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Mordfall Claudia Wilbert

2.097 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Mord, Auto, Wald ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Mordfall Claudia Wilbert

24.02.2025 um 01:00
Zitat von sallomaeandersallomaeander schrieb:Sollte ein Täter gefunden und verurteilt werden, verrät man uns vielleicht irgendwann, was genau diesem Schreiben so viel Aufmerksamkeit eingebracht hat.
Bis dahin brauchen wir uns dann zum Glück doch nicht in Geduld zu üben, denn diese Frage hat uns der für den Fall zuständige Kommissar bereits am 11.09.2024 in "Aktenzeichen XY" - der Sendung, in der der anonyme Brief thematisiert wurde, - beantwortet.

User @Grillage hatte die entscheidenden Sätze des Kommissars mitgeschrieben und hier gepostet:
Zitat von GrillageGrillage schrieb am 16.09.2024:"Wenn uns ein Zeuge einen Hinweis gibt, dass er möglicherweise den Täter kennt und uns auch noch seine Personalien und die Wohnanschrift nennt, dann müssen wir das ernst nehmen. Und auch die Angaben, dieser Inhalt dieses Briefes deckt sich doch ziemlich mit unseren Ermittlungsergebis bisher. "



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24.02.2025 um 14:20
@Kielius hatte aus folgendem Beitrag von
Grillage zitiert:
Zitat von GrillageGrillage schrieb am 16.09.2024:Im Filmfall wird explizit gesagt, dass der Name des Täters im Brief nicht genannt wird. Der Komissar Wirges sagt aber gleich zu Beginn des Gesprächs im Studio:

"Wenn uns ein Zeuge einen Hinweis gibt, dass er möglicherweise den Täter kennt und uns auch noch seine Personalien und die Wohnanschrift nennt, dann müssen wir das ernst nehmen. Und auch die Angaben, dieser Inhalt dieses Briefes deckt sich doch ziemlich mit unseren Ermittlungsergebis bisher. "
So ganz klar scheint das ja alles nicht zu sein.

Wo hat der Briefautor denn die Personalien und die Wohnanschrift des Täters genannt?

Gibt es da möglicherweise noch einen zweiten Brief? In ersten, kürzlich veröffentlichten Schreiben sind jedenfalls Personalien und Wohnanschrift nicht aufgeführt.


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24.02.2025 um 15:41
Zitat von TiergartenTiergarten schrieb:"Wenn uns ein Zeuge einen Hinweis gibt, dass er möglicherweise den Täter kennt und uns auch noch seine Personalien und die Wohnanschrift nennt, dann müssen wir das ernst nehmen. Und auch die Angaben, dieser Inhalt dieses Briefes deckt sich doch ziemlich mit unseren Ermittlungsergebis bisher. "
Das kommt gesprochen aber ganz anders rüber als geschrieben.
Ich verstehe das alles auf das "Wenn".... und "möglicherweise" bezogen.
Zitat von TiergartenTiergarten schrieb:Gibt es da möglicherweise noch einen zweiten Brief? In ersten, kürzlich veröffentlichten Schreiben sind jedenfalls Personalien und Wohnanschrift nicht aufgeführt.
Das macht ja gar keinen Sinn und wird auch nicht nur ansatzweise erwähnt.


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24.02.2025 um 16:06
Zitat von TiergartenTiergarten schrieb:Wo hat der Briefautor denn die Personalien und die Wohnanschrift des Täters genannt?
Hat er nicht. Bis heute nicht.

Der Kommissar hat in der Live-Sendung am 11.09.24 frei geredet und sich im Studiogespräch mit dem Moderator lediglich versprochen oder falsch ausgedrückt.
Zitat von RotkäppchenRotkäppchen schrieb:Ich verstehe das alles auf das "Wenn".... und "möglicherweise" bezogen.
Ja, ganz genau. So sehe ich das auch.

Wie wir längst wissen, in Kenntnis des vollständigen Brieftextes und aus anderen Quellen, in denen sich die Ermittler äußerten, hat der Verfasser in seinem Brief behauptet, den Namen und die Adresse des Mörders zu kennen, und nur in Aussicht gestellt, den Behörden diese Angaben zu nennen.


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24.02.2025 um 18:31
Zitat von KieliusKielius schrieb:Der Kommissar hat in der Live-Sendung am 11.09.24 frei geredet und sich im Studiogespräch mit dem Moderator lediglich versprochen oder falsch ausgedrückt.
Danke für die Aufklärung!


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24.02.2025 um 18:59
Zitat von KieliusKielius schrieb:Der Kommissar hat in der Live-Sendung am 11.09.24 frei geredet und sich im Studiogespräch mit dem Moderator lediglich versprochen oder falsch ausgedrückt.
Ja, das glaube ich auch. Ich denke, dass er eigentlich sinngemäß in etwa sagen wollte:
"Wenn uns ein Zeuge einen Hinweis gibt, dass er möglicherweise den Täter kennt und dass er uns auch noch seine Personalien und die Wohnanschrift nennen kann, dann müssen wir das ernst nehmen. Und auch die Angaben, dieser Inhalt dieses Briefes deckt sich doch ziemlich mit unseren Ermittlungsergebis bisher. "
Also: der Zeuge ( = der Briefeschreiber) hat in dem Brief der Polizei den Hinweis gegeben, dass er die Personalien und die Wohnanschrift der von ihm verdächtigten Person kennt und nennen könnte.


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24.02.2025 um 20:21
Zitat von GrillageGrillage schrieb:Also: der Zeuge ( = der Briefeschreiber) hat in dem Brief der Polizei den Hinweis gegeben, dass er die Personalien und die Wohnanschrift der von ihm verdächtigten Person kennt und nennen könnte.
Es würde ja auch überhaupt keinen Sinn machen, noch weiter nach dem Verfasser des Briefes zu suchen, wenn er wirklich den Namen und die Adresse genannt hätte. Denn dann würde man sich ja an denjenigen halten, der da benannt wurde.

Und wenn dann herauskäme, dass der nichts damit zu tun hat, dann ist die Sache mit dem Brief ja ohnehin erledigt. Und wenn herauskäme, dass er der Täter ist, dann erst recht.

Und wenn es denjenigen, der benannt wurde, gar nicht gibt, dann wäre klar, dass der Briefschreiber entweder ein Spinner ist oder sich fundamental geirrt hat. Und nur in dem letzteren Fall wäre es sinnvoll, dann noch mal Kontakt mit dem Briefschreiber aufzunehmen um wenigstens den Versuch zu unternehmen, da noch weitere Informationen zu bekommen die dann doch auf den richtigen Weg führen.


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25.02.2025 um 22:55
Zitat von GrillageGrillage schrieb am 16.09.2024:"Wenn uns ein Zeuge einen Hinweis gibt, dass er möglicherweise den Täter kennt und uns auch noch seine Personalien und die Wohnanschrift nennt, dann müssen wir das ernst nehmen. Und auch die Angaben, dieser Inhalt dieses Briefes deckt sich doch ziemlich mit unseren Ermittlungsergebis bisher. "

(ab ca. Minute 23:36)
Diesen wichtigen Satz hatte ich schon fast vergessen.

Ich denke, das war eine Freudsche Fehlleistung. Der Kommissar deutet genau das an, was er nicht sagen wollte. Das kann schon mal passieren. Mit anderen Worten, der Kommissar hatte
Zitat von sallomaeandersallomaeander schrieb am 16.09.2024:sich im Studio verplappert
Zitat von TiergartenTiergarten schrieb:Gibt es da möglicherweise noch einen zweiten Brief?
Es gibt insgesamt 3 Briefe des Briefschreibers und zwar an
1) das Zweite Deutsche Fernsehen
2) das Bayerische Landeskriminalamt
3) das Polizeipräsium Bonn.

Veröffentlicht wurde nur Brief 1.

Was Briefe 2 und 3 beinhalten, wissen nur der Briefschreiber und die Polizei.

Der Briefschreiber könnte seine Mitteilungen an das Zweite Deutsche Fernsehen und an die Polizei differenziert haben. Vielleicht weiß die Polizei viel mehr als sie preisgibt.


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25.02.2025 um 23:17
Zitat von FüchschenFüchschen schrieb:Was Briefe 2 und 3 beinhalten, wissen nur der Briefschreiber und die Polizei.
Und genauso wissen wir nicht, ob diese Briefe nicht einfach identisch waren. Es ist keineswegs gesagt, dass in einem dieser Briefe ein Name und/oder eine Adresse genannt werden.

Was ja auch Unsinn wäre, denn warum soll man in einem Brief behaupten, man wolle den Namen nicht nennen und dann in einem anderen tut man es doch? Dann wird der Name doch publik werden, also darf man ihn nirgendwo nennen.

Mal abgesehen davon, dass die Briefe früher oder später ja doch alle bei der Polizei landen.


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26.02.2025 um 01:30
Zitat von FüchschenFüchschen schrieb:Es gibt insgesamt 3 Briefe des Briefschreibers und zwar an
1) das Zweite Deutsche Fernsehen
2) das Bayerische Landeskriminalamt
3) das Polizeipräsium Bonn.

Veröffentlicht wurde nur Brief 1.

Was Briefe 2 und 3 beinhalten, wissen nur der Briefschreiber und die Polizei.
Autsch, das tut weh...

Es gibt nur einen anonymen Brief, der in drei Ausfertigungen verschickt wurde.
Das ist nun wirklich "Grundlagenwissen" zu diesem Fall.

Zur Auffrischung empfohlen sei dir Aktenzeichen XY, die Sendung vom 11.09.2024:
https://www.dailymotion.com/video/x97fl1k


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26.02.2025 um 08:53
Zitat von KieliusKielius schrieb:Das ist nun wirklich "Grundlagenwissen" zu diesem Fall.
Vielleicht sollten wir auch in diesem Fall von der Möglichkeit des Themen-Wikis Gebrauch machen.

Ich musste meinen kürzlich zitierten Beitrag vom September des letzten Jahres (!) selbst noch einmal nachlesen, da dieser Fall sich nun doch, auch durch die zunächst "portionsweise", schließlich vollständige Veröffentlichung des anonymen Briefes, immer wieder neu entfacht hat, so dass einige wesentliche Fakten vielleicht "griffbereit" im Wiki abrufbar sein sollten.

Das Erstellen des Wiki ist mühselig und bringt im Vergleich wenige Meriten, aber vielleicht macht sich ja jemand die Arbeit.

Im übrigen fand ich die Idee von @Füchschen
, dass es Abweichungen der drei Kopien voneinander geben könnte, gar nicht so uninteressant, glaube aber auch, das ausschließen zu können.

Klar ist aber in jedem Fall, dass die Polizei uns nicht alles, was sie zum Fall weiß, mitteilen wird, muss, und darf. Eine "Binse", wie man heute sagt.

Der Knüller wäre ja, wenn sie den Schreiber längst identifiziert hätte. Da glaube ich allerdings weniger daran. Aber ihn zu kennen, und das Schreiben zur Verifikation und zur Generierung weiterer Hinweise dennoch als anonym zu veröffentlichen, wäre ja nicht unschlau.


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26.02.2025 um 09:11
Zitat von FüchschenFüchschen schrieb:Der Briefschreiber könnte seine Mitteilungen an das Zweite Deutsche Fernsehen und an die Polizei differenziert haben.
Ein interessanter Gedanke ;-).

Es koennte sich ja nur um einen kleinen Abschnitt handeln, der exklusiv den Behoerden mitgeteilt wurde und der noch ein interessantes Detail enthaelt.
Zitat von sallomaeandersallomaeander schrieb:Im übrigen fand ich die Idee von @Füchschen
, dass es Abweichungen der drei Kopien voneinander geben könnte, gar nicht so uninteressant, glaube aber auch, das ausschließen zu können.
Aber letztendlich denke ich wie Sallomaender, dass die 3 Briefe wohl inhaltlich identisch waren.
Auch wenn wir natuerlich nicht wissen, wie die Ermittler agieren.
Manche Faelle werden ja in AK XY und Hallo Deutschland praesentiert und oft hatte ich dann ein ganz anderes Bild von dem Fall.
Z.B. im Fall Wirtz waren die inhaltl. Unterschiede gross.
Das koennte hier auch der Fall sein.


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26.02.2025 um 12:27
Zitat von JustsayingJustsaying schrieb:Es koennte sich ja nur um einen kleinen Abschnitt handeln, der exklusiv den Behoerden mitgeteilt wurde und der noch ein interessantes Detail enthaelt.
Und warum sollte er das tun? Wenn er bestimmte Dinge nicht nennen will, dann wird er sie niemandem gegenüber nennen. Einfach weil er nicht wissen kann, ob und wenn ja welche Variante am Ende veröffentlicht wird.

Dieses "Oh, vielleicht sind die Briefe ja unterschiedlich und es gibt in den anderen Varianten irgendwelche Informationen, die wir nicht kennen!" ist doch jetzt mal wieder ein "das ist der Wunsch der Vater des Gedankens" Status den jede Diskussion hier irgendwann mal erreicht wenn es keine neuen Infos mehr gibt und einem die Anhaltspunkte ausgehen mit denen man sich irgendwas schönreden kann.


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26.02.2025 um 12:46
@brigittsche
ganz genau.

Zudem der Briefeschreiber ja extra schreibt, dass er keinen Namen nennt, wenn er nicht erfährt ob sie DNA gefunden haben?
Wasmacht das dann für nen Sinn den Namen in einem anderen Brief ev zubenennen? Richtig keinen.
Ausserdem würde es überhaupt keinen Sinn machen den Brief überhaupt zu veröffentlichen mMn.

Ich denke jetzt geht es echt wieder in eine sehr komische Richtung oder bei manch einem geht die Fanatsie durch.


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26.02.2025 um 13:02
Zitat von KieliusKielius schrieb:Es gibt nur einen anonymen Brief, der in drei Ausfertigungen verschickt wurde.
Das ist nun wirklich "Grundlagenwissen" zu diesem Fall.
Klar weiß ich das!
Zitat von JustsayingJustsaying schrieb:Es koennte sich ja nur um einen kleinen Abschnitt handeln, der exklusiv den Behoerden mitgeteilt wurde und der noch ein interessantes Detail enthaelt.
Entweder kann man sich das so vorstellen wie @Justsaying das beschreibt oder der Briefschreiber hat vielleicht ein separates Schreiben dazugelegt, nur an die Bonner Polizei, mit Infos zu dem Mord an Claudia Wilbert.

Spekulation: Natürlich stand dann auf dem Schreiben exklusiv an die Polizei nicht drauf: Nachrichtlich an Aktenzeichen xy. Wohl aber erhielt die Polizei das Schreiben an Aktenzeichen xy. Das meinte ich mit differenzierter Behandlung der Addressaten.

Die Polizei sollte wissen, dass Aktenzeichen xy informiert ist auf dem Niveau, das sie dem Schreiben an das Zweite Deutsche Fernsehen entnehmen kann.

Möglicherweise war der Briefschreiber schlauer als ich bisher gedacht hatte.


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26.02.2025 um 13:28
Zitat von sallomaeandersallomaeander schrieb:Im übrigen fand ich die Idee von @Füchschen
, dass es Abweichungen der drei Kopien voneinander geben könnte, gar nicht so uninteressant, glaube aber auch, das ausschließen zu können.
Meiner Meinung nach kann man das ausschließen. Der Schreiber nutzt doch sogar im Briefkopf den Vermerk "Nachrichtlich:" und führt dann die anderen Adressaten auf, an die er den breif ebenfalls gesendet hat. Dieser Ausdruck ist "nachrichtlich" ist in meinen Augen ziemlich antiquiert, ich weiß nicht, ob ich den überhaupt schon einmal irgendwo in einem Schreiben lesesen habe, bewusst wahrgenommen habe ich ihn sicherlich zum ersten Mal in diesem Brief.
Die Verwendung dieses Begriffs hat sowas formal-korrektes an sich. Der Schreiber konnte ja sicher sein, dass wenn er den Brief nur an einen dieser Empfänger geschickt hätte, schon die richtigen Schritte eingeleitet worden wären. Das LKA Bayern hätte sicher das eigentlich zuständige LKA NRW informiert und das wiederum hätte sicher die ermittelnde Polizeidienststelle informiert und dort Rücksprache gehalten. Die XY-Redaktion hätte sicher die Polizei informiert (wahrscheinlich das LKA NRW) und dann wäre der Brief schon bei der zuständigen Stelle gelangt.
Hätte er den Brief nur an die zuständige Polizeidienststelle geschickt, hätte es natürlich sein können, dass die den Brief nicht so ganz ernst nehmen und denken, er sei eh von einem Spinner.
Insofern denke ich, dass der Grund, warum er den Brief an diese drei Stellen geschickt hat, war, dass er damit einen gewissen Handlungsdruck aufbauen und sicher gehen wollte, dass der Brief auch Ernst genommen wird und dass halt mehr als eine Stelle davon erfährt und dann bei den jeweils anderen Kontakt aufnimmt, womit der Brief schon mal einen anderen Stellenwert bekommen hat, als wenn er einfach nur bei irgendeinem Komissar auf dem Schreibtisch gelandet wird.
Für mich deutet das darauf hin, wie sehr dem Schreiber die Frage nach der DNA, um die es ihm meiner Meinung nach eigentlich geht, unter den Nägeln brennt. Den Grund, den er nennt (damit ein von ihm versehentlich zu Unrecht Verdächtigter sicher entlastet werden kann), halte ich für vorgeschoben, denn ich denke, dass der Brief vom Täter ist, der herausfinden will, wie nah ihm die Polizei bei ihren Ermittlungen schon gekommen ist.
Zitat von brigittschebrigittsche schrieb:Und warum sollte er das tun? Wenn er bestimmte Dinge nicht nennen will, dann wird er sie niemandem gegenüber nennen. Einfach weil er nicht wissen kann, ob und wenn ja welche Variante am Ende veröffentlicht wird.
Das ist der nächste Punkt. Welchen Sinn (aus Sicht des Schreibers) sollte das denn haben?! Mir fällt keiner ein, außer sich einen Spaß daraus zumachen, zu überprüfen, ob die Polizei auch alle drei Briefe sorgfältig ließt.
Da der Täter ja zweimal im Brief danach fragt, ob die Ermittler DNA haben, scheint das ein wichtiges Thema für ihn zu sein. Daraus schließe ich mal, dass ihm auch die Möglichkeit, dass er DNA oder Fingerabdrücke am Brief hinterlassen und über diese später identifiziert werden könnte, bewusst gewesen sein dürfte, weswegen er da sicherlich Vorsichtsmaßnahmen getroffen hat. Und das Risiko, an einem Brief Spuren zu hinterlassen ist bei drei abgeschickten Briefen nunmal dreimal so hoch, wie wenn er nur einen Brief abgeschickt hätte. Insofern war es ihm zumindest so wichtig, den Brief an all dieses Adressaten zu schicken, dass er dieses Risiko und den Aufwand, den er wahrscheinlich dafür betrieben hat, um Spuren zu verhindern, in Kauf genommen hat.
Das ist für mich eben auch ein Grund, auszuschließen, dass er mit zwei oder gar drei voneinander abweichenden Briefinhalten der Polizei einfach nur ein "Rätsel" aufbinden wollte, denn mehr wäre das nicht gewesen. Er musste doch eh davon ausgehen, dass der Brief an XY direkt an die Polizei zur Spurensicherung weitergeleitet wird und nicht einfach bei irgendeinem ZDF-Redakteur im Ordner "Ideen für zukünftige XY-Fälle" abgeheftet wird.
Zitat von brigittschebrigittsche schrieb:Dieses "Oh, vielleicht sind die Briefe ja unterschiedlich und es gibt in den anderen Varianten irgendwelche Informationen, die wir nicht kennen!" ist doch jetzt mal wieder ein "das ist der Wunsch der Vater des Gedankens" Status den jede Diskussion hier irgendwann mal erreicht wenn es keine neuen Infos mehr gibt und einem die Anhaltspunkte ausgehen mit denen man sich irgendwas schönreden kann.
Sehe ich genauso, da ist mal wieder mit einem hier die Fantasie durchgegangen, weil es doch viel schöner, wäre, wenn der Fall gelöst werden würde.
Nur dass alle Aktionen die die Polizei bisher zu dem Brief gemacht hat, überhaupt keinen Sinn ergeben würden, wenn es so wäre, wie der Benutzer hier angenommen hat.


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Mordfall Claudia Wilbert

26.02.2025 um 13:37
Zitat von FüchschenFüchschen schrieb:Entweder kann man sich das so vorstellen wie @Justsaying das beschreibt oder der Briefschreiber hat vielleicht ein separates Schreiben dazugelegt, nur an die Bonner Polizei, mit Infos zu dem Mord an Claudia Wilbert.

Spekulation: Natürlich stand dann auf dem Schreiben exklusiv an die Polizei nicht drauf: Nachrichtlich an Aktenzeichen xy. Wohl aber erhielt die Polizei das Schreiben an Aktenzeichen xy. Das meinte ich mit differenzierter Behandlung der Addressaten.
Natürlich könnte das so gewesen sein.

Es macht nur absolut keinen Sinn, weil der Briefschreiber ja nicht wissen kann, was die Polizei dann macht. Wenn sie beschließt, "ihren" Brief zu veröffentlichen, dann sind die, vermeintlich so exklusiv den Behörden mitgeteilten, Details in der Öffentlichkeit.

Und umgekehrt kann der Briefschreiber sich an fünf Fingern abzählen, dass die Aktenzeichen XY-Redaktion "ihren" Brief nicht einfach so, ohne Rücksprache mit den Ermittlern, veröffentlichen wird.

In dem Augenblick, wo er an wen auch immer Dinge in einem Brief schreibt, endet für ihn die Kontrolle darüber.

Das heißt: Wenn es Dinge gibt, die seiner Meinung nach nicht, auf gar keinen Fall, veröffentlicht werden sollen, darf er sie in keinen Brief schreiben, egal an wen.

Und daher halte ich es für ausgeschlossen, dass es eine weitere Variante dieses Briefes gibt, in der dann irgendwelche weiteren Informationen stehen, die über das in dem veröffentlichten Brief Enthaltene hinausgehen.

Ich finde es auch bedauerlich, dass der Brief anscheinend nicht weitergeholfen hat. Aber deshalb sollte man nun nicht dazu übergehen, sich irgendwelche Hilfskonstruktionen auszudenken nur damit man sich nicht eingestehen muss, dass da offensichtlich nichts bei herausgekommen ist oder der Briefschreiber gar überhaupt nichts zu sagen hat. So interessant diese Gedankenspiele auch sein mögen.


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26.02.2025 um 14:14
Wichtig ist auch die Frage, warum die Kripo diesen Brief veröffentlicht hat? Ich kann mir denken warum. Würde sie es tun, wenn sie dem Brief und dessen Verfasser vertrauen würde? Oder wirklich annehmen würde, dass der Schreiber wirkliches Wissen über den Täter hat? Ich denke nein.
MMn hat sie den Brief veröffentlicht, damit sich ev jemand meldet, der den Schreibstil, die Formulierungen oder einen ev Mitwisser erreichen kann, der sich dann vielleicht meldet.
Um so vielleicht abklopfen kann was an dem Brief nun wirklich wahr ist.

Noch ein Grund ist mMn, der Schreiber hat ja einiges aus dem Nähkästchen geplaudert, wie das der Verstorbene Gaspistolen, Schlagstöcke usw, versteckt hat, sehr vorsichtig war, 1978 geheiratet hat, verstorben ist, seine Frau dem Mordopfer ähnlich sieht etc, dass die Möglichkeit besteht, dass sich jemand meldet , der die Familie kennt.

Denn der Verstorbene hat den damals noch sehr jungen Briefeschreiber ja eingetrichtert, warum er das alles tut, dann ist die Annahme doch berechtigt , das er das auch noch anderen erzählt hat. Diese Leute sich ev daran erinnern und sich melden.
Das ist so eine Überlegung meinerseits.


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Mordfall Claudia Wilbert

26.02.2025 um 14:42
Zitat von GrillageGrillage schrieb:ich denke, dass der Brief vom Täter ist, der herausfinden will, wie nah ihm die Polizei bei ihren Ermittlungen schon gekommen ist.
Die "verlockende", weil zugegebenermaßen ja irgendwie auch "faszinierende" Vorstellung, der Mörder von damals könnte den anonymen Brief geschrieben haben um herauszubekommen, wie nah man ihm in der Gegenwart "auf den Fersen" sein könnte, ist nicht zu Ende gedacht.

Selbst wenn der Mörder, der 45 Jahre nach der Tat ca. 65 bis 75 Jahre alt ist, versiert sein sollte mit der computergestützten Erstellung von Schreiben und zusätzlich auch als Person den Intellekt und den Bildungsstand haben sollte, den das Aufsetzen des uns bekannten Brieftextes unzweifelsfrei voraussetzt (was natürlich beides nicht ausgeschlossen ist, aber die Theorie "Mörder=Briefschreiber" schon mal um einiges unwahrscheinlicher werden lässt), ergibt diese Überlegung aus folgendem Grund keinen Sinn:

Informationen über den aktuellen Ermittlungsstand oder eine "offizielle Bestätigung", ob die Behörden Täter-DNA sichern oder nicht sichern konnten, würden dem Mörder von damals rein gar nichts (!) nützen. Selbst wenn der Täter erführe, dass die Ermittler schon bald bei ihm vor der Tür stehen könnten, hilft ihm das kein bisschen weiter.
Er hat auf all diese Dinge keinen Einfluss und könnte jegliche Informationen darüber lediglich "zur Kenntnis nehmen".

Die Annahme aber, dass der Mörder 45 Jahre nach der Tat aus Neugier, Angst oder irgendeiner anderen irrationalen Motivation heraus von sich aus den Kontakt zu den Ermittlungsbehörden aufgenommen haben könnte, bleibt unrealistisch.


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Mordfall Claudia Wilbert

26.02.2025 um 14:43
Wenn die Geschichte stimmt, die im Brief erzählt wird, könnte sich auch jemand Drittes melden, der den Täter kennt. Also etwa so:

"Als ich Ende der Siebziger in Bonn gearbeitet habe, da waren doch meine Kollegen Klaus und Peter immer zusammen unterwegs, meistens mit der Sabine. Der damaligen Freundin vom Klaus. Haben Sabine und Klaus nicht 1979 geheiratet und hat sich Peter danach nicht komisch verhalten und war dann irgendwann weg? Das Auto vom Peter, war das nicht gelb? Könnte sogar ein Ford gewesen sein. Das ist ja ein Ding, vielleicht sollte ich mich doch mal melden."

Das ist für mich ein Hauptgrund für die Veröffentlichung des Inhalts durch die Polizei. Man kann so unter Umständen Täter oder/ und Täter finden, wobei beide nicht ein und dieselbe Person sein müssen.

Dazu muss die Geschichte des Schreibers natürlich stimmen und der Zeuge auch noch leben.


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