wobel schrieb:Ach ich weiß nicht. Ein verlassener Van wäre sicher irgendwann aufgefallen, aber was hätte das schon ausgesagt? Man hätte sich natürlich gefragt was passiert ist, ob Gabby überfallen worden ist beim Van oder vielleicht sogar ganz woanders, ob sie sich irgendwo beim Wandern verlaufen hat oder womöglich verunfallt ist etc.. Dass Leute in Nationalparks verschwinden kommt ja durchaus häufiger vor, da bleiben deren Fahrzeuge auch erstmal stehen.
Viel lauter schrillen bei mir da die Alarmglocken wenn ein oder zwei Tage später der Van vorm Haus des Verlobten steht und der nichts dazu sagen will wo sie abgeblieben ist. Den Van einfach stehen zu lassen wäre leichter zu erklären gewesen meiner Meinung nach, da hätte Brian nur sagen müssen "wir haben uns getrennt und dann bin ich halt alleine heimgeflogen, was mit Gabby ist weiß ich nicht, hab auch nichts von ihr gehört, die ist natürlich aber auch sauer auf mich dass ich sie alleine gelassen habe"...
Das sehe ich auch so. Der Druck der öffentlichen Fahndung kam ja auch erst stärker auf, als feststand, dass BL und der Van in Florida sind und er nicht reden möchte.
Es hätte zwar immer noch das Video vom Campingplatz gegeben, ob aber das mediale Interesse derart explodiert wäre in so kurzer Zeit, wage ich zu bezweifeln.
Für die Polizei war der Van vor der Tür auch ein Alarmzeichen. Ohne Van wäre sicher die erste Vermutung ein Streit mit Trennung gewesen, zu dem man BL zwar gerne befragen würde, aber nicht zwingend gleich voll Alarm. Wäre sicher nicht das erste Pärchen, das gemeinsam zum Urlaub aufbricht, sich zofft und trennt und einer dann alleine weiter zieht.
Wäre der Van dazu dann noch an einem anderen Campingplatz verlassen aufgefunden worden, hätte man zunächst dort gesucht. Bis dahin hätte ihr Körper verbracht sein können - es gibt Bären, Pumas und sonstige Räuber. Es war tatsächlich schon eher ein Wunder, dass ihr Körper so aufgefunden wurde, wie BL sie wohl abgelegt hat.
wobel schrieb:Eben, dann einigt man sich darauf wer den anderen auszahlt bzw. wenn verkauft wird teilt man sich den Erlös.
Probleme gibt's dann nur wenn beide den Van haben wollen oder wenn eine*r davon das Geld nicht hat um den anderen auszuzahlen (was in dem Fall dank Eltern eher unwahrscheinlich sein dürfte).
Es ist nicht bekannt, ob das Geld auf ihrem Konto auch nur ihr Geld war. Gut möglich, dass BL auch seinen Anteil dazu getan hat und hätte GP ihn ausbezahlt, wäre ihr travel Budget erheblich geschmolzen. Ob ihr die Eltern hier ausgeholfen hätten, wage ich zu bezweifeln. Die hätte ihr doch eher zugeredet, die Reise nicht alleine weiter zu machen. So hands on war sie ja nun auch nicht und als junge Frau wollte ich jetzt auch nicht ständig alleine auf irgendwelchen remote camp sites verbringen.
Dazu eben in bear Country und das kurz vor der Bären Hochsaison - wo man alles Essen bear proof wegstoren muss, mit bear spray auf die Toi, etc. und dann sind die Pumas aber immer noch gefährlicher. Alleine im high tech Wohnmobil mit Dusche und WC wegen mir....aber in dem Ford...
wobel schrieb:Ich meine dass der Campingplatz schon fest stand - so wahnsinnig viele Möglichkeiten hatten sie nicht, es waren zu der Zeit wohl auch etliche derartige Plätze wegen Corona nur eingeschränkt verfügbar.
Der Campingplatz war zumindest in einer ihrer Apps markiert, wenn ich mich recht erinnere. Die Beiden hatten sich speziell günstige bzw. kostenlose camp sites rausgesucht und markiert, so meine Erinnerung.
wobel schrieb:Wenn man sich das Gelände anschaut und den Lagerplatz von Brian erscheint es zumindest mir eher unwahrscheinlich dass Brian es geschafft haben soll Gabby vom Van bis dahin zu tragen. Der Lagerplatz war nicht nur ein paar Meter entfernt, um da hinzukommen mußte man durch das steinige Flußbett (das zu durchqueren schon eher unangenehm sein dürfte auch ohne eine Leiche auf dem Arm zu haben, und Brian sieht jetzt auch nicht grad nach muskelbepacktem Hühnen aus). Und dann wurden ihre ausgezogenen Schuhe auch dort am Lagerplatz gefunden - das ergibt auch nicht wirklich Sinn wenn man davon ausgeht dass er sie da rüber getragen hätte.
Die Frage ist da auch ob man sich Schuhe auszieht wenn man ein Flußbett überquert oder nicht - die meisten Outdoor-Freaks ziehen ihre Schuhe da lieber aus, weil es halt schwierig ist die wieder trocken zu kriegen, und nasse Schuhe sind beim Wandern ein echtes Martyrium...
Den Abend bzw. wo sich je der Andere befand verstehe ich nach der Doku wenig. Sie sagt, er schläft draußen - was zu den Spuren lt. Ermittler passt, das in der Nähe bzw. beim Fundort Hinweise auf ein Zeltaufbau bzw. Lager gefunden wurden (das aber abgebaut war). Sie sagt, sie schläft im Van, was dann auch zu ihrem digitalen Verhalten passt, wenn sie bis 20.25 noch am PC war. Wann wurde es dunkel? Lt. Google Suche wäre um diese Zeit etwa die Sonne untergegangen, also schon starke Dämmerung. Läuft sie da alleine noch rüber über den Bach und die Steine zu seinem Zelt oder wäre es nicht wahrscheinlicher, dass er zum Van kam? Hätte er sie dann im zweiten Fall bei etwas überraschen können, dass den nächsten Streit hochkochen lässt? Z.B., dass sie ohne ihn weitermachen will, ihm das aber bisher nicht sagt (die Nachricht an ihre Mutter).
Der Mutter sagt sie aber gegenüber, man hätte zumindest die Modalitäten schonmal besprochen - er möchte ausgezahlt werden. Danach tut sie das zwar mit einem Spaß ab, aber das ist halt schon eine konkrete Aussage, die sicher nicht aus dem Nichts oder Spaß kommt.