Die letzten Tabus der » westlichen Welt «
02.04.2025 um 19:49Leider auch schon alles erlebt, auch das was du danach schreibst in jedem Punkt (und meilenweit von meiner Einstellung entfernt).CaiaLia schrieb:Mal sehen, was los ist, wenn aus den Frauen verbrauchenden (und schlagenden) James Bond eine männervernaschende Jane wird.
Das sind die gleichen, die Asexuelle lächerlich machen, Homosexuelle eklig finden, die denken, Frauen sollten nicht Auto fahren, die Jugend soll den Mund halten, weil sie sowieso nichts weiß vom Leben und überhaupt der N*ger an der Ecke da, der schaut immer so komisch, der will mich bestimmt ausrauben.
Auch z.B. die Kinder-Brieffreundschaft je nach Name des Empfängers (klingt deutsch vs. klingt ausländisch) zu erlauben oder nicht.
Selbst auch erlebt: Verwandte, die mich vor einem Kollegen aufgrund seiner Herkunft warnten. (Es ging klar um die Herkunft, nicht um normalen "common sense" betreffend Umgang mit Menschen die man nicht näher kennt. Konkrete Erwähnung, als [Herkunft] sei er unehrlich und stehle.)
Das, exemplarisch
kenne ich auch noch sehr gut, ebenso wie generell darüber geredet wurde, z.B. als Androhung gegen Kinder, und generell Lächerlichmachen ("nach [nächste Stadt mit Psychiatrie] kommen").CaiaLia schrieb:Depressionen und andere psychische Erkrankungen werden nicht behandelt, sondern unter „Der/Die spinnt!“ auf Lebenszeit in die Psychiatrie gesteckt.
Zu Arielle und Schneewittchen:
Hier frage ich mich durchaus, warum man ein solches Märchen umschreiben muss? Ob Arielle so oder so aussieht dürfte für die Handlung nicht stark relevant sein. Ob Zwerge, Freunde, Kinder, polyamore Partner aber doch. Die z.B. Zwerge rauszunehmen dürfte auch den "typisch Märchen"-Charakter rausnehmen.
(Ich würde mir nun auch nicht z.B. ein afrikanisches Märchen vornehmen, und die Protagonisten, vielleicht noch bei gleichem Namen, aus einem kleinen bayerischen Bergdorf kommend, hell, blond, darstellen und den Elefanten durch eine Kuh ersetzen. Oder ein Märchen drastisch modernisieren - Schneewittchens Stiefmutter fragt Alexa statt den Spiegel oder dergleichen, und die Rettung via Handyanruf klappt nur nicht weil der Akku leer ist.)
Meine Meinung. Genauso wie ein Gnom, Ork... ein Fabelwesen, diese heißen so. Auch eine Kuh ist eine Kuh, Schlange eine Schlange - im Unterschied dazu einen Menschen so zu bezeichnen.Dwarf schrieb:Ein Zwerg ist ein Fabelwesen. Daran ist nichts diskriminierend.
In der Tat, und weist man darauf hin, heißt es nicht selten, man würde damit Gewalt gegen Frauen relativieren.martenot schrieb:Zu dieser Thematik habe ich erst vor kurzem eine Dokumentation gesehen. Männer als Gewaltopfer von Frauen werden häufig nicht ernst genommen, und es gibt auch fast keine Fluchtmöglichkeiten für betroffene Männer (Pendents zu Frauenhäusern).
Meine Meinung: Fluchtmöglichkeiten müssen unabhängig vom Geschlecht, und vom Geschlecht der Personen die eine Bedrohung darstellen, existieren. Selbst wenn der Anteil unterschiedlich ausfällt, nutzbar durch jeden der diese Möglichkeit benötigt.
(Oft kommt dann das Argument: Ja, aber wenn dann gewalttätige Männer ins Frauenhaus kommen, unter einem Vorwand? Meine Gegenfrage: Wie sichern sich dann Frauenhäuser gegen gewalttätige Frauen (Ex-Partnerin, Schwiegermutter, Schwägerin etc.) ab?)
Ein Zwerg ist kein Troll.martenot schrieb:Und mich nervt dieses Herumgehacke auf "Wokeismus" inzwischen mindestens genauso, obwohl ich mir denke, dass man die Zwerge vielleicht hätte anders bezeichnen können, sodass der Fabelwesencharakter eindeutiger rauskommt (z.B. Trolle oder so).
Aussehen, Größe, die ganze Aufmachung... macht m.E. den Fabelwesencharakter schon sehr deutlich. Ich finde auch durchaus, dass man nicht alles vermischen muss: Fee, Engel, Elfe, Nymphe - auch alle unterschiedlich. Gerade das macht m.E. auch einen Teil des "Zaubers" von Märchen aus.