Centaurus_1997 schrieb:Das sehe ich gehörig anders. Eine genaue Aufnahme bzw. genau aufgezeichnetes Gespräch könnte man wörtlich nehmen und genau sich anschauen. Hier jetzt wissen wir doch eigentlich gar nicht, wie oft und in welcher Betonung oder wie sie was gesagt hat. Es kann ja sein dass die Staatsanwaltschaft oder im Sinne der Familie, oder die Familie selbst wollte dass diese sicherlich komischen und traurigen Minuten nicht veröffentlicht werden. Oder vielleicht hat sie ja doch den Täter benannt? Die Polizei hat aber keinen Nachweise gegen ihn. Oder, oder oder. Woher weiß man dass die Informationen nicht zielführend wären?
Okay nur mal so zur Info, falls es dir nicht bekannt sein sollte. Allmysterys Krimiforum ist keine offizielle Ermittlungsbehörde, der man zur besseren Ausführung ihrer Arbeit alle Ermittlungsergebnisse, aktuelle Spurenlage und Ermittlungsakten zur Verfügung stellen muss. Dafür haben wir offizielle Ermittlungsbehörden. Bei einer Öffentlichkeitsfahndung geht es in erster Linie um Zeugenakquise. Man möchte die breite Masse erreichen und hofft, dass irgendjemandem etwas verdächtiges aufgefallen ist, was Potenzial für neue Ansätze hat.
Selbstverständlich werden die Behörden nicht die komplette Ermittlungsakte ins Netz stellen und uns sog. Hobbyermittler mit der weiteren Fahndungsarbeit betrauen. Das geht schon aus Datenschutzgründen/Persönlichkeitsrechten nicht und würde zwangsläufig auch dazu führen, dass Menschen verdächtigt, gestalkt und/oder belästigt/bedroht würden, deren Alibi längst überprüft wurde und die mit der Sache nichts zu tun haben.
Ich denke das wir im Fall Frauke Liebs schon sehr viel mehr Informationen zur Verfügung haben, als in vielen anderen Fällen. Das reicht zwar nicht um den Fall zu lösen, aber das ist auch klar. Denn sonst wäre der Fall durch die Ermittlungsbehörden längst gelöst.
Du sprachst auch die Spurenlage am Fundort an. Erlaube mir kurz dazu etwas zu sagen. Die Leiche war vollständig skelettiert und eine eine lange Liegezeit in feuchten Milieu (Waldboden). Dazu noch ggf. Tierverriss. Sage mir, wie sollte man an einem Skelett noch eine Vergiftung, ein Ersticken etc. feststellen können? Oder wie sollte man da noch DNA sichern? Nach dieser langen Zeit, wo es zwischendurch auch immer wieder regnete? Es ist so wie es ist. Da braucht man nicht mit Behörden-Bashing anzufangen. Hätten die EB DNA sichern können, hätten sie das auch gesagt. Denn es würde den Täter unter Druck setzen und den Ermittlungsprozess nicht gefährden. Soviel dazu.