martenot schrieb:Ich denke, in Summe ist so eine Erkrankung nicht zuletzt auch wegen der Nebenwirkungen der aufwändigen Behandlung eine Belastung für den Körper. Dagegen ist die Impfung ein Sommerspaziergang.
Ja, auch rein physiologisch. Lieg mal 6 Wochen wirklich dauerhaft im Bett, danach brauchst du alleine deshalb schon Reha.
kleinundgrün schrieb:Ich würde einfach aus Plausibilitätsgründen annehmen, dass die allermeisten Impfskeptiker so ein "Warten auf XY" nur als ein Scheinargument vortäuschen.
"Warten auf..." kann man halt immer ins Absurde treiben. Wenn dir 5 Jahre nicht genug sind, warum solltest du dann 10 akzeptieren? Oder 20? Selbst wenn du wartest dass die erste Generation ihren natürlichen Tod erreicht kann dir niemand mit Sicherheit sagen dass die Impflinge ohne die Impfung nicht vielleicht 90 geworden wären statt "nur" 85...
Im echten Leben greift da irgendwann mal der Grundsatz "über jeden vernünftigen Zweifel hinaus" - nach 30 Jahren kannst du einfach nicht mehr sagen, ob der Impfling jetzt Krebs gekriegt hat wegen der Spritze vor 3 Jahrzehnten oder wegen einem von 1000 anderen möglichen Faktoren seiner persönlichen Lebensführung. Du kannst nur feststellen, ob unter den Geimpften auffällige Häufungen von irgendwas auftreten, und Jahr für Jahr wird die Spanne, was alles noch "nicht auffällig" ist breiter, einfach weil die Unsicherheit und die nicht zu kontrollierenden Faktoren immer mehr zunehmen.
Für normale Menschen ist es dann irgendwann gut und man sagt dass eine weitere Beobachtung keinen Sinn mehr macht weil die Intervalle einfach zu breit sind und das Restrisiko zu gering - wenn ich aber genau diesen Punkt ausschalte und statt "keine vernünftigen Zweifel mehr" fordere dass es
gar keine Restrisiken mehr geben darf, dann bin ich einfach nie zufrieden. Literally nie, es könnte ja auch sein dass sich das Risiko vererbt und erst bei den Kindern oder Enkeln zuschlägt.