40 Fragen an Evolutionisten
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40 Fragen an Evolutionisten
09.12.2012 um 22:08Im Grunde beschreibt es alles das Gleiche oder?
Also das Spaghettimonster, die Teekanne,
und dass die Anwendung von Ockhams Rasierklinge in dem Fall nichts nützt ?
Wenn ich anfange Fragen mit anderen Unbekannten zu beantworten nützt das niemandem oder sehe ich das falsch? :)
Ist doch wie wenn ich in eine mathematische Gleichung einfach an beliebiger Stelle ein x einbaue .
Da kann ich mir jede Rechnung so hinbiegen , dass das Ergebnis herauskommt was ich haben möchte.
Also das Spaghettimonster, die Teekanne,
und dass die Anwendung von Ockhams Rasierklinge in dem Fall nichts nützt ?
Wenn ich anfange Fragen mit anderen Unbekannten zu beantworten nützt das niemandem oder sehe ich das falsch? :)
Ist doch wie wenn ich in eine mathematische Gleichung einfach an beliebiger Stelle ein x einbaue .
Da kann ich mir jede Rechnung so hinbiegen , dass das Ergebnis herauskommt was ich haben möchte.
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09.12.2012 um 22:11@McNeal
Nein, sie erklärt nichts, weil sie nicht differenzierend anwendbar ist. Man kann nichts ausschließen, denn JEDE Erscheinung wird damit "erklärt". Damit reduziert sich jede derartige Erklärung auf ein "Es ist eben so." und wird damit zu einer reinen Faktenbenennung, nicht aber zu einer Erklärung, welche kausalen Ursachen konkret zu einer Erscheinung geführt haben.
Nein, sie erklärt nichts, weil sie nicht differenzierend anwendbar ist. Man kann nichts ausschließen, denn JEDE Erscheinung wird damit "erklärt". Damit reduziert sich jede derartige Erklärung auf ein "Es ist eben so." und wird damit zu einer reinen Faktenbenennung, nicht aber zu einer Erklärung, welche kausalen Ursachen konkret zu einer Erscheinung geführt haben.
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09.12.2012 um 22:14@ickebindavid
Ockham nützt insofern, dass Du auf Spaghettimonster, Teekanne usw. getrost verzichten kannst, bis neue Fakten auf die Existenz von irgendwas dergleichen unzweifelhaft hinweisen.
Ockham nützt insofern, dass Du auf Spaghettimonster, Teekanne usw. getrost verzichten kannst, bis neue Fakten auf die Existenz von irgendwas dergleichen unzweifelhaft hinweisen.
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09.12.2012 um 22:17@Hoffmann
Und eben diesen Schritt, den du da gemacht hast, ist nicht Teil von Ockhams Razor. Simplizitaet alleine reicht eben nicht aus um eine Theorie zu bewerten und Ockhams Razor bedient nur diesen Teilaspekt.
Wobei da schon eine kausale Erklaerung drin ist, schliesslich macht das Spagghettimonster alles :-)
Und eben diesen Schritt, den du da gemacht hast, ist nicht Teil von Ockhams Razor. Simplizitaet alleine reicht eben nicht aus um eine Theorie zu bewerten und Ockhams Razor bedient nur diesen Teilaspekt.
Wobei da schon eine kausale Erklaerung drin ist, schliesslich macht das Spagghettimonster alles :-)
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09.12.2012 um 22:22Die Erwähnug einer nicht prüfbaren Möglichkeit, kann maximal ein Wunsch sein oder eine Absicht bedeuten.
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09.12.2012 um 22:23@Mailo
Nicht unbedingt, eine Möglichkeit kann ja unter Umständen später einmal prüfbar werden, durch neue Messmethoden oder ähnliches. Hier im konkreten Fall handelt es sich jedoch, wie du richtig festgestellt hast, um generell unprüfbare Möglichkeiten.
Nicht unbedingt, eine Möglichkeit kann ja unter Umständen später einmal prüfbar werden, durch neue Messmethoden oder ähnliches. Hier im konkreten Fall handelt es sich jedoch, wie du richtig festgestellt hast, um generell unprüfbare Möglichkeiten.
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09.12.2012 um 22:26@McNeal
Ockham meint, dass diejenige Erklärung, die mit den wenigsten Zusatzannahmen auskommt, die richtige ist. Wenn ich also sage: "Gott hat es so gemacht.", dann weiß ich immer noch nicht, wie er es gemacht hat. Ich muss mich also um alternative Erklärungsansätze bemühen, um zu verstehen, warum etwas so ist, wie es ist. Und je genauer und detaillierter ich in die Ursachenkette eindringe, um so entbehrlicher wird der Gott, den ich als Hypothesenkonstrukt immer noch mit mir rumschleppe. An irgendeinem Punkt muss ich mich entscheiden, ob ich die Hypothese "Gott war's" weiterhin beibehalte oder doch besser aufgebe, um die Erscheinung erschöpfend zu erklären. Nach Ockham ist die Erklärung ohne "Gott war's" die richtige.
Ockham meint, dass diejenige Erklärung, die mit den wenigsten Zusatzannahmen auskommt, die richtige ist. Wenn ich also sage: "Gott hat es so gemacht.", dann weiß ich immer noch nicht, wie er es gemacht hat. Ich muss mich also um alternative Erklärungsansätze bemühen, um zu verstehen, warum etwas so ist, wie es ist. Und je genauer und detaillierter ich in die Ursachenkette eindringe, um so entbehrlicher wird der Gott, den ich als Hypothesenkonstrukt immer noch mit mir rumschleppe. An irgendeinem Punkt muss ich mich entscheiden, ob ich die Hypothese "Gott war's" weiterhin beibehalte oder doch besser aufgebe, um die Erscheinung erschöpfend zu erklären. Nach Ockham ist die Erklärung ohne "Gott war's" die richtige.
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09.12.2012 um 22:27Hoffmann schrieb:Ockham nützt insofern, dass Du auf Spaghettimonster, Teekanne usw. getrost verzichten kannst, bis neue Fakten auf die Existenz von irgendwas dergleichen unzweifelhaft hinweisen.Wie ich es verstehe , sind das Spaghettimonster und die Teekanne Beispiele um deutlich zu machen , dass es neuer Fakten bedarf, um neue Annahmen zu machen. @Hoffmann
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09.12.2012 um 22:30@ickebindavid
Dem würde ich nicht widersprechen wollen, aber das läuft nur auf das hinaus, was Du von mir zitiert hattest.
Dem würde ich nicht widersprechen wollen, aber das läuft nur auf das hinaus, was Du von mir zitiert hattest.
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09.12.2012 um 22:31Hoffmann schrieb:Nach Ockham ist die Erklärung ohne "Gott war's" die richtige.Ockham war Mönch. Es verhält sich, AFAIK, genau umgekehrt: Gott ist unabdingbar.
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09.12.2012 um 22:32@ickebindavid
Die Teekanne war eher ein Beispiel, um den Religiösen ihre Rückzugsgefechte zu vermiesen. Auf eine klassische Teodicée-Frage kommt bei philosophisch-theologiscg ungebildeten Religiösen oft sowas wie "Gottes Wege sind unergrndlich" oder "Evtl. hat Gott ja die Naturgesetze gemacht, damit alles so abläuft, dass es auch ohne Gott funktionieren würde" oder "Gott prüft uns". In dem Fall ist Gott wie die Teekanne; wenn Gottes Existenz keine Konsequenz für uns hat, da er nur die Gesetze gemacht hat und nie eingreift, braucht unser Modell Gott nicht, genau so wenig wie die Teekanne; beide sind dann schlicht irrelevant.
Die Teekanne war eher ein Beispiel, um den Religiösen ihre Rückzugsgefechte zu vermiesen. Auf eine klassische Teodicée-Frage kommt bei philosophisch-theologiscg ungebildeten Religiösen oft sowas wie "Gottes Wege sind unergrndlich" oder "Evtl. hat Gott ja die Naturgesetze gemacht, damit alles so abläuft, dass es auch ohne Gott funktionieren würde" oder "Gott prüft uns". In dem Fall ist Gott wie die Teekanne; wenn Gottes Existenz keine Konsequenz für uns hat, da er nur die Gesetze gemacht hat und nie eingreift, braucht unser Modell Gott nicht, genau so wenig wie die Teekanne; beide sind dann schlicht irrelevant.
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09.12.2012 um 22:33@Brogenluder
Sagen wir es mal so: Aufgrund konkreter Zeitgeistumstände war es für ihn lebensgefährlich, sein Prinzip bis zur letzten Konsequenz durchzuhalten ...
Sagen wir es mal so: Aufgrund konkreter Zeitgeistumstände war es für ihn lebensgefährlich, sein Prinzip bis zur letzten Konsequenz durchzuhalten ...
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09.12.2012 um 22:38Ockham war Scholastiker. Für Scholastiker waren Gott und Vernunft aufeinander bezogen. Ich glaube, ihm zu unterstellen, er habe seine wahren Ansichten nicht äußern können, ist ahistorisch und beschneidet das Verständnis seiner Philosophie. Aber egal, OT. :)
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09.12.2012 um 22:38@Rho-ny-theta
Nichts weist auf diese Unbekannte hin , genau wie nichts die Annahme begründen könnte eine Teekanne kreise
Rho-ny-theta schrieb:In dem Fall ist Gott wie die TeekanneEben das meine ich ja , Gott ist die ohne Grund eingeführte Unbekannte , man braucht sie nicht. Es funktioniert ohne , es sei denn man erfindet Gründe dafür, dass sie existieren müsste.
Nichts weist auf diese Unbekannte hin , genau wie nichts die Annahme begründen könnte eine Teekanne kreise
Rho-ny-theta schrieb:irgendwo zwischen Jupiter und Neptun um die Erde..
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09.12.2012 um 22:44@Brogenluder
Wir wenden heute ja nur sein Prinzip an, andernfalls müssten wir zugleich auch Scholastiker sein, wenn wir Ockhams Razor anwenden und "Gott war's" ratz fatz abschneiden.
Natürlich hast Du recht, Ockhams Philosophie im Spiegel seiner Zeit zu betrachten und damit auch die Begrenztheit seiner Möglichkeiten adäquat einzuordnen. Seine wahren Ansichten waren zweifelsohne im Rahmen der damals gültigen theologischen Lehren, aber wenn er diesen Rahmen hätte überschreiten wollen (was ich nicht wissen kann, ob er es jemals tatsächlich in Erwägung zog!), wäre es ihm wahrscheinlich nicht gut bekommen.
Wir wenden heute ja nur sein Prinzip an, andernfalls müssten wir zugleich auch Scholastiker sein, wenn wir Ockhams Razor anwenden und "Gott war's" ratz fatz abschneiden.
Natürlich hast Du recht, Ockhams Philosophie im Spiegel seiner Zeit zu betrachten und damit auch die Begrenztheit seiner Möglichkeiten adäquat einzuordnen. Seine wahren Ansichten waren zweifelsohne im Rahmen der damals gültigen theologischen Lehren, aber wenn er diesen Rahmen hätte überschreiten wollen (was ich nicht wissen kann, ob er es jemals tatsächlich in Erwägung zog!), wäre es ihm wahrscheinlich nicht gut bekommen.
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09.12.2012 um 22:46Hoffmann schrieb: Wenn ich also sage: "Gott hat es so gemacht.", dann weiß ich immer noch nicht, wie er es gemacht hat. Ich muss mich also um alternative Erklärungsansätze bemühen, um zu verstehen, warum etwas so ist, wie es ist.Nein, musst du nicht weil du nicht erklaeren musst 'wie' er das gemacht hat. Wenn ich sage, der Apfel faellt vom Baum und beschleundigt mit 9.81m/s^2 und sage 'Gott macht das so', dann muss ich nicht sagen wie er das macht. Die Erklaerung bedarf auch keine Zusatzannahmen.
Glaub in Sachen Ockham muss ich mal wieder einen meiner Lieblingstalks bemuehen:
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10.12.2012 um 08:36@Rho-ny-theta
*grummel*
gez. Bertrand A.W. Russel
Rho-ny-theta schrieb:Der Satz hat keinen Sinn, er entspricht Sagans Teekanne.Ne Frechheit ist sowas!
*grummel*
gez. Bertrand A.W. Russel
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