Bündnis 90/Die Grünen
06.05.2021 um 15:16Das hast Du auch falsch verstanden, niemand muss für Vermieter bluten.Gast65565 schrieb:Ich sehe nicht ein, warum ich für die Vermieter bluten muß.
Das hast Du auch falsch verstanden, niemand muss für Vermieter bluten.Gast65565 schrieb:Ich sehe nicht ein, warum ich für die Vermieter bluten muß.
Das siehst du falsch:Gast65565 schrieb:Mir geht es um die Verwendung der CO2-Abgabe. Klar macht der Vermieter mit der CO2-Besteuerung keinen Gewinn, aber mit hohen Mieten, die dank CO2-Besteuerung auch noch bezuschußt werden, damit sich der Mieter die Wohnung überhaupt leisten kann.
Das trifft für Neubauten zu, aber nicht für 30 Jahre oder noch ältere Wohnungen, bei denen der Vermieter außer über Nebenkostenabrechnung umlagefähige Instandhaltung nichts macht. Nehmen wir doch mal z. B. die Millionen Wohnungen der ehemaligen Neuen Heimat. Die wurden zum Stückpreis zwischen 10000 und 30000 DM verscherbelt. Bei den günstigeren war dann eine Umstellung von Ofen- auf Gasetagenheizung fällig. Und seitdem haben die allermeisten Vermieter nichts mehr dran gemacht. Nach dem Marktpreis müßte die Kaltmiete bei 30000 DM Erstehungskosten in etwa bei 100 Euro liegen. Ich darf Dir verraten, dass ebensolche Wohnungen heutzutage zwischen 6 und 7 Euro/qm neu vermietet wurden. Und selbst wenn ein großer Vermieter in den siebziger Jahren Wohnungen selbst gebaut hat, kostete damals eine Wohnung um die 700 DM je qm und der Quadratmeter erschlossenes Bauland selbst in einer Großstadt nicht viel mehr als 100 DM, d. h. die Kaltmiete einer solchen Wohnung dürfte 2,50 Euro nicht übersteigen.bgeoweh schrieb:Am Mietmarkt kommt zwangsläufig als Marktpreis der "echte" Preis für Wohnraum zustande, d.h. das, was Menschen für eine Wohnung zu zahlen bereit sind. Ergibt sich aus den Bereitstellungskosten einer Wohnung + dem Aufschlag, den Mieter dafür leisten, dass sie sich die Wohnung nicht tatsächlich selbst bauen müssen.
Hast Du da mal einen Link dazu, ich würde es mir gerne im Detail anschauen.Gast65565 schrieb:Nehmen wir doch mal z. B. die Millionen Wohnungen der ehemaligen Neuen Heimat. Die wurden zum Stückpreis zwischen 10000 und 30000 DM verscherbelt.
Der Großteil der Neuen-Heimat-Wohnungen die noch was wert waren wurden zwischen 1983 und 1986 verkauft, danach war nur noch Insolvenzverwaltung in der Übergangsgesellschaft bis 1990. Die Tatsache, dass die Wohnungen billig weggingen, mag damit zusammenhängen, dass bei einem damaligen Jahresumsatz von ca. 6 Mrd. D-Mark bereits Verbindlichkeiten von ca. 15 Mrd. Mark aufgelaufen waren, das Unternehmen mithin hoffnungslos überschuldet war...Abahatschi schrieb:Hast Du da mal einen Link dazu, ich würde es mir gerne im Detail anschauen.
Nein dazu gibt es keinen Link, wäre ja noch schöner, wenn so etwas auch noch öffentlich gemacht würde. Dann wären ja diejenigen Mieter aus allen Wolken gefallen, die zum doppelten bis dreifachen Preis ihre Wohnung gekauft haben und ich denke, auf die Zahlungsmoral der Mieter hätte es nicht günstig gewirkt. Ich kenne die Zahlen, weil ich den Sohn eines großen Vermieters in Lüneburg gut kenne. Der ist übrigens nicht zum Zug gekommen, hatte noch weniger geboten.Gast65565 schrieb:Die wurden zum Stückpreis zwischen 10000 und 30000 DM verscherbelt.
Dann lass die VT's in der Politik Rubrik.Gast65565 schrieb:Nein dazu gibt es keinen Link, wäre ja noch schöner, wenn so etwas auch noch öffentlich gemacht würde.
Weiß man wer die Verbindlichkeiten übernommen hat? Die müsste man dazu addieren.bgeoweh schrieb:Die Tatsache, dass die Wohnungen billig weggingen, mag damit zusammenhängen, dass bei einem damaligen Jahresumsatz von ca. 6 Mrd. D-Mark bereits Verbindlichkeiten von ca. 15 Mrd. Mark aufgelaufen waren, das Unternehmen mithin hoffnungslos überschuldet war...
Der Wikipedia-Artikel schneidet das so Einiges an, aber die ganze Geschichte ist auch nicht so einfach. Man kann nicht einfach sagen "Die Wohnungen" wurden für "Durchschnittspreis" verkauft - das war ein Riesenkonzern mit internationalen Projekten (worüber er am Ende auch gefallen ist), es gab da verschiedene Rettungsversuche, immer wieder Teil-Übernahmen in lokale Wohnungsbaugesellschaften, mit Übernahme der (Teil-)verbindlichkeiten und ohne, teilweise jahrzehntelange Kaufpreisstundungen und noch vieles andere mehr. Es gibt mehrere Dissertationen, die das Thema auch nicht völlig ausleuchten, maßgebliche Aktenbestände sind verschollen, in Privatbesitz oder gesperrt, viele der wichtigeren Akteure tot. Unabhängig davon ist die ganze Story hier:Abahatschi schrieb:Weiß man wer die Verbindlichkeiten übernommen hat? Die müsste man dazu addieren.
Doch sowieso aus dem Land der Geister und der Winde.Gast65565 schrieb:Nein dazu gibt es keinen Link, wäre ja noch schöner, wenn so etwas auch noch öffentlich gemacht würde. Dann wären ja diejenigen Mieter aus allen Wolken gefallen, die zum doppelten bis dreifachen Preis ihre Wohnung gekauft haben und ich denke, auf die Zahlungsmoral der Mieter hätte es nicht günstig gewirkt. Ich kenne die Zahlen, weil ich den Sohn eines großen Vermieters in Lüneburg gut kenne.
Wir sind hier nicht in Russland oder Rumänien! Du scheinst keine Ahnung zu haben, was einem als Hausbesitzer alles anhängt!Gast65565 schrieb:, d. h. die Kaltmiete einer solchen Wohnung dürfte 2,50 Euro nicht übersteigen.
Ich meine, da war doch was mit großer Aktenvernichtung im Kanzleramt, alles was die Kohl-Regierung hätte belasten können, wurde vor Amtsübergabe vernichtet.bgeoweh schrieb:maßgebliche Aktenbestände sind verschollen
Gewiß, ich kann es nur für einzelne Straßenzüge sagen in Lüneburg.bgeoweh schrieb:Doch sowieso aus dem Land der Geister und der Winde.
Du willst einem Hausbesitzer doch wohl nicht absprechen, dass der keine Ahnung davon hast?SomertonMan schrieb:Du scheinst keine Ahnung zu haben, was einem als Hausbesitzer alles anhängt!
Du hast offenbar keine Ahnung, welche Mieten dort verlangt werden! Ich habe einen Freund, der eine Wohnung in Stettin in bester Lage besitzt. Die hatte er 1994 für 14000 DM gekauft, zuvor war er Mieter dieser Wohnung. Die Wohnung mit 104 qm kostete damals umgerechnet 26 DM Miete. Er investierte rund 30000 DM in die Renovierung und vermietet heute für 250 Euro an Studenten aus dem Ausland. Nur deshalb kann er eine Miete nehmen, die fast 100 Euro über der ortsüblichen Miete liegt.SomertonMan schrieb:Wir sind hier nicht in Russland oder Rumänien!
Und ich hab einen Freund der in einer alten Radkappe im Straßengraben wohnt und als Miete jeden Morgen die Haselnüsse, von denen er die Schokolade vom "Ferrero Küsschen" runtergelutscht hat für den Waschbär-Vermieter hinlegt, damit er ihn nicht beißt.Gast65565 schrieb:Du hast offenbar keine Ahnung, welche Mieten dort verlangt werden! Ich habe einen Freund, der eine Wohnung in Stettin in bester Lage besitzt. Die hatte er 1994 für 14000 DM gekauft, zuvor war er Mieter dieser Wohnung. Die Wohnung mit 104 qm kostete damals umgerechnet 26 DM Miete. Er investierte rund 30000 DM in die Renovierung und vermietet heute für 250 Euro an Studenten aus dem Ausland. Nur deshalb kann er eine Miete nehmen, die fast 100 Euro über der ortsüblichen Miete liegt.
Derjenige, der behauptet, dass 2,50 Kaltmiete osteuropäisches Mietniveau wäre, das ist tatsächlich noch deutlich drunter.bgeoweh schrieb:Wer will es wissen Alter?
Na dann vermiete für 2,50 €. Ist deine Existenz, und nicht meine. Und wegen deinem Vergleich vorhin: 1970 kostete die Fahrt mitm Riesenrad auch bloß 25 Pfennig.Gast65565 schrieb:Du willst einem Hausbesitzer doch wohl nicht absprechen, dass der keine Ahnung davon hast?
Also ich finde bspw. hier Preise von ca. 5-10€/m² je nach Wohnungsgröße und Stadt.Gast65565 schrieb:Derjenige, der behauptet, dass 2,50 Kaltmiete osteuropäisches Mietniveau wäre, das ist tatsächlich noch deutlich drunter.
Die Höhe des Mietpreises hängt von der Stadt, dem Standard und der Größe der Wohnung ab. Am teuersten ist die Anmietung einer Wohnung in Warschau und in anderen großen Städten.Quelle:
Das durchschnittliche Angebot für eine Mietwohnung (allein) von 38-60 m2 betrug in Warschau im Mai 2020 2 713 PLN (624 EUR) pro Monat. Danzig war unter anderen Städten die teuerste, die in den letzten Jahren die höchsten Steigerungsraten der Immobilienmärkte verzeichnete. Der Durchschnittswert für Anzeigen aus der ganzen Stadt betrug 2 193 PLN (504 EUR) pro Monat. Bei über 2 024 PLN (466 EUR) wurde die Miete in Krakau für einen Monat und 2 041 PLN (469 EUR) für den Monat in Wrocław bewertet. Die günstigsten Angebote für eine mittelgroße Wohnung haben Bydgoszcz – 1 586 PLN monatlich (365 EUR), und Łódź - 1 708 PLN monatlich (393 EUR).
Damals konnte man das Personal am Riesenrad noch sehr günstig beschäftigen und das Riesenrad hat eine deutlich kürzere Lebensdauer als eine Wohnung. Wohnungsverwaltung scheint ja nicht so personalintensiv zu sein wie ein Riesenrad. Mein vormaliger Vermieter beschäftigte einen Angestellten sowie seinen Sohn und er selbst arbeitete ebenfalls mit - also drei Personen für 1100 Wohnungen.SomertonMan schrieb:1970 kostete die Fahrt mitm Riesenrad auch bloß 25 Pfennig.