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CDU/CSU

7.999 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Skandal, CSU, DemokratiemÖrder ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

CDU/CSU

13.02.2025 um 11:22
Zitat von peekaboopeekaboo schrieb:Nehmen wir mal an, wir starten einen neuen Staat und bauen uns so eine Zentralbank.

So, jetzt haben wir einen neuen Staat und wir haben eine Zentralbank und wie bekommen wir es jetzt hin, dass die Leute Geld haben?

Naja, die Zentralbank muss Kredite (Schulden) aufnehmen und zahlt das Geld an die Leute aus. Dann haben die Menschen Startkapital. Und das geht immer so weiter. Und wenn wir wollen, dass die Leute mehr Geld haben, dann muss die Zentralbank eben mehr Geld erzeugen.
Und was passiert, wenn der Bürger dann nicht mit der Wertschöpfung beginnt? Dann verliert das neue Geld der neuen Zentralbank an Wert und der Staat ist pleite.

Der kann zwar auf dem Binnenmarkt mit seinen Waren handeln, aber der Import ist unbezahlbar.

Deswegen muss Schulden immer eine angemessene Wertschöpfung gegenüberstehen.


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13.02.2025 um 11:24
Zitat von peekaboopeekaboo schrieb:Das ist wie bei der Monopolybank. Die Monopolybank macht Schulden, also gibt Geld an die Spieler, dann können die Spieler mit dem Geld spielen. Wenn aber die Monopolybank einfach sagen würde ich gebe euch nix, ja dann haben die Spieler auch nix. Die Monopolybank hat dann zwar keine Schulden mehr, aber die Spieler haben auch kein Geld.
Wenn die Bank Geld an die Spieler gibt, dann macht sie keine Schulden, sondern es werden Schulden bei ihr gemacht.
Zitat von peekaboopeekaboo schrieb:Aber wenn wir sagen, dass der Staat absolut keine Schulden haben sollte, dann sind wir alle pleite.
Was ein Blödsinn…


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13.02.2025 um 12:41
@Origines
Zitat von peekaboopeekaboo schrieb:Was hat denn da geklappt? Erklär mal!
Geldvermehrung durch die Druckerpresse. Das hat bekanntlich zur Hyperinfkation geführt, die damls wenigstens überwiegend zur Entschuldung von Kriegsreparationen beabsichtig war, heute aber nur dumm wäre.

Und ganz nebenbei gibt es ja nicht nur das Grundgesetz, das plötzlich böse ist in Sachen Schulden, es gibt ja auch noch europäische Stabilitätsregeln. Sollen die dann auch wech? Oder EU Austritt?


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13.02.2025 um 12:55
Zitat von sacredheartsacredheart schrieb:Geldvermehrung durch die Druckerpresse. Das hat bekanntlich zur Hyperinfkation geführt, die damls wenigstens überwiegend zur Entschuldung von Kriegsreparationen beabsichtig war, heute aber nur dumm wäre.
Deshalb gibt es heute andere Mittel, die Druckerpresse ist völlig veraltet. Das hatten schon die Nazis kapiert und mit den Mefo-Wechseln und allerlei anderen Tricks ihre gigantischen Subventionierungen und Rüstungsausgaben zu verschleiert.

Zudem gibt es ja noch die Steuern. Geld wird heute ja nicht in Geldscheinen vorgehalten, sondern in digitalen Ziffern, in Algorithmen. Und da kann es sich explosionsartig vermehren und vermindern, auf den diversen Märkten (Immobilien, Finanzen, Börsen usw.). So haben wir derzeit einen gewaltigen Boom auf dem Immobilienmarkt. Der Staat könnte z.B. die Spekulationsfrist verlängern, und dadurch an Gewinnen partizipieren. Oder umgekehrt auf Besteuerung verzichten.

Knackpunkt ist die Inflation. Die gilt es zu vermeiden. 1923 bzw. 1948, auch Phasen in den 1970er Jahren. Deshalb hat man die Wiedervereinigung in großen Teilen über die Sozialversicherungen finanziert, das waren dann weder Schulden noch Steuererhöhungen. Später musste man dann immer mehr in die Sozialversicherungssysteme quersubventionieren, aber 1990 sah das gut aus.

Kein Thema mehr ist heute die "Überhitzung" der Wirtschaft. Siehe China. Keynes hat ausgedient.


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13.02.2025 um 13:46
Zitat von OriginesOrigines schrieb:Das hatten schon die Nazis kapiert und mit den Mefo-Wechseln und allerlei anderen Tricks ihre gigantischen Subventionierungen und Rüstungsausgaben zu verschleiert.
@Origines

Nur als Ergänzung: Das komplexe Finanzsystem von Schacht wäre auch nicht ewig gutgegangen. Da waren viele hohle Bäumchen bei. Letzten Endes ging das nur mit der Grundidee, einen großen Krieg vom Zaun zu brechen. Das dürfte daher auch als Finanzsystem jenseits von allem anderen keine übertragbare Idee sein.


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13.02.2025 um 13:51
Zitat von sacredheartsacredheart schrieb:Letzten Endes ging das nur mit der Grundidee, einen großen Krieg vom Zaun zu brechen.
Klar. Und die eroberten Länder auszubeuten, was dann Hauptaufgabe der Finanzverwaltung wurde.


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13.02.2025 um 13:54
Zitat von LanzaLanza schrieb:Genau: 34,2 Milliarden
Zitat von peekaboopeekaboo schrieb:Die erste Möglichkeit: Fick die Banken! Warum sollen Banken beim Schöpfen von neuen Geld irgendwie mit drin hängen? Wir erhöhen einfach das Bundesbankkonto vom Finanzminister, dann müssen wir auch keine Zinsen bezahlen. Easy.
Hat noch nie geklappt, ist ja nicht als hätten das verschiedene einfach versucht.

Geht im übrigen nicht solange wir den Euro haben


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13.02.2025 um 14:04
Zitat von stereotypstereotyp schrieb:Wenn die Bank Geld an die Spieler gibt, dann macht sie keine Schulden, sondern es werden Schulden bei ihr gemacht.
Was ein Schwachsinn :palm:
Zitat von sacredheartsacredheart schrieb:Geldvermehrung durch die Druckerpresse
Wie hoch ist eigentlich die Inflation in Japan, obwohl das Staatsdefizit bei 260% liegt?

Aber mal davon abgesehen, wird das allerwenigste Geld noch gedruckt (gedrucktes Geld liegt unter 1%) aber dazu hat Dir @Origines schon was geschrieben.
Zitat von FedaykinFedaykin schrieb:Hat noch nie geklappt
Es ging um die theoretische Möglichkeit, wie man Zinszahlung umgehen kann. Guten Morgen.


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13.02.2025 um 14:16
Zitat von peekaboopeekaboo schrieb:Aber mal davon abgesehen, wird das allerwenigste Geld noch gedruckt (gedrucktes Geld liegt unter 1%)
Knapp 10%. Vgl https://www.deutschlandfunk.de/vollgeld-statt-buchgeld-100.html#:~:text=Sie%2520sch%C3%B6pfen%252C%2520was%2520man%2520Giral,Geldmenge%2520in%2520der%2520Eurozone%2520aus.


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13.02.2025 um 15:12
Zitat von peekaboopeekaboo schrieb:Wenn die Bank Geld an die Spieler gibt, dann macht sie keine Schulden, sondern es werden Schulden bei ihr gemacht.
Was ein Schwachsinn :palm:
Kannst du das ausführen? Wenn ich dir Geld gebe, dann schuldest du das mir. Was sollte hier anders sein?


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13.02.2025 um 17:45
@Optimist
Zitat von OptimistOptimist schrieb:Zinsen würden so und so anfallen
Der Punkt ist aber, diese Schulden und diese Zinsen zu bezahlen, ist etwas, was wir freiwillig machen. Es gibt keinen Zwang oder irgendjemand der uns dazu zwingt.

Es ist etwas kompliziert, man kann es nicht so einfach erklären, aber es ist ein sehr dummer Vorgang, der unnötig ist und der auf verschiedenste Weise zu umgehen ist, indem man beispielsweise den Leitzins einfach auf 0% setzt.

So hat das unter anderem Japan gemacht. Japan hat eine Staatsverschuldung von ungefähr 260% und hat eine sehr lange Zeit eine Nullzins Politik gefahren. Obwohl es eine extreme Überschuldung gab, hatte das keinerlei Auswirkungen auf das Wirtschaftssystem, da keine Zinsen bezahlt werden mussten.

Dieses System ist verrückt. Es funktioniert nicht so wie die Geldbörse der schwäbischen Hausfrau.

So wird und soll es uns aber verkauft werden. Uns wird gesagt, das Geldsystem funktioniert wie die Geldbörse der schwäbischen Hausfrau, das Geld was drin ist, also was reinkommt, kann ausgegeben werden und das Geld was reinkommt, ist nur Steuergeld. Und das Steuergeld was reinkommt, kann auch wieder ausgegeben werden.

Das ist aber falsch. Das stimmt nicht. So funktioniert der Finanzmarkt nicht.

Es ist sehr viel komplexer und es ist in der Komplexität sehr, sehr dumm ausgedacht und eben in der neoliberalen Logik verhaftet, dass Bänker daran profitieren müssen, was ironischerweise auch wieder gut für die Wirtschaft ist.

Uns wird die ganze Zeit erzählt, dass Schulden machen schlecht ist für die Wirtschaft, während man mal fragen muss: „Okay, diese Schulden werfen ja Zinsen ab. Wem bringen die Zinsen eigentlich was? Wo landen diese Zinsen? Wer hat die dann?"

Antwort: Die deutsche Wirtschaft - in Form der Banken.

Das heißt, durch Schulden machen steigt das Bruttoinlandsprodukt. Dieses Geld geht also in die Wirtschaft. Es ist Unsinn zu sagen, Schulden machen schadet der Wirtschaft. Das stimmt einfach nicht, denn innerhalb der kapitalistischen Wirtschaftslogik sind wir dringend auf Wirtschaftswachstum angewiesen. Wir brauchen also Wirtschaftswachstum, ansonsten wird das System irgendwann zusammenrechnen.

Innerhalb der kapitalistischen Wirtschaftslogik ist Schulden machen also kein Übel, sondern eine Notwendigkeit, weil wir Wirtschaftswachstum brauchen und ohne Schulden machen gibt es auch kein Wirtschaftswachstum.


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13.02.2025 um 18:59
@peekaboo
Mal ganz davon abgesehen, dass ich das auch in einem einzelnen Land für Schwachsinn halte; Wirtschaftsverband EU stimmt nichts mehr von dem, was du schreibst.


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13.02.2025 um 19:45
@stereotyp
Kannst Du erklären was nicht stimmt und was Du für Schwachsinn hältst?


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13.02.2025 um 20:11
@peekaboo
Nö. Ich hatte es inhaltlich versucht. Bist du nicht drauf eingegangen. Your turn.


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17.02.2025 um 22:57
Gerade lese ich, daß Herr Merz das Wirtschafts- wieder vom Umweltministerium trennen will. So weit so gut nur weiter: Herr Harbeck würde keinesfalls Wirtschaftsminister. Warum sagt er sowas wenn doch seine "Schwesterpartei", hier Söder, eine Koalition mit den Grünen definitiv ausgeschlossen hat. Noch dazu warum sagt er sowas nachdem er vorher beim "Quadrell" verlautet hatte, Söder hätte ihm gar nix zu diktieren. Wenn die CDU also wirklich mit den Grünen koalieren will, wird sie meiner Meinung nach für einen sehr kurzfristigen Erfolg das Schicksal der DC in Italien teilen, den Abstieg zur Bedeutungslosigkeit. Hoffentlich spricht hier die CSU ein Machtwort, denn sie wäre sonst in Bayern ebenfalls auf absehbare Zeit erledigt falls sie unter diesen Umständen weiter als CDU / CSU firmieren würde. Wenns wirklich CDU mit den Grünen Koniferen in Ihren Ämtern sein muß, soll Merz lieber die Merkel fragen ob sie nochmal antritt. Das Ergebnis wäre dasselbe, nur sie hätte wenigstens ein besseres außenpolitisches Renommee. Warum sagte Merz eigentlich nichts zu unseren anderen Kompetenzträgern die bei (irgend)einer Koalition im Raum stehen, Baerbock, Feser, Pau, Roth (die von dem Grünen) und wie sie alle heißen. Ich finde das sehr merkwürdig.


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18.02.2025 um 00:24
Zitat von verdutzterverdutzter schrieb:Gerade lese ich, daß Herr Merz das Wirtschafts- wieder vom Umweltministerium trennen will. So weit so gut nur weiter: Herr Harbeck würde keinesfalls Wirtschaftsminister.
So schlecht wäre das ja schon mal nicht. Vielleicht könnte man Habeck dann noch als Ersatz für Frau Roth unterbringen?

Aber im Prinzip das gleiche wie bei Scholz.

Die 3 haben abgewirtschaftet, ich nehme jetzt nochmal Lindner dazu.

Frau Baerbock weiß schon warum sie Habeck den Vortritt gelassen hat. Die könnte sich noch halten...

Und das wäre dann der Preis, dass auch Habeck weg ist.


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18.02.2025 um 01:05
Zitat von LanzaLanza schrieb:So schlecht wäre das ja schon mal nicht. Vielleicht könnte man Habeck dann noch als Ersatz für Frau Roth unterbringen?
Na ja lieber einen Doktor der Geisteswissenschaften mit Zitierschwäche als Frau Roth. Da darf man die Latte nicht zu hoch legen. Obwohl ich muss mich als Bayer da etwas zurückhalten, denn wir hatten in Gestalt von Frau Hohlmeier (der Tochter von FJS) ja auch mal eine gelernte Hotelfachfrau als Kultusministerin. Wobei dies natürlich ein ehrenwerter Beruf ist nicht das ich da falsch verstanden werde.
Zitat von LanzaLanza schrieb:Aber im Prinzip das gleiche wie bei Scholz.
Meinst Du die Frau Feser hat als Chefin des Inlandsgeheimdienstes einen Ordner mit der Aufschrift O.S. im Schreibtisch, der ihr erlaubt die Richtlinienkompetenz des Bundeskanzlers zu ignorieren? Ich hab da mal drüber nachgedacht, aber glaube inzwischen das diese Richtlinienkompetenz einfach nicht vorhanden ist und es deshalb ein eventuelle Dossier gar nicht braucht.
Zitat von LanzaLanza schrieb:Frau Baerbock weiß schon warum sie Habeck den Vortritt gelassen hat. Die könnte sich noch halten...
Ich glaube nicht, daß sie es schafft, bis zur Kabinettsbildung für keine neuen Schenkelklopfer zu sorgen.


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18.02.2025 um 15:47
@verdutzter

als hätte Söder da irgendwas zu sagen.


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19.02.2025 um 07:16
Also rein theoretisch stand ja schwarz/grün immer mal wieder im Raum und rechnerisch wäre es möglich gewesen.

Außerdem gibt es mit schwarz/grün in einigen Bundesländern recht gute Erfahrungen, auch in den großen wie zum Beispiel BW.

Bei n-tv haben die aber gestern von irgendwelchen neuen Umfragen gesprochen, wonach die FDP nun doch ganz ganz knapp über 5 Prozent kommt und die Linke ziemlich sicher auch drin ist.

Wenn das so kommt reicht es für schwarz/grün rechnerisch nicht mehr!

Auch das wurde gesagt.

Ich schau mal ob ich dazu einen Link finde.

In dem Szenario von RTL n-tv wäre nur noch schwarz/blau oder schwarz/grün/gelb möglich.

Beides meiner Meinung nach ziemlich schlecht.

Insgesamt alles sehr sehr knapp und das wird diesmal wirklich ein Wahlkrimi.

Screenshot 2025-02-19-07-14-36-950 com.eOriginal anzeigen (0,5 MB)

Quelle:

https://www.n-tv.de/politik/Keine-Mehrheit-fuer-Schwarz-Gruen-es-wird-eng-fuer-Schwarz-Rot-article25570674.html


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CDU/CSU

19.02.2025 um 07:39
Meine Bearbeitungszeit ist abgelaufen.

Die aktuelle Umfrage die ich verlinkt habe ist von Forsa. In dem Artikel ist sehr gut beschrieben wie knapp und schwierig alle möglichen Koalitionen sind und was von den rechnerisch möglicherweise in Frage kommenden Koalitionen bereits mehr oder weniger unwahrscheinlich, oder ausgeschlossen ist.

Wenn FDP und BSW über 5 Prozent kommen passt irgendwie gar nichts mehr, weil eine Zweierkoalition dann unmöglich ist, außer schwarz/blau was ja auch ausgeschlossen ist.

Allerdings weiß ich nicht, ob es so clever ist im vorraus, teilweise mit Parteitagsbeschluss oder im TV, Koalitionen komplett auszuschließen, wenn man das Wahlergebnis noch garnicht kennt.

Das die CDU ungern mit den Linken koalieren möchte und einige auch nicht mit den Grünen, kann man nachvollziehen, aber eben nicht ausschließen meiner Meinung nach.

Um schlimmsten Fall hat die CDU 30 Prozent und kann trotzdem nicht regieren, weil alle Optionen ausgeschlossen sind, nicht """passen""" und/oder rechnerisch unmöglich sind.

Siehe den verlinkten Artikel von n-tv.


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