Wir erleben ja in den letzten Jahren eine Zunahme von "invasiven" Festen, zu denen ich auch
Holi und
Halloween zähle. Es sind Feste bzw. besondere Anlässe, die ursprünglich in anderen Kulturen und/oder Gegenden der Welt beheimatet sind und sich im Rahmen der Globalisierung (und Kommerzialisierung) weltweit ausbreiten.
Das christliche Weihnachtsfest wird etwa
in Japan und anderen mehrheitlich nicht-christlichen Ländern ähnlich begangen wie bei uns eben der Valentinstag. Ohne religiösen Bezug. Aber als Gelegenheit, irgendwie anlassbezogen Umsatz zu generieren.
Man könnte die neuen Feste als kulturelle Bereicherung betrachten, wenn nicht einerseits oft der kommerzielle Gedanke im Vordergrund stünde und andererseits die Festivitäten nur auf einen kleinen Teil der Bevölkerung ( Kinder, junge Leute im Partyalter usw.) abzielen, was z.B. beim "echten" Holi in hinduistischer Tradition gerade nicht so ist. Dort verbindet das Frühlingsfest, ähnlich unserem Karneval, alle sozialen und altersmäßigen Schichten.
Für unseren Fall heißt das, dass auch ich es als nicht gesichtert ansehe, dass der Valentinstag für MH eine besondere Bedeutung hatte.
Wohl könnte der Valentinstag mMn aber, wie auch der Jahrgang des Weines, ein zynisch-symbolischer Hinweis des Täters sein ("Fest der Liebenden").