Cassandra71
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Auf den Punkt gebracht. Und das kann man auch zur Ergründung von Kochs Motivation anwenden. Wenn der an den Ermittlungen beteiligt war und Darsow für ein Opfer von falscher Vorverurteilung halten würde, hätte er sich schon viel eher gemeldet. Ein guter Zeitpunkt für den Auftritt des schlechten Gewissens wäre die Zeit gewesen, als der Prozess noch lief.BoobSinclar schrieb:Hier wiederum liegt der Chefermittler mit seiner Intiution anscheinend völlig richtig und diese seine Intuition wird dann mit im weiteren Verlauf mit Indizien und Beweisen belegt, unterfüttert und letzendlich rechtssicher verurteilt, und man beschwert sich im Nachhinein über die vermeintliche Voreingenommenheit.
Ja, was denn nun? Das geht doch nur, wenn man so felsenfest von der Unschuld des AD überzeugt ist, dass diese Überzeugung herrlich unbeleckt von Fakten zu sein scheint.
Nein, das stimmt nicht. Laut dem Text in der Mail ist der Kriminaldirektor Rudolf Balß gestorben, der angeblich genau wie der Verfasser der Mail ebenfalls der Meinung war, dass sich der Polizeipräsident vorzeitig festgelegt hat.Nightrider64 schrieb:Soweit ich verstanden habe, ist der verantwortliche Mann, der sich zu früh festgelegt haben soll, bereits verstorben und kann nichts mehr zu der Behauptungen sagen.
Ich finde, dass genau das der Punkt ist: in welchem Zusammenhang ist dieser Satz gefallen.Nightrider64 schrieb:So lange das als seine persönlichen Meinung präsentiert wurde ist das, wie in jedem anderen Job, Teil der Kommunikation die einfach auch zu diesem Beruf gehört. (Unabhängig, in welchen eventuell völlig nichtigem Zusammenhang dieser Satz nun gefallen ist)
Das könnte gut sein. Wie Patrick Koch in seiner Mail an Gerhard Strate schrieb, konnte sich der (inzwischen verstorbene) Kriminaldirektor Rudolf Balß bei den damaligen Ermittlungen zum Fall Babenhausen "gegen Dölger nicht durchsetzen" (2), und auch Sokoleiter Kern, der "sehr eng von Dölger 'geführt'" wurde, war dazu anscheinend nicht in der Lage. Nur er, Patrick Koch, und der verstorbene Kriminaldirektor Rudolf Balß hätten schon damals "Zweifel an der Schuld Darsows" gehabt und deshalb "hinter den Kulissen interveniert". Jedoch "erfolglos, wie wir heute wissen".Palio schrieb:Treibende Kraft war meiner Meinung nach nicht das nagende schlechte Gewissen, das beim Spiegel-TV-Bericht-gucken nun endlich Oberhand gewinnt, sondern die Aussicht, in irgendeiner attraktiven Form an der medialen Aufmerksamkeit partizipieren zu können.
Hier muss natürlich die Fußnotenziffer (1) stehen, nicht "(2)".rattich schrieb:"gegen Dölger nicht durchsetzen" (2),
rattich schrieb:Und offenbar war Gosbert Dölger ein durchaus erfolgreicher Polizeipräsident: In seiner 12-jährigen Amtszeit beim Polizeipräsidium Südhessen "fiel die Anzahl der Straftaten in seinem Arbeitsbereich von 64.376 auf 46.039, die Aufklärungsquote stieg parallel von 50,3 auf 60,2 Prozent" (2).
Nur zur Info: Auf die Mail von Patrick Koch an Gerhard Strate war schon früher von @StevieBullitt und @BoobSinclar verwiesen worden:bellady schrieb:@rattich
Vielen Dank für das Einstellen des Briefes von Herr Koch an Herrn Strate.
Ich habe oben nur noch einmal auf die Mail verlinkt, weil ich daraus zitiert habe.BoobSinclar schrieb am 13.11.2021:Zuschrift von Patrick Koch (Bürgermeister der Stadt Pfungstadt) vom 20.06.2020
Woher hast du das? Bitte?bellady schrieb:Was mich doch sehr verwundert, dass der Fall jetzt hier ankommen konnte, dessen Entwicklung man auch schon ein Jahr nach der Tat annehmen konnte und dies nun ausgerechnet über die Tochter AT erfolgt, die den Nachbarn AD nun plötzlich als Täter sieht, wo sie ihn doch bisher nie als diesen gesehen hatte oder ist mir das entgangen ?
Na, von hier aus dem Thread.S_C schrieb:Woher hast du das? Bitte?
Astrid Toll ist Autistin und lebt laut Urteil in einer betreuten Wohngruppe. Es ist also davon auszugehen, dass sie vormundschaftlich vertreten wird. Ein Vormund ist verpflichtet, sich um die finanziellen Angelegenheiten im Sinne seines Mündels zu kümmern. Wenn es also erfolgsversprechend ist, einen Zivilprozess zu führen, über den dem Mündel Schmerzensgeld und Schadensersatz zugesprochen werden kann, dann wird der Vormund die Klage im Sinne von Astrid Toll eingereicht haben.bellady schrieb:Nein, ich dachte, sie hat zumindest Mitspracherecht, kann mit entscheiden und bin deshalb verwundert .
Hoffnung gibt den Darsows eine Zivilklage. Wie Anja Darsow berichtet, habe die Vormundschaft, in diesem Fall das Land Hessen, der in der Tatnacht schwer verletzten Tochter des ermordeten Nachbarehepaares auf Schadensersatz beziehungsweise Schmerzensgeld geklagt. Die Klage sei erst eingereicht worden, nachdem das Wiederaufnahmeverfahren abgelehnt worden war.OP-Online
Da der Schuss auch nach hinten los gehen kann, wie weiter oben schon angemerkt wurde, ist das wohl die Hoffnung der Verzweiflung, der Strohhalm, der aber auch ein abstoßendes Getränk hervor bringen kann, eine in abgestandenem Wasser aufgelöste, bittere Pille.S_C schrieb:@cododerdritte,
hier eine offizielle Quelle bzgl. der Zivilklage:
"Hoffnung gibt den Darsows eine Zivilklage. [...]"
Der Schuss KANN nach hinten los gehen. MUSS aber nicht. Welche Gefühle der Zivilprozess bei den Darsows auslöst, weiß ich nicht. Für mich gilt: Wer nicht kämpft, hat schon verloren. Ich glaube, die Familie Darsow sieht das ähnlich.Cpt.Germanica schrieb:Da der Schuss auch nach hinten los gehen kann, wie weiter oben schon angemerkt wurde, ist das wohl die Hoffnung der Verzweiflung, der Strohhalm, der aber auch ein abstoßendes Getränk hervor bringen kann, eine in abgestandenem Wasser aufgelöste, bittere Pille.
Na ja, der Fall Darsow war ja eigentlich nie im off. Das beste Beispiel ist der Thread hier und Leute wie du, die bei jeder neuen Info direkt in die Tasten hauen. ;)Cpt.Germanica schrieb:Aber Hauptsache wieder in die Öffentlichkeit kommen, ins Gespräch.
Das ist Blödsinn, weil subjektiv.bellady schrieb:Wie er und noch andere Kollegen, so ist es auch meine Meinung, dass AD nicht der Prototyp sei wie üblich bei Täter solcher Taten.
Da ist Dir was wesentliches entgangenbellady schrieb:über die Tochter AT erfolgt, die den Nachbarn AD nun plötzlich als Täter sieht, wo sie ihn doch bisher nie als diesen gesehen hatte oder ist mir das entgangen ?
Hast du doch selbst verlinkt:S_C schrieb:Der Schuss KANN nach hinten los gehen. MUSS aber nicht. Welche Gefühle der Zivilprozess bei den Darsows auslöst, weiß ich nicht.
S_C schrieb:Hoffnung gibt den Darsows eine Zivilklage.
Verstehe, und Leute wie du hauen hier nicht in die Tasten, alles klar. :DS_C schrieb:Na ja, der Fall Darsow war ja eigentlich nie im off. Das beste Beispiel ist der Thread hier und Leute wie du, die bei jeder neuen Info direkt in die Tasten hauen. ;)
Der zitierte Beitrag von S_C wurde gelöscht. Begründung: Bezug auf untersagte Teile des PodcastsWäre dann schön auch noch dazu zu schreiben, was im Podcast genau dazu gesagt wird, statt nur den Link zum selber hören "hin zu knallen". ;)
Die überlebende, geistig behinderte Tochter Astrid T. sprach – anders als bei weiteren Aussagen – im Krankenhaus nicht von einem Täter, sondern von „den Tätern“Quelle: Wikipedia: Andreas Darsow (Hervorhebung/Fettdruck von mir).
und reagierte nicht auf das Foto von Andreas Darsow.Quelle: Ebendort, also ebenfalls Wikipedia: Andreas Darsow