@Photographer73 Ich glaube es gibt einen entscheidenden Unterschied, zwischen den Prozessen bzw Anklagen gegen Trump und Frau Le Pen. Ihr wurde sozusagen ( als Teil der Strafe im Strafrechtsprozess) ein Verbot auferlegt, politische Ämter anzustreben, bzw das passive Wahlrecht entzogen.
Bei Trump wäre das wohl höchstens in einem der Prozesse ( so er denn stattgefunden hätte) in Aussicht gestanden. mE nach war das der Prozess, in welchen Frau Fani Willis als Staatsanwältin die Anklage erhoben hat.
Nur eben hat der Prozess nicht stattgefunden. Und der Rest der Prozesse ist history. Es liegt auf Eis. Trump hätte sogar vom Knast aus noch kandidieren können.
Ich gehe schon davon aus, dass sich die Demokraten gewissermaßen gefreut hätten, wenn man Trump irgendwie auf der Justiz Schiene, aus dem Rennen bekommen hätte. Siehe 2x erfolglose impeachements gegen ihn. Als er 6 Wochen in Manhattan im Gericht sitzen musste, waren die Hoffnungen ja recht hoch und der mugshot von Trump ( der jetzt im Ovale Office hängt) war irgendwie doch ein Anlass zur Hoffnung, für die Dems… man hat ja in New York schon seine Immobilien geschätzt und im Geiste zum Verkauf angeboten… um seine Schulden aus dem Urteil zu tilgen.
Insofern kann Trump sich nicht mit Frau Le pen vergleichen. Er ist Präsident, was sie nun evtl nicht mehr werden kann.
Frau LP wird umgehend in Berufung gehen und hofft natürlich, das Urteil zu kippen, es ist noch nicht rechtskräftig.
Ihr Kronprinz scharrt schon mit den Hufen. Sehr jung und bereit zu übernehmen.
Ich bezweifle, dass Madame LP es so schnell durch alle Instanzen schafft.
Im Grunde genommen, von ihrer Prominenz mal abgesehen, war das ein Korruptionsprozess, wie viele andere auch. Sie hat das übliche Strafmaß erhalten, was jeder strafmündige andere Bürger auch erhalten hätte. Kein Argument, daraus jetzt irgendeine politische Opferrolle zu stricken. Sie ist kein Opfer, sie hat eine Straftat begangen nach dem Gesetz und dementsprechend das Urteil. Sie hat, wie jeder andere französische Bürger das Recht, Rechtsmittel einzulegen.
Einziger Unterschied zu Otto normalo, womöglich ihre finanziellen Kapazitäten, die es ihr ermöglichen werden, ihr eigenes hochkarätiges Anwaltsteam zu engagieren. Das wäre die einzige Parallele, die ich zu Trump sehe und natürlich, dass sie das höchste Amt im Staat anstrebt.
Na mal abwarten, ob sich durch das Urteil, die Aussichten f die Partei als solches verändern. Der aufstrebende junge Kandidat könnte nun voll durchstarten.