Vermisstenfall Madeleine McCann
07.06.2022 um 02:37Lateral heißt erstmal nur "seitlich". Für alles andere braucht es zusätzlichen Kontext.nur_die_fakten schrieb:"lateral"
Lateral heißt erstmal nur "seitlich". Für alles andere braucht es zusätzlichen Kontext.nur_die_fakten schrieb:"lateral"
Das ist in diesem Fall sicher richtig.Ahmose schrieb:Die Annahme das Maddie tot ist und in Portugal starb ist ja nicht so weit hergeholt.
und vor allem ist es halt eine Annahme.Ahmose schrieb:Das sind ja jetzt zwei verschiedene Dinge. Die Annahme das Maddie tot ist und in Portugal starb ist ja nicht so weit hergeholt. Das die StA davon überzeugt ist glaube ich gerne. Ich schätze das sehen die meisten Ermittler so.
Das wurde ja auch versucht.MisterEko schrieb:Aber wurde damals mal versucht eine "Brücke" zu einem möglichen Entführer zu bauen?
Sowas wie:
"Wir gehen davon aus, dass Maddie selbstständig nachts das Apartment verlassen hat und sich irgendwo verlaufen hat, wir appellieren an die "gute Seele" da draußen, die Maddie gefunden hat, bitte bringen Sie sie nach Hause"
oder
"Wir gehen davon aus, dass Maddie selbstständig nachts das Apartment verlassen hat, bitte helfen Sie uns (indirekt an den Entführer gerichtet) Maddie zu finden, falls Sie sie irgendwo am Strand gesehen haben oder ähnliches, bitte informieren sie, gerne anonym, die Polizei über den Aufenthaltsort"
Der war sicher kontraproduktiv (wie auch in anderen Fällen), aber nicht die Schuld der Polizei.MisterEko schrieb:Wenn wir uns mal vor Augen halten, welcher beispiellose Medienrummel um diese Tat, bereits unmittelbar nach dem Verschwinden entstanden ist.
da magst du recht haben.AlteTante schrieb:Der war sicher kontraproduktiv (wie auch in anderen Fällen), aber nicht die Schuld der Polizei.
diese Fehler hat er offensichtlich begangen - er hat anderen davon erzählt.MisterEko schrieb:an dieser Stelle könnte ein Täter vielleicht Fehler begangen haben, anhand derer man ihn dennoch überführt bekommt.
@MisterEkoMisterEko schrieb:Wie erklärt sich eigentlich generell dieser Medienrummel, den dieser Fall blitzschnell ausgelöst hat?
das "evtl" stört mich.FadingScreams schrieb:Wenn die Ermittler zu der Annahme gelangt sind, dass er das Kind getötet hat UND dass das in Portugal geschehen ist, dann können sie evtl auch den Zeitraum einschätzen
Da sind wir sogar einer Meinung.FadingScreams schrieb:Ich begreife B. als jemanden, dem all das Scheiß egal ist - um das mal mit wenigen Worten zusammen zu fassen.
Hat nichts mit dem Fall Maddie zu tun.FadingScreams schrieb:Jetzt ist er im Knast.. zu Recht, aber er streitet weiter seine ihm bereits nachgewiesenen Taten ab und glaubt nach allen den Prognosen die über ihn und seine Persönlichkeit aufgestellt wurden, nach all den Zwischenfällen, zB die sich selbst zugefügten Rippenbrüche vor der Anhörung in BS, dass er für eine Haftentlassung prädestiniert ist.
Diese Annahme kann zutreffend sein.FadingScreams schrieb:Ich teile die Annahme, dass alles mit einem Einbruch begann und dass ihm dann das Kind 'dazwischen' kam. Die Idee sie mitzunehmen und mit ihr irgendwas zu machen, von dem er gar anfangs selbst nicht wusste was es sein wird.
also mir liegen dazu keine Erkenntnisse vor.FadingScreams schrieb:, dann müssen seine Anwälte eingreifen, aber das tun die ja anscheinend auch nicht.
naja, das ist nicht die Art Fehler auf den ich angespielt habe.FadingScreams schrieb:diese Fehler hat er offensichtlich begangen - er hat anderen davon erzählt.
Da ist bestimmt was dran.Dr.Edelfrosch schrieb:Für die Klatsch- und Boulevardpresse war der Fall Maddie ideal. Maddie war vom Aussehen her wie gemacht für die Titelseiten der Schmierblätter. Zudem konnte man die Eltern verdächtigen und mit immer neuen Enthüllungen und Verdächtigungen innerhalb der Familie bzw des näheren Umfeldes zahlende Leser locken. Drama halt, wie es viele Leute mögen.
für dich persönlich muss es ja auch nicht reichen, am Ende muss es für eine Anklage reichen. Und genau daran arbeitet man..MisterEko schrieb:Was ein Tatverdächtiger nun angeblich erzählt oder nicht erzählt hat, kann bestenfalls ein Indiz sein, ein echter Beweis ist das, für mich persönlich, eher nicht.
korrekt.FadingScreams schrieb:für dich persönlich muss es ja auch nicht reichen, am Ende muss es für eine Anklage reichen. Und genau daran arbeitet man..
das ist aber der Diskussion über den Hauptverdächtigen nicht hinderlich.. - solange wiederholt wird, dass zu einem UND nur diesen einem Hauptverdächtigen wegen Mordes an Madeleine ermittelt wird, solange darf auch diskutiert werden..MisterEko schrieb:Ob die jemals wahr wird, weiß aktuell kein Mensch, wahrscheinlich noch nicht mal Wolters selbst.
Sorry, aber warum sollte denn dann eine Anklageerhebung gegen CB verzögert werden? Sind die Leute bei der StA überbeschäftigt? Sind die anderen Fälle wichtiger? Worauf genau willst du eigentlich hinaus? Was willst du aussagen?nur_die_fakten schrieb:Das Adjektiv "lateral" sagt eigentlich alles:
Andere Straftaten - nicht im Zusammenhang mit Maddie.
Wie gesagt: Da bleibt nicht viel übrig. Man muss es ja gegenprüfen können. Der Tatort wurde nicht erneut untersucht, eine Leiche hat man nicht, usw.nur_die_fakten schrieb:Oder logischerweise etwas, von dem Amaral keine Kenntnis hatte!
Darauf basieren ja die "neuen" Ermittlungen . . .
Da hast du natürlich recht. Es kann auch anders gewesen sein. Aber die Überzeugung der StA ist nachvollziehbar. Sie muss nicht stimmen, aber ich verstehe schon warum sie zu dieser Überzeugung gekommen sind. Sie nehmen einfach das Naheliegenste an.Rick_Blaine schrieb:... So ist die Annahme, dass Madelaine in Portugal verstorben und vermutlich auch verborgen ist, zwar naheliegend, aber nicht zwangsläufig.
Ja, klar. Bewiesen ist das nicht. Aber bevor man nun anfängt wilde Theorien aufzustellen und die Nachbarländer abzusuchen, kann man sich auch auf das Naheliegendste konzentrieren. Natürlich braucht man am Ende so oder so Beweise. Und damit sieht es ja aktuell nicht so gut aus. Jedenfalls soweit wir das beurteilen können.MisterEko schrieb:und vor allem ist es halt eine Annahme.
Wirklich bewiesen ist es halt nicht, dass Maddie tatsächlich tot ist.
Solange nicht ihre sterblichen Überreste oder zumindest Überreste von ihr auftauchen, die mit dem Leben nicht vereinbar sind (Kopf, Torso etc.) lässt sich das überhaupt nicht mit Sicherheit sagen.
Das habe ich mich auch schon gefragt.MisterEko schrieb:Wie erklärt sich eigentlich generell dieser Medienrummel, den dieser Fall blitzschnell ausgelöst hat?
Sowas war ja eigentlich in der Form nie dagewesen, weder vorher noch hinterher.
Es sind ja schon viele Kinder verschwunden, darunter auch viele blonde Mädchen usw. aber so ein Medienecho sucht seines gleichen.
Das gilt alles auch für die meisten vergleichbaren Fälle.Dr.Edelfrosch schrieb:Für die Klatsch- und Boulevardpresse war der Fall Maddie ideal. Maddie war vom Aussehen her wie gemacht für die Titelseiten der Schmierblätter. Zudem konnte man die Eltern verdächtigen und mit immer neuen Enthüllungen und Verdächtigungen innerhalb der Familie bzw des näheren Umfeldes zahlende Leser locken. Drama halt, wie es viele Leute mögen.
International kommt ja noch dazu. Es waren nach damaligen Kenntnissen mindestens zwei Länder beteiligt: Portugal und Großbritannien. Und der Verschwinde-Ort sieht aus wie ein Urlaubsparadies (und wurde von den McCanns ja auch dafür gehalten), wo man unbekümmert Urlaub machen zu können glaubt.MisterEko schrieb:international betrachtet
Da zwischen Verschwinden und Beginn der Ermittlungen Hans und Franz durch das Apartment gelaufen sind, könnte es sein, dass es welche gegeben hat, die aber nicht mehr aufzufinden sind geschweige denn mit irgendjemanden (ob CB oder sonstwem) verglichen werden können.MisterEko schrieb:ich meinte eher, dass der Täter, vielleicht DNA oder Faserspuren hinterlassen haben könnte.
Wenn ich mir diese Dokus so ansehe, wo irgendein Reporter mit dem Auto durch Portugal fährt, denke ich immer, dass es unheimlich einfach sein müsste, in der wild wirkenden Landschaft eine tote Person verschwinden zu lassen, ohne dass einen jemand sieht. Es könnte sogar sein, dass der Mörder selbst nicht mehr ganz genau sagen könnte, wo es eigentlich war. Und nicht zu vergessen: Das Meer ist ja auch noch da.MisterEko schrieb:In der Nähe des Ablageortes
Das würde heute, nach zig weiteren Belegungen durch andere Hotelgäste und somit zwangsläufig Verunreinigungen etwaiger Spuren bis zur Unkenntlichkeit, auch keinen Sinn mehr machen.Ahmose schrieb:Der Tatort wurde nicht erneut untersucht
Ich glaube zwar auch nicht, dass sie in Spanien liegt. Aber so weit hergeholt finde ich das gar nicht. Immerhin ist CB (wenn er denn der Täter war) häufig zwischen Portugal und Deutschland hin- und hergefahren, und Spanien liegt dort auf dem Weg.Ahmose schrieb:bevor man nun anfängt wilde Theorien aufzustellen und die Nachbarländer abzusuchen
Hab mal gegoogelt. Keine Ahnung, wie akkurat der Artikel recherchiert ist, da heisst es:AlteTante schrieb:Das würde heute, nach zig weiteren Belegungen durch andere Hotelgäste und somit zwangsläufig Verunreinigungen etwaiger Spuren bis zur Unkenntlichkeit, auch keinen Sinn mehr machen.
Nachdem Maddie verschwunden war, blieb das Apartment 5a, das über zwei Schlafzimmer verfügte, einen Monat leer.
Doch dann wurde es erneut vermietet. Zunächst an eine Familie, die dort eine Woche Urlaub machte, danach an eine weitere Familie, die zwei Wochen dort blieb. Erst danach wurde das Apartment 5a als dauerhafter Tatort abgeriegelt.
Niemand wollte die Immobilie kaufen, die auf viele mysteriös und unheimlich wirkte, weil der Fall um Maddie schlicht nicht gelöst wurde. So stand das Apartment 5a fast ein Jahrzehnt leer, bis eine britische Witwe aus der Stadt Southport 2017 zuschlug und das Gebäude weit unter Marktwert kaufte - für 113.000 Britische Pfund.Quelle: TAG24
ich liefere mal den Link nach:frusciante15 schrieb:Quelle: TAG24
Erst danach wurde das Apartment 5a als dauerhafter Tatort abgeriegelt.die Vorgehensweise ist für mich nicht nachzuvollziehen.. - aber wahrscheinlich wurde es erst in der Vorbereitung die McCanns die verdächtig zu erklären, abgeriegelt..
Wolters sagte, sie seien "zu 100 Prozent sicher", dass B. Maddie getötet habe. Die Staatsanwaltschaft geht zudem davon aus, dass die Beweise bereits ausreichen, um den 44-Jährigen anzuklagen.Quelle: https://amp.focus.de/panorama/welt/fall-maddie-mccann-staatsanwalt-zu-100-prozent-sicher-dass-verdaechtiger-deutscher-schuldig-ist_id_24331417.html
Da er sich allerdings bereits in Haft befinde, wolle das Ermittlerteam zunächst sämtliche Beweise und Informationen einsammeln.
"Es geht nicht nur darum, ihn anzuklagen - wir wollen ihn mit der bestmöglichen Beweislage konfrontieren", sagte Wolters.
Der Verdächtige B. bestreitet, etwas mit dem Verschwinden von Maddie zu tun zu haben und weigert sich, mit Polizei oder Staatsanwaltschaft zu sprechen.Meines Wissens ist das aktuell noch so.
nun ja, der Verdächtige schreibt stattdessen Briefe in alle Welt - warum nicht mit der StA gesprochen wird, erklärt dann Fülscher auf seine Weise.. nämlich dass sein Mandant nichts sagen muss und nichts sagen wird - WARUM die Briefe 'toleriert' werden, dazu gibt es kein Kommentar..Maia schrieb:Der Verdächtige B. bestreitet, etwas mit dem Verschwinden von Maddie zu tun zu haben und weigert sich, mit Polizei oder Staatsanwaltschaft zu sprechen.
Ja, da stimme ich vollkommen zu. Aber dann gibt es auch nichts, was nicht auch Amaral, die McCanns und zig andere Leute schon wissen. Da sind keine neuen Erkenntnisse dazugekommen.AlteTante schrieb:Das würde heute, nach zig weiteren Belegungen durch andere Hotelgäste und somit zwangsläufig Verunreinigungen etwaiger Spuren bis zur Unkenntlichkeit, auch keinen Sinn mehr machen.
Das Meer ist noch näher. Und zig Brunnen auch. Baustellen gab es direkt in Praia da Luz. Ich denke CB oder jeder andere Täter würde eine Leiche direkt vor Ort entsorgen. Klar, es könnte auch anders gewesen sein. Aber ohne konkreten Hinweis in so eine Richtung würde ich auch nur vor Ort suchen.AlteTante schrieb:Ich glaube zwar auch nicht, dass sie in Spanien liegt. Aber so weit hergeholt finde ich das gar nicht. Immerhin ist CB (wenn er denn der Täter war) häufig zwischen Portugal und Deutschland hin- und hergefahren, und Spanien liegt dort auf dem Weg.