noch nicht sonderlich zu beeindrucken...
Wenn dem Mörder (und Briefautor, wie ich jetzt einmal voraussetze), die Kenntnis des Ermittlungsstandes nichts nützen würde, warum hat er dann so drängend versucht, an diese Informationen zu gelangen - insbesondere zu möglichem DNA-Material?

Ein Nutzen hätte ja zum Beispiel schon allein darin bestehen können, sich zu beruhigen und die Nerven zu bewahren. Vielleicht war er durch die neuen Ermittlungen in seinem Fall und den spektakulären Fahndungserfolg beim Kölner „Karnevalsmord“ so aufgewühlt und verängstigt, dass er sich zu dem phantasievollen Manöver mit dem anonymen Brief entschloss.
Zitat von KieliusKielius schrieb:Der Grund, weshalb der Briefschreiber eine TV-Fahndung verlangt hat, ist ein anderer: Der Briefschreiber hat den Behörden die Thematisierung des Falls bei Aktenzeichen XY vorgegeben, um auf diesem Weg die Rückmeldung der Behörden auf sein anonymes Schreiben zu empfangen.
Das eine muss doch das andere nicht ausschließen. Er brauchte ja eine schlüssige Legende, die auch gefeit war gegen den Verdacht, dass sich hier womöglich der Täter Zugang zu Informationen erschließen wollte.

Über diesen Zweck hinaus könnte er -wie schon erwähnt- auch bestrebt gewesen sein, XY als „Vehikel“ für die Kommunikation mit der Polizei zu nutzen. Das scheinst Du ja ähnlich zu sehen.
Zitat von KieliusKielius schrieb:selbst bei blühender Phantasie wäre jemand ohne den nötigen Intellekt nicht imstande gewesen, ein Schreiben auf dem uns bekannten formalen, sprachlichen und inhaltlichen Niveau zu erstellen.
Also, ich hätte nicht die Phantasie gehabt, eine solche Geschichte mit einem nahen Verwandten auf dem Sterbebett auszuklamüsern.

Um das so auszuschmücken - und dabei auch stringent zu bleiben- bedurfte es schon gewisser Fähigkeiten. Allerdings finden sich auf den fünf Seiten auch reichlich Fehler, die den Autor nicht unbedingt als Genie dastehen lassen.


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22.02.2025 um 22:17
Zitat von IamSherlockedIamSherlocked schrieb:Das wäre es, imho, wenn er weniger durcheinander (kon)fabuliert hätte. Und weniger kaum benutzte Wörter benutzt hätte.
Und nicht zu vergessen..., wenn er nicht so plump nach der DNA gefragt hätte bzw. überhaupt, Bedingungen gestellt.
Theoretisch (und praktisch) könnte es sich auch um KI handeln, mit der der Brief verfasst wurde, zumindest tw..
Ob der Brief nun von jemandem selbst verfasst wurde oder mit Hilfe von KI läuft am Ende dann aber doch aufs selbe hinaus: Steckt hinter diesen vielen Worten irgendein reales Wissen oder ist es einfach alles von vorne bis hinten ausgedacht?

Und wenn es nicht ausgedacht ist, welches Ziel wird dann verfolgt? Will da jemand wirklich weiterhelfen, ist das nur ein Spinner oder hat da jemand das Ziel, Details über die Ermittlungen zu erfahren?

Letztlich stimme ich Dir zu: Auch wenn der Verfasser sicher nicht dumm ist, so hat er doch mit der ganzen Geschichte zu dick aufgetragen und wahrscheinlich auch nicht darüber nachgedacht, dass die Ermittler wohl kaum Interna einfach so preisgeben werden. Vor allem ohne sicher sein zu können, dass da wirklich ein Name genannt wird am Ende. Und nachdem der Anonymus sich nicht mehr gemeldet hat, werden sie das auch in Zukunft sicher auch nicht tun.
Zitat von TiergartenTiergarten schrieb:Also, ich hätte nicht die Phantasie gehabt, eine solche Geschichte mit einem nahen Verwandten auf dem Sterbebett auszuklamüsern.
Naja, also die Story ist doch nun wirklich so abgedroschen, dazu ist keine Phantasie nötig. Wenn das ein Zeichen besonderer Phantasie sein soll, dann bekommt der nächste Arztroman aus dem Bastei-Lübbe Verlag den Literaturnobelpreis.


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Mordfall Claudia Wilbert

23.02.2025 um 00:28
Zitat von TiergartenTiergarten schrieb:Wenn dem Mörder (und Briefautor, wie ich jetzt einmal voraussetze), die Kenntnis des Ermittlungsstandes nichts nützen würde, warum hat er dann so drängend versucht, an diese Informationen zu gelangen - insbesondere zu möglichem DNA-Material?
Umgekehrt wird ein Schuh draus:
Weil dem Mörder weder der Ermittlungsstand noch etwaige Informationen darüber, ob die Kripo nun Täter-DNA sichern konnte oder nicht, etwas nützen würden, ergibt die Hypothese vom "Brief schreibenden Mörder" nur wenig Sinn.

Wie schon jemand anders anmerkte: für den "Fernseh-Tatort" wäre das bestimmt eine "tolle Geschichte", die sich in 90 kurzweiligen Minuten auf den Bildschirm bringen ließe...
Zitat von TiergartenTiergarten schrieb:Ein Nutzen hätte ja zum Beispiel schon allein darin bestehen können, sich zu beruhigen und die Nerven zu bewahren.
Dass der Täter, der seit nunmehr 45 Jahren unbehelligt und heute ein alter Mann ist, jetzt "die Flatter" bekommt und aktiv versucht herauszubekommen, was man denn gegen ihn in der Hand hätte (vorausgesetzt dass man ihn denn überhaupt ermitteln würde!), überzeugt mich wie gesagt nicht.

Aber ich habe verstanden, dass du es für möglich hältst, dass der Mörder sich so verhält.

Ich für meinen Teil schließe aus, dass der Mörder von damals vor gut einem Jahr diesen Brief geschrieben hat.
Mittlerweile gehe ich fest davon aus, dass der Brief das "Werk" eines Spinners, Wichtigtuers, Hochstaplers oder Scharlatans ist (oder wie man das auch immer nennen möchte) und dass der Brief nicht (!) authentisch ist. Ich bin davon überzeugt, dass der Briefschreiber, anders als er es im Schreiben behauptet, den Namen des Mörder und dessen Wohnanschrift gar nicht kennt.
Zitat von TiergartenTiergarten schrieb:Er brauchte ja eine schlüssige Legende, die auch gefeit war gegen den Verdacht, dass sich hier womöglich der Täter Zugang zu Informationen erschließen wollte.
Hätte er nicht gebraucht, weil professionelle Mordermittler alles hinterfragen und sich ganz bestimmt nicht so leicht täuschen lassen.
Das wäre vermutlich auch dem Täter klar gewesen... Erst recht dürfte es jemandem klar sein, der in der Lage ist, einen solchen Brief zu schreiben.


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23.02.2025 um 01:11
Zitat von brigittschebrigittsche schrieb:Naja, also die Story ist doch nun wirklich so abgedroschen, dazu ist keine Phantasie nötig. Wenn das ein Zeichen besonderer Phantasie sein soll, dann bekommt der nächste Arztroman aus dem Bastei-Lübbe Verlag den Literaturnobelpreis.
:D
Zitat von KieliusKielius schrieb:Ich für meinen Teil schließe aus, dass der Mörder von damals vor gut einem Jahr diesen Brief geschrieben hat.
Mittlerweile gehe ich fest davon aus, dass der Brief das "Werk" eines Spinners, Wichtigtuers, Hochstaplers oder Scharlatans ist (oder wie man das auch immer nennen möchte) und dass der Brief nicht (!) authentisch ist. Ich bin davon überzeugt, dass der Briefschreiber, anders als er es im Schreiben behauptet, den Namen des Mörder und dessen Wohnanschrift gar nicht kennt.
Genauso sehe ich das auch.

Beitrag von Retsiemfoh (Seite 77)

Denn warum sollte er/sie sich jetzt nicht mehr melden, wo doch fast alle Forderungen erfüllt wurden. Und das nur an der DNA festmachen zu wollen ob er den Namen des Täters preisgibt um keinen Unschuldigen zu verdächtigen, das war nur ein Vorwand mMn.


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23.02.2025 um 09:24
Wenn erfahrene Ermittler der Meinung sind, dass der Brief von Bedeutung ist, dann ist es nicht sehr naheliegend, dass der Brief von einem Spinner oder Wichtigtuer ist. Wahrscheinlicher ist dann, dass der Brief von einem Mitwisser oder eben dem Täter selbst verfasst wurde. Sollte es ein Mitwisser sein, der tatsächlich nach 1979 geboren wurde, könnte sich sein ehemaliger Deutsch Lehrer an einen Schüler erinnern, der ähnliche Aufsätze in der Schule geschrieben hat.

Wenn der Brief vom Täter ist wundert mich doch der Adressat Aktenzeichen XY, der auf jeden Fall die Tätersuche intensiviert, was nicht in seinem Interesse sein kann. Da hätte es genügt zu verlangen, dass die Behörde in einer Pressemitteilung erwähnen soll, dass man über Täter DNA verfügt.


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23.02.2025 um 10:10
Zitat von camelotcamelot schrieb:Wenn der Brief vom Täter ist wundert mich doch der Adressat Aktenzeichen XY, der auf jeden Fall die Tätersuche intensiviert, was nicht in seinem Interesse sein kann. Da hätte es genügt zu verlangen, dass die Behörde in einer Pressemitteilung erwähnen soll, dass man über Täter DNA verfügt.
Ich meine, dass es dir mit diesem Gedanken gut gelungen ist, dich in die Perspektive des Täters hineinzuversetzen.
Dass ein seit Jahrzehnten unbekannter Mörder von den Behörden eine TV-Fahndung für den Kriminalfall fordert, bei dem er selbst der Gesuchte ist, - diese Vorstellung ist geradezu absurd.

Angenommen es wäre wirklich der Mörder gewesen, der sich 45 Jahre nach seiner Tat für den Ermittlungsstand "in seinem Fall" interessiert und für die Frage, ob Täter-DNA gesichert wurde, dann hätte es aus seiner Sicht tatsächlich Sinn gemacht, die Rückmeldung der Behörden auf einem anderen Weg zu verlangen.
Jedenfalls aber nicht, indem er eine Ausstrahlung des Falles bei Aktenzeichen XY verlangt (mehr Staub aufwirbeln geht ja kaum), die ihm zum Verhängnis werden kann.

Aus der Perspektive eines "Wichtigtuers" sieht die Sache natürlich anders aus.
Der wird sich vor Begeisterung kaum wieder einkriegen können darüber, dass es ihm die Ermittler über die Authentizität (oder wenigstens die Möglichkeit, dass das Schreiben authentisch sein könnte) zu täuschen gelang und dass er es mit seiner "Aktion" tatsächlich in den Mittelpunkt einer Ausgabe von Aktenzeichen XY und vor ein Millionenpublikum geschafft hat...


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23.02.2025 um 10:23
Zitat von KieliusKielius schrieb:Dass der Täter, der seit nunmehr 45 Jahren unbehelligt und heute ein alter Mann ist, jetzt "die Flatter" bekommt und aktiv versucht herauszubekommen, was man denn gegen ihn in der Hand hätte (vorausgesetzt dass man ihn denn überhaupt ermitteln würde!), überzeugt mich wie gesagt nicht.
Ich will mich nicht endlos wiederholen. Aber ich hatte hier schon mehrfach betont, dass es für den Täter einen triftigen Grund gegeben haben könnte, „die Flatter“ zu kriegen: die neuen Ermittlungen im Fall Wilbert und der Fahndungserfolg im Mordfall Kölner Karneval.
Zitat von KieliusKielius schrieb:Ich für meinen Teil schließe aus, dass der Mörder von damals vor gut einem Jahr diesen Brief geschrieben hat.
Mittlerweile gehe ich fest davon aus, dass der Brief das "Werk" eines Spinners, Wichtigtuers, Hochstaplers oder Scharlatans ist (oder wie man das auch immer nennen möchte) und dass der Brief nicht (!) authentisch ist. Ich bin davon überzeugt, dass der Briefschreiber, anders als er es im Schreiben behauptet, den Namen des Mörder und dessen Wohnanschrift gar nicht kennt.
Wenn der Briefautor nicht identisch mit dem Mörder wäre, könnte ich Deine Schlussfolgerung nachvollziehen.

Ich glaube auch nicht, dass die Story stimmt und ein Verwandter dem Briefautor auf dem Sterbebett verraten haben soll, dass er den Täter in einem Mordfall kennt., der sich später als Tötungsdelikt Claudia Wilbert entpuppte.

Entweder war dies eine Legende, um dem Täter den Zugang zu Informationen zu ermöglichen, oder da hat jemand auf schändliche Weise fabuliert.


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23.02.2025 um 10:36
Ich denke es gibt in dem Brief ein Detail, das die Ermittler vermuten lässt, dass der Verfasser kein Wichtigtuer ist oder Analysen von Fachleuten haben ergeben, dass der Verfasser kein Spinner ist, sondern tatsächlich etwas weiß. Ich schließe einen Wichtigtuer nicht aus, bevorzuge aber eine andere Theorie.


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23.02.2025 um 11:02
Zitat von camelotcamelot schrieb:Wenn erfahrene Ermittler der Meinung sind, dass der Brief von Bedeutung ist, dann ist es nicht sehr naheliegend, dass der Brief von einem Spinner oder Wichtigtuer ist.
Es ist nirgendwo gesagt worden, dass der Brief von Bedeutung ist und man ihn deshalb veröffentlicht hat.

Die Veröffentlichung kann genauso auch erfolgt sein, weil der Brief von Bedeutung sein könnte und man das eben durch die Veröffentlichung herausfinden möchte. Wobei dann aber auch herauskommen könnte, dass es völliger Blödsinn ist.

Da sich der Verfasser nicht mehr gemeldet hat und die mit Sicherheit durchgeführten Untersuchungen des Briefes als solchem nichts gebracht haben, blieb ja letztlich keine andere Möglichkeit mehr, als den Brief zu veröffentlichen.

Das heißt aber noch lange nicht "die Ermittler glauben sicher, dass der Brief von jemandem verfasst wurde, der etwas weiß und haben den Brief deshalb veröffentlicht".


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23.02.2025 um 13:01
Zitat von brigittschebrigittsche schrieb:Das heißt aber noch lange nicht "die Ermittler glauben sicher, dass der Brief von jemandem verfasst wurde, der etwas weiß und haben den Brief deshalb veröffentlicht".
Das ist ein ganz wichtiger Hinweis, wie ich finde, denn immer mal wieder wurde in dieser Diskussion aus der Tatsache, dass die Kripo die Spur "anonymer Brief" in ihrer öffentlichen Fahndung thematisiert hat, schon versucht abzuleiten, "dass der Brief exklusives Täterwissen enthalten müsse" oder "dass die Ermittler anderweitige Belege für die Authentizität des Briefes besitzen müssten".
Zitat von camelotcamelot schrieb:Ich denke es gibt in dem Brief ein Detail, das die Ermittler vermuten lässt, dass der Verfasser kein Wichtigtuer ist
Diese Schlussfolgerungen sind logischerweise nicht möglich.
Dass der Brief kein exklusives Täterwissen enthalten dürfte, ist seit der Veröffentlichung des vollständigen Textes wohl weitgehender Konsens.

Dass es irgendetwas anderes gäbe, was auf die Authentizität des Briefes hinweisen würde", ist (zumindest nach meiner Einschätzung) eine vage Spekulation.

Aus der Tatsache, dass der "anonyme Brief" bei Aktenzeichen XY thematisiert wurde, und aus den Äußerungen der Ermittler zum Brief (die Ermittler haben zu keiner Zeit verlautbart, dass sie einen Beleg für die Echtheit des Briefes hätten), lässt sich also nur schlussfolgern, dass die Ermittler die Authentizität ds Briefes nicht ausschließen können oder es zumindest für möglich halten, dass der Verfasser "etwas weiß", was die Ermittlungen weiterbringen könnte, und sich deshalb entschlossen, den Brief bei Aktenzeichen XY zu thematisieren.


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23.02.2025 um 14:05
Zitat von KieliusKielius schrieb:Dass es irgendetwas anderes gäbe, was auf die Authentizität des Briefes hinweisen würde", ist (zumindest nach meiner Einschätzung) eine vage Spekulation.
Ich würde es umgekehrt angehen: Der Brief enthält wohl nichts, das offensichtlich und definitiv erkennen lässt, dass er Blödsinn ist.

Wenn dem so wäre, hätte man ihn in die Akte gesteckt und in der Öffentlichkeit kein Wort darüber verloren.

Der Umkehrschluss aber, dass man aus der Veröffentlichung ableiten kann, dass er für definitiv zutreffend gehalten wird, geht dann aber wiederum zu weit.


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23.02.2025 um 14:06
Zitat von KieliusKielius schrieb:lässt sich also nur schlussfolgern, dass die Ermittler die Authentizität ds Briefes nicht ausschließen können oder es zumindest für möglich halten, dass der Verfasser "etwas weiß", was die Ermittlungen weiterbringen könnte,
Also wie ich schon einmal schrieb, der Grund, warum sich die Polizei auch mit Einlassungen von 'Wahrsagern', 'Sehern' und ähnlichen Leuten befasst.

Es könnte eben etwas dran sein, was nicht auf paranormaler Erkenntnis beruht. Oder, in diesem Fall: Es könnte etwas dran sein, wenn vielleicht auch nur im Detail.


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23.02.2025 um 14:16
Zitat von sallomaeandersallomaeander schrieb:Also wie ich schon einmal schrieb, der Grund, warum sich die Polizei auch mit Einlassungen von 'Wahrsagern', 'Sehern' und ähnlichen Leuten befasst.
Stimmt, das kam mir gerade auch in den Sinn. Natürlich würde man als rational denkender Mensch sagen "ach was, Wahrsagerei, Seher, Medien... das ist doch alles Blödsinn, das sind doch nur Wichtigtuer, die sich gute Publicity verschaffen wollen um dann irgendwelchen reichen Unternehmersgattinnen noch besser das Geld für Vorhersagen über die Zukunft aus der Tasche ziehen zu können..."

Andererseits kann es natürlich auch nach dem Motto gehen "auch ein blindes Huhn findet mal ein Korn" - warum also nicht solchen Hinweisen auch mal nachgehen?

Allerdings wird man das nicht tun, wenn das so absurd ist, dass man gleich weiß, es ist Blödsinn. Also z. B. wenn ein "Seher" in einem Vermisstenfall behauptet "Sie wurde von Aliens entführt!". Danke, ab in die Akte damit.

Aber wenn im gleichen Fall gesagt wird "Ich glaube, sie ist tot und liegt in dem und dem Waldstück" - und man dann feststellt, dass dieses Waldstück in der Nähe einer ehemaligen Arbeitsstelle der verschwundenen Person liegt, dann könnte man sich eher denken "naja, warum nicht, lassen wir den Wald mal absuchen, dann haben wir wenigstens nichts versäumt und der Wahrsager geht nicht mit irgendwelchen "die nehmen meine Hinweise nicht ernst" Vorwürfen an die Öffentlichkeit...Und da sie mal dort in der Nähe gearbeitet hat und einige ihrer Freunde auch noch dort arbeiten, wer weiß..."


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23.02.2025 um 15:09
Zitat von brigittschebrigittsche schrieb:Andererseits kann es natürlich auch nach dem Motto gehen "auch ein blindes Huhn findet mal ein Korn" - warum also nicht solchen Hinweisen auch mal nachgehen?
Ich hatte es, als das mal in einem anderen Thread thematisiert wurde, so verstanden, dass das, was ein Wahrsager/Seher usw. als Eingebung oder paranormale Erkenntnis empfindet, durchaus auch Ausfluss realer Wahrnehmungen, Beobachtungen, Gehörtem usw. sein könnte.

Also konkret, ein Rutengänger hat in einem Gespräch auf der Straße den Begriff "Stadtpark Rheinbach" oder "Waldparkplatz sowieso" aufgeschnappt, und fühlt sich dann bemüßigt, da mit seiner Wünschelrute zu suchen, die dann vielleicht erwartungsgemäß auch "zuckt".

Realer Hintergrund: Es hat tatsächlich jemand über die Örtlichkeit gesprochen - und dabei könnte es sich ja um Zeugen, Mitwisser oder Täterschaft gehandelt haben.

Anders ausgedrückt: Die Polizei glaubt nicht an Übersinnliches, bzw. macht es nicht zur Maxime ihrer Arbeit.


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23.02.2025 um 17:29
Zitat von sallomaeandersallomaeander schrieb:Ich hatte es, als das mal in einem anderen Thread thematisiert wurde, so verstanden, dass das, was ein Wahrsager/Seher usw. als Eingebung oder paranormale Erkenntnis empfindet, durchaus auch Ausfluss realer Wahrnehmungen, Beobachtungen, Gehörtem usw. sein könnte.

Also konkret, ein Rutengänger hat in einem Gespräch auf der Straße den Begriff "Stadtpark Rheinbach" oder "Waldparkplatz sowieso" aufgeschnappt, und fühlt sich dann bemüßigt, da mit seiner Wünschelrute zu suchen, die dann vielleicht erwartungsgemäß auch "zuckt".

Realer Hintergrund: Es hat tatsächlich jemand über die Örtlichkeit gesprochen - und dabei könnte es sich ja um Zeugen, Mitwisser oder Täterschaft gehandelt haben.
Das kann natürlich auch sein, aber wenn ich versuche, mich an solche Fälle zu erinnern, dann fällt mir gerade keiner ein, bei dem so eine Verbindung denkbar gewesen wäre.

Wenn z. B. ein Hellseher in Hamburg etwas über einen Mord aus Berlin mitteilt, ist es dagegen relativ unwahrscheinlich, dass er es in München unbewusst auf der Straße gehört hat.

Aber das ist ein andere Thema und hat hier mit diesem Fall nichts zu tun. Denn der Briefschreiber ist ja kein als solcher auftretender Hellseher o. Ä. sondern gibt zumindest an, er habe eine bestimmte Quelle für sein angebliches Wissen.


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23.02.2025 um 21:45
Zitat von brigittschebrigittsche schrieb:Aber das ist ein andere Thema und hat hier mit diesem Fall nichts zu tun. Denn der Briefschreiber ist ja kein als solcher auftretender Hellseher o. Ä. sondern gibt zumindest an, er habe eine bestimmte Quelle für sein angebliches Wissen.
Ja, das stimmt schon. Aber hier tauchte ja auch die Frage auf, warum die Polizei sich mit einem anonymen Schreiben so umfänglich befasst - auch dieser Brief kann, ungeachtet seiner Authentizität insgesamt, reale Elemente enthalten bzw. in Teilen auf realen Gegebenheiten basieren.

Vermutlich erhält die Polizei allerhand Eingaben von sehr unterschiedlicher Qualität, und wohl auch von unterschiedlichem Wert.

Bei den Fahndern wird sicher ein professionelles Bauchgefühl vorhanden sein, welcher Hinweis "heiß" sein kann. Vielleicht aus Gründen, die uns, als Laien, gar nicht gleich ins Auge springen.

Sollte ein Täter gefunden und verurteilt werden, verrät man uns vielleicht irgendwann, was genau diesem Schreiben so viel Aufmerksamkeit eingebracht hat.


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23.02.2025 um 22:07
Zitat von sallomaeandersallomaeander schrieb:Ja, das stimmt schon. Aber hier tauchte ja auch die Frage auf, warum die Polizei sich mit einem anonymen Schreiben so umfänglich befasst - auch dieser Brief kann, ungeachtet seiner Authentizität insgesamt, reale Elemente enthalten bzw. in Teilen auf realen Gegebenheiten basieren.
Es wurde ja gesagt, dass der Brief sich mit den Ermittlungsergebnissen deckt. Alles andere, also die ganze Story drum herum, kann man aufgrund der vagen Angaben ja nicht überprüfen.

Damit ist zunächst aber mal nur klar, dass der Verfasser sich in dem Fall auskennt. Dabei handelt es sich aber sicher nicht um Täterwissen, denn dann wäre der Brief nicht (vollständig) veröffentlicht worden.

Nur kann der Verfasser dieses Wissen auch durch Gerüchte, aus alten Zeitunsgsartikeln oder Gespräche mit ihm zufällig bekannten Zeugen von damals haben.

Nur ist die einzige Möglichkeit das herauszufinden eben den Verfasser zu finden. Und da er sich nicht mehr gemeldet hat, bleibt nur noch, den Brief zu veröffentlichen in der Hoffnung, dass man ihn entweder findet oder er sich noch mal meldet und die Karten auf den Tisch legt.

Das bedeutet aber alles noch lange nicht, dass man fest davon überzeugt ist, dass der Verfasser wirklich einen Täter benennen kann und kein "Spinner" ist.

Man sollte also nicht unbedingt denken: "Aha, die haben den Brief veröffentlicht, also gehen sie davon aus, dass der Verfasser den Täter kennt!" sondern ich denke, sie haben den Brief veröffentlicht, weil sie keine andere Möglichkeit mehr sehen, das herauszufinden.


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23.02.2025 um 23:56
Moin, ich möchte gerne in die Diskussion mit einsteigen.

Ich habe mir eben den Beitrag von Aktenzeichen XY zu CW angeschaut und die Diskussion hier oberflächlich überflogen.

Ich schließe mich tatsächlich der Theorie an, das der Brief vom Täter stammt. Irgendwie kommt der Brief mir sehr komisch vor. Er fragt 2x ob die Kriminalpolizei die Täter-DNA verfügt und versucht sehr überzeugend zu wirken, das er weiß wer der Täter ist.

Besonders ein Detail erschließt mir irgendwie nicht: Der Verwandter soll sein Wissen im Sterbebett an den Autor weitergegeben haben. Mal angenommen, die Geschichte stimmt. Als Grund gibt der Autor an, das sein Verwandter um die Sicherheit seiner Ehefrau gefürchtet hat und deswegen ihn nicht angezeigt hat. Wenn er wirklich Angst gehabt hat, das der Täter wieder zuschlägt, hätte er doch erst Recht zur Polizei gehen müssen. Das ergibt irgendwie alles kein Sinn.


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Mordfall Claudia Wilbert

24.02.2025 um 00:17
@Alster2197

Herzlich willkommen in der Runde!
Zitat von Alster2197Alster2197 schrieb:Besonders ein Detail erschließt mir irgendwie nicht: Der Verwandter soll sein Wissen im Sterbebett an den Autor weitergegeben haben. Mal angenommen, die Geschichte stimmt. Als Grund gibt der Autor an, das sein Verwandter um die Sicherheit seiner Ehefrau gefürchtet hat und deswegen ihn nicht angezeigt hat. Wenn er wirklich Angst gehabt hat, das der Täter wieder zuschlägt, hätte er doch erst Recht zur Polizei gehen müssen. Das ergibt irgendwie alles kein Sinn.
Die Darstellung mit der Angst und Sorge macht überhaupt keinen Sinn, wie schon mehrfach hier im Thread diskutiert. Kinder schützt man auf dem Schulweg nämlich nicht mit Schlagstöcken zu Hause.
Zitat von Alster2197Alster2197 schrieb:Er fragt 2x ob die Kriminalpolizei die Täter-DNA verfügt und versucht sehr überzeugend zu wirken, das er weiß wer der Täter ist.
Die sprachliche Kompetenz des Briefes zeigt eine gewisse Bildung, allerdings wirkt die Strukturierung des Briefes auf mich eher wie ein 1. Entwurf, also so, wie wenn jemand einfach alles runtergeschrieben hätte. Mit cut und paste an die richtige Stelle wären die vielen Doppelungen aufgefallen. Die Frage nach der DNA erscheint naiv und vollkommen unüberlegt. Wie könnten die Ermittler das einfordern, was der Autor in Aussicht gestellt hat. Bei einem solchen Deal müsste man ein wenig in Vorleistung treten.

Wie auch immer, die Geschichte mit der Angst erscheint mir vollkommen unrealistisch. Darüber hinaus glaube ich nach wie vor nicht, dass ein alleinstehender Mann um die 30 ein biederes, aber teures Familienauto gefahren hat. Weiter oben habe ich die Preisliste von damals verlinkt und auch die Durchschnittseinkommen.


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