Das bedingungslose Grundeinkommen
01.06.2016 um 13:24Ja. Aber nicht nur höher, sondern auch gerechter.kleinundgrün schrieb:Dann ist es aber nicht mehr bedingungslos. Es ist eben eine Sozialleistung, nur dass sie höher ist als heute.
Ja. Aber nicht nur höher, sondern auch gerechter.kleinundgrün schrieb:Dann ist es aber nicht mehr bedingungslos. Es ist eben eine Sozialleistung, nur dass sie höher ist als heute.
Wieso denn gerechter? Eine Berücksichtigung der allgemeinen Lebenshaltungskosten ist sicherlich gerechter - aber das ist eben nur eine Ausgestaltung der Sozialleistungen. Das hat mit einem BGE nichts zu tun.Realo schrieb:sondern auch gerechter.
Noch gibt es viel zu viel Arbeitskräfteüberschuss.gut, da hast du recht. Arbeit wäre genug da, aber ist leider nicht bezahlbar.
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den gibt es aber nicht, weil keine Arbeit da wäre
Den Satz verstehe ich nicht, ist das das gleiche wie ich eben jetzt auch zum Ausdruck brachte?kleinundgrün schrieb:Die Nachfrage an arbeit ist geringer als das Angebot, weil das Angebot (zu Recht natürlich) sich nicht nur marktwirtschaftlichen Gegebenheiten beugt.
Die Arbeitskraft ist billiger zu mieten.Optimist schrieb:die Arbeit welche vorhanden ist, wäre bezahlbarer
Das Ziel eines BGE ist ja nicht nur die Menschen zu versorgen, sondern auch Konsum zu generieren. Ein BGE was nur den Menschen am Leben hält würde der Wirtschaft schaden. Ein Mensch der monatlich 500€ bekommt wird diese 500€ zu fast 100% an den Staat und Wirtschaft weitergeben. Erst bei größeren Summen wird er diese sparen oder anlegen.Tripane schrieb:Ok, ich schlage ja auch in die Kerbe, dass sich infolge des BGE, Arbeit reduzieren würde - und damit aber auch der Volkswohlstand.
Das Angebot an Arbeitskraft wird z.B. durch Sozialleistungen oder durch Mindestlöhne beschränkt. Wenn ich nicht verhungere, muss ich nicht eine Arbeit erledigen, die nur für 50 Ct. die Stunde wirtschaftlich wäre.Optimist schrieb:Den Satz verstehe ich nicht
Nur unter der Prämisse. die derzeitige Lohnstruktur würde gleich bleiben. Aber weniger arbeitswillige Arbeitskräfte werden Auswirkungen auf die Löhne haben. Desweiteren verteilt sich Arbeitskraft nicht homogen. Unattraktive, aber dennoch notwendige Arbeiten müssen ja irgendwie erledigt werden.Optimist schrieb:Also wie gesagt, wenn zu wenig bezahlbare Arbeit da ist, würde das nicht durch ein BGE irgendwie anders oder besser werden können?
Wenn Du jemanden findest, der Deine Arbeit erledigen möchte. Aber genau da liegt das Problem.Optimist schrieb:Ergo: die Arbeit welche vorhanden ist, wäre bezahlbarer.
Glaube nicht, dass jeder Kellner (oder ähnliche Berufe) unbedingt 30 Euro oder auch 20 oder so verlangen.kleinundgrün schrieb:Wenn man einen Arbeitnehmer isoliert hinsichtlich seiner beruflichen Situation betrachtet, hast Du recht. der Kellner freut sich sicherlich über 30 EUR plus Zulagen. Aber das Geld muss erwirtschaftet werden und die Folge ist, dass der Kellner zwar 30 EUR verdient, wenn er aber selber essen geht, das Schnitzel dann 22,50 kostet.
Nochmal: Es mag gerne sein, dass mit BGE der eine oder andere mehr konsumieren möchte.taren schrieb:Das Ziel eines BGE ist ja nicht nur die Menschen zu versorgen, sondern auch Konsum zu generieren. Ein BGE was nur den Menschen am Leben hält würde der Wirtschaft schaden. Ein Mensch der monatlich 500€ bekommt wird diese 500€ zu fast 100% an den Staat und Wirtschaft weitergeben. Erst bei größeren Summen wird er diese sparen oder anlegen.
bin überzeugt, es werden sich Viele melden, auch für unliebsame Arbeiten. :)Tripane schrieb:Melde mich hiermit ab zur Arbeit :D
Glaube nicht, dass jeder Kellner unbedingt 30 Euro verlangt.Natürlich. Deswegen habe ich auf die Begehrtheit verschiedener Stellen verwiesen.
Viele werden auch solch einen Job aus Spaß an der Freude machen, genauso wie es auch Ehrenamtliche - z.B. sogar im Pflegebreich - tun ... für sehr wenig Geld.
ein GE, da gehe ich mit :)kleinundgrün schrieb:Stand heute haben wir bereits ein BGE.
einnn GE, da gehe ich mitAn welche Bedingung, außer dass man atmet, ist es denn gebunden?
ein GE, da gehe ich mitGE: Zwang zur Arbeitssuche, Bewerbung, Teilnahme an Lehrgängen usw...
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An welche Bedingung, außer dass man atmet, ist es denn gebunden?
Was passiert, wenn Du all das nicht machst?Optimist schrieb:GE: Zwang zur Arbeitssuche, Bewerbung, Teilnahme an Lehrgängen usw...
Optimist schrieb:Sanktionen. Bei BGE gibts keine
GE: Zwang zur Arbeitssuche, Bewerbung, Teilnahme an Lehrgängen usw...
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Was passiert, wenn Du all das nicht machst?
Angenommen, Du verweigerst all diese Forderungen:Optimist schrieb:Sanktionen.
Sanktionen.Leistungen ja, aber bedeutend weniger - je nach Schweregrad. Könnte für manchen existenzbedrohend sein.
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Angenommen, Du verweigerst all diese Forderungen:
Bekommst Du trotzdem Leistungen von der Gesellschaft? Und zwar alleine aus dem Grund, dass Du lebst?
Aber wir reden hier doch nur von zwei Niveaustufen ein und des selben Prinzips.Optimist schrieb:Bei BGE gibts aber eben keine Abzüge - DARIN sehe ich ja das Bedingungslose
ja, das Niveau ist zudem auch noch unterschiedlich - aber nur was die Quantität betrifft.kleinundgrün schrieb:Das Prinzip ist genau das selbe, nur der Umfang an Leistungen unterscheidet sich. Es ist alleine die Frage, wie viel schuldet die Gesellschaft jemandem ohne Gegenleistung.