Düsseldorfer schrieb:Es gab aber auch Wehrdienstleistende, die aus anderen sozialen Schichten kamen und hier weniger reflektiert waren.
Apropos "reflektiert"...
So würde ich auch deinen Beitrag bewerten.
Vielen Dank dafür!
Düsseldorfer schrieb:Wenn N.St. einen Kameraden bei irgendwas erwischt hatte und nicht mitgespielt hat, kann ich mir vorstellen, dass hier sehr schnell die Sicherungen durchgebrannt sind.
Ich denke auch, nach allem was auf den bisherigen 45 Seiten hier an Erklärungsversuchen und möglichen Tatmotiven zusammengetragen worden ist, bleibt ein Täter "aus dem inneren Kosmos" der Kaserne am wahrscheinlichsten.
Dass jemand von außen eingedrungen sein könnte, um in der Kaserne den Mord zu begehen, hielt schon der Kommissar bei Aktenzeichen XY für ein (nur sinngemäß) "wenig einleuchtendes Erklärungsszenario".
Natürlich liegt aufgrund der Art und Weise der Tatbegehung nahe, dass wie du schreibst jemandem "die Sicherungen durchgebrannt" sein könnten. Der Täter dürfte stark emotionalisiert gewesen sein, als er "immer wieder" auf NS einstach.
Der Anlass dürfte, wie jemand anders schon geschrieben hat, eine "Nichtigkeit" gewesen sein. Jedenfalls nichts, was auch nur im Geringsten eine solche Tat "rechtfertigen" könnte.
Der Anlass dürfte spontan und aus einer Situation heraus, in der Täter und Opfer unter sich waren, entstanden sein. Deshalb gibt es keine Zeugen und keine Mitwisser des für die Tat ursächlichen Konfliktes.
Alle, die also weiterhin den Auslöser für den Mord in "Ereignissen am Vortag" oder anderswo suchen, können deshalb leider auch kaum fündig werden...
MajorQuimby schrieb:Bei den Mordermittlungen wäre sowas von den Kameraden gegenüber der Polizei thematisiert worden,
Damit liegst auch leider du "daneben", weil du bei deiner wie ich finde "etwas übereilten" Schlussfolgerung ganz offenbar übersehen hast, dass Konflikte zwischen Menschen, hier Täter und Opfer, nicht unbedingt eine "Vorgeschichte" haben" müssen, sondern aus einer Situation heraus entstehen und eskalieren können.
Und falls in dieser Situation, wie es hier ganz offenbar der Fall war, keine Zeugen zugegen waren, dann kann später nun mal auch niemand etwas "gegenüber der Polizei thematisieren".