Das waren die Fälle bei Aktenzeichen XY am Mittwoch, den 12. Februar 2025.
Folge 611 FF1: Achtjährige in Stuttgart-Weilimdorf missbrauchtDie Polizei Stuttgart fahndet mit Hochdruck nach einem jungen Sexualstraftäter. Der etwa 17 bis 20 Jahre alt Mann soll am 3. Juni 2024 in Stuttgart-Weilimdorf ein achtjähriges Mädchen missbraucht haben. Die Schülerin verlässt an diesem Tag gegen 12.45 Uhr die Grundschule an der Köstlingstraße und geht daraufhin wie gewöhnlich mit einer Freundin in eine nahegelegene Parkanlage, in der die beiden in einem Gebüsch ein Versteck haben. Dabei folgt ihnen ein junger Mann. Während es einem der beiden Kinder gelingt, wegzulaufen, bedrängt der Mann das andere Mädchen. Eine Frau bemerkt, was vor sich geht und verständigt die Polizei sowie weitere Passanten, woraufhin der Täter sein Vorhaben abbricht und flüchtet. An der U-Bahn-Station Wolfbusch verliert sich seine Spur. Später wird in der Nähe seine Softshelljacke der Marke Engelbert Strauss gefunden, die er offenbar ausgezogen und weggeworfen hat. Kurz vor der Ausstrahlung bei Aktenzeichen XY gelingt es der Polizei, ein weiteres Opfer des Mannes zu identifizieren: Bei einem weiteren Versuch des sexuellen Missbrauchs an einer Neunjährigen am 26. September 2024 in Bruchsal, etwa 70 Kilometer entfernt, wurde dieselbe DNA gesichert. In Bruchsal war der Mann mit einem grün-blau-schwarzen Mountain-Bike unterwegs. Die Polizei hat zudem ein Phantombild des Mannes veröffentlicht.
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Fahndungsseite der Polizei Baden-Württemberg
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ZDFFolge 611 SF1: Fahndung nach Manolis KaratzaidisEuropol fahndet in Zusammenarbeit mit dem BKA und ENFAST, dem europäischen Netzwerk von Zielfahndungsteams, nach Manolis Karatzaidis. Der in Georgien geborene griechische Staatsbürger soll vor mehr als acht Jahren in Heidenheim an der Brenz seinen Schwager erschossen haben. Am Abend des 18. September 2016 hält sich der damals 34-Jährige nach Ermittlungen der Polizei mit seiner Frau und dessen Bruder in dem Lokal des Schwagers auf. Gegen halb 3 Uhr früh kommt es zwischen Karatzaidis und seiner Frau zum Streit. Als der Schwager dazwischen geht, zieht Karatzaidis unvermittelt eine Pistole und schießt ihm vier Mal in den Kopf. Sein orangefarbenes BMW-Cabriolet, mit dem Karatzaidis flüchtet, wird kurz darauf an der A7-Ausfahrt Giengen/Brenz mit steckendem Schlüssel aufgefunden. Der mutmaßliche Täter gilt als Waffenliebhaber. Die Zielfahnder halten es für möglich, dass er sich als Überlebenskünstler versteckt hält.
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Fahndungsseite des BundeskriminalamtsFolge 611 FF2: Brandstiftung in Wohnhaus nahe RosenheimDie Kriminalpolizei Rosenheim ermittelt im Fall einer Brandstiftung in Bad Endorf wegen achtfachen versuchten Mordes. Am Montag, 3. April 2023, gegen 23.30 Uhr brechen zwei Unbekannte in die Räume eines Cafés und eines IT-Shops im Erdgeschoss eines Hauses in der Bahnhofstraße ein. Mit einer in einem Müllsack mitgebrachten brennbaren Flüssigkeit legen sie Feuer. Während das Feuer im IT-Shop wieder erlischt, breiten sich die Flammen aus dem Café heraus auf andere Gebäudeteile aus. Einer siebenköpfigen Familie im Obergeschoss sowie einem im Erdgeschoss wohnhaften Mann gelingt es mit Glück, das Haus rechtzeitig zu verlassen. Da sowohl die Familie im Obergeschoss als auch der Eigentümer Jesiden aus dem Irak sind, schließt die Polizei weder ein fremdenfeindliches noch ein religiöses Motiv aus. Die Täter entwenden zudem bunte Flaschen des slowakischen Likörs "Tatratea". Die Täter werden sowohl beim Verteilen des Brandbeschleunigers im Erdgeschoss als auch mutmaßlich auf der Flucht von Überwachungskameras erfasst. Die Bilder dazu hat die Polizei veröffentlicht.
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Polizei Bayern
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ZDFFolge 611 SF2: Supermarkt-Raubserie im RuhrgebietDie Kriminalpolizei Recklinghausen rechnet einem einzelnen Täter mittlerweile 54 Raubüberfälle auf Lebensmittel-Discounter überwiegend im Ruhrgebiet zu. Der 30 bis 40 Jahre alte Tälter betritt bei seinen Raubtaten jeweils kurz vor Ladenschluss die Geschäfte, bedroht die Beschäftigten an der Kasse mit einer Schusswaffe und fordert Geld. Geht es ihm nicht schnell genug, nimmt er ein mitgebrachtes Werkzeug und hebelt die Kassen selbst auf. Die Serie beginnt im Oktober 2019 in Marl. Nach fünf Taten binnen kürzester Zeit macht der Täter eine längere Pause, bis er im März 2021 wieder zuschlägt, diesmal in Gelsenkirchen. Im Mai 2024 reißt die Serie erneut ab. Vor einigen Wochen wird der Unbekannte jedoch wieder aktiv. Zeugen beobachten in einigen Fällen, dass er mit einem Fahrrad in die Dunkelheit flüchtet. Im Anschluss an eine Tat hat ein Zeuge den Täter auf der Flucht gestellt und demaskiert. Mit ihm wurde ein Phantombild erstellt.
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Fahndungsseite der Polizei Nordrhein-WestfalenFolge 611 FF3: Angeblicher Bekannter überfällt Mann in HildesheimAm Sonntag, 16. April 2023, wird ein 30-jähriger Mann aus Hildesheim Opfer eines mysteriösen Raubüberfalls. Um 14.45 Uhr klingelt ein unbekannter Mann an seiner Wohnungstür und gibt sich als Freund eines gemeinsamen Bekannten aus. Ohne seinen Namen zu nennen betritt der etwa 40 bis 50 Jahre alte Unbekannte anschließend am verwirrten Mieter vorbei das Wohnzimmer und fragt nach Bargeld. Als er in dem Zimmer einen Schrank öffnet und ein dort befindliches Messer sowie Bargeld an sich nimmt, kommt es zum Gerangel. Nach Erkenntnissen der Polizei geht der Fremde mit dem Messer auf sein Gegenüber los und verletzt ihn an der Hand. Mit großer Mühe versucht das Opfer, den Angriff abzuwehren und rettet sich ans Fenster. Es gelingt ihm, nach Hilfe zu rufen, woraufhin der Täter die Wohnung verlässt. Der Unbekannte, der auch angab, bereits im Gefängnis gewesen zu sein, soll eine kräftige Statur und eine kantige Kopfform haben und einen markanten weißblonden Wikingerbart sowie einen Mittelscheitel getragen haben. Es liegt ein Phantombild vor.
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Pressemitteilung Polizeiinspektion Hildesheim
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ZDFFolge 611 FF4: Dinslakener Unternehmer in den Händen von RäubernDie Kriminalpolizei Wesel ermittelt in einem filmreifen Überfall auf einen Geschäftsmann aus Dinslaken. Der 48-Jährige ist am 26. Februar 2023 auf dem Rückweg von seiner Tochter nach Hause, als es vier oder fünf Unbekannte auf ihn abgesehen haben. Bei der Anschlussstelle Autobahn A 40 Wankum wird der Mann von einem dunklen Mercedes-Sprinter überholt, der ihn anschließend ausbremst und quer vor ihm stehen bleibt. Hinter dem Mann kommt dann ein dunkler Audi SQ7 mit gestohlenem Recklinghäuser Kennzeichen zum Stehen – er sitzt nun in der Falle. Mehrere Täter, die alle dieselbe hautfarbene Latexmaske tragen, umzingeln den Wagen. Sie schlagen die Scheibe der Beifahrerseite ein und zerren den 48-Jährigen aus dem Auto in den Transporter. Nach einer kurzen Fahrt fesseln die Unbekannten den Mann mit Handschellen und setzen ihm eine verklebte Brille auf. Schließlich fahren die Männer mit dem Mann zu dessen Wohnhaus. Unter Androhung, der Tochter des Opfers, deren Namen sie zu kennen scheinen, etwas anzutun, lassen sich die Täter den Code für die Alarmanlage des Hauses sowie den Tresor geben. Während der Mann im Transporter festgehalten wird, halten sie sich einige Täter etwa eine Stunde im Gebäude auf und finden vornehmlich Waffen, Goldmünzen, Bargeld und Schmuck. Am Ende besprühen die Täter alles mit einer unbekannten chemischen Substanz. Sie ziehen das Opfer bis auf die Unterhose aus und ketten es an die Heizung im Wohnzimmer. Dann flüchten sie. Die Ermittlungen ergeben, dass die Täter über die deutsch-niederländische Grenze ein- und ausgereist sind.

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ZDFFolge 611 SF3: Mord an Gerhard KlingelhöferAm 9. September 2011 dringen gegen 20 Uhr drei unbekannte Männer in das Haus des 80-jährigen Unternehmers Gerhard Klingelhöfer in Pohlheim im Landkreis Gießen ein. Sie attackieren den Rentner und führen ihn in den Keller. Dort steht ein Tresor. Doch der alte Herr schafft es nicht, den Geldschrank zu öffnen. Daraufhin traktieren die Täter den 80-Jährigen so stark, dass er an den schweren Verletzungen stirbt. Der Fall wurde bereits 2012 bei Aktenzeichen XY ausgestrahlt. Seitdem wurden mehrere neue Ermittlungsansätze erarbeitet. So gelang es, am Tresor noch eine zweite tatrelevante DNA-Spur zu isolieren, deren Abgleich noch läuft. Zudem konnte anhand der Sohlendrücke ermittelt werden, dass zwei Täter den gleichen Adidas-Schuh Snova Glide 3M und ein Täter den Sportschuh Nike Shox Conundrum trug. Die Polizei hält es für möglich, dass jemand aus dem Umfeld des Opfers den Tätern einen Tipp gegeben hat. Dieser Tatbestand ist mittlerweile verjährt.
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Pressemitteilung Polizeipräsidium HessenFolge 611 FF5: Online-Date als Falle: Überfall in SchrebergartensiedlungIn einem Chatroom macht ein Mann eine neue Bekanntschaft: Eine Frau, die sich Anastasiaaa nennt. Die beiden scheinen auf einer Wellenlänge zu sein und verabreden sich bereits am nächsten Tag, dem 7. Juni 2023, zu einem Treffen – nachts, in einer Schrebergartenkolonie in Dortmund in der Nähe des Signal Iduna Park und der Messe. Statt der Frau tauchen jedoch vier Männer auf, die das Opfer ganz offensichtlich in eine Falle gelockt haben, um es auszurauben. Die Männer schlagen ihn, rauben sein Bargeld und Handy und flüchten. Das Opfer kann die Täter aber einholen und es kommt zu einer erneuten Auseinandersetzung. Einer der Täter schlägt mit einem Hammer auf das Opfer ein. Das wird am Kopf getroffen und schwer verletzt: Ein Teil seiner Schädeldecke ist herausgebrochen und muss entfernt werden. Der junge Mann überlebt, leidet aber bis heute unter den Folgen der Tat. Ermittlungen der Polizei ergeben, dass der weitere Fluchtweg der Täter vermutlich durch ein nahegelegenes Gewerbegebiet geführt hat. Von zwei mutmaßlich Tatbeteiligten gibt es daher Aufnahmen aus einer Überwachungskamera.
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Fahndungsseite der Polizei Nordrhein-Westfalen
Fotoquelle:
ZDF