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Mord an Frauke Liebs

93.278 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Mord, Entführung, Telefon ▪ Abonnieren: Feed E-Mail
Zu diesem Thema gibt es eine von Diskussionsteilnehmern erstellte Zusammenfassung im Themen-Wiki.
Themen-Wiki: Mord an Frauke Liebs

Mord an Frauke Liebs

19.03.2025 um 23:20
Zitat von DerLotseDerLotse schrieb:Dazu gab es hier im Thread irgendwo eine verlinkte Aussage, dass sich (aufgrund der Liegezeit) keine Spuren von Medikamenten oder Drogen (mehr) nachweisen ließen
Ich denke, ich habe diese Stelle hier auch schon mal gelesen. Aber ich erinnere es nicht. Es gibt über 370 Suchtreffer zu „Medikamente“.

Was es aber noch nie gab hier bis gestern, als ich den Begriff schrieb, ist „chemische Unterwerfung“.

Ich war ja so naiv bis zum Fall Gisele Pélicot, die von ihrem Ehemann chemisch unterworfen wurde, aber nichts davon mitbekommen hatte, dass er sie im Verlauf von 10 Jahren von 80 fremden Männern vergewaltigen ließ und selbst auch dabei war. Grauenhaft, unvorstellbar.

Ich will damit nicht sagen, dass es im Fall Frauke Liebs mehrere Täter waren. Ich will nur sagen, dass eine Frau vergewaltigt werden kann ohne es zu merken, weil sie einen Schlaf plus Sedierung hat, die medikamentös verursacht wurden. Und am nächsten Tag ist sie noch benommen. Oder falls sie zwischendurch aufwacht, ist sie auch benommen und schläft weiter.

Diese seltsamen Telefongespräche können ihre Ursache in der Nachwirkung von Medikamenten haben.


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Mord an Frauke Liebs

19.03.2025 um 23:20
@sören42
Hmmm ... mir liegt ganz schwer was im Gedächtnis, dass sich Fraukes Stimme
"irgendwie verwaschen"
angehört haben soll.
Ja, sowas kann auch an Übermüdung und/oder Dehydrierung liegen, aber auch in diesen Fällen ist man wohl nur noch eher so mit "mittelscharfem Verstand " unterwegs.

Geht jedenfalls mir so in solchen Fällen.


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Mord an Frauke Liebs

19.03.2025 um 23:32
Zitat von DerLotseDerLotse schrieb:mir liegt ganz schwer was im Gedächtnis, dass sich Fraukes Stimme
"irgendwie verwaschen"
angehört haben soll.
Ich meine, es gab dazu unterschiedliche Wahrnehmungen von Fraukes Schwester einerseits und Chris andererseits. Ich kann dazu ja nur den Inhalt bewerten. Und räumliche sowie zeitliche Orientierung sind da schon ein guter Hinweis.


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19.03.2025 um 23:34
Zitat von sören42sören42 schrieb:Beim letzten Telefonat ist sie ziemlich klar. Sie ist räumlich und zeitlich orientiert, sie weiß, dass sie eine Woche weg ist und dass die Polizei nach ihr sucht und sagt das auch. Das hört sich für mich alles andere als "sediert" an.
Das sehe ich auch so, dass sie da klarer ist. Aber so richtig klar spricht sie nicht. Sie sagt, sie hätte keine Angst. Vielleicht hatte sie Angsthemmer bekommen.

Warum bleibt sie so ruhig, weint nicht. Es ist das letzte Gespräch mit ihrer Familie!

Und die Begründung, dass sie nicht nach Hause kommen kann, weil sie noch lebt, ist mehr als merkwürdig. Es könnte sein, dass der Täter ihr eingesäuselt hatte: „Solange Du lebst, wirst Du nicht zu Deiner Familie kommen. Sei ganz ruhig. Du bleibst bei mir.“ Ich würde ausrasten, wenn mir jemand so etwas sagt. Aber Frauke blieb ruhig.

Ich bin immer fassungslos gewesen, wenn ich diesen Abschnitt des Gesprächs las.


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Mord an Frauke Liebs

19.03.2025 um 23:45
Zitat von FüchschenFüchschen schrieb:Und die Begründung, dass sie nicht nach Hause kommen kann, weil sie noch lebt, ist mehr als merkwürdig.
Das war auch nicht die Begründung, dass sie nicht nach Hause kommen kann. Hier müssen wir schon genau sein:
Karen: „Wir räumen auch die Wohnung, und keiner fragt dich, was passiert ist. Komm wieder."
Frauke: „Das geht nicht, ich lebe noch!"
Quelle: Themenwiki, letztes Telefonat.

"Wir räumen auch die Wohnung", damit war wohl gemeint, dass Karen da ihr Quartier aufgeschlagen hat, damit immer jemand da war. Aber das klingt ja so wie "Aufgabe der Wohnung". Da sagt sie natürlich, "das geht nicht, ich lebe noch". Aber es ist eben wohl gleichzeitig der Hinweis: "Noch lebe ich" (aber ich bin mit dem Tode bedroht). Das könnte man zumindest daraus ablesen.


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Mord an Frauke Liebs

20.03.2025 um 01:32
Zitat von sören42sören42 schrieb:Ich hatte dich so verstanden, dass da drei Straßen ein Dreieck bilden, sich teilweise sogar kreuzen:
Ma-rienstr.
Ma-uerstr.
Ma-rktstr.
Deshalb dreimal Ma-ma.
Die Straßen liegen sehr nah aneinander und grenzen auch aneinander, nur leider gibt es keine reine Mauerstraße, sondern nur eine „Obere Mauerstraße und Untere Mauerstraße“ daher fällt diese Theorie wohl eher weg.

Zu den Anrufen fiel mir noch folgendes ein:


22. Juni // Donnerstag // 22.25 Uhr // Funkzelle Sennelager / OT Dreihausen
Anruf bei Mitbewohner Chris
Frauke: „Hallo Christos, ich wollte sagen, dass es mir gut geht und dass ich bald nach Hause komme. Sage Mama und Papa und den anderen Bescheid."

Das letzte Lebenszeichen ihrerseits war noch nicht mal ganze 24 Stunden her, wäre sie freiwillig weg gewesen hätte ein einfacher Anruf oder SMS gereicht nur an Chris adressiert gereicht, er hätte es doch eh sofern sich die Familie Sorgen gemacht hätte oder schon hat weitergeleitet. Woher sollte sie wissen dass jeder sich Sorgen macht, hätte ja auch sein können Chris hat es nicht gesagt. Warum man gleich ihrer Meinung allen Bescheid sagen sollte bei noch nicht mal mehr als 24 Stunden ist verdächtig. Ich denke sie hat dem Täter gesagt ihre Familie wird sich sofort Sorgen machen da hatte der Täter wohl Angst bekommen.


Und was auch sehr komisch ist und stutzig macht:

27. Juni // Dienstag // 23.24 Uhr // Funkzelle Gewerbegebiet Benhauser Feld (Paderborn)
Anruf bei Mitbewohner Chris, ihre Schwester Karen hört mit

Chris: „Warum bist du denn weg?"
Frauke: „Das weißt du doch, Chris."
Chris: „Nein. Hast du einen anderen Typen kennengelernt?"
Frauke: „Du weißt doch, dass ich nicht wegen einem Typen eine Woche weg bleibe. Du kennst mich doch."


Für mich ist das der klare Hinweis dass damit diese Sache mit Schrauber aus Nieheim gemeint ist, und dieser Typ der Täter ist. Komischerweise kurz vorher fragte sie ihre Mutter doch danach und die erste SMS kam doch von daher.

Das meint Frauke doch mit: „Das weißt du doch Chris“ beim Essen als sie dadrüber mit ihrer Mutter und Chris geredet hatte über den Typen aus Nieheim ist es für mich kaum vorstellbar dass sie entweder vorher oder danach nie wieder darüber geredet haben gerade weil sie doch gut befreundet waren.

Das fiel ihn dann wohl auch ein daher die vorsichtige Frage mit einem Typen? Was sollte sie daraufhin sagen? Ja du hast recht der Täter sitzt direkt neben mir? Und gerade ihre Antwort du weißt doch dass ich nicht wegen einem Typen eine Woche wegbleibe heißt doch ganz klar dass es das ist und sie nicht freiwillig weg ist!

Ich bin mir auch sicher dass die Polizei bestimmt weiß um wen es sich da handelt, aber man kann wohl nichts nachweisen… weil irgendwie müssen Frauke und er ja kommuniziert haben oder wo hatte sie ihn kennengelernt? Sie muss ihn ja gut oder interessant gefunden haben sonst hätte sie nicht gefragt!

Dazu würde auch passen warum der Täter unbedingt den Fokus auf Paderborn gelegt hat oder legen wollte.

Und wahrscheinlich kannte sie wohl nur seinen Vornamen! Außerdem glaube ich auch sie wollte wegen dem Gespräch beim Essen den Hinweis mit 3x Mama geben!

Interessant wäre auch mal bzgl. der Anrufe zu wissen wie schnell ihre Antworten kamen oder ob sie erst genau überlegt was sie sagt. Wäre es sehr schnell ist es eher ein Indiz für Wahrheit.


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Mord an Frauke Liebs

20.03.2025 um 06:54
Zitat von Centaurus_1997Centaurus_1997 schrieb:Komischerweise kurz vorher fragte sie ihre Mutter doch danach und die erste SMS kam doch von daher.
Aber wie ist die dorthin gekommen? So viel bekannt, wollte sie nach dem Pub nach Hause und sie hatte dort per SMS kommuniziert, aber, so weit wir wissen, nicht mit einer Person, hinter der sich der Schrauber verbergen könnte. Wenn sich eine Verabredung nachweisen ließe, wäre die Identität des Schraubers von Anfang an bekannt gewesen.

Eine zufällige Begegnung in Paderborn am späten Abend auf Fraukes Nachhauseweg, weil der Schrauber das Fußballspiel auch in Paderborn gesehen hatte und nun mit dem Auto auf dem Nachhauseweg war?

In diesem Falle wäre immerhin nachvollziehbar, warum sich Fraukes Handy um 0.49 Uhr aus der Funkzelle Nieheim gemeldet hatte und man könnte durchaus annehmen, dass sie dies noch selbst und freiwillig getan hatte.

Wäre denkbar, aber: wenn der Schrauber aus Nieheim zum Fußballgucken in Paderborn war, wird er das vielleicht nicht allein getan haben, sondern mit Leuten, die ihn kannten und, als Details über den Fall bekannt wurden, eine Idee bekamen, wer der mysteriöse Schrauber im Fall Frauke war. Wenn Frauke andererseits mit einem anderen Bekannten nach Nieheim fuhr und dort zufällig den Schrauber traf, gäbe es den anderen Bekannten als Zeugen.
Zitat von Centaurus_1997Centaurus_1997 schrieb:Ich bin mir auch sicher dass die Polizei bestimmt weiß um wen es sich da handelt, aber man kann wohl nichts nachweisen
Zu dieser Annahme passt nicht recht, dass die Polizei in den vergangenen Jahren gegen mehrere Personen unabhängig voneinander umfangreich ermittelt hat.


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Mord an Frauke Liebs

20.03.2025 um 07:55
Ich weiß natürlich auch nicht, was passiert ist, aber wenn wir mit Occam's Razor beginnen, spricht dann nicht viel für einen/mehrere fremde Täter?

1. Ausgangssituation: Eine junge Frau befindet sich nachts alleine in einer Stadt unterwegs. In wie vielen Fällen entstehen anschließende Verbrechen, weil diese Frau in dieser Nacht der falschen Person begegnete? In vielen Fällen akzeptieren wir dies zumindest als eine plausible Hypothese, warum nicht im Falle Frauke Liebs? (Man könnte sarkastisch sagen: Weil man dann im Forum nicht spekulieren könnte, erfinden wie lieber "unbekannte Bekannte".)

2. Bei den meisten Tötungsdelikten ist der Täter ein Verwandter/Bekannter, aber dieser Fall begann mit einer Entführung! Wie häufig finden wir Verwandte/Bekannte als Entführer? Das kommt gelegentlich bei Familienstreitigkeiten um Kinder vor, aber dann sind die Beteiligten bekannt.

3. Die Anrufe: Die Anrufe waren für den/die Täter wenig gefährlich, wenn Frauke ihn/sie nicht kannte. Sie hätte auch nicht in einem Anfall von Verzweiflung oder Kontrollverlust einen Namen nennen können. Im Falle eines Bekannten war das Risiko groß.


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Mord an Frauke Liebs

20.03.2025 um 08:16
Zitat von Centaurus_1997Centaurus_1997 schrieb:weil irgendwie müssen Frauke und er ja kommuniziert haben oder wo hatte sie ihn kennengelernt?
Da gibt es zahlreiche Möglichkeiten.

Dass die Polizei alle Kontakte mitbekommen hätte müssen, halte ich für ein Irrglaube.

2006 war noch eine andere Zeit, heutzutage bekommt man Webspace und Traffic hinterher geworfen. Früher mussten Plattformen ganz anders damit haushalten.

Frauke nutze bekannterweise ICQ und hat auch Ihre ICQ Nummer in Profile veröffentlicht.
ICQ hat die Chat Logs seinerzeits meines Wissens nicht online gespeichert, wie auch? ICQ hatte damals eine massive beliebtheit, da wären riesige Serverfarmen notwendig gewesen.

Die Chat Logs wurden auf dem lokalen PC gespeichert oder aber auch gar nicht, wenn man diese Funktion deaktiviert hatte.

Ferner waren früher bei Social Media´s die Postfächer stark limitiert.
Wie lange zum damaligen Zeitpunkt Backups eingelagert wurden, weiß wahrscheinlich nur der Betreiber.

Ein für aussenstehender Kontakt dürfte im Bereich des Möglichen gewesen sein.
Zitat von FüchschenFüchschen schrieb:- kann die Gegend per Auto vorerkundet haben. Aber um so einen von der Straße aus nicht erkennbaren Waldweg, der zum Ablageort führt, zu sehen, muss man eigentlich wandern oder Spazierengehen und sein Auto verlassen
Sehe ich nicht.
Man sieht schon wenn auf einer Landstraße ein Feld oder Infrastrukturweg anschließt.

Sicherlich kann man es auch mal leicht übersehen aber ich vermute, der Täter fuhr bzw. fährt da desöfteren lang.
Ich halte den Ablageort für keinen Zufall und bin überzeugt, dass der Täter diese Stelle kannte.

Auch, dass zu später Uhrzeit dort kaum Verkehr ist.
Und selbst wenn dann doch ein Fahrzeug dort entlang fuhr:

1.) Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass die Leiche zügig gefunden wird? sehr sehr gering.
2.) Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass ein Zeuge welcher dort ein Fahrzeug gesehen hat, sich x Monate oder Jahre später daran erinnert bzw. an das Modell oder Kennzeichen?
Wenn ich dort Nachts an der Stelle ein Fahrzeuge sehe würde ich wohl an einen Wildpinkler denken.
Die Wahrscheinlichkeit, dass dort genau zu der Zeit nen Polizeiwagen vorbei fährt ist verschwindend gering.
3.) In der Nacht würde der Täter durch Scheinwerfer Licht relativ frühzeitig sehen, wenn sich ein Auto nähert.

Natürlich besteht immer ein Restrisiko für unglückliche Zufälle. Aber das Risiko besteht ja grundsätzlich wenn man eine Leiche verbringen will.

Ich sehe es nicht als Gegeben dass der Täter jetzt ein Wanderer oder Radfahrer gewesen sein muss um den Weg zu kennen.


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Mord an Frauke Liebs

20.03.2025 um 08:40
Ich glaube nicht, dass sich hinter dem MAMA ein Hinweis verbirgt.
Ich denke, Frauke war zu diesem Zeitpunkt schon so resigniert, dass sie keinen klaren Kopf dafür hatte (auch vermutlich wegen Medikamente), irgendwelche kryptischen Hinweise zu geben.


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Mord an Frauke Liebs

20.03.2025 um 09:38
Zitat von Pusteblume82Pusteblume82 schrieb:Ich glaube nicht, dass sich hinter dem MAMA ein Hinweis verbirgt.
Ich denke, Frauke war zu diesem Zeitpunkt schon so resigniert, dass sie keinen klaren Kopf dafür hatte (auch vermutlich wegen Medikamente), irgendwelche kryptischen Hinweise zu geben.
Das glaube ich auch. Ich glaube, dass ein Hinweis in der anderen Aussage zu finden ist: "das weißt du doch, Chris". Hier wäre es natürlich interessant zu wissen, wie sie das gesagt hat. Eher "frag doch nicht immer das gleiche, du weißt doch eh, warum ich weg bin" oder eher "Mensch, denk nach! Dann kommst du drauf!" Warum sagt sie, dass Chris es doch weiß? Was hätte er denn darüber wissen können und warum? Und was dachte der Täter über diese Aussage, also was sie damit meinte? Hat er ihr erzählt, dass Chris etwas darüber weiß?


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Mord an Frauke Liebs

20.03.2025 um 09:46
Zitat von HeribertHeribert schrieb am 14.03.2025:Was war der Sinn dieses Psycho Spielchen? Was für ein Risiko Frauke telefonieren zu lassen, sie könnte sagen „der Karl-Heinz“ ist ES.
Für mich spricht das tendenziell dagegen, dass sie den Namen kannte.
Zitat von AmphibiumAmphibium schrieb:Eher "frag doch nicht immer das gleiche, du weißt doch eh, warum ich weg bin" oder eher "Mensch, denk nach! Dann kommst du drauf!" Warum sagt sie, dass Chris es doch weiß? Was hätte er denn darüber wissen können und warum? Und was dachte der Täter über diese Aussage, also was sie damit meinte? Hat er ihr erzählt, dass Chris etwas darüber weiß?
Ich deute das "Mama" ja ähnlich wie ihr beide einfach nur als Ausdruck der Verzweiflung, Angst, Resignation. Das mit dem "das weißt du doch, Chris." ergibt für mich so auch Sinn. Ich habe das Gefühl sie sagt damit einfach nur: "Chris, du weißt doch dass ich festgehalten werde." Davor hat sie ja auch schon zuerst bejaht, dass sie festgehalten wird. Danach aber dann "Nein, nein!" gerufen.

Aber es könnte auch umgekehrt sein. Dass sie nur auf die Frage "Wo bist du?" mit "Mama" antwortet und sobald Chris etwas anders fragt das Thema wechselt ist schon strange. Vielleicht war es doch eine schlaue Weise einen Hinweis zu geben.

Irgendwie habe ich von vielen Aspekten des Gesprächs her den Eindruck, dass der Täter ein bisschen die Kontrolle über das Gespräch/die Situation verloren hat.


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Mord an Frauke Liebs

20.03.2025 um 09:48
Zitat von HastingsHastings schrieb:1. Ausgangssituation: Eine junge Frau befindet sich nachts alleine in einer Stadt unterwegs. In wie vielen Fällen entstehen anschließende Verbrechen, weil diese Frau in dieser Nacht der falschen Person begegnete? In vielen Fällen akzeptieren wir dies zumindest als eine plausible Hypothese, warum nicht im Falle Frauke Liebs? (Man könnte sarkastisch sagen: Weil man dann im Forum nicht spekulieren könnte, erfinden wie lieber "unbekannte Bekannte".)
Da muss man aber schon bedenken, welche Art von Verbrechen das ist: Mord und/oder Vergewaltigung sind etwas anderes als eine Entführung, wo das Opfer dann über Tage festgehalten wird und auch noch telefonieren darf/muss.

Dass jemand spontan eine junge Frau im Park überfällt und spontan mit nach Hause nimmt wo er, natürlich auch spontan, ein Versteck vorbereitet hat und dann spontan mit ihr in der Gegend rumfährt, damit die Anrufe auch aus unterschiedlichen Gegenden kommen, kann man nur schwer mit jemandem in Verbindung bringen, der im dunklen Park rumlungert und dann ein Opfer angeht das zufällig vorbeikommt.

Ich glaube darin liegt der Grund, warum hier zu der Hilfskonstruktion "unbekannter Bekannter" gegriffen wird, was auch immer man davon halten mag.


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Mord an Frauke Liebs

20.03.2025 um 10:38
Was ruft ein Kind als erstes, wenn es Angst hat?
"Mama"!
Das machen Kids und Jugendliche sogar noch mitunter, wenn sie ausdrücken wollen, dass etwas unheimlich ist, ihnen Unbehagen bereitet.
Das "Mama" habe immer als einen Hilferuf gedeutet.
Im Sinne von
"Ich habe Angst!"
Denn dass sie Angst hatte, traute Frauke sich verständlicherweise nicht offen zu sagen.
Also "Mama".
Quasi "ich habe echt totale Angst, macht endlich was, helft mir!"
Ich weiß dass es diese Theorie so ähnlich bereits hier schon, irgendwo auf einer der 4690 Seiten, gab.
Aber wie gesagt, ich halte das für die wahrscheinlichste Variante dieser "versteckten Botschaft."


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Mord an Frauke Liebs

20.03.2025 um 10:59
Zitat von DerLotseDerLotse schrieb:Was ruft ein Kind als erstes, wenn es Angst hat?
"Mama"!
Das machen Kids und Jugendliche sogar noch mitunter, wenn sie ausdrücken wollen, dass etwas unheimlich ist, ihnen Unbehagen bereitet.
Das "Mama" habe immer als einen Hilferuf gedeutet.
Im Sinne von
"Ich habe Angst!"
Denn dass sie Angst hatte, traute Frauke sich verständlicherweise nicht offen zu sagen.
Also "Mama".
Quasi "ich habe echt totale Angst, macht endlich was, helft mir!"
Ich weiß dass es diese Theorie so ähnlich bereits hier schon, irgendwo auf einer der 4690 Seiten, gab.
Aber wie gesagt, ich halte das für die wahrscheinlichste Variante dieser "versteckten Botschaft."
Das ist eine These die hier immer wieder aufkommt. Ich halte das im Kontext aber für nicht gegeben.
Warum sollte sie gerade bei dieser Frage ihre Angst zum Ausdruck bringen. Vor allen Dingen gleich 3 mal und dann nicht mehr.
Nein das ist mir zu "billig"
Ich gehe eher davon aus das es sich hier um den gesuchten Hinweis handelt. In Verbindung mit dem "Du weißt doch warum ich weg bin"
macht es auch Sinn was ich mir denke. Auf die Frage "wo bist du" hat sie sich vorbereitet. Eigentlich, würde ich sagen, soll es heißen
Wo bist du" Frag Mama" wo bist du "Frag Mama" Wo bist du "Frag Mama"
Fraukes Mutter wird den Schlüssel evtl. in den Händen gehabt haben, konnte es aber bis heute nicht richtig deuten.
Und da kommt wieder die Schraubertheorie ins Spiel, die sie ja auch schon erwähnt hatte.
Leider konnte das von den Beteiligten so nicht verifiziert werden.
Aber ich könnte mir das so ganz gut vorstellen, da Frauke schon Zeit genug hatte sich auch die ein oder andere, erwartete Frage, einen Hinweis zurecht zu legen.


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Mord an Frauke Liebs

20.03.2025 um 11:03
Dazu passt folgende Aussage von F. aber nicht:

F.: Du weißt doch, dass ich nicht wegen einem Typen eine Woche weg bleibe. Du kennst mich doch.

Wie soll ihre Mutter dann einen Bezug zu nem Schrauber aus Nieheim herleiten, wenn sie sagt, sie sei nicht wegen nem Typen ne Woche weg.
Halte das für zu konstruiert zu denken, das sei nen Hinweis auf den Schrauber.


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Mord an Frauke Liebs

20.03.2025 um 11:09
Zitat von KangarooKangaroo schrieb:F.: Du weißt doch, dass ich nicht wegen einem Typen eine Woche weg bleibe. Du kennst mich doch.

Wie soll ihre Mutter dann einen Bezug zu nem Schrauber aus Nieheim herleiten, wenn sie sagt, sie sei nicht wegen nem Typen ne Woche weg.
Halte das für zu konstruiert zu denken, das sei nen Hinweis auf den Schrauber.
Ich glaube es schon weil angenommen es stimmt doch es wäre so gemeint, was hätte sie auf Chris Frage antworten sollen? Ja du hast recht? Das wäre sicherlich das Todesurteil gewesen.


Genau so wie viele glauben, dass im letzten Gespräch dieses wirst du festgehalten: Ja!… Nein! Nein! Bestimmt auch damit zu tun hat, dass keine Anrufe mehr kamen oder sie danach zeitnah umgebracht wurde.


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Mord an Frauke Liebs

20.03.2025 um 11:10
Zitat von KTKT schrieb:Vor allen Dingen gleich 3 mal und dann nicht mehr.
Das ist ganz simpel und auch schon hier auf den letzten zwei Seiten beantwortet:
Weil Chris die Frage drei mal gestellt hat, auf die Frauke ihm nicht eindeutig antworten konnte/durfte.
Zitat von KTKT schrieb:Ich gehe eher davon aus das es sich hier um den gesuchten Hinweis handelt.
Das kannst du ja auch, es gibt viele Möglichkeiten, bzw. Vuele Theorien.
Ob wir jemals erfahren werden, was tatsächlich dahinter steckte, darf inzwischen durchaus bezweifelt werden.


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Mord an Frauke Liebs

20.03.2025 um 11:38
Zitat von Centaurus_1997Centaurus_1997 schrieb:Ich glaube es schon weil angenommen es stimmt doch es wäre so gemeint, was hätte sie auf Chris Frage antworten sollen? Ja du hast recht? Das wäre sicherlich das Todesurteil gewesen.
Sie hätte gar nichts dazu sagen müssen.
Im gleichen Gespräch antwortete Sie auf die Frage "Wer ist bei dir?" mit "Kann ich dir nicht sagen".

In vorherigen Telefonaten hatte Sie ja auch Fragen mit "kann ich dir nicht sagen" oder "Erklär ich dir später" oder "Frag nicht" beantwortet.

Für mich geht die Logik nicht auf dass F. sagt, sie sei nicht wegen irgendnem Typen ne Woche weg. Dann mit dem "Mama" aber einen Hinweis darauf geben will, dass F. die Mutter ja zuvor mal aufgrund eines Bekannten gefragt habe, wo Nieheim überhaupt liegen würde.

Vorallem spricht für mich gegen diesen "Hinweis" folgendes:
F. wurde zuvor in Telefonate schon mehrfach gefragt "Wo bist du?"

Z.b am 23. Juni und am 25 Juni.

Subjektiv klingt es für mich realistischer dass einem Opfer recht früh solch ein Hinweis einfällt, statt circa 1 Woche nach dem Verschwinden.

Für mich klingt das nicht Rund muss ich sagen.


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20.03.2025 um 11:47
Das mit dem: ... du weisst doch, dass ich wegen einem Typen nicht eine Woche wegbleibe. Du kennst mich doch!, klingt zwischen den Zeilen nach einem "nicht freiwillig"- aber das kann Frauke ja aus Angst nicht sagen.


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