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Germanwings-Maschine mit 150 Menschen in Südfrankreich abgestürzt

17.073 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Suizid, Frankreich, 2015 ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Germanwings-Maschine mit 150 Menschen in Südfrankreich abgestürzt

03.05.2018 um 17:25
Zitat von monstramonstra schrieb:Juristisch war er wohl schuldfähig. Ich glaube kaum, dass Gutachter zu einem anderen Ergebnis kämen.

Lubitz hat ohne Zweifel sehr gelitten, aber die Einsicht, was Recht und was Unrecht ist, die dürfte er nicht verloren haben. Dazu waren seine Handlungen beim Absturz zu rational (bezogen auf sein Ziel), zu kontrolliert und zu klar.
auf dem Hinflug nach Barcelona hat er ja auch schon andere Höhen eingegeben.. und korrigiert - da war er wohl noch nicht mutig genug..
Zitat von frauZimtfrauZimt schrieb:War es seine freie Entscheidung?
seine Entscheidung traf er also nicht aus heiterem Himmel..


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Germanwings-Maschine mit 150 Menschen in Südfrankreich abgestürzt

03.05.2018 um 18:25
Zitat von Photographer73Photographer73 schrieb:(...) Lubitz wollte nicht mehr leben, das war seine Entscheidung, aber durch die Art und Weise, die er für seinen Freitod wählte, wurde er zum Massenmörder, der direkt und indirekt auch das Leben von vielen Menschen zerstörte, Angehörige, Freunde, Partner... aber eben auch Ärzte.
Sehr, sehr richtig. Bei dem Absturz kam eine ehemalige Arbeitskollegin von mir ums Leben. Die Auswirkung -sogar in deren entfernteren Bekanntenkreis- waren gravierend. Das -mit Abstand- Schlimmste daran ist für den Großteil der Trauernden die Tatsache, dass die Passagiere aufgrund der als unfassbar egoistisch erscheinenden Entscheidung eines Einzeltäters zum Opfer fielen. Wenn es dann noch im Vorleben des Täters deutliche Anzeichen gab, dass er zum Täter werden könnte und dennoch scheinbar nicht ausreichend gehandelt wurde, macht es das für die Hinterbliebenen unerträglich.
Zitat von monstramonstra schrieb:Lubitz hat ohne Zweifel sehr gelitten, aber die Einsicht, was Recht und was Unrecht ist, die dürfte er nicht verloren haben. Dazu waren seine Handlungen beim Absturz zu rational (bezogen auf sein Ziel), zu kontrolliert und zu klar. Da hat kein Verwirrter im Cockpit randaliert oder die Kontrolle verloren, da wusste jemand, was er mit welchen Konsequenzen tat.
Der Meinung schließe ich mich an. Bereits auf dem Hinflug hatte er -wieder in Abwesenheit des Kapitäns- den Autopiloten im Sinkflug auf den Zielflughafen entsprechend manipuliert, dann jedoch wieder korrigiert. Die Manipulation hatte keine spür- oder sichtbaren Konsequenzen und wurden deshalb nicht bemerkt. Der Datenschreiber zeichnete sie jedoch auf. Auch im Hinblick auf die Zeit, die auf dem fatalen Rückflug zwischen Verlassen des Cockpits durch den Kapitän und dem Aufschlag verging, spricht vieles gegen ein zwanghaftes, unkontrolliertes Handeln von Lubitz. Die kontrollierte und regelmäßige Atmung, die verschiedenen, ganz bewusst im Cockpit vorgenommenen Handlungen, all das lässt für mich persönlich -genauso wie für die BEA- nur den bekannten Schluß zu. Es war ein von Lubitz bewusst kontrollierter, erweiterter Suizid. Keine Gase, keine Bewusstlosigkeit, keine unkontrollierten Handlungen.


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Germanwings-Maschine mit 150 Menschen in Südfrankreich abgestürzt

03.05.2018 um 18:41
@Slaterator
Wenn ein Arzt L. aber bereits krank geschrieben hatte und wegen des Verdachts einer Psychose in eine psychiatrische Klinik einweisen wollte, bin ich mir nicht so sicher, ob man L. im juristischen Sinne für schuldig erklären würde.

Wenn man das alles zusammenfasst, hätte LH ihn bereits wegen der Depression in der Ausbildungszeit zum Piloten nicht mehr weiter ausbilden dürfen. Damals lautete die Diagnose doch auf Depression.

Leider glaube ich das es keine absolute Sicherheit vor solchen Fällen geben kann, wenn man die ärztliche Schweigepflicht für Piloten, Busfahrer, Taxifahrer, Zugführer etc. nicht aushebeln will.

Auch jemand der jahrzehntelang seinen Job ordentlich ausführt ist ja nicht gefeit, an einer Psychose oder paranoiden Wahnvorstellung zu erkranken.

Ich fand es schon sehr merkwürdig, dass L. solche Angst vor Erblindung hatte, obwohl mindestens zwei Augenärzte ihm doch versicherten, dass er diesbezüglich keine Sorge zu haben brauchte.


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Germanwings-Maschine mit 150 Menschen in Südfrankreich abgestürzt

03.05.2018 um 20:04
@Rotmilan
Ist es denn zu 100 % erwiesen das Andreas Lubitz während des Fluges an einer Psychischen Erkrankung litt?


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E_M ehemaliges Mitglied

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03.05.2018 um 20:07
@EC145
Was soll das? Der Mann hatte erhebliche psychische Probleme, der Bericht gibt ausreichend Aufschluss... Du wirst ihn hier nicht „rein waschen“ können!

Wenn du weiter machen willst, dann geh doch zu den „Verschwörungstheorien“...


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Cass ehemaliges Mitglied

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03.05.2018 um 20:16
@EC145

Letztendlich bleiben die vielen vielen Morde.

Das sind so viele Morde wie von mehreren Serienmördern zusammen begangen wurden!

Die geplante Vorsätzlichkeit ist ja zu 100% bewiesen und sogar dokumentiert.
Auch Depressive finden i.d.R. andere Möglichkeiten, als zu morden.


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03.05.2018 um 20:23
Zitat von SlateratorSlaterator schrieb:Der Meinung schließe ich mich an. Bereits auf dem Hinflug hatte er -wieder in Abwesenheit des Kapitäns- den Autopiloten im Sinkflug auf den Zielflughafen entsprechend manipuliert, dann jedoch wieder korrigiert. Die Manipulation hatte keine spür- oder sichtbaren Konsequenzen und wurden deshalb nicht bemerkt. Der Datenschreiber zeichnete sie jedoch auf. Auch im Hinblick auf die Zeit, die auf dem fatalen Rückflug zwischen Verlassen des Cockpits durch den Kapitän und dem Aufschlag verging, spricht vieles gegen ein zwanghaftes, unkontrolliertes Handeln von Lubitz. Die kontrollierte und regelmäßige Atmung, die verschiedenen, ganz bewusst im Cockpit vorgenommenen Handlungen, all das lässt für mich persönlich -genauso wie für die BEA- nur den bekannten Schluß zu. Es war ein von Lubitz bewusst kontrollierter, erweiterter Suizid. Keine Gase, keine Bewusstlosigkeit, keine unkontrollierten Handlungen.
Die von dir sehr gut beschriebene Szenerie wurde in einem Dokumentarfilm nachgestellt. Sehr eindrucksvoll...

Nach allem, was bisher über A. Lubitz bekannt wurde, seine Kontaktierung zu vielen Ärzten (private Konsultation und Abrechnung), die wahrscheinlich unkontrollierte Einnahme von Psychopharmaka (in seiner Wohnung entdeckt), führten ihn letztendlich, in seinem Wahn, zu einem erweiterten Suizid.

Er konnte sich offensichtlich nicht vorstellen, ohne diesen Beruf sein Leben zu gestalten.

Ich denke, er befand sich in einem Ausnahmezustand und handelte narzisstisch, gnadenlos, folgerichtig.


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03.05.2018 um 20:25
Zitat von RotmilanRotmilan schrieb:Wenn ein Arzt L. aber bereits krank geschrieben hatte und wegen des Verdachts einer Psychose in eine psychiatrische Klinik einweisen wollte, bin ich mir nicht so sicher, ob man L. im juristischen Sinne für schuldig erklären würde.
Da Hr. Lubitz ebenfalls zu den Toten dieser Tragödie gehört, stellt sich diese Frage nicht. Diese Frage wäre im Falle seines Überlebens durch Gerichte/Gutachter usw. usf. zu klären gewesen. Mit welchem Ergebnis vermag ich nicht pauschal zu beurteilen. Fakt ist, er hätte aufgrund seiner Krankschreibung nicht zum Dienst im Cockpit antreten dürfen.
Zitat von RotmilanRotmilan schrieb:Wenn man das alles zusammenfasst, hätte LH ihn bereits wegen der Depression in der Ausbildungszeit zum Piloten nicht mehr weiter ausbilden dürfen. Damals lautete die Diagnose doch auf Depression.
Hinter dem Begriff "Depression" verbirgt sich ein oftmals sehr komplexes Krankheitsbild mit verschiedensten Ausprägungen. Es ist mMn vermessen und viel zu pauschal, jeder Person die Möglichkeit abzusprechen, den Beruf des Verkehrspiloten zu erlernen, nur weil sie irgendwann eine "depressive" Phase hatte. Diese Krankheit ist ja nicht unheilbar und führt nicht zwangsläufig zu Eigen- und/oder Fremdgefährdung. Im diesem Fall jedoch waren die Ausprägungen der Erkrankung -zumindest später im Verlauf- scheinbar sehr deutlich und möglicherweise gab es auch Hinweise auf eben dieses angesprochene Gefährdungspotenzial. Zumindest in der unmittelbaren Zeit vor dem Todesflug, hätte man einschreiten können und ggf. sogar müssen. Und das schmerzt die Hinterbliebenen besonders.
Zitat von RotmilanRotmilan schrieb:Leider glaube ich das es keine absolute Sicherheit vor solchen Fällen geben kann, wenn man die ärztliche Schweigepflicht für Piloten, Busfahrer, Taxifahrer, Zugführer etc. nicht aushebeln will.
Es wäre sicher sinnvoll, eine Art "Gesamtanamnese" z.B. beim LBA zu führen. So das jeder Arzt in dessen Behandlung sich z.B. ein Pilot begibt, die gesamte Vorgeschichte und Befunde anderer, zuvor aufgesuchter Ärzte sehen kann und auch das LBA selbst frühzeitig vor Gefährdungspotenzial gewarnt wird.
Zitat von EC145EC145 schrieb:Ist es denn zu 100 % erwiesen das Andreas Lubitz während des Fluges an einer Psychischen Erkrankung litt?
Er wird nicht an aufgrund der Einwirkung z.B. toxischer Gase den Kapitän ausgesperrt und das Flugzeug bewusst in die Berge geflogen haben. Soviel sollte klar sein. Der Bericht ist da auch eindeutig.


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03.05.2018 um 20:43
Zitat von SlateratorSlaterator schrieb:Hinter dem Begriff "Depression" verbirgt sich ein oftmals sehr komplexes Krankheitsbild mit verschiedensten Ausprägungen. Es ist mMn vermessen und viel zu pauschal, jeder Person die Möglichkeit abzusprechen, den Beruf des Verkehrspiloten zu erlernen, nur weil sie irgendwann eine "depressive" Phase hatte.
Lubitz hatte anfänglich während seiner Ausbildung eine Depression zu verzeichnen, diese wurde jedoch zu späteren Zeitpunkt als „ausgeheilt“ zu den Akten gelegt.
Zitat von SlateratorSlaterator schrieb: Im diesem Fall jedoch waren die Ausprägungen der Erkrankung -zumindest später im Verlauf- scheinbar sehr deutlich und möglicherweise gab es auch Hinweise auf eben dieses angesprochene Gefährdungspotenzial. Zumindest in der unmittelbaren Zeit vor dem Todesflug, hätte man einschreiten können und ggf. sogar müssen.
Im Fall A. Lubitz hätte es, im Vorfeld, keine Möglichkeit gegeben, seine Unfähigkeit und Suizidgedanken zu ermitteln.

Im Gegenteil. A. Lubitz verfolgte in der Zeit vor dem Todesflug, seine Erkrankung zu ergründen.

Er konsultierte viele Ärzte, keine Meldungen an die Krankenkasse erfolgten.

Lubitz erhielt Liquidationen im Privatbereich und zahlte selbst.

Erst nach dem Todesflug, aufgrund intensiver Ermittlungen konnte ein Gesamtbild, hinsichtlich seiner Konsultationen und seiner Verhaltensweisen nachvollzogen werden.


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Germanwings-Maschine mit 150 Menschen in Südfrankreich abgestürzt

03.05.2018 um 20:49
Zitat von EC145EC145 schrieb:So hier das Video.
Danke Dir, EC145. Habe eben die gesamte Pressekonferenz gesehen. Too much, finde ich. Auf was Zielen sie ab neben dem dass sie bewiesen wollen, dass der Sohn sich schuldig gemacht werden kann. So wie ich verstanden habe, werden sie eine Klage einreichen. Geht es nicht nur um die Ehre sondern auch um Geld? Schadenersatz?


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03.05.2018 um 21:03
Zitat von Sunrise76Sunrise76 schrieb:Lubitz hatte anfänglich während seiner Ausbildung eine Depression zu verzeichnen, diese wurde jedoch zu späteren Zeitpunkt als „ausgeheilt“ zu den Akten gelegt.
Ja, ist mir bekannt.
Zitat von Sunrise76Sunrise76 schrieb:Im Fall A. Lubitz hätte es, im Vorfeld, keine Möglichkeit gegeben, seine Unfähigkeit und Suizidgedanken zu ermitteln.

Im Gegenteil. A. Lubitz verfolgte in der Zeit vor dem Todesflug, seine Erkrankung zu ergründen.

Er konsultierte viele Ärzte, keine Meldungen an die Krankenkasse erfolgten. (...)
Hätten die verschiedenen, von ihm konsultierten Ärzte z.B. durch den Zugriff auf eine zentrale Erfassungsstelle die Möglichkeit gehabt, alle Untersuchungen der ärztlichen Kollegen abzurufen, wäre das Gesamtbild und die potenzielle Gefährdung ggf. erkannt worden und man hätte frühzeitig intervenieren können. So war es in der Tat schwierig, da die Handlungsgewalt und Verantwortung für den Umgang mit der Krankheit allein bei Lubitz lag.


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03.05.2018 um 21:15
Zitat von Sunrise76Sunrise76 schrieb:Erst nach dem Todesflug, aufgrund intensiver Ermittlungen konnte ein Gesamtbild, hinsichtlich seiner Konsultationen und seiner Verhaltensweisen nachvollzogen werden.
Lubitz klapperte einen Arzt nach dem Anderen ab, es hätte jedoch eines gewissen Vertrauensverhältnisses bedurft, um ihm wirklich helfen zu können. Da er vermutlich hauptsächlich von depressiven Symptomen und Ängsten berichtete, versuchte man, ihm mit Antidepressiva zu helfen. Das Präparat, das in den Medien immer wieder erwähnt wird, beruhigt, hilft beim Ein- und Durchschlafen, steigert den Appetit und scheint bei solchen Symptomen gerne angewendet zu werden (dass es als Nebenwirkung Suizidalität fördern soll, wie immer wieder betont wird, ist eher ein statistisches denn ein medizinisches Problem). Doch es konnte nicht helfen, weil die Ursache der Ängste damit nicht behandelt wurde.
Zitat von SlateratorSlaterator schrieb:Hinter dem Begriff "Depression" verbirgt sich ein oftmals sehr komplexes Krankheitsbild mit verschiedensten Ausprägungen.
Viele psychische Erkrankungen bringen auch depressive Symptome oder Ängste mit sich. Und nicht wenige psychisch Kranke versteifen sich darauf, weil Depressionen eine größere gesellschaftliche Akzeptanz genießen, als beispielsweise ein Borderline-Syndrom. Welche Grunderkrankung sich also hinter depressiven Stimmungen verbirgt und welche Gefahren für den Patienten oder die Umwelt bestehen, das bedarf einer genaueren Beobachtung. Psychische Erkrankungen können nicht mit einem Bluttest diagnostiziert werden. Lubitz scheint weder nur Depressionen, noch eine Psychose noch eine Angststörung gehabt zu haben.

Hätte sich Lubitz damals in eine psychiatrische Klinik begeben, hätte man dort vermutlich innerhalb weniger Tage aufgrund intensiver Beobachtung eine Diagnose und die entsprechende Behandlung entwickeln können. Die vermutlich viel Zeit gebraucht hätte. Dazu bedarf es aber einer gewissen Krankheitseinsicht. Die hatte Lubitz vielleicht sogar, aber es gehörte zu seinem Krankheitsbild, dass sein Beruf existentiell war. Also verbot sich alles, was seine Zukunft als Pilot gefährdet hätte. Die Krankheit war existenzbedrohend und so marschierte er ins Verderben - und nahm noch 150 Menschen mit. Dass er hierzu fähig war, das muss in seiner Persönlichkeit bereits angelegt gewesen sein. Das Selbst erbarmungslos über alles und jeden zu stellen - das ist weder für Depressive, noch für Schizophrene oder Borderliner oder sonstige psychische Krankheiten typisch.

Völlig verkehrt wäre es deshalb, Menschen die (nur) an rezidivierenden depressiven Episoden erkrankt sind, von Berufen usw. auszuschließen. Depressive sind nicht gefährlicher als der psychisch Gesunde, vermutlich sogar noch weniger, da sie zumeist sehr zuverlässig, einfühlsam und verantwortungsbewusst sind und sich nicht selbst überschätzen. Umgekehrt ist es bei Depressionen oder gar Suizidalität wichtig, sich in fachärztliche Behandlung zu begeben, die Symptome abklären zu lassen und nicht vorschnell zu diagnostizieren. Ein paar Tage oder Wochen Krankenhaus sind auch keine Schande, sondern eine effektive Hilfe.


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Germanwings-Maschine mit 150 Menschen in Südfrankreich abgestürzt

03.05.2018 um 21:34
Zitat von monstramonstra schrieb:Völlig verkehrt wäre es deshalb, Menschen die (nur) an rezidivierenden depressiven Episoden erkrankt sind, von Berufen usw. auszuschließen. Depressive sind nicht gefährlicher als der psychisch Gesunde, vermutlich sogar noch weniger, da sie zumeist sehr zuverlässig, einfühlsam und verantwortungsbewusst sind und sich nicht selbst überschätzen. Umgekehrt ist es bei Depressionen oder gar Suizidalität wichtig, sich in fachärztliche Behandlung zu begeben, die Symptome abklären zu lassen und nicht vorschnell zu diagnostizieren. Ein paar Tage oder Wochen Krankenhaus sind auch keine Schande, sondern eine effektive Hilfe.
Das hatte ich in meinem Beitrag zuvor gemeint. Bei dem Wort "Depression" gleich eine generelle Berufsunfähigkeit für bestimmte Berufsbilder zu fordern wäre unangemessen und würde meines Erachtens auch nicht zum gewünschten Ergebnis führen. Im Gegenteil. Es würde erkrankte nur unnötig stigmatisieren. Deshalb plädiere ich auch -und das war/ist ein offizieller Vorschlag der Untersuchungskommision- für die zentrale Erfassung der Untersuchungen z.B. beim LBA. So kann "Ärztehopping" nicht mehr so leicht dazu führen, dass ein Gesamtbild nicht erkannt und tatsächliche "Gefährder" deshalb nicht erkannt werden.


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Germanwings-Maschine mit 150 Menschen in Südfrankreich abgestürzt

14.07.2018 um 23:19
Zitat von SlateratorSlaterator schrieb am 03.05.2018:Bei dem Wort "Depression" gleich eine generelle Berufsunfähigkeit für bestimmte Berufsbilder zu fordern wäre unangemessen...
Ich wäre sehrwohl dafür, da die Bevölkerungsdichte des Planeten das auf jedenfall zulassen und rechtfertigen würde, es gibt mehr als genug "klar denkende Menschen", um auch den geringsten Anteil vor diesen,"kranken und zu behandelnden" zu schützen, denen wir derzeit ein Steuer überlassen, die dennoch keine Verantwortung für sich oder andere tragen können. Dafür gibt es wieder andere Berufsgruppen, Psychiater seien hier zuerst genannt.


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Germanwings-Maschine mit 150 Menschen in Südfrankreich abgestürzt

15.07.2018 um 10:42
Zitat von SlateratorSlaterator schrieb am 03.05.2018:Bei dem Wort "Depression" gleich eine generelle Berufsunfähigkeit für bestimmte Berufsbilder zu fordern wäre unangemessen und würde meines Erachtens auch nicht zum gewünschten Ergebnis führen. Im Gegenteil. Es würde erkrankte nur unnötig stigmatisieren.
@Slaterator

Du hast die Wahl:
Ein Pilot mit diagnostizierter depressiver Erkrankung fliegt dich und 149 andere Passagiere nach Dallas- oder ein Pilot, der seelisch im Gleichgewicht ist.
In welche Maschine steigst du ein?


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Germanwings-Maschine mit 150 Menschen in Südfrankreich abgestürzt

15.07.2018 um 11:37
Zitat von frauZimtfrauZimt schrieb:hast die Wahl:
Ein Pilot mit diagnostizierter depressiver Erkrankung fliegt dich und 149 andere Passagiere nach Dallas- oder ein Pilot, der seelisch im Gleichgewicht ist.
In welche Maschine steigst du ein?
Die Frage stellt sich doch gar nicht, zumal sowas niemand von den Passagieren erfährt. Depressive Menschen hier zu stigmatiseren, finde ich ziemlich daneben. Nicht jeder Depressive trägt sich mit Suizidgedanken. Wo soll da die Grenze gezogen werden ? Was als nächstes ? Sollte man HIV infizierten Menschen nicht besser den Führerschein abnehmen, weil sie ansonsten auf die Idee kommen könnten, ihr Auto als Waffe gegen andere einzusetzen, wenn sie mit ihrem Schicksal handern und evt. aufgrund dessen ihr Leben beenden wollen ?

Lubitz war ein Einzelfall, mit dem niemand rechnen konnte. Bei seiner Beurteilung liefen viele Dinge falsch, er vertuschte aber auch sehr geschickt. Daraus lässt sich aber dennoch nicht pauschal irgendwas auf alle Depressiven ableiten und das fände ich auch fatal.

Davon abgesehen - woher weiß man denn, wer seelisch im Gleichgewicht ist ? Der nächste Pilot könnte unter zB Liebeskummer leiden und sich deshalb suizidieren, völlig ohne diagnostizierte Depression.


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15.07.2018 um 11:40
@frauZimt

Aber der nicht depressive ist Alkoholiker und dann?

Was ich meine ist: Deine Auswahlmöglichkeiten sind ziemlich geschmacklos. Aber das ist nur meine Meinung...


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Germanwings-Maschine mit 150 Menschen in Südfrankreich abgestürzt

15.07.2018 um 11:49
Zitat von HBZHBZ schrieb:Was ich meine ist: Deine Auswahlmöglichkeiten sind ziemlich geschmacklos. Aber das ist nur meine Meinung...
Hab in etwa die selbe Meinung, aber es gab hier ja auch schon User die der Meinung waren, Piloten mit Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (Krankschreibung) temporär die Pilotenlizenz entziehen zu wollen.
Zitat von frauZimtfrauZimt schrieb:Ein Pilot mit diagnostizierter depressiver Erkrankung
Inwiefern kannst du "Depressive Erkrankungen" auch nur ansatzweise beurteilen? Inwiefern kannst du auch nur ansatzweise depressive Menschen beurteilen? Und jetzt bitte kein bla bla bla gesülz, sondern eine medizinisch fundierte Aussage.


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Germanwings-Maschine mit 150 Menschen in Südfrankreich abgestürzt

15.07.2018 um 12:14
Zitat von HBZHBZ schrieb:@frauZimt

Aber der nicht depressive ist Alkoholiker und dann?

Was ich meine ist: Deine Auswahlmöglichkeiten sind ziemlich geschmacklos. Aber das ist nur meine Meinung...
@HBZ
geschmacklos bedeutet neutral. Damit kann ich gut leben.
Ich hab extra "diagnostiziert" in meine Fragestellung gepackt. Ist dir viellecht in der Aufwallung entgangen.
Dass es viele Alkoholiker gibt, wissen wir. Es gibt auch unter Chirurgen und Piloten Alkoholiker.
Wenn sie das verschleiern können, wird es leider nicht bemerkt.

Es gibt Menschen, die besser nicht Verantwortung für das Leben Anderer übernehmen sollten. Und wir würden ihnen unser Leben auch nicht anvertrauen.

Ich rede auch nicht von einer Verstimmung. Warum soll man sich damit nicht auf seine Arbeit konzentrieren können?
Aber was ist, wenn ein depressiver Mensch in seiner Not zu Tabletten greift, weil er nur damit funktioniert?


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Germanwings-Maschine mit 150 Menschen in Südfrankreich abgestürzt

15.07.2018 um 12:19
@frauZimt

Ach komm... jetzt stellst du dich doof, wenn du das "geschmacklos" wie oben interpretierst...


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