Räumung des Hambacher Forstes
03.10.2018 um 10:43Na weil du schriebst das immer mehr Menschen von dort abwandern, das bedeutet für mich das es dort unattraktiv ist zu leben.Bone02943 schrieb:Wer sagt denn das die Region unatraktiv ist?
Na weil du schriebst das immer mehr Menschen von dort abwandern, das bedeutet für mich das es dort unattraktiv ist zu leben.Bone02943 schrieb:Wer sagt denn das die Region unatraktiv ist?
Vielleicht ist dir etwas nicht bewusst, aber überlege mal welchen Tag wir heute haben. Vielleicht siehst du dann Paralelen zur Abwanderung und warum man nicht noch mehr Arbeitsplätz ohne Not zerstören sollte, bevor man nicht Pläne hat wie man das ganze so gut es geht abfedern kann.McMurdo schrieb:Na weil du schriebst das immer mehr Menschen von dort abwandern, das bedeutet für mich das es dort unattraktiv ist zu leben.
Es geht um die Deutsche Einheit und was, gerade auch in der Lausitz, passiert ist.McMurdo schrieb:Heute ist Mittwoch.
Es sind schon zu viele Arbeitsplätze verloren gegangen. Allein in meiner Kleinstadt von 40.000 Einwohner auf nur noch ~16.000. Das sind Dimensionen die man erstmal begreifen muss, wenn man nicht aus einer solchen region kommt. Ich denke mal du kennst solche Probleme nichtmal vom Hörensagen.McMurdo schrieb:Im übrigen erschließt sich mir auch nicht warum gerade die letzten 5000 Arbeitsplätze auf einmal so problematisch erscheinen, wo doch in den letzten Jahrzehnten weitaus mehr Arbeitsplätze in dieser Branche verschwunden sind.
Scheiß doch mal auf die 12 Jahre. Man muss sich da überhaupt nicht festlegen. Zumal viele Kraftwerke noch deutlich längere Laufzeiten haben als nur bis 2030. Man hat also Zeit damit alles so sozialverträglich abläuft wie nur irgend möglich.McMurdo schrieb:Und wenn man jetzt anfängt sich zu kümmern dann kräht da in 12 Jahren niemand danach.
Wir sind doch mitten drin, wir sind mitten im Kohleausstieg! Nur begreife endlich das alles etwas Zeit braucht. Und da muss man sich auf keine 12 Jahre festlegen, man muss sehen wie man es wirtschaftlich und sozialverträglich hinbekommt. Die Klimaziele stehen dann dahinter.McMurdo schrieb:Wenn man natürlich gar nichts tun will dann schiebt man das Problem einfach nur vor sich her und ist dann am Ende mal wieder total überrascht das es trotzdem so kommt wie vorhergesagt.
Nö, 1/3 der Fläche ist nicht grade wenig für ein Industrieland.parabol schrieb:Vor allem in Finnland, in Deutschland dagegen nur wenig Wald, nur ein Bruchteil davon ist natürlich gewachsener Wald.
Immerhin, großer Unterschied zu unseren Nachbarländern.taren schrieb:War in Deutschland nicht viel anders der heutige Wald ist ein Ergebnis von Aufforstung und der Einführung Nachhaltiger Forstwirtschaft.
Dann stehst du 2030 oder von mir aus 2035 wieder vor dem gleichen Problem.Bone02943 schrieb:Scheiß doch mal auf die 12 Jahre. Man muss sich da überhaupt nicht festlegen. Zumal viele Kraftwerke noch deutlich längere Laufzeiten haben als nur bis 2030. Man hat also Zeit damit alles so sozialverträglich abläuft wie nur irgend möglich.
Eben und deshalb ist es auch sinnvoll das in den nächsten 12 Jahren zu beenden. Denn sonst stehst du ja 2030 vor denselben Problemen wie jetzt. Nur das du noch mehr Zeit vertrödelt hast.Bone02943 schrieb:Wir sind doch mitten drin, wir sind mitten im Kohleausstieg!
Und gibts da schon nen Trend das sich das wieder umkehrt? Sonst muss man sich die Frage stellen warum das unbedingt zu stoppen ist und das nicht so weiter gehen könnte?Bone02943 schrieb:Allein in meiner Kleinstadt von 40.000 Einwohner auf nur noch ~16.000.
Eben nicht, nein. Denn schon jetzt müssen wir die Planungen so weit vorran treiben, damit wir in den nächsten Jahren Schritt für Schritt weiter machen können. Es werden jetzt schon Blöcke vom Netz genommen, aber das geht nicht alles auf einen Schlag, um das abzufedern muss man einen Schritt nach dem anderen gehen, sonnst fällt man auf die Fresse.McMurdo schrieb:Dann stehst du 2030 oder von mir aus 2035 wieder vor dem gleichen Problem.
Es ist überhaupt nicht sinnvoll sich ein genaues Ziel zu stecken, zumal 12 Jahre völlig unrealistisch sind. Es reicht wenn man sich eine Richtung vor gibt und diese Richtung Schritt für Schritt weiter geht. Ob das am Ende dann in 8 Jahren, in 12 oder letztelich in 20 Jahren erreicht wird, bis der letzte Block vom Netz geht, spielt keine Rolle. Wichtig ist es, dass das ganze sozialverträglich und wirtschaftlich abläuft.McMurdo schrieb:Eben und deshalb ist es auch sinnvoll das in den nächsten 12 Jahren zu beenden. Denn sonst stehst du ja 2030 vor denselben Problemen wie jetzt. Nur das du noch mehr Zeit vertrödelt hast.
Es ziehen nicht mehr so viele weg wie in den letzten 28 Jahren, damit aber nicht plötzlich noch mal in kurzer Zeit viele tausende Menschen wegziehen, muss man es schaffen, dort wo jetzt so viele Arbeitsplätze betroffen sind, einen Ausgleich zu schaffen. Dafür aber gibt es derzeit noch keine wirklichen Konzepte, also sind wir mit dem Kohleausstieg sogar schon einen Schritt zu weit.McMurdo schrieb:Und gibts da schon nen Trend das sich das wieder umkehrt? Sonst muss man sich die Frage stellen warum das unbedingt zu stoppen ist und das nicht so weiter gehen könnte?
Genau das stimmt nicht.Bone02943 schrieb:Eine Branche die wir freiwillig opfern obwohl sie noch sehr lange wirtschaftlich betrieben werden kann.
Mit 20,3 Milliarden Euro wird die Energiebereitstellung und -nutzung subventioniert. Dies betrifft sowohl die Gewinnung der Energieträger (zum Beispiel Braunkohle und Steinkohle) als auch die Energieerzeugung.Wie wirtschaftlich lässt sich eine Kohleförderung betreiben ohne künstliche Stützung?
Wer hat denn den Ausstieg aus der Solarzellenproduktion sozialverträglich gestaltet?Bone02943 schrieb:Das muss jetzt erstmal aufgeholt werden, damit wir den Kohleausstieg überhaupt in irgendeiner Form sozialverträglich gestalten können.
Von was redest du? Wo gab es ein von der Politik beschlossenes Verbot der Solarzellenproduktion?Kurzschluss schrieb:Wer hat denn den Ausstieg aus der Solarzellenproduktion sozialverträglich gestaltet?
Was hat denn die DDR mit dem ganzen zu tun? Die DDR gibts nicht mehr und spielt auch gar keine Rolle.Kurzschluss schrieb:Die DDR lebet nicht mehr im Sozialismus. Das hat Vor- und auch Nachteile...
Das behauptest du zwar immer wieder, Belege dazu fehlen allerdings immer noch.Bone02943 schrieb:Es ist überhaupt nicht sinnvoll sich ein genaues Ziel zu stecken, zumal 12 Jahre völlig unrealistisch sind.
Warum ist es dann bis 2030 nicht machbar wenn die von dir angesprochenen Probleme dann nicht mehr bestehen? Das sage ich ja die ganze Zeit das, wenn wir jetzt konsequent weiter machen in 12 Jahren die von dir angesprochenen Probleme gar nicht haben werden. Bis jetzt hast du das immer negiert.Bone02943 schrieb:Eben nicht, nein. Denn schon jetzt müssen wir die Planungen so weit vorran treiben, damit wir in den nächsten Jahren Schritt für Schritt weiter machen können. Es werden jetzt schon Blöcke vom Netz genommen, aber das geht nicht alles auf einen Schlag, um das abzufedern muss man einen Schritt nach dem anderen gehen, sonnst fällt man auf die Fresse.
Natürlich ist es absolut notwendig, sonst gibts ja keine Motivation irgendwas zu ändern.Bone02943 schrieb:Es ist überhaupt nicht sinnvoll sich ein genaues Ziel zu stecken
Warum muss man das? Wenn es die Menschen dort nicht hält ist es nicht sinnvoll dort noch viel zu investieren.Bone02943 schrieb:Es ziehen nicht mehr so viele weg wie in den letzten 28 Jahren, damit aber nicht plötzlich noch mal in kurzer Zeit viele tausende Menschen wegziehen, muss man es schaffen, dort wo jetzt so viele Arbeitsplätze betroffen sind, einen Ausgleich zu schaffen.
Welchen Ausstieg? Frag die Chinesen.Kurzschluss schrieb:Wer hat denn den Ausstieg aus der Solarzellenproduktion sozialverträglich gestaltet?
Das einzig sozial Verträgliche ist der Ausstieg, bevor es endgültig zu spät ist.Bone02943 schrieb:Man hat also Zeit damit alles so sozialverträglich abläuft wie nur irgend möglich.
Natürlich, das sollte man. Aber daß erst das Fressen kommt und dann die Moral ist nach fast 30 Jahren Leben im real existierenden Kapitalismus doch wohl klar geworden.Bone02943 schrieb:Nichtdestotrotz sollte man versuchen, den Menschen die es betrifft, einen ausgleich zu schaffen.
Warum sollen eigentlich immer andere deine Wissenslücken auffüllen?Fedaykin schrieb:Welchen Ausstieg? Frag die Chinesen.
Das sind fast alles Fake-Wälder ohneseltene Käfer und seltene Wald-Fledermäuse.Fedaykin schrieb:Nö, 1/3 der Fläche ist nicht grade wenig für ein Industrieland.
Wäre eine derzeitige Rodung rechtens?https://www.dw.com/de/hambacher-forst-dw-faktencheck/a-45726374
Derzeit prüft das Oberverwaltungsgericht Münster, ob der Wald nach EU-Richtlinien schützenswert ist und deshalb nicht gerodet werden darf. Damit RWE nicht vorschnell Fakten schaffen kann, will der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) mit einem Eilantrag einen vorläufigen Rodungsstopp erwirken. Das Gericht prüft diesen Antrag derzeit.
Doch selbst wenn das Gericht in dieser Frage zugunsten von RWE entscheiden sollte, muss sich der Konzern an die Auflagen für den Betrieb des Tagebaus halten. Zu dieser Auflage gehört, dass Wälder möglichst lange geschützt werden müssen und erst dann gerodet werden dürfen, wenn dies für den Betrieb des Tagebaus unerlässlich ist.
Rechtmäßig sind laut dieser Bestimmung Rodungen mit einem Vorlauf der Baggergeschwindigkeit von gut zwei Jahren. Bis zu einer Entfernung von 300 Metern von der heutigen Tagebaukante wäre somit eine Rodung rechtlich erlaubt, wenn dies für den Betrieb des Tagebaus unerlässlich ist.
Doch die Entfernung zwischen Tagebaukante und Waldrand liegt meist deutlich über 300 Metern. RWE will den Wald sogar in einer Entfernung von bis zu 1000 Metern roden.
Aha, Fake Wälder.parabol schrieb:Das sind fast alles Fake-Wälder ohneseltene Käfer und seltene Wald-Fledermäuse.
Ach so, in allen anderen Fällen ist Sozialverträglichkeit also zweitrangig.Fedaykin schrieb:ich sehe da immer noch keine Schließung durch den Staat
Auch wenn du die Steuergeld-Milliarden gern völlig leugnen würdest: ohne die hätte sich der ganze Umweltfrevel eh längst erledigt.Fedaykin schrieb:die Braunkohle bekommt keine direkte Subventionen.
Konzernpropaganda können wir uns auch direkt an der Quelle holen, da wird wenigstens keine Objektivität vorgetäuscht.Fedaykin schrieb:ich denke ich muss jetzt hier nicht mehr weiter Machen
Mal abgesehen von der Dimensionierung siehst du schon den Unterschied zwischen Pleite und Ausstieg auf Staatlichen Beschluss vor Vertragsablauf?geeky schrieb:Ach so, in allen anderen Fällen ist Sozialverträglichkeit also zweitrangig.
Mmm, nein, aber zeige mir die Direkten Suventionssummern.geeky schrieb:Auch wenn du die Steuergeld-Milliarden gern völlig leugnen würdest: ohne die hätte sich der ganze Umweltfrevel eh längst erledigt.
Gähn, du langeweilst mal wieder, mit deinen Unterstellungen.geeky schrieb:Konzernpropaganda können wir uns auch direkt an der Quelle holen, da wird wenigstens keine Objektivität vorgetäuscht.