Gendern zur Pflicht machen?
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Gendern zur Pflicht machen?
02.01.2024 um 12:58Ja nur manchmal anders:Zaunkönigin schrieb:Welcher Sender soll das sein?
Beim NDR wird, je nach Sendung auch gegendert.

Freese 1 an alle: Liebe Hörernhörer (01.10.2021)
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02.01.2024 um 13:06Es wird auch "im Süden" irgendeinen Sender geben, der RSH entspricht und bei dem nicht gegendert wird.Optimist schrieb:Im Süden wird im Radio fleißig gegendert - meist mit der inkonsequenten Beidnennung ;) ... was mir jedoch immer noch lieber ist, als Sonderzeichen...
Ansonsten bekommst du über DAB+ oder Internetradio auch RSH, wenn dir das so wichtig ist.
Ist es aber offenbar nicht.
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02.01.2024 um 13:09ich schrieb ja schon, dass meist nur mit Beidnennung gegendert wird, das ist dann noch am erträglichsten für mich, wenn auch bei manchen Sätzen dann viel zu lang.Zaunkönigin schrieb:Ansonsten bekommst du über DAB+ oder Internetradio auch RSH, wenn dir das so wichtig ist.
Ist es aber offenbar nicht
Und weshalb sollte ich auf einen für mich beliebten Sender verzichten, nur weil da gegendert wird (auch nicht immer zum Glück :D ) - da muss ich halt durch, wenn es mir um die Inhalte geht.
erstens mal - sh oben (bezüglich "wichtig"). Zweitens wäre mir das viel zu umständlich übers Internet Radio hören zu wollen...Zaunkönigin schrieb:Ansonsten bekommst du über DAB+ oder Internetradio auch RSH,
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02.01.2024 um 13:15Im Süden, SWR3, wird auch „nur“ bei den vorbereiteten Texten gegendert. Nachrichten etc. In der freien Moderation hörst du beim anmoderieren noch eine Doppelnennung, dann hat es sich mit dem Gendern im Allgemeinen. Je nach Moderator natürlich mal mehr und mal weniger.Zaunkönigin schrieb:Es wird auch "im Süden" irgendeinen Sender geben, der RSH entspricht und bei dem nicht gegendert wird.
Gendern höre ich in den Gesprächen, Ansagen, Unterhaltungen, beim Sprechen miteinander, so gut wie nie.
Das Gleiche auch im RL. Privat oder Beruflich. Gegendert wird nur nach Vorgabe.
Tussinelda
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02.01.2024 um 13:23@Optimist
Na weil Du es doch nicht ertragen kannst und Du Dich - wenn gegendert wird - gar nicht gut auf den Inhalt konzentrieren kannst. Oder habe ich das falsch in Erinnerung?
Na weil Du es doch nicht ertragen kannst und Du Dich - wenn gegendert wird - gar nicht gut auf den Inhalt konzentrieren kannst. Oder habe ich das falsch in Erinnerung?
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02.01.2024 um 13:26die Konzentration bekomme schon noch hin, aber das heißt ja trotzdem nicht, dass es nicht nervig wäre.Tussinelda schrieb:gar nicht gut auf den Inhalt konzentrieren kannst.
Und ja, ich muss es halt ertragen, was bleibt mir anderes übrig.
Außerdem wird das im MDR-aktuell auch so ungefähr gehandhabt:
... das nenne ich Glück für mich. Allerdings weiß man heutzutage nicht, ob es auch so bleibt.Cachalot schrieb:Im Süden, SWR3, wird auch „nur“ bei den vorbereiteten Texten gegendert. Nachrichten etc. In der freien Moderation hörst du beim anmoderieren noch eine Doppelnennung, dann hat es sich mit dem Gendern im Allgemeinen. Je nach Moderator natürlich mal mehr und mal weniger.
Gendern höre ich in den Gesprächen, Ansagen, Unterhaltungen, beim Sprechen miteinander, so gut wie nie.
Oder vielleicht nimmt es auch irgendwann wieder ab - man wird sehen :D
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02.01.2024 um 13:37Was dir anderes übrig bleibt hab ich dir doch gerade geschrieben.Optimist schrieb:Und ja, ich muss es halt ertragen, was bleibt mir anderes übrig.
Niemand muss gendern im Radio "ertragen", es gibt genug Alternativen.
Wenn man die eigenen Handlungsmöglichkeiten nicht nutzt, ist das eine persönliche Entscheidung und hat so gar nichts damit zu tun, dass einem das Gendern ungewollt aufgedrängt wird.
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02.01.2024 um 13:40und ich hatte dir geschrieben, dass und warum es für mich persönlich - also für meinen Geschmack und meine Bequemlichkeit - keine Alternative gibt zu meinem Lieblingssender gibt.Zaunkönigin schrieb:Was dir anderes übrig bleibt hab ich dir doch gerade geschrieben.
Niemand muss gendern im Radio "ertragen", es gibt genug Alternativen.
doch, das empfinde ich dennoch als aufgedrängt, weil ich ja - persönlich für mich - keine Alternative sehe.Zaunkönigin schrieb:...eine persönliche Entscheidung und hat so gar nichts damit zu tun, dass einem das Gendern ungewollt aufgedrängt wird.
Aber das sieht nun jeder aus seiner eigenen Perspektive, ob es Alternativen gibt oder nicht - für DICH ist das so, für mich jedoch nicht.
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02.01.2024 um 15:09Was aber aus meiner Sicht ein bekloppter Vorschlag ist. Warum soll jemand z.B aus Bayern einen Radiosender aus Schleswig-Holstein hören? Man möchte doch Nachrichten hören bzw. regional informiert werden. Zum reinen Musik hören gibt es andere Möglichkeiten.Zaunkönigin schrieb:Was dir anderes übrig bleibt hab ich dir doch gerade geschrieben.
Niemand muss gendern im Radio "ertragen", es gibt genug Alternativen.
behind_eyes
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02.01.2024 um 15:12Eigentlich sollte es bei den heutigen Digitalen Möglichkeiten doch kein Problem sein die Audiospuren einmal mit Genderversion und einmal ohne Genderversion zu belegen. So kann jeder Konsument wählen was er hört.
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02.01.2024 um 15:25ist der schwachsinn das wirklich wert?behind_eyes schrieb:So kann jeder Konsument wählen was er hört.
das ganze wird sich 'eh mehr oder weniger schnell totlaufen.
...oder einen Gender Sender einrichten.behind_eyes schrieb:kein Problem sein die Audiospuren einmal mit Genderversion
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02.01.2024 um 15:38Manchen ist das offenbar viel wert.Alienpe. schrieb:ist der schwachsinn das wirklich wert?
das ganze wird sich 'eh mehr oder weniger schnell totlaufen
Und totlaufen, zumindest dem Generischem Maskulinum hat man schonmal das Aus vorhergesagt:
Von Binnen-I bis Doppelpunkt: Verschiedene Formen der geschlechtergerechten Sprache kämpfen um die Vorherrschaft. Der Ausgang sei unklar, meint die Linguistin Heidrun Kämper. Das generische Maskulinum hat ihr zufolge wenig Chancen, zu überdauern.Quelle:
https://www.deutschlandfunkkultur.de/gender-und-sprache-kaum-ueberlebenschancen-fuer-das-100.html
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02.01.2024 um 15:47@behind_eyes
weil du oben schreibst - extra audiospuren für evtl. textänderungen - welch aufwand!
nur mal als beisp.: fällt mir gerade das lied "Köhlerliesl" ein.
wie soll das dann gehen?
ist das nicht alles bissl lächerlich?
weil du oben schreibst - extra audiospuren für evtl. textänderungen - welch aufwand!
nur mal als beisp.: fällt mir gerade das lied "Köhlerliesl" ein.
wie soll das dann gehen?
ist das nicht alles bissl lächerlich?
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02.01.2024 um 16:01kommt halt drauf an wie wichtig das jemandem ist.Alienpe. schrieb:weil du oben schreibst - extra audiospuren für evtl. textänderungen - welch aufwand!
nur mal als beisp.: fällt mir gerade das lied "Köhlerliesl" ein.
wie soll das dann gehen?
ist das nicht alles bissl lächerlich?
Ob nun ganze Werke vergendert werden... Es gibt ja auch im Zuge neuer Bewertungen im Kontext von Diskriminierungen Neufassungen von z. Bsp. Astrid Lindgrens Werken.
Dabei geht es um strukturellen Rassismus:
Christiane Kassama warnt dagegen: "Ich persönlich finde, Astrid Lindgren ist nicht mehr zeitgerecht. Wir leben im Jahr 2022. Wir haben eine Black-Lives-Matter-Bewegung. Wir leben in einer Diversität in Deutschland und ich finde, wir sollten einen weiteren Blick zum Thema Diversität, zum Thema Gender-orientiert haben!" Kassama leitet eine Rassismus-kritische Kita in Groß Flottbek, einem Stadtteil von Hamburg. Rassismus, sagt Kassama, sei mehr als einzelne Wörter, vermittele sich eher unterbewusst. Wenn etwa Pippis weißer Vater auf die Südseeinsel kommt und sofort von den Schwarzen zum König gemacht wird. Sie empfiehlt, Astrid Lindgren erst ab der fünften Klasse vorzulesen und wenn, dann kritisch, mehr wie ein Lehrbuch.Als auch um rassistische Diskriminierungen:
"Annika: Wohnst du hier denn ganz allein? Pippi: Aber nein, Herr Nilsson und das Pferd wohnen doch auch hier. - Ja, aber ich meine: Hast du keine Mutter, keinen Vater? - Nein, gar nicht. Meine Mutter ist schon lange tot. Mein Vater ist ein Südseekönig."Quelle: https://www.ndr.de/kultur/buch/Wie-wird-heute-mit-Astrid-Lindgrens-Buechern-umgegangen,lindgren164.html
Leseprobe
Es sind Sätze wie diese, die vor einigen Jahren für eine heftige Diskussion gesorgt haben: Denn der "Südseekönig" war in den alten Ausgaben von "Pippi Langstrumpf" das "Wort mit N."
Der Unterschied zum Gendern ist Stand jetzt, das es eine kaum nennenswerte fassbar, sich sichtbar machende Bubble von Betroffenen gibt (beim Gendern) , meistens entscheiden hier ja andere was für die sogenannten Betroffenen gut und richtig ist.
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02.01.2024 um 17:17Genau genommen war das hier mein erster Hinweis.CosmicQueen schrieb:Was aber aus meiner Sicht ein bekloppter Vorschlag ist. Warum soll jemand z.B aus Bayern einen Radiosender aus Schleswig-Holstein hören?
Was jemand sinnvoll oder "bekloppt" empfindet ist sehr individuell.Zaunkönigin schrieb:Es wird auch "im Süden" irgendeinen Sender geben, der RSH entspricht und bei dem nicht gegendert wird.
Natürlich kann man sich auch einfach weiter ärgern, dass man einen Sender hört bei dem gegendert wird und währenddessen andere beneiden.
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03.01.2024 um 05:57Das Dudenkorpus bestätigt ja gar nicht, was behauptet wird. Kann es gar nicht, denn es erfasst ohnehin nur einen Teil der geschriebenen Sprache. Das allgemeine gesprochene Wort, das viel häufiger vorkommt, wird überhaupt nicht berücksichtigt. Demzufolge könnte der Duden höchstens eine "abnehmende Tendenz im geschriebenen Wort" feststellen, aber kein generelles "nimmt ab".Tussinelda schrieb:den Dudenkorpus? Nee. Wäre auch etwas übertrieben.
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03.01.2024 um 07:08es wird dort direkter Bezug auf deren Daten genommen, also kann man nicht sagen, dass die Behauptung nicht stimmt, ich hatte es zitiert:nasenstüber schrieb:Das Dudenkorpus bestätigt ja gar nicht, was behauptet wird. Kann es gar nicht, denn es erfasst ohnehin nur einen Teil der geschriebenen Sprache. Das allgemeine gesprochene Wort, das viel häufiger vorkommt, wird überhaupt nicht berücksichtigt. Demzufolge könnte der Duden höchstens eine "abnehmende Tendenz im geschriebenen Wort" feststellen, aber kein generelles "nimmt ab".
Und was wir an unseren Daten sehen, ist, dass das generische Maskulinum immer weiter zurückgedrängt wird.Quelle: https://www.zdf.de/gesellschaft/plan-b/interview-kunkel-razum-duden-100.html
zufrieden?
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03.01.2024 um 07:59Tussinelda schrieb:zufrieden?
Na die Aussage stimmt doch gar nicht, denn die Daten geben das gar nicht her, was sie behaupten.
Sie untersuchen nur das geschriebene Wort, haben dazu nur ein relativ mäßiges Datenvolumen, denn sie können nur einen kleinen Ausschnitt davon heuristisch untersuchen, behaupten aber verkürzt und damit realitätsverzerrend, dass sie einen generellen und allumfassenden Rückgang des gM feststellen.
Was sie tatsächlich feststellen, ist: "einen tendenziellen Rückgang in den von ihnen untersuchten Daten" von denen man an der Stelle nicht mal weiß, wie repräsentativ die überhaupt sind.
Man kann also nicht sagen: "Der Duden stellt ein generelles Abnehmen des gM fest" sondern höchstens: "der Duden behauptet, dass das gM abnimmt, bringt aber nur unzureichende Belege dafür, die bestenfalls eine Tendenz im geschriebenen Wort bekunden"
Tussinelda
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03.01.2024 um 09:01ja eben, aufgrund ihrer Daten, dem Dudenkorpus.nasenstüber schrieb:Was sie tatsächlich feststellen, ist: "einen tendenziellen Rückgang in den von ihnen untersuchten Daten" von denen man an der Stelle nicht mal weiß, wie repräsentativ die überhaupt sind.
das ist bs und hat auch keiner so gesagt. Der Duden kann anhand des Dudenkorpus, also den Daten, die der Duden hat, feststellen, dass die Nutzung des gm abnimmt, weil die Doppelnennung/Splittingform zunimmt. Und genau das ist auch passiert. Ansonsten ist das ein Nebenschauplatz, den ich nicht weiter diskutieren werde, wenn Du eine Aussage versuchst zu zerpflücken, an der es nix zu zerpflücken gibt, dann mach das ohne mich. Die beziehen sich auf ihre Daten und ich beziehe mich auf den Duden und wenn Du daraus machen willst, dass das alles nicht stimmt, bitte.nasenstüber schrieb:"Der Duden stellt ein generelles Abnehmen des gM fest" sondern höchstens: "der Duden behauptet, dass das gM abnimmt, bringt aber nur unzureichende Belege dafür, die bestenfalls eine Tendenz im geschriebenen Wort bekunden"