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Kommunismus jetzt einführen?

1.141 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: System, Neues ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Kommunismus jetzt einführen?

03.04.2025 um 12:09
Zitat von sacredheartsacredheart schrieb:Aber es gibt eine, nämlich die Wahl so zu leben, wie man möchte.
Haben wir aktuell wirklich alle die Wahl, so zu leben wie wir wollen? Oder ist das vielleicht von bestimmten Ressourcen abhängig? ;-) Ist es nicht viel eher eine Art Scheinfreiheit heutzutage? Oder, je nach Möglichkeit, sogar eine Qual der Wahl?

Ist es darüberhinaus tatsächlich erstrebenswert, sich ohne Rücksicht auf Verluste oder auf andere auszuleben (wie es diejenigen ja oft tun, die die Mittel haben)? Wäre es vielleicht nicht auch möglich, in einem kleineren Rahmen so zu leben, wie man möchte? Dieser Rahmen kann durchaus angepasst werden, ohne dass es dafür zwingend Repression braucht.


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03.04.2025 um 12:12
Zitat von sacredheartsacredheart schrieb:internationalen Wettbewerb
Es bräuchte deswegen ja ein globales Umdenken. Dass man sich als Volkswirtschaft nicht abschotten kann und auf o.g. angewiesen ist (auch irgendwie eine Art Zwang oder?), hatten wir ja schon.


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03.04.2025 um 12:13
Zitat von philaephilae schrieb:Ist es darüberhinaus tatsächlich erstrebenswert, sich ohne Rücksicht auf Verluste oder auf andere auszuleben (wie es diejenigen ja oft tun, die die Mittel haben)? Wäre es vielleicht nicht auch möglich, in einem kleineren Rahmen so zu leben, wie man möchte?
@philae

Ich habe nichts gegen Bescheidenheit. Aber beim Kommunismus geht es tatsächlich um den Besitz an Produktionsmitteln.

Das heisst, alle Billiganbieter wie Discounter, Rossmann, dm etc wären schlagmals ja irgendwie unzulässig oder würden staatlch werden.
Das wäre eher nicht von Vorteil. Würde man mit ausländischen Firmen, die hier investieren, genau so verfahren?

Das hieße ja, dass keine ausländsichen Firmen mehr hier produzieren oder anbieten würden.

Das Ende von alldem wäre in jedem Fall eine ganz erhebliche erzwungen Bescheidenheit für alle.
Zitat von philaephilae schrieb:Ist es nicht viel eher eine Art Scheinfreiheit heutzutage? Oder, je nach Möglichkeit, sogar eine Qual der Wahl?
Das kann man angesichts unserer Steuersätze und auch unserer überbordenden Reguliererei so sehen.


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03.04.2025 um 12:17
Zitat von McPaneMcPane schrieb:Fang am besten mit der Definition von Begrifflichkeiten an. Privatbesitz vs. persönlicher Besitz z. Bsp. (evtl. noch Unterschied zu Eigentum) .
Gut ab wann setzt du denn Produktionsmittel an


Ich stell bal symbolisch eine einfache Frage: wo kommt das Essen her? Wie wird es verteilt?


Im eigentlichen Kommunismus entfällt Verstaatlichung weil es gibt gar keinen Staat


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03.04.2025 um 12:20
Zitat von sacredheartsacredheart schrieb:ganz erhebliche erzwungen Bescheidenheit für alle.
Im Gegensatz zum erzwungenen Überfluss im jetzigen System. :-)


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03.04.2025 um 12:24
Zitat von sacredheartsacredheart schrieb:Und da wird es keine Konsens geben, wieviele Snowboards, E Gitarren, leuchtende Hundehalsbänder, Nippesfiguren, Portionen Knoblauchbutter, Resiezahnbürsten, Haarspangen mit WLAN oder vegane Bratwürstchen pro Person angemessen und somit zu produzieren sind. Es sei denn, der Konsens wird mit den üblichen meinungsangleichenden Repressionen erzeugt.
100% Konsens gibt es sowieso nicht. In jedem (bislang bekannten) System hat man auch Menschen, die damit unzufrieden sind. Eine Art Grundkonsens aber gibt es ja bereits jetzt: "höher, schneller, weiter, mehr". Oder auch: "Alles ausschöpfen, was geht". Wohl vor allem deshalb erfolgreich, weil es bestimmte menschliche Grundmechanismen (Konkurrenzdenken) triggert. Obwohl es aber der falsche Weg ist, was nicht wenige durchhaus erkennen, halten wir daran fest. Weil wir nichts anderes kennen, außer gescheiterte Alternativen (wie den Kommunismus). Wir können (und wollen?) uns nichts anderes vorstellen als ein auf Wachstum, Massenproduktion und Überschuss (=Überfluss), sowie soziale Ungleichheit ausgelegtes System. Man wächst ja da auch hinein, und kann sich dem kaum oder gar nicht entziehen.


Es bräuchte eine mehrheitsfähige Neudefintion davon, was "normal" ist, eine Neudefintion von Wohlstand, und davon, was eigentlich Freiheit bedeutet (außer Freiheit in Form von Konsum und Besitz). Auf welchem Weg so ein mehrheitliches Umdenken erreicht werden kann, weiß ich allerdings nicht. Eigentlich sollten die Umstände und Auswirkungen, die Absurdität des ganzen Systems an sich, ausreichen, um dazu zu führen. Doch es profitieren wohl noch zu viele (eigentlich sind es wenige, aber diese haben systembedingt den größten Einfluss).

Vielleicht braucht es auch sowas wie einen externen Auslöser, der uns (alle) dazu zwingt.


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03.04.2025 um 12:49
Zitat von philaephilae schrieb:Eine Art Grundkonsens aber gibt es ja bereits jetzt: "höher, schneller, weiter, mehr".
@philae

Den sehe ich eigentlich nicht mehr so uneingeschränkt. Das war das Mindset der NAchkriegsgeneration 'Unsere Kinder sollen es mal besser haben'. Damals war das sicherlich verständlich.
Zitat von philaephilae schrieb:"Alles ausschöpfen, was geht".
Wir alle haben ja erst mal ein Leben. Ob danach was kommt, weiss ja keiner. Da liegt es in der Natur des Menschen, in den zur Verfügung stehenden Jahren auch mal was erleben zu wollen und nicht nur dahinzuvegetieren.
Zitat von philaephilae schrieb:uns nichts anderes vorstellen als ein auf Wachstum, Massenproduktion und Überschuss
Die Welt ist von der Gesamtbevölkerung über den Puntk hinaus, in der man ohne eine Art Massenproduktion von Nahrungsmitteln so ohne Weiteres auskäme. Mit Kleinbauern mit 4 Tagewoche und work life balance, reiner Handarbeit und rein biologischer Landwirtschaft wäre sogar ein von Klima und Bodenbeschaffenheit reich gesegnetes Land wie Deutschlad auf Importe angewiesen.
Zitat von philaephilae schrieb:und davon, was eigentlich Freiheit bedeutet
Das ist eine interessante Frage, die viele Modalitäten hat.


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03.04.2025 um 13:17
Zitat von sacredheartsacredheart schrieb:auch mal was erleben zu wollen und nicht nur dahinzuvegetieren.
Ich sehe allerdings einen kleinen Unterschied zwischen der Lebensweise, die viele an den Tag legen, und die auch im wirtschaftlichen Sinne propagiert wird, und "dahinvegetieren". Will heißen, es gibt noch was dazwischen.


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03.04.2025 um 16:11
Wäre bestimmt klasse, in einer Diktatur zu leben wie die Menschen in Nordkorea, Kambodscha und Vietnam.

Das kommunistische System ist schon lange gescheitert.


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03.04.2025 um 17:27
@Wonderwok
Zur Ergänzung:

In Vietnam scheint es den Menschen unter der relativ neoliberalen Regierung sehr viel besser zu gehen als unter Hammer und Sichel.

Das ist ja auf der ganzen Welt so.

In Venezuela, dem erdölreichsten Land der Welt geht es den verbliebenen Einwohnern schlechter als in jedem anderen Land Südamerikas.

Das muss man erst mal hinkriegen und ist unmittelbare Folge der dort herrschenden Linksdiktatur.

Kommunismus Fantastereien sind sogar bei besten Voraussetzungen der Weg ins Elend.


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03.04.2025 um 19:36
Zitat von WonderwokWonderwok schrieb:Das kommunistische System ist schon lange gescheitert.
Das kapitalistische auch. Es scheitert vielleicht nicht krachend, aber langsam und schmerzhaft.


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03.04.2025 um 19:42
Zitat von philaephilae schrieb:Das kapitalistische auch.
das erinnert mich jetzt gerade an Zeugen Jehova, die mal bei mir geklingelt und mir erkärt hatten, dass kein einziges menschliches System auf Dauer etwas taugt (wegen des unvollkommenen Mensches) ;)
Zitat von WonderwokWonderwok schrieb:Das kommunistische System ist schon lange gescheitert.
das gabs noch gar nicht in der Praxis, sondern nur in der Theorie. Den Sozialismus gabs schon ;)


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03.04.2025 um 19:57
@Optimist

Okay... :-) Und was war deren Schlussfolgerung? Die Abschaffung des Menschen?


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gestern um 05:20
Zitat von philaephilae schrieb:Das kapitalistische auch. Es scheitert vielleicht nicht krachend, aber langsam und schmerzhaft.
Wo? Also in europa haben wir eine soziale Marktwirtschaft. Läuft derzeit recht gut.


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gestern um 07:03
Zitat von OptimistOptimist schrieb:das erinnert mich jetzt gerade an Zeugen Jehova, die mal bei mir geklingelt und mir erkärt hatten, dass kein einziges menschliches System auf Dauer etwas taugt (wegen des unvollkommenen Mensches)
Zitat von philaephilae schrieb:Okay... :-) Und was war deren Schlussfolgerung? Die Abschaffung des Menschen?
sie argumentieren anhand der Bibel, dass die Menschen die es wollen, nach ihrem Tod vervollkommnet werden. ;)
Und ja, was dann lt Bibel folgt das erinnert mich tatsächlich so bissel an Kommunismus, denn dann geht es nicht mehr um Materielles, sondern darum, dass der Mensch "hilfreich und gut wird" ;) .

Aber das war jetzt nur noch mal kurz zur Erklärung und als Abschluss wie das vom Glauben her gesehen wird. :)
Zitat von interrodingsinterrodings schrieb:Also in europa haben wir eine soziale Marktwirtschaft. Läuft derzeit recht gut.
noch - und gerade so. Ich fürchte, Merz will diese abschaffen (beim Sozialen drastisch kürzen).


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gestern um 10:03
Zitat von interrodingsinterrodings schrieb:Wo? Also in europa haben wir eine soziale Marktwirtschaft. Läuft derzeit recht gut.
Außer der Kleinigkeit das wir die Lebensbedingungen von unserem gesamten Planeten schwerwiegend schädigen. Es sollte zu einer Staatsform dazugehören das sie den Lebensraum nicht zerstört, ansonsten kann sie nicht dauerhaft funktionieren und das ist bei der aktuellen Marktwirtschaft in Europa nicht gegeben. Von läuft gut kann man daher aktuell nicht wirklich sprechen.


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gestern um 10:23
Ein Kommunismus der Bildung nicht definiert, kann ohnehin nicht funktionieren.


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gestern um 12:54
Zitat von interrodingsinterrodings schrieb:Wo? Also in europa haben wir eine soziale Marktwirtschaft. Läuft derzeit recht gut.
Nun ja, es bröckelt. Es scheitert an sich selbst auf lange Zeit. Was man auch sieht, wenn man sich nur umschaut, und die aktuellen Debatten anhört.

Ein auf Wachstumsstreben ausgelegtes System funktioniert auf Dauer nicht.
Zitat von OptimistOptimist schrieb:denn dann geht es nicht mehr um Materielles, sondern darum, dass der Mensch "hilfreich und gut wird" ;) .
Ist ja erstmal nichts Verkehrtes, oder? :-) Nur der Weg dahin ist... schwierig.


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gestern um 13:15
Zitat von philaephilae schrieb:Ist ja erstmal nichts Verkehrtes, oder
wäre sehr wünschenswert, ja.
Zitat von philaephilae schrieb:Nur der Weg dahin ist... schwierig.
den sehe ich nicht nur als schwierig an, sondern als nicht umsetzbar, denn "kein Mensch ist vollkommen" und wird es je sein können.
Und da die Menschheit insgesamt und allgemein betrachtet sehr fehlerbehaftet ist (es sei denn, es passiert mal ein Wunder ;) ), wird es also dementsprechend schon mal von daher nie den Kommunismus geben können, so wie er theoretisch angedacht war.


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gestern um 13:33
Zitat von philaephilae schrieb:Ein auf Wachstumsstreben ausgelegtes System funktioniert auf Dauer nicht.
Und ein komministisches scheitert schon beim versuch.


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