IreneAdler schrieb:Aber deutet dann nicht das
Zitat von sallomaeandersallomaeander schrieb:
Auf diesen Fall angewendet heißt das, wenn die Poizei im Auto keine Fremdspuren sichern konnte, ist das Auto sehr wahrscheinlich nicht von einem Unbekannten gefahren worden.
und das
Zitat von sallomaeandersallomaeander schrieb:
Wenn die Polizei keine Kontakte vor Ort ermitteln konnte, gab es wahrscheinlich keine.
doch wieder auf einen Täter aus dem engsten Freundes- oder gar Familienkreis?
Ich denke, dass diese Folgerung einerseits naheliegend, andererseits aber nicht weitreichend genug ist. Die fehlenden Fremdspuren im Auto können am einfachsten dadurch erklärt werden, dass nicht etwa ein weiterer legitimer Benutzer das Auto gefahren hat, sondern gar niemand anderes als BA selbst. Dass es wahrscheinlich keine Kontakte vor Ort gab, die außerhalb der Arbeitssphäre liegen, lenkt die Aufmerksamkeit zum einen auf diesen berufsbedingten Bekanntenkreis, zum anderen aber auch auf eine bislang mehr oder weniger unbekannte Person.
Zu den Fakten in diesem Fall gehört auch die Physis des Tatopfers. In den
https://www.ksta.de/region/rhein-sieg-bonn/lohmar/zuletzt-am-flughafen-frankfurt-hahn-gesehen-birgit-a--aus-lohmar-wird-vermisst---polizei-schliesst-straftat-nicht-aus-988544?cb=1637045647035& wird BA als ca. 165 cm groß und schlank beschrieben. Laut einer
Tabelle der gesunden Gewichtsspannen könnte BA demnach zwischen 54 und 68 kg gewogen haben, wobei ich nach den bekannten Fotos eher vom unteren Bereich dieser Spanne ausgehe.
Es stellt sich mir die Frage, ob BA nicht von einem sehr kräftigen Täter bzw. mehreren Tätern überwältigt und eventuell sogar über eine bestimmte Strecke weggetragen worden sein könnte.
cododerdritte schrieb:- des Ortes - einerseits mitten im Ort, allerdings auch in einem sehr kleinen Ort, wo jeder jeden kennt, ein Fremder schnell auffällt und man auch wenn es recht früh am Samstagmorgen ist, jederzeit damit rechnen muss, dass zufällig jemand um die Ecke biegt oder aus dem Fenster schaut
Ob ein Mensch einem anderen Menschen an einem bestimmten Ort auffällt, hängt mMn von sehr vielen Faktoren ab. Je nach bestimmten Eigenschaften von Beobachtendem und Beobachteten ergeben sich bestimmte
Attribuierungen. Davon hängt u.a. ab, ob wir eine Person als bedrohlich wahrnehmen oder ihr einen sozialen Status zuweisen, der diese Person überhaupt für uns "bemerkenswert" macht oder nicht.
Ich will damit zum Ausdruck bringen, dass "Fremdheit" allein kein hinreichender Grund ist, Aufmerksamkeit zu erregen. Beispielsweise ist ein DHL-Zusteller in der Straße mit gewisser Wahrscheinlichkeit ortsfremd, erregt aber kein Aufsehen, da seine Anwesenheit beruflich motiviert ist. Durch seine soziale Rolle (Dienstleister) ist er als Person oder Individuum einem Betrachter vielleicht gleichgültig - es sei denn, er ist z.B. attraktiv und fällt dadurch einer annähernd gleichaltrigen Person besonders auf.
Zur Motivation des Täters: Ich schrieb bereits in einem früheren Beitrag, dass beim Tod einer Frau ein sexuelles Motiv immer im Raum steht. Wenn man sich ein wenig in die
Incel-Thematik einliest, die ja u.a. auch beim Halle-Attentäter eine entscheidende Rolle gespielt hat, könnte auch ein sexuell frustrierter Täter ohne Chance auf eine Partnerschaft mit einem
misogynischen Motiv in Frage kommen.
Aber das ist reine Spekulation. Ich denke, dass die eingesetzten
Profiler der LKÄ NRW und RP sich aus den Fakten, die wir ja nur zum Teil kennen, bereits ein umfassendes Bild eines möglichen Täters gemacht haben werden.