Political correctness, ein gescheitertes Experiment
24.03.2021 um 08:41So sieht es leider mal aus.Tussinelda schrieb:Nur darüber wird HIER nicht gerne diskutiert, denn hier denken viele, so lange sie nicht N**er schreiben sind sie schon pc genug
So sieht es leider mal aus.Tussinelda schrieb:Nur darüber wird HIER nicht gerne diskutiert, denn hier denken viele, so lange sie nicht N**er schreiben sind sie schon pc genug
Schön geschrieben.Tussinelda schrieb:, schliesslich dreht sich die Welt ja nicht nur um sie, um dann festzuhalten, dass man weiterhin auf die Füße von irgendwem treten wird, denn man lässt sich schliesslich nichts vorschreiben. Um dann schlussendlich jeden zu fragen, ob man der Person nicht mal auf die Füsse treten dürfe, weil hey, nur so entsteht Kommunikation und nur so kann man feststellen, wen es denn überhaupt stören könnte, auf den Fuß getreten zu bekommen. All das, anstatt einfach nur zu sagen "oh, tut mir leid, ich wollte ihnen nicht auf den Fuß treten" und zukünftig besser aufzupassen, niemanden auf den Fuß zu treten und die Sache wäre erledigt und die Situation müsste sich nicht ununterbrochen wiederholen.
Schlecht gewähltes Beispiel.Tussinelda schrieb:Man tritt jemandem auf den Fuß.
Eigentlich würde man meinen, dass dann eine Entschuldigung folgt, spätestens, wenn man darauf aufmerksam gemacht wird, man etwas Abstand hält, damit dies nicht wieder passiert.
im Gegenteil, es ging ja nur darum aufzuzeigen, wie hier reagiert wird. Und auch Du hast da bestätigt, was die typische Reaktion hier ist.borabora schrieb:Schlecht gewähltes Beispiel.
respektvoll und empathisch. So wie der Mensch selbst gerne hätte, behandelt/angesprochen etc zu werden.borabora schrieb:Wie also soll sich ein Mensch denn verhalten.
Man kann auch jemanden aus Versehen auf den Fuß treten, auch das eine Bagatelle.borabora schrieb:Wenn es um eine Äußerung (ohne böse Absicht) geht, quasi um eine Bagatelle, bzw. eine Verletzung nicht erkennbar vorher war, warum besteht man dann auf eine Entschuldigung u. beisst sich dermaßen daran fest.
Im Falle von Drogensucht würde man so ein verhalten Co-Abhängigkeit nennen, wo dem Süchtigen mit Geld für seine Sucht und vertuschen seiner Sucht gegenüber anderen vermeintlich "geholfen" wird.navi12.0 schrieb:Es geht darum (um in der Analogie zu bleiben) entweder seinen Fuß rechtzeitig weg zu bekommen, wenn so ein Trampel seines Weges latscht, oder ihn einfach "schmerzunempfindlicher" zu machen, denn darauf, dass immer und überall alle auf die persönlichen Gefühle von anderen achten werden, ist einfach kein Verlass.
Das ist Geraune ohne Substanz.MokaEfti schrieb:Man könnte mal das Werk eines zB heftig umstrittenen Frank Zappa diskutieren und es zB mit Lisa Eckart vergleichen. Beide eint ein schwer fassbares Kunstverständnis, als auch die Lust gesellschaftlich anzuecken, zu polarisieren. Also die Frage zu vertiefen, was Kunst darf, ob bzw wann sie begrenzt werden sollte oder eine halbwegs aufgeklärte Gesellschaft es schlicht auszuhalten hat. Bei Zappa (allg. Punk...) könnte man eine konservative, gesellschaftliche (Sexual-)Moral als Legitimation für die oft doch sehr wortgewaltigen und offensiv vorgetragenen Statements empfinden.
Rechtfertigen oder mildern beschissene Verhältnisse also die Zuhilfenahme von beschissenen Mitteln?
Auch Schlingensief oder Droste waren stets im Fadenkreuz der Kritik. Man könnte sich fragen, ob manche Diskussionen nur konstruiert und aufgesetzt sind, da die eigene Bezugnahme eh meist entlang des eigenen Geschmacks verläuft (das dann mehr oder minder geschickt als Sachlichkeit verkauft wird) und die Doppelmoral dahinter, meist wie ein Schatten folgt.
Wenn mir jemand sagt, dass er sich von mir angegriffen (oder auf den Fuß getreten) fühlt, natürlich entschuldige ich mich dann.MokaEfti schrieb:Weder du, noch ich, noch irgendwer entschuldigt sich permanent dafür, wenn sich jemand angegriffen fühlt.
Dazu müsstest du dich vllt etwas gründlicher mit Zappa beschäftigen...Groucho schrieb:Diese vagen schwammigen Behauptungen bringen die Diskussion sicher nicht weiter.
Ich würde jede Wette machen, dass ich mich da besser auskenne, als du.MokaEfti schrieb:Dazu müsstest du dich vllt etwas gründlicher mit Zappa beschäftigen...
MokaEfti schrieb:Weder du, noch ich, noch irgendwer entschuldigt sich permanent dafür, wenn sich jemand angegriffen fühlt.
Groucho schrieb:Wenn mir jemand sagt, dass er sich von mir angegriffen (oder auf den Fuß getreten) fühlt, natürlich entschuldige ich mich dann.
Es sei denn, ich habe ihm oder ihr mit Absicht auf den Fuß getreten.
ja, mach doch mal. So mit Zitaten, Kontext etc. und dann kannste mir erklären, was genau wir davon haben, pc heutzutage betreffend.MokaEfti schrieb:Man könnte mal das Werk eines zB heftig umstrittenen Frank Zappa diskutieren und es zB mit Lisa Eckart vergleichen.
wie kannst Du denn für mich sprechen bitte? Es geht nicht ums Angegriffen fühlen, es geht drum verletzt worden zu sein. Herabgewürdigt.MokaEfti schrieb:Die Geschichte mit den Auas an den Füßen hinkt einfach für mich in jeder Beziehung. Weder du, noch ich, noch irgendwer entschuldigt sich permanent dafür, wenn sich jemand angegriffen fühlt.
ach nee.......es geht um die Diskussion hier......nicht die Welt und wie sie aufzuteilen istMokaEfti schrieb:Die Welt aufzuteilen, in Menschen, die auf die Füße treten und anderen, denen auf die Füße getreten wird, ist schlicht völlig verkürzt
Bist du auch schon so gespannt, wie ich? :DTussinelda schrieb:ja, mach doch mal. So mit Zitaten, Kontext etc. und dann kannste mir erklären, was genau wir davon haben, pc heutzutage betreffend.
Das war erstmal ein skizzierter Vorschlag zur Diskussion, der nicht nur an euch beide gerichtet war.Groucho schrieb:Bist du auch schon so gespannt, wie ich?
Ja, aber wir sind ja nicht zum Wetten hier. Es ging mir auch nicht um besser oder schlechter. Schon okey...Groucho schrieb:Ich würde jede Wette machen, dass ich mich da besser auskenne, als du.
Das ist korrekt, wie in der Literatur.Groucho schrieb:Abgesehen darauf ist der Verweis auf Künstler anderer Dekaden eh ziemlich sinnlos, da in anderen Dekaden auch ein anderes Verständnis von diesen Dingen herrschte.
Aber um was es dir wirklich ging willst du lieber nicht am konkreten Beispiel erörtern, sondern lieber weiter so vage bleiben?MokaEfti schrieb:Es ging mir auch nicht um besser oder schlechter.
Ich fürchte, was mich betrifft, musst du konkreter werden.MokaEfti schrieb:Das war erstmal ein skizzierter Vorschlag zur Diskussion,
Das mag sein, aber ich sehe den Diskussionsansatz nicht.abberline schrieb:Wobei ich das Gefühl hab, dass die Sachen, mit denen Zappa, Throbbing Gristle, die Wiener Aktionisten, Drahdiwaberl, SOD, Laibach, SPK oder Carnivore früher provozierten, heute wieder funktionieren würden. PC wären die alle nicht.
Wer ist süchtig, und wonach?Groucho schrieb:Im Falle von Drogensucht würde man so ein verhalten Co-Abhängigkeit nennen, wo dem Süchtigen mit Geld für seine Sucht und vertuschen seiner Sucht gegenüber anderen vermeintlich "geholfen" wird.
Eine stellenweise vorherrschende Übersensibilität, wie schon die ganze Zeit.Groucho schrieb:Die Welt hat sich weiter gedreht, wir haben 2021 und die Sensibilität gegenüber rassistischen und sexistischen Diskriminierungen ist deutlich stärker als damals.
Was sollen wir da jetzt diskutieren?