CharlyPewPew schrieb:Steht da nicht jede Menge Schwachsinn drin
Die Zahlen werden schon so stimmen. Aber wie alhambra gesagt hat, wird hier aus einer Mücke ein Elefant gemacht und ich würde dem Autor unterstellen, dass dieser die Leser*innen mit seiner Interpretation bewusst versucht zu täuschen.
Beispielsweise wird auch provokativ gefragt, wer die Kosten für den Eigenstrombedarf trägt. Der Fragesteller versucht den Lesenden damit zu suggerieren, dass an dieser Stelle "versteckte Kosten" auf Stromkund*innen zukommen und dass er eine Art Experte sei, der an diese Kosten denkt, während alle anderen sie nicht auf dem Schirm haben.
Faktisch steckt der Eigenstrombedarf der Anlagen natürlich schon mit im Strompreis und in den Betriebskosten. Und auch die Betreiber kalkulieren mit diesen Stromkosten, die kommen ja auch nicht auf der Wurstsuppe daher geschwommen
;)Ergänzend zu den Erklärungen von Alhambra, dass auch fossile Stromerzeugungen Eigenbedarfe haben, kann ich hier nochmal auf den Wikipediaartikel verweisen:
Der elektrische Eigenbedarf ist je nach Kraftwerkstyp verschieden. Bei Kohlekraftwerken liegt er zwischen 4 % und 10 %, bei Kernkraftwerken zwischen 5 % und 16 %. Dabei sind die kleineren Werte bei größeren Kraftwerken typisch. Kleinere Dieselkraftanlagen haben einen Eigenbedarf von 3 % bis 5 %, größere Dieselkraftanlagen hingegen bis zu 8 %. Wasserkraftwerke und Gasturbinenkraftwerke weisen einen sehr geringen Eigenbedarf von rund 1 % auf – diese Kraftwerke kommen daher unter Umständen ohne eigene Mittelspannungsebene aus. Noch etwas niedriger liegt der Eigenbedarf bei Windkraftanlagen, wo der Eigenbedarf etwa 0,35 bis 0,5 % der produzierten elektrischen Energie ausmacht
Quelle:
Wikipedia: Eigenbedarf (Kraftwerk)Bis auf die Kern- und Wasserkraftwerke (mit denen hatte ich noch keine beruflichen Berührungspunkte) kann ich diese Werte aus der Praxis bestätigen.