Beitrag von cejar (Seite 144)Volle Zustimmung zu diesem Beitrag.
sören42 schrieb:Dies führt womöglich auch ganz ohne Putins Zutun zu einer weiteren Spaltung der Gesellschaft und gefährdet den Fortbestand unserer Demokratie:
Die Wahrheit ist: Unser Staat wird in Zukunft nicht mehr so viel an Geldern (Steuervergünstigungen, Subventionen, Transferleistungen) verteilen können wie bisher. Und das wäre auch ohne das erratische Verhalten von Putin und Trump so gewesen aufgrund der schwächelnden Wirtschaft, meine ich. Man könnte die Situation in D. beschreiben mit: Die fetten Jahre sind vorbei. Das hört sich m.E. aber drastischer an als es sein wird, weil wir von einem sehr hohen Wohlstandsniveau kommen. Wenn von diesem hohen Niveau einige Abstriche gemacht werden, heißt das nicht, dass gleich Bevölkerungsteile in die Armut rutschen müssen und das Ende der Demokratie zu befürchten ist.
Ohne deutliche Aufrüstung Deutschlands müsste man sich um die Demokratie sorgen, weil dann kriegerische bzw. aggressive Kräfte wie Putin und Trump freie Bahn für ihren Kurs haben. Wir in D. haben in 80 Jahren Frieden Kosten für die eigene Verteidigungsbereitschaft eingespart, haben stattdessen die USA machen lassen. Damit ist es jetzt eben vorbei, D. muss erwachsen werden. Haben wir Grund uns zu beschweren? Finde ich nicht. Es wird darum gehen müssen, in der Gesellschaft auszuhandeln, wo welche Gelder gestrichen werden. Das wird hart werden, ohne Zweifel.
Aber die politische Maxime muss jetzt sein: Die Freiheit und Unabhängigkeit Deutschlands und Europas vor Angriffen von Putins Russland und Trumps USA zu schützen.