blorgempire schrieb:Die Fatah hat erst diesen Februar die Belohnungen für Selbstmordattentäter, die berühmten Märtyrerrenten, (offiziell) abgeschafft.
Hier wird so getan, als gäbe es aus dem Fatah-regierten Westjordanland keine Attentate gegen Zivilisten. Natürlich können sie keinen Raketenkrieg beginnen wie die Hamas, dann würde Israel sehr schnell und hart reagieren. So wie jetzt auch in Jenin (haben die Pali-Fans hier gar nicht auf dem Schirm ... dabei wäre das doch wieder ein Anlass, empört gegen die Zerstörung des Lagers dort zu demonstrieren). Israel hat hier mit harter Hand zugeschlagen, weil sich eine neue Gruppierung bildete: Lion's Den. Das wäre dann Hamas 2.0 gewesen.
Im selben Moment, da Israel die Areas C räumen und sie den Palästinensern übergeben würde, wären solche Kräfte wie Lion's Den am Ruder, es würden ähnliche Terrorakte stattfinden, Israel müsste hart zuschlagen, und wieder würden tausende palästinensiche Zivilisten ihr Leben verlieren. Wer unter den jetzigen (!) Bedingungen für eine Zweistaatenlösung eintritt, nimmt den Tod dieser Palästinser in Kauf.
Hier?
Es ist doch so, zumindest denke ich das so, es ist immer ein für und wieder, niemand ist perfekt niemand macht alles richtig und es gibt gute, schlechte, tolle und böse oder gemäßigte oder radikale Menschen.
Die Frage ist wo ist wer einzuordnen? Die Einordnung macht den Unterschied zwischen allem.
Damit mir nicht unterstellt wird(erneut) ist bin gegen Israel stelle ich mal mein grobe Einordnung dar, würde diese gern nach Region machen:
Gaza : Fatah und Hamas sind dort als radikal einzuordnen, Hamas aber stärker radikal und auch praktisch orientierter.
Der große unterschied bei Fatah und Hamas besteht nicht im Nationalismus, sondern, die Hamas hat in der politischen und militanten Ausrichtung den Anti-Zionismus und Islamismus inne und die Fatah die Zweistaatenlösung sowie die Säkularismus.
Fatah wurde praktisch seit 2006 aus Gaza verdrängt. Die PLO ist ebenso radikal aber im vergleich zur Hamas auch gemäßigter obwohl der Anti-Zionismus auch nicht nur rhetorisch sondern offensichtlich gelebt wird. Die Region ist islamisch und somit auch dem historischen Apsekt geschuldet nicht israelfreundlich. Ich behaupte dennoch, es gibt dort nicht minimale Teile der Bevölkerung die die Hamas und PLO nicht unterstützen, und nicht israelfeindlich sind. Die aktuellen Demos, mag man halten was man will davon, zeigen das. Das mag zwar auch bedeuten, diese sind nicht israelfreunlich, aber Feindschaft und Freundschaft bietet viel Platz zwischendrin.
Israel : Westlich und multikulturell, sowie demokratisch als Staat mit hang zum konservativem Protektionismus, auf Grund der Regionalen Probleme mit Gaza und anderen Anrainern. Israel würde vollkommen nach Nordamerika oder Europa passen rein von der Kultur und Ausrichtung her, daher ist das Land uns sehr nah. Der Multikulturimus lässt nur positive Sichtweisen zu. Die politische Ausrichtung wird befeuert durch den Nah-Ostkonflikt aber immer konservativer. Die Gesellschaft ist da gespalten und lebt zwischen Freiheit und Lebenslust bis zu Angst vor Terror und Einschränkung.
WJL : Aus meiner sicht ist das WJL die kleine liebe Schwester des Gaza. Gemäßigt aber islamisch geprägt. Bemüht um differenzierte Wahrnehmung und Unterscheidung zu Gaza, auch wenn es die "Muslimbrüder" sind.
Es gibt bei alle 3 Ländern/Regionsbereichen Für- und wieder, gutes und schlechtes, natürlich auch in sehr unterschiedlichen Maße.
Ein "Hier" wird so getan gibt es nicht.