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Vermisst ihr Dinge aus der "guten alten Zeit"?

1.330 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Menschen, Erinnerungen, Früher ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Vermisst ihr Dinge aus der "guten alten Zeit"?

06.03.2025 um 14:21
Zitat von RaspelbeereRaspelbeere schrieb:Szechuan-Restaurant
Ich liebe authentische chinesische Küche der verschiedenen Regionen.

Das wäre übrigens mal eine Sache, die ich inzwischen besser finde als früher. Zu meiner Jugendzeit gab es nur wenige chinesische Restaurants (und so gut wie keine Asienläden mit entsprechenden Lebensmitteln). Und die wenigen chinesischen Restaurants, die es damals gab, kochten fast ausschließlich europäisierte Gerichte, die im Vergleich deutlich langweiliger schmeckten.


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Vermisst ihr Dinge aus der "guten alten Zeit"?

06.03.2025 um 15:09
Zitat von martenotmartenot schrieb:Das wäre übrigens mal eine Sache, die ich inzwischen besser finde als früher. Zu meiner Jugendzeit gab es nur wenige chinesische Restaurants (und so gut wie keine Asienläden mit entsprechenden Lebensmitteln). Und die wenigen chinesischen Restaurants, die es damals gab, kochten fast ausschließlich europäisierte Gerichte, die im Vergleich deutlich langweiliger schmeckten.
Ich kann es wenig vergleichen, da ich seitdem x-mal umgezogen bin - und sicherlich, auch heutzutage, z.B. ein sorgfältig herausgesuchtes indisches Restaurant in einer größeren, internationaler aufgestellten Stadt zumeist authentischer sein wird als eines (so als Kind besucht, und wohl immer noch existierend), und es gibt nur eines zur Auswahl, in einer kleinen Gemeinde in der ich noch nie indischstämmig wirkende Personen, auch nicht im Restaurant, gesehen habe.
(Es kann in diesem Fall natürlich sein, dass ausnahmsweise sich das Restaurant in der kleinen Gemeinde mittlerweile authentische Rezepte angeeignet hat - möglich ist das ja).

Leicht gefunden habe ich solche Zutaten und Restaurants dann z.B. in einer typischen Universitätsstadt in Deutschland, nicht besonders groß, aber schon allein durch bestimmte Angebote der Uni ein besonders hoher Anteil von Menschen aus dem Ausland, insbesondere Asien, kommend.
Aktuell bin ich im Ausland und habe hier große Probleme die Zutaten zu finden, obwohl die Stadt eine knappe halbe Million Einwohner hat. Die Zutaten, wie auch entsprechende Restaurants, finde ich jedoch üppig in der Hauptstadt.

(Dies zur Illustration um darauf hinzuweisen, dass man bei Vergleichen "früher vs. heute" auch aufpassen muss, was sich denn sonst zwischendurch verändert hat - etwa, ob man umgezogen ist, und sich dabei Art und Größe des Wohnorts, evl. sogar das Land in dem man wohnt, geändert haben.)


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Vermisst ihr Dinge aus der "guten alten Zeit"?

06.03.2025 um 15:14
Zitat von RaspelbeereRaspelbeere schrieb:(Dies zur Illustration um darauf hinzuweisen, dass man bei Vergleichen "früher vs. heute" auch aufpassen muss, was sich denn sonst zwischendurch verändert hat - etwa, ob man umgezogen ist, und sich dabei Art und Größe des Wohnorts, evl. sogar das Land in dem man wohnt, geändert haben.)
"Früher" (d.h. zu Zeiten meiner Jugend und meines Studiums) bin ich relativ oft und gern asiatisch essen gegangen, und zwar in unterschiedlichen Städten in Deutschland und Österreich. Aber das Essen war fast immer "europäisiert" und schmeckte weit weniger aromatisch als das, was man heutzutage oft in guten Restaurants bekommt.


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06.03.2025 um 15:27
@martenot

Danke für die Erklärung.
Ich bin "ganz früher" zwar auch am liebsten asiatisch essen gegangen (Kindheit, Jugend damals noch an ländlichem Wohnort; asiatisch essen war eher selten möglich, bei Besuchen in Städten (auch: Deutschland, Österreich), und etwas Besonderes). Das war klar das europäisierte Essen*.
In einer kleinen Unistadt, habe da aber nicht studiert, fand ich 2005, 2006 ein authentisches indisches Restaurant. Sooo gut :) Wenn essen gehen, dann haben wir das dort gemacht.
Danach, ab Studium, 2006 und in einer anderen Stadt, kam ich dann verhältnismäßig einfach an authentische Restaurants - von Kommilitonen, Kollegen aus entsprechenden Ländern bestätigt: authentisch - heran. Ebenso an solche Zutaten, an manche sogar erstmals (Papadam etwa).


*Das Europäisierte kenne ich auch, und mag es nicht. Noch "okay", da finde ich noch eher was, aber richtig lecker finde ich es echt nicht. Ich liebe Gewürze, knackiges Gemüse etc., und das fehlt da normalerweise. Auch fehlt bei "indisch inspiriert" oft genau das, was eigentlich typisch wäre - die Gewürze, Hülsenfrüchte etc.


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Vermisst ihr Dinge aus der "guten alten Zeit"?

06.03.2025 um 15:31
Zitat von RaspelbeereRaspelbeere schrieb:*Das Europäisierte kenne ich auch, und mag es nicht. Noch "okay", da finde ich noch eher was, aber richtig lecker finde ich es echt nicht. Ich liebe Gewürze, knackiges Gemüse etc., und das fehlt da normalerweise. Auch fehlt bei "indisch inspiriert" oft genau das, was eigentlich typisch wäre - die Gewürze, Hülsenfrüchte etc.
Genau, bei den europäisierten Varianten fehlen meistens die entscheidenen Gewürze und die asiatischen Speisen werden eher optisch nachgeahmt.

Noch heute gehen wir gelegentlich in so ein asiatisches Restaurant (aus familiären Gründen, nicht weil ich es möchte), und nach wie vor schmeckt das Essen meiner Ansicht nach fad und irgendwie lätschig. Eine Zeitlang hatten sie dort außerdem eine "Geheimkarte" mit authentischen Gerichten, aber die bieten sie inzwischen nicht mehr an.


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Vermisst ihr Dinge aus der "guten alten Zeit"?

06.03.2025 um 15:39
Zitat von martenotmartenot schrieb:Ansicht nach fad und irgendwie lätschig
Genau das: Gekocht (statt "pfannenrühren" im Wok), nicht mehr knackig, und in viel Sauce.
Etwa so, exemplarisch:
https://gourmet.expob2b.es/uploads/fotos_noticias/2021/02/23455-180771-recetas-del-mundo-china-chop-suey.jpg
Typische Gewürze fehlen, zudem werden oft Gewürze unpassend eingesetzt. Z.B. Ingwer: Ich liebe Ingwer in vieler Hinsicht, in Speisen, im Tee etc., nur wird ein Reis einfach nicht "indisch" indem man in Parboiled-Reis Ingwer reinschneidet.


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06.03.2025 um 15:43
Wir sind ja vor einigen Jahren mal in China gewesen, und da habe ich das dortige Essen zu lieben gelernt. Es schmeckte überall unglaublich köstlich.

Mich würde mal interessieren, warum viele asiatische Restaurants sich nicht trauen bzw. nicht getraut haben, authentische Gerichte anzubieten.

Heutzutage hat man zumindest die Möglichkeit dazu, aber vor 30 Jahren gab es das überhaupt nicht.


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Vermisst ihr Dinge aus der "guten alten Zeit"?

06.03.2025 um 16:39
Zitat von martenotmartenot schrieb:Mich würde mal interessieren, warum viele asiatische Restaurants sich nicht trauen bzw. nicht getraut haben, authentische Gerichte anzubieten.
Naja, ich muss unweigerlich an einige Menschen der Jahrgänge ca. 1910-1940 denken, die ich kennengelernt habe. Meine Oma z.B., die schon mit dem Essen von Spaghetti massivste Probleme hatte und sich die Nudeln klein geschnitten hat, weil sie partout nicht kapiert hat bzw. wohl eher kapieren wollte, wie man sie aufdreht. Oder an mehr als eine Person, die auf Knoblauch gefühlt so heftig reagiert hat wie ein Vampir, sodass man selbst auch nichts mit Knoblauch essen durfte, wenn man gemeinsam essen gegangen ist, weil sich diese Menschen schon vom Geruch drei Teller belästigt wurden. Außerdem kenne ich auch ein anderes Empfinden von Schärfe, weil man es einfach nicht gewohnt war.

Natürlich betrifft das nicht alle Menschen dieser Altersgruppe. Es mag Leute geben, die asiatisches Essen auch damals schon aus dem Urlaub kannten oder die sich einfach nur für ausländische Küche interessiert und auch mal auf was "anderes" eingelassen hätten. Aber wenn ein guter Teil der Kundschaft sich aus Personen zusammensetzt, die vielleicht mal zum Chinesen gehen, weil sie was "exotisches" erleben und essen wollen, dann aber doch vor allem zurückschrecken, was zu ungewohnt ist, dann richtet man sich eben auf den aus.


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Vermisst ihr Dinge aus der "guten alten Zeit"?

06.03.2025 um 17:02
Zitat von martenotmartenot schrieb:Mich würde mal interessieren, warum viele asiatische Restaurants sich nicht trauen bzw. nicht getraut haben, authentische Gerichte anzubieten.
Das frage ich mich auch, man könnte diese Gerichte ja zusätzlich anbieten.

@Sterntänzerin

Kenne ich auch, auch mein Schwiegervater ist da z.B. sehr heikel mit Unbekanntem, meine Schwiegermutter grundsätzlich auch aber experimentierfreudiger. Auch meine Großeltern waren es, viel Ablehnung von Speisen war auch dadurch geprägt diese als Essen in Hungersnöten/Krieg zu kennen (Mais, Kohlrüben und alles was daran erinnerte ging gar nicht). All jene, es dürfte sich von selbst erklären, hatten bzw. haben auch keine Erfahrung mit Reisen, lebten auch immer in dem Ort in dem sie aufwuchsen oder in dem paar Kilometer weiter des Ehemanns dann.

Da spricht m.E. aber nichts dagegen, diese Gerichte zusätzlich anzubieten - wer sie nicht mag, findet dann immer noch etwas anderes. Beispiel: Wir waren vor Jahren in einem persischen Restaurant essen, Inhaber/Koch Iraner. Dieses Restaurant bot neben authentischen Gerichten auch solche an die lediglich "inspiriert" waren, und auch ein paar deutsche Gerichte. Mein Schwiegervater wählte Schnitzel und Salat mit Granatapfeldressing (soweit das "inspiriert"), probierte aber bei unserem Essen mit (hätte er natürlich nicht müssen) und bestellte dann beim nächsten Mal doch persisch.

Der Vorteil, die Gerichte zusätzlich anzubieten, wäre m.E.:
- breiteres Spektrum an Personen die dort essen - die wie bis jetzt, und andere
- Gruppen wählen das Restaurant eher
- in einer Gruppe kann man unverbindlicher probieren.
Zitat von SterntänzerinSterntänzerin schrieb:Aber wenn ein guter Teil der Kundschaft sich aus Personen zusammensetzt, die vielleicht mal zum Chinesen gehen, weil sie was "exotisches" erleben und essen wollen, dann aber doch vor allem zurückschrecken, was zu ungewohnt ist, dann richtet man sich eben auf den aus.
Klarerweise. Ein authentisches Shechuan-Restaurant mit nur diesen Speisen und obendrein dem Ambiente* dürfte es in "Hinterbieslberg" schwer haben. Ich vermute aber nicht dass ein existierender Asia-Imbiss in Kleinstadt "Wuseldingen" sich die Kundschaft vergrault, wenn zusätzlich ein authentisches Gericht (ausgebaut auf mehr wenn es gut ankommt), ggf. mit Hinweis "extra scharf", angeboten würde.
Aus diesen Jahrgängen
Zitat von SterntänzerinSterntänzerin schrieb:Jahrgänge ca. 1910-1940
dürften heutzutage auch nur noch wenige Menschen, realistischerweise, essen gehen - die jüngsten daraus wären heutzutage 85, selbstverständlich sollte man auch dann noch etwas auf der Speisekarte finden können, nur wird das nicht der Großteil der Kundschaft sein. (Dass auch jüngere Menschen mitunter nichts Scharfes, nichts stark Gewürztes mögen oder vertragen, ist mir klar.)


* Das Restaurant das wir letztens besuchten bot z.B. nur "private dining" an. Sprich: Einzelraum für jeden Tisch/ jede Gruppe Gäste, keine Musik, Raum hat keine Fenster. Wer das nicht kennt, oder sich nicht wenigstens zuvor damit befasst hat, wird es wahrscheinlich eher ungemütlich finden.


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06.03.2025 um 17:30
@Raspelbeere

Ich glaube, heutzutage gibt es die von mir beschriebene Problematik in vielen Fällen gar nicht mehr bzw. nicht mehr in diesem ganz krassen Ausmaß. Schon allein, weil mehr Menschen Urlaub an Orten machen, an denen für uns außergewöhnliche Gerichte "Alltag" sind. Außerdem hat man auch eher mal die Möglichkeit, sowas auch mal privat zu kochen, weil man zumindest, wenn man in der Stadt lebt, die entsprechenden Supermärkte vor der Tür hat und sich ansonsten immerhin die Bestandteile, die nicht gekühlt werden müssen, nach Hause liefern zu lassen.

Diese 0815-Chinesen, in denen Chop Suey das exotischste war, was man bestellen konnte, kenne ich persönlich nämlich auch eher aus meiner Kindheit und damals haben die Jahrgänge 1910-1940, zumindest die Jüngeren aus dieser Kohorte, noch in vielen Fällen darüber entschieden, wo man Essen geht.

Natürlich gibt es immer noch bzw. wird es vermutlich auch immer die "Was ich nicht kenne, esse ich nicht" Fraktion geben. Das ist mMn heutzutage aber eher eine Erziehungs- und individuelle Vorliebenssache, weil man eben durchaus Optionen zur Alternative hätte. Und wenn man weiß, dass man mit einer Person essen geht, die schon den Geruch von Knoblauch auch heutzutage hasst wie die Pest, dann kann man ja auch gemeinsam nach einer Alternative gucken und muss nicht unbedingt zum Asiaten.

Ich persönlich würde dann auch lieber in ein Restaurant gehen, in dem es etwas ganz anderes gibt, als in einen Laden, der neben authentischer Küche auch Schnitzel serviert. Ich persönlich finde so nämlich immer sehr suspekt und für mich ist das genauso ein Zeichen mangelnder Qualität wie total vollgepackte Speisekarten, weil's einfach enorm danach aussieht, als würden Convenience-Produkte verwendet.


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Vermisst ihr Dinge aus der "guten alten Zeit"?

06.03.2025 um 17:47
Zitat von SterntänzerinSterntänzerin schrieb:Ich glaube, heutzutage gibt es die von mir beschriebene Problematik in vielen Fällen gar nicht mehr bzw. nicht mehr in diesem ganz krassen Ausmaß. Schon allein, weil mehr Menschen Urlaub an Orten machen, an denen für uns außergewöhnliche Gerichte "Alltag" sind. Außerdem hat man auch eher mal die Möglichkeit, sowas auch mal privat zu kochen, weil man zumindest, wenn man in der Stadt lebt, die entsprechenden Supermärkte vor der Tür hat und sich ansonsten immerhin die Bestandteile, die nicht gekühlt werden müssen, nach Hause liefern zu lassen.
Das zusätzlich, das ist mir auch klar - und auch die Jahrgänge 1910 - 1940, die selten werden.
Ebenso privat kochen, auch wir kochen (sehr) international. Bezugsmöglichkeiten, außer direkt vor Ort oder liefern lassen, sind übrigens auch - machen wir viel, haben wir auch in Deutschland gemacht - vom Besuch in anderen Städte, größeren Städten mitbringen, etwa aus dem Urlaub oder wenn man anderweitig (z.B. Termin) in eine andere Stadt reist und es sich ausgeht etwas mitzubringen. Wir hatten letztens von so einer Reise - Zutaten hier kaum zu bekommen, in der Hauptstadt jedoch leicht erhältlich - zu zweit einen extra Koffer (groß, 25 kg) mit haltbaren Lebensmitteln dabei.
Dazu kommt dann noch: Heutzutage gibt es mehr Menschen mit Migrationshintergrund in Deutschland - wie viele haben z.B. Freunde, Kommilitonen, Bekannte, einen Partner die im Ausland aufgewachsen sind und entsprechende Speisen werden angeboten. Ich kenne, exemplarisch, die persische Küche inkl. entsprechender Reiszubereitung von meiner Tante.
An einem Arbeitsplatz mit (zugegeben, weit überdurchschnittlich vielen) ausländischen Mitarbeitern - tatsächlich aus dem Ausland angeworben - waren andauernd irgendwelche Begrüßungs-Snacks, Tees, Süßigkeiten, nachgekochte Speisen... am Start.
Und dann eben noch diejenigen, die sie auf Reisen kennenlernen (ich war zwar noch nie auf dem asiatischen Kontinent, aber es ist heutzutage leichter möglich).

Somit: Mehr Menschen dürften ungefähr solche Gerichte kennen. Gerade deshalb (!) wundere ich mich ja auch über Restaurants die nicht wenigstens zusätzlich authentische Gerichte anbieten.
Zitat von SterntänzerinSterntänzerin schrieb:Natürlich gibt es immer noch bzw. wird es vermutlich auch immer die "Was ich nicht kenne, esse ich nicht" Fraktion geben. Das ist mMn heutzutage aber eher eine Erziehungs- und individuelle Vorliebenssache, weil man eben durchaus Optionen zur Alternative hätte.
Ganz meine Meinung; deshalb hatte ich mich eher über deinen vorherigen Beitrag gewundert, den ich so interpretierte als sei das heutzutage noch so relevant.
Zitat von SterntänzerinSterntänzerin schrieb:Ich persönlich würde dann auch lieber in ein Restaurant gehen, in dem es etwas ganz anderes gibt, als in einen Laden, der neben authentischer Küche auch Schnitzel serviert. Ich persönlich finde so nämlich immer sehr suspekt und für mich ist das genauso ein Zeichen mangelnder Qualität wie total vollgepackte Speisekarten, weil's einfach enorm danach aussieht, als würden Convenience-Produkte verwendet.
Stimme dir grundsätzlich zu - auch ich gehe viel lieber z.B. in ein indisches Restaurant (oder Szechuan-Restaurant) mit kleiner Speisekarte, als eines das meinetwegen chinesisch, indisch und dann noch Pizza anbietet. Wirkt mir suspekt, und evl. wir dann die Pizza aufgetaut, oder das Chop Suey...
Hierbei jedoch: Dieses Restaurant war bereits - für die iranische Küche - unser Stammrestaurant. Alles frisch, total lecker, es war auch normal bei der Bestellung nach gewünschten Varianten zu fragen. Hauptkundschaft: Iraner. Somit haben wir uns entschieden auch mit unserem Besuch, den Schwiegereltern, dort essen zu gehen unter der Bedingung, auch Schwiegervater findet etwas. Und da war dann eben noch die zweite Karte, für Gäste wie meinen Schwiegervater.
Insgesamt fand ich es auch nicht besonders seltsam, dass ein in Deutschland lebender, im Iran geborener Koch auch eine kleine Auswahl an deutschen Gerichten zubereiten kann, gerade wenn Zutaten überlappend verwendet werden können, z.B. man die Kartoffeln fürs Tahdig auch als Salzkartoffeln oder Pommes machen kann, oder das Hähnchen nicht kleinschneiden sondern als Hähnchenschnitzel.


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06.03.2025 um 20:40
Zitat von MerirukaMeriruka schrieb:Bei uns in der Nähe gibt es ein Restaurant, dass einmal im Monat "Rouladenbuffett" anbietet. Rindsroulade, Kohlroulade und letztes Mal gab es noch Hähnchenroulade mit Spinatfüllung.
Und eben die passenden Beilagen. Das Restaurant arbeitet mit Vorbestellung und ist jedes Mal gerappelt voll.
Das klingt super, kein Wunder, dass es gut läuft. Sowas hätte ich auch gerne in der Nähe.


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Vermisst ihr Dinge aus der "guten alten Zeit"?

06.03.2025 um 21:02
Zitat von Photographer73Photographer73 schrieb:Das klingt super, kein Wunder, dass es gut läuft. Sowas hätte ich auch gerne in der Nähe.
Ja, das wäre sicher eine gute Geschäftsidee!


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06.03.2025 um 21:18
Ich vermisse die Unbeschwertheit/Unbekümmertheit und dass wir noch nicht so zugeballert waren mit Glaubenssätzen, Vorstellungen und Ideen wie etwas zu sein hat. Manipulation hat damals nicht gezogen Ich vermisse die Unschuld, die man als Kind hatte und dass die Welt noch so einfach zu erklären war und nicht so kompliziert wie im Laufe des Erwachsenwerden. Was gezählt hat, war der Tag. Zeit hat keine Rolle gespielt. So gab es keine Zukunft und auch keine Vergangenheit. Nur die ewige Gegenwart. Ja, das vermisse ich.


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Vermisst ihr Dinge aus der "guten alten Zeit"?

06.03.2025 um 21:24
Mich überkommt es manchmal, dass ich, je älter ich werde, versuche Dinge nachzukochen oder zu backen, die ich als Kind gern bei meiner Oma, Jahrgang 1920, gegessen habe. Das mögen auch meine Kinder- meistens.

Es sind keine Fleischgerichte, das war schon als Kind nicht mein Fall. Eher süße Sachen. Obwohl ich, da wir einen riesigen Garten hatten, auch alles an Gemüse wahnsinnig gerne mag. Wirklich alles! Grünkohl, Mangold, Wirsing, Erbsen, Möhren, Blumenkohl, Spinat, dicke Bohnen etc.

Das wusste man als Kind natürlich nicht zu schätzen. Oder Hefekuchen vom Blech mit Äpfeln oder Pflaumen aus dem Garten- noch warm aus dem Ofen… Waffeln….

Ich muss aufhören, ich rede mich in Rage. So was vermisse ich unglaublich.


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06.03.2025 um 21:24
@Can

Sehr gut geschrieben, gehe ich Wort für Wort mit!


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Vermisst ihr Dinge aus der "guten alten Zeit"?

06.03.2025 um 21:27
@Can
Oh ja. Hätte ich nicht besser ausdrücken können. Man war einfach noch viel unbeschwerter und ist zutraulicher auf Menschen zugegangen. Heute vermute ich oft hinter jeder Nettigkeit eines Menschen eine Absicht, ordne ein, schubladisiere, obwohl ich es nicht will.


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07.03.2025 um 01:27
Zitat von martenotmartenot schrieb:Als Kind und Jugendlicher gab es beispielsweise häufig Lüngerl
Saures Lüngerl mit Semmelknödel.
Als Kind mochte ich es komischerweise gerne, heute macht mein Kopf da irgendwie nicht mehr mit.
Bei Vinzenz Murr (glaube du kommst auch aus dem Raum) gabs das immer in Dosen. Heute übrigens auch noch, wie ich letztens bei einem Heimatbesuch gesehen habe.


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07.03.2025 um 04:42
Zitat von martenotmartenot schrieb:Mich würde mal interessieren, warum viele asiatische Restaurants sich nicht trauen bzw. nicht getraut haben, authentische Gerichte anzubieten.
Weil es keine Einzelrestaurants sind sondern Ketten. Meist nach dem Franchise-Prinzip, ähnlich wie McDonalds. Die kriegen ihre Zutaten geliefert (angeblch aus Holland) und bereiten sie ledglich zu. Aber eben nur das was geliefert wird. Authentische Asa-Restaurants die selbst einkaufen gibt es (noch), sind aber selten und meist teurer.
Ich kann mich übrigens noch an eine Welt ohne Systemgastronomie erinnern.
Naja, fast. In Bielefeld, damals schon eine Großstadt, gab es eine(!) Systemgaststätte. Hieß Winerwald. Und es gab dort nichts anderes als Brathähnchen. Der Erfinder dürfte auf dem Höhepunkt seines Erfolges in den 60ern hunderte Restaurants betrieben haben. Die Leute liebten es. Wohl auch weil es wenig Abwechslung gab. Drei Chinesen. Keine Pizzeria, kein McDonald (beides erst Mitte der 70er).
Statt dessen eine Milchbar. Eine amerikanische Erfindung, der Laden auch entspechend gestylt. Man kriegte dort Milchshakes in verschiednen Geschmackssorten.


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07.03.2025 um 07:33
Zitat von RaspelbeereRaspelbeere schrieb:für die iranische Küche
Liebe ich. Ich habe eine persische Freundin und früher, als wir noch in einer Stadt gewohnt haben, habe ich öfter bei ihr gegessen. Der Vater hat original persisch gekocht.
Zitat von RaspelbeereRaspelbeere schrieb:noch die zweite Karte, für Gäste wie meinen Schwiegervater.
Schnitzel mit Pommes? :D


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