Donna_Littchen schrieb:Na ja, hier im Thread gehts ja um die Bibel, daher sollte sie schon herangezogen werden dürfen.
Dürfen sicherlich, was wäre wenn man als genauere Interpretation andere Schriften hinzuziehen würde, denn ansonsten bewegen wir uns im Kreis, weil dje Bibel sich selbst zu oft widerspricht..
Donna_Littchen schrieb:Auf unbelegte Prämissen fussend kann man wahrscheinlich so ziemlich alles formallogisch begründen. Der "Nährwert" geht allerdings gegen 0.
In der Metaphysik gibt es nun Mal Parameter die nicht mehr linear sind, das heisst dass ab einem gewissen Blickwinken mehrere warheiten wahr sind, auf einer kleineren Ebene zB glaubt im Streit jeder dass er recht hat, jeder sieht dabei seinen Standpunkt als vertretbar, kann aber fur einen außenstehenden auch sein, dass beie falsch liegen und jeder nur aus dem Ego sieht was er sehen wil/kann..
Donna_Littchen schrieb:Dann sei so gut und erkläre mir mal die Symbolik, die du hier erkennen kannst
Das wäre zu sehr offtopic denke ich da ich dafür komplexe Analogien aus dem mystisch kabbalistischen Paradigma heranziehen müsste..
Die Bibel wird halt unter solchen teils erfundenen Prämissen ausgelegt, und wie du erkannt hast kann man dann nahezu alles "beweisen"
;)
Donna_Littchen schrieb:Welche symbolbehafteten Rituale vollziehst du, bevor du jemandem vergeben kannst?
Ich meditiere.. Dann kommen Erkenntnisse, mögliche Sichtweisen, andere Interpretationen oder dinge, die mich dazu veranlassen es zu relativieren..
Es kann lange dauern, aber ich habe gelernt relativ schnell zu vergeben, weil man in diesem Punkt (ich kannes nicht 100%ig erklären) über das eigene ich hinausgeht, über das Ego..
Was machst du wenn du vergibst?
Donna_Littchen schrieb:Brauch ich nicht. Wenn es etwas "Höheres" gibt, dann wird er/sie/es wissen wie ich überzeugt werden kann.
Das Konstrukt eines Gottes, der sich in Stammesfehden einer halbintelligenten Affenspezies auf irgendeinem von milliarden Planeten einmischt, ist dazu jedenfalls nicht angetan.
Wenn du hingehst und deiner Freundin sagst:" Du kannst machen was du willst, aber wenn du mich verlässt, dann finde ich dich, sperre dich ein und quäle dich jeden Tag aufs Übelste", dann wird jeder sagen, dass du ein Psychopath bist. Deine Freundin hätte wohl auch kaum den Eindruck, dass du ihr eine echte Wahl lässt.
Jetzt geh hin und tausch die Rollen. Du (jeder andere Mensch) bist die Freundin und Gott ist derjenige der dir die ewigen Qualen verheisst, wenn du dich nicht zu ihm bekennst.
Dann wird aus dem Psychopathen plötzlich "der Gütige" und (fast) alle Gläubigen sind überzeugt, dass Gott ihnen den freien Willen lässt.
Geheimnis des Glaubens.....^^
Eine Ausnahme?
Schau dir mal an was für Ausreden für Gottes Gräueltaten aufgefahren werden. Da kann einem schlecht werden.
Dass man versucht sich die Trinität schön zu reden ist ja eine Kleinigkeit dagegen.
Dieses höhere weiss in jedem moment was man braucht um zu seinem Selbst zu gelangen, sicherlich..
Eben wenn du ließt was ich zu de Gotteskonstrukt geschrieben habe weisst du was ich jetzt sagen werde, nämlich:
Das Konstrukt eines vermenschlichten Gottes, der sich eben wie du gesagt hast in diese "Affenspielchen" einmischt ist absolut nicht haltbar und kann keinem Geist entspringen, der jemals etwas davon erfahren hat..
Auch dein Psychopathen Beispiel ist sehr lustig, und wahr auch noch, weil das einfach keinen Sinn macht.. Wenn wir taten begehen, die uns selbst auf dem Gewissen liegen, dann tun wir uns selber schlechtes, Gott hat davon genauso wenig wie davor.. Was wäre noch krasser als ein allmächtiger Gott traurig oder irgendwie beeinflusst werden würde wenn ein Mensch eine "böse" Tat begeht..
Ich führe hier einen Vers der Brahmasutras an der das verdeutlicht, und mir kommt vor dass darin eine sehr tiefe Erkenntnis liegt:
"Brahma (Das Göttliche) ist in allen und wirkt durch die gesamte Schöpfung, wird von den Ergebnissen aber nicht berührt"
Ich rede hier nicht von der beschränkten Kirchlichen Vorstellung der Trinität, sondern auch vA im Kontext der vedischen Schriften. Ich weise nicht mehr wo (die Veden sind bekantlich sehr umfangreich, man verzeihe mir meinen Lapsus) aberbdort wird eine verblüffend ähnliche, nur besser ausgeführte Geschichte wie die mit Jesus, schon ein paar tausend jahre davor erzählt.. Funfact..